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Zur Shop-Startseite › BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Bewertungseinheiten im HGB

Darstellung und kritische Würdigung

Titel: Bewertungseinheiten im HGB

Bachelorarbeit , 2010 , 47 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Robert Richter (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem BilMoG soll das deutsche Bilanzrecht modernisiert werden. International tätige Unternehmen haben immer häufiger auch internationale Rechnungslegungsstandards zu beachten, welche jedoch vor allem vom deutschen Mittelstand aus Kostengründen abgelehnt werden. Ziel des BilMoG ist es daher das deutsche Bilanzrecht zu einer „dauerhaften und im Verhältnis zu den internationalen Rechnungslegungsstandards vollwertigen, aber kostengünstigeren und einfacheren Alternative weiterzuentwickeln“.
Im Ergebnis soll das Handelsrecht (etwa durch Anhebung der Schwellenwerte für die Buchführungspflicht und größenabhängige Erleichterungen) dereguliert und gleichzeitig die Informationsfunktion (bspw. durch die Streichung von Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechten) gestärkt werden. Zahlreiche Normen des HGB sind durch das BilMoG geändert, gestrichen oder ergänzt worden.

Die Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Neufassung des
§ 254 HGB, welcher nunmehr die Bildung von Bewertungseinheiten im handelsrechtlichen Jahresabschluss regelt. Die Abbildung von Bewertungseinheiten war zwar bereits vor dem BilMoG in der Praxis verbreitet, jedoch nicht konkret normiert sondern als Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung eingestuft. Diese haben nunmehr eine gesetzliche Verankerung erfahren. Der Tradition deutscher Rechnungslegungsnormen folgend, ist auch die Normierung des neuen § 254 HGB prinzipienorientiert und abstrakt. Dies gewährt zwar Flexibilität und ermöglicht im Einzelfall die sachgerechte Ableitung von Lösungen, macht die Norm aber gleichzeitig auslegungsbedürftig. Es erscheint insofern notwendig, die einzelnen Tatbestandsmerkmale der Norm zu konkretisieren und auszugestalten.

In Kapitel B dieser Arbeit werden daher unter anderem Begrifflichkeiten, Vorraussetzungen für die Bildung und die Rechtsfolgen von Bewertungseinheiten detailliert dargestellt. Kapitel C ordnet die Neufassung des § 254 HGB in den Gesamtkontext des BilMoG ein und durchleuchtet diese anhand des festgelegten Würdigungsmaßstabes kritisch. Insbesondere wird untersucht, inwieweit die mit der Normierung angestrebten Ziele des Gesetzgebers erreicht werden.

Schlussendlich werden die Ergebnisse in Kapital D noch einmal zusammengefasst und mögliche Implikationen für einen sich daraus ergebenden Handlungsbedarf seitens des Gesetzgebers aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

B Bilanzierung von Bewertungseinheiten

1. Begriff der Bewertungseinheit

2. Formen von Bewertungseinheiten

3. Voraussetzungen für die Bildung einer Bewertungseinheit

3.1 Zulässige Grundgeschäfte

3.2 Zulässige Sicherungsinstrumente

3.3 Vergleichbare Risiken von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft

3.4 Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung

3.5 Durchhalteabsicht

3.6 Dokumentation

4. Rechtsfolgen einer gebildeten Bewertungseinheit

5. Bilanzielle Abbildung von Bewertungseinheiten

6. Berichtspflichten und Anhangsangaben

7. Steuerliche Auswirkungen

C Würdigung des § 254 HGB anhand dessen Zielsetzung

1. Stärkung der Informationsfunktion

2. Wahrung der Ausschüttungsbemessungsfunktion

3. Wahrung der Steuerbemessungsfunktion

D Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die durch das BilMoG eingeführte gesetzliche Normierung der Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern die Neuregelung die Zielsetzungen des Gesetzgebers – insbesondere die Stärkung der Informationsfunktion des Jahresabschlusses bei gleichzeitiger Wahrung von Ausschüttungs- und Steuerbemessungsfunktionen – unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erfüllen kann.

  • Analyse der Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB.
  • Untersuchung der bilanziellen Abbildungsmöglichkeiten (Einfrierungs- vs. Durchbuchungsmethode).
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Einbeziehung antizipativer Bewertungseinheiten.
  • Bewertung der Auswirkungen auf die Informations- und Kapitalerhaltungsfunktionen.
  • Vergleich der handelsrechtlichen Anforderungen mit internationalen Standards (IFRS).

Auszug aus dem Buch

3.1 Zulässige Grundgeschäfte

Als Grundgeschäfte können nach § 254 Satz 1 Halbsatz 1 HGB Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen in eine Bewertungseinheit einbezogen werden. Da der Wortlaut des § 254 HGB in dieser Hinsicht nicht einschränkend ist, kommen neben Grundgeschäften finanzieller Art (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten) auch solche nicht-finanzieller Art (z.B. Rohstoffe, halbfertige oder fertige Erzeugnisse) in Betracht. Ob eine Position in vollem Umfang oder aber nur teilweise abgesichert wird, bleibt dabei dem Bilanzierenden überlassen. Eine wert- oder zeitmäßige Begrenzung wäre hier nicht sachgerecht.

Allen Grundgeschäften gemeinsam ist, dass sie risikobehaftet sein müssen, da sie „vergleichbaren Risiken“ die Sicherungsinstrumente unterliegen müssen. Welche Risiken damit gemeint sind, ergibt sich aus der Norm nicht. Der Gesetzgeber führt hier jedoch beispielhaft Zins-, Währungs-, Ausfall- oder Preisänderungsrisiken an. Im Schrifttum wird teilweise die Ansicht vertreten, geeignet seien Grundgeschäfte, welche „akut ausfallgefährdet“ sind. Dem kann so pauschal jedoch nicht gefolgt werden. Da § 254 HGB die Art der sicherbaren Risiken nicht beschränkt, ist gerade auch die Absicherung eines möglichen Ausfallrisikos vom Bereich der Norm erfasst.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Einführung in die Modernisierung des deutschen Bilanzrechts durch das BilMoG und die Zielsetzung der Normierung der Bewertungseinheiten in § 254 HGB.

B Bilanzierung von Bewertungseinheiten: Detaillierte Darstellung der Begriffe, Formen und Voraussetzungen sowie der bilanziellen, dokumentarischen und steuerlichen Behandlung von Bewertungseinheiten.

C Würdigung des § 254 HGB anhand dessen Zielsetzung: Kritische Analyse der neuen Regelung im Hinblick auf die Stärkung der Informationsfunktion sowie die Wahrung der Ausschüttungs- und Steuerbemessung.

D Zusammenfassung und Ausblick: Fazit zur Erreichung der gesetzgeberischen Ziele und Reflexion über verbleibende bilanzpolitische Spielräume.

Schlüsselwörter

BilMoG, Bewertungseinheit, § 254 HGB, Hedge Accounting, Handelsrecht, Jahresabschluss, Grundgeschäft, Sicherungsinstrument, Informationsfunktion, Ausschüttungsbemessungsfunktion, Steuerbemessungsfunktion, antizipative Bewertungseinheit, Risikomanagement, Wirksamkeitsmessung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Kodifizierung von Bewertungseinheiten im deutschen Handelsrecht durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), konkret gemäß § 254 HGB.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten, die bilanziellen Abbildungsmethoden, die Dokumentationspflichten sowie eine kritische Würdigung des § 254 HGB.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob die Neuregelung die gesetzgeberischen Ziele – insbesondere die Stärkung der Informationskraft des Jahresabschlusses – erreicht, ohne dabei grundlegende Prinzipien wie den Gläubigerschutz zu untergraben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsdogmatische Analyse unter Berücksichtigung von Gesetzestexten, Gesetzesbegründungen (Bundestagsdrucksachen) sowie aktueller Fachliteratur und Bilanzierungspraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Tatbestandsmerkmale des § 254 HGB konkretisiert, die Formen von Micro- und Macro-Hedges diskutiert und die Wirksamkeitsmessung von Sicherungsbeziehungen kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind u.a. BilMoG, Bewertungseinheit, § 254 HGB, Hedge Accounting, Informationsfunktion und Risikomanagement.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Micro- und Macro-Hedges?

Die Arbeit diskutiert die Abgrenzung dieser Formen anhand der im Schrifttum existierenden unterschiedlichen Auffassungen, wobei Micro-Hedges die Absicherung einzelner Grundgeschäfte und Macro-Hedges die Absicherung von Portfolios oder Gruppen betreffen.

Welche Rolle spielt die „Durchhalteabsicht“ bei Bewertungseinheiten?

Die Durchhalteabsicht ist essentiell, da eine Sicherungsbeziehung grundsätzlich bis zur Erreichung ihres Zwecks, also bis zur Fälligkeit der betroffenen Instrumente, aufrechterhalten werden muss.

Warum wird die Einbeziehung antizipativer Bewertungseinheiten kritisch gesehen?

Die Kritik entzündet sich an der Tatsache, dass durch die Einbeziehung von noch nicht kontrahierten Geschäften bilanzpolitische Spielräume entstehen könnten, die das Vorsichtsprinzip schwächen könnten.

Welche Bedeutung hat das BilMoG für die Steuerbemessungsfunktion?

Das BilMoG führt dazu, dass die handelsrechtlichen Ergebnisse der Bewertungseinheiten über § 5 Abs. 1a EStG auch für die steuerliche Gewinnermittlung maßgeblich werden, was das Auseinanderdriften von Handels- und Steuerbilanz adressiert.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bewertungseinheiten im HGB
Untertitel
Darstellung und kritische Würdigung
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Betriebswirtschaftliche Prüfungs- und Steuerlehre )
Note
1,3
Autor
Robert Richter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
47
Katalognummer
V165403
ISBN (eBook)
9783640813841
ISBN (Buch)
9783640814053
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hedging BilMoG Finanzinstrumente Bewertungseinheiten HGB Rechnungslegung Jahresabschluss Bilanzierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Richter (Autor:in), 2010, Bewertungseinheiten im HGB, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165403
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Leseprobe aus  47  Seiten
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