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Der Einfluss von Cleavages auf die Persistenz politischer Systeme

Title: Der Einfluss von Cleavages auf die Persistenz politischer Systeme

Seminar Paper , 2010 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kai Nehen (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Multinationale Staaten sehen sich immer wieder mit innernationalen Problemen konfrontiert:
sei es eine erneute Regierungskrise in Belgien, Anschläge der Terrororganisation ETA oder
das Zerfallen ganzer Staaten wie im Falle der ehemaligen Tschechoslowakei.
In dieser Arbeit stelle ich einen Erklärungsansatz für die Persistenz multinationaler Staaten,
beziehungsweise für deren Instabilität, dar. Meine Hypothese ist, dass sich überlappende
Cleavages förderlich sind für die Stabilität eines politischen Systems, wohingegen so
genannte „reinforcing cleavages“ destabilisierend wirken. Meine Argumentation lege ich
anhand einer Untersuchung der Staaten Schweiz und Belgien dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Theorie und Konzepte

2.1 Theorie - Das Cleavage-Konzept

2.2 Vorstellung des Modells politischer Unterstützung nach Fuchs

2.3 Die Wirkung von verschiedenen Cleavage-Arten auf die Persistenz politischer Systeme

3. Fallauswahl: Die Situation in Belgien und der Schweiz

3.1 Cleavages in Belgien und der Schweiz im Vergleich

3.2 Identifikation mit der politischen Gemeinschaft in Belgien und der Schweiz im Vergleich

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von gesellschaftlichen Konfliktlinien (Cleavages) auf die Stabilität und Persistenz multinationaler bzw. multikultureller Staaten. Das primäre Ziel ist es zu überprüfen, ob sich überlappende Cleavages ("cross-cutting cleavages") positiv auf die Identifikation mit der politischen Gemeinschaft auswirken, während sich gegenseitig verstärkende Konfliktlinien ("reinforcing cleavages") einen destabilisierenden Effekt haben. Die Analyse erfolgt anhand eines Vergleichs der politischen Systeme in Belgien und der Schweiz.

  • Cleavage-Theorie nach Lipset und Rokkan
  • Modell politischer Unterstützung nach Fuchs
  • Vergleich zwischen sich überlappenden und verstärkenden Cleavages
  • Identifikation mit der politischen Gemeinschaft als Indikator für Systemstabilität
  • Empirische Untersuchung der Fälle Belgien und Schweiz

Auszug aus dem Buch

3.1 Cleavages in Belgien und der Schweiz im Vergleich

Während Lijphart 1979 noch argumentierte, dass “[…] the Netherlands, Belgium, Canada, Austria and Switzerland are examples of deeply divided societies which, nevertheless, have achieved political stability without the benefit of cross-cutting cleavages” (Lijphart 1979, 442), hat sich das Bild zum Anfang des 21. Jahrhunderts für den Fall Belgien eindeutig geändert. Belgien verfügt über zahlreiche sich gegenseitig verstärkende Cleavages: Die belgischen Bürger sind zwar zu über 90% katholisch, doch dies bleibt auch das einzige überlappende Cleavage innerhalb der heutigen belgischen Gesellschaft.

Die linguistisch-regionale Trennung zwischen den Flämisch sprechenden Flamen im Norden und den Französisch sprechenden Wallonen im Süden des Landes ist ein verstärkendes Cleavage. Eine Trennung des Parteiensystems und des Mediensystems nach regionalen Grenzen führt zu einer besonderen Bedeutung dieses Cleavages. Außerdem ist der Norden im Durchschnitt wohlhabender als der Süden – ein weiteres verstärkendes Cleavage (vgl. Newton/van Deth 2010, 183; Swenden/Jans 2006, 889 – 890). Die prekäre Situation Belgiens, hervorgerufen durch die verschiedenen Cleavages, wird von vielen Autoren betont (vgl. Swenden/Jans 2006, 889 – 890; Berge/Grasse 2004, 92; Deschouwer 2006, 904).

Die Schweiz ist ein anhand verschiedener Sprachgruppen und verschiedener Regionen „geteiltes“ Land. In der Schweiz gibt es vier Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch (vgl. Bundesamt für Statistik 2010). Alle Kantone bis auf vier sind linguistisch gesehen homogen (verstärkendes Cleavage), aber die gleichen Sprachgruppen haben verschiedene regionale Dialekte (überlappendes Cleavage) (vgl. Newton/van Deth 2010, 183). Das linguistische Cleavage wird in Übereinstimmung mit Dunning somit als überlappendes Cleavage eingestuft (vgl. Dunning 2009, 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik instabiler multinationaler Staaten ein, benennt die Forschungsfrage und erläutert die zentrale Hypothese sowie das methodische Vorgehen.

2.0 Theorie und Konzepte: Hier werden das Cleavage-Konzept sowie das Modell der politischen Unterstützung nach Fuchs theoretisch fundiert und die Wirkungsmechanismen zwischen Konfliktlinien und Systempersistenz hergeleitet.

3. Fallauswahl: Die Situation in Belgien und der Schweiz: In diesem Hauptteil werden die beiden Staaten hinsichtlich ihrer Cleavage-Strukturen und der Identifikationsmuster ihrer Bevölkerung empirisch analysiert und verglichen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Grenzen der Anwendung der Cleavage-Theorie auf die untersuchten Fälle und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Cleavage, Persistenz, Politische Unterstützung, Multikulturalismus, Belgien, Schweiz, Identifikation, Politische Gemeinschaft, Cross-cutting cleavages, Reinforcing cleavages, Systemstabilität, Soziale Kohäsion, Parteiensystem, Föderalismus, Politische Kultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie gesellschaftliche Konfliktlinien (Cleavages) die Stabilität und Identifikation der Bürger mit ihrem politischen System in multinationalen Staaten beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft die klassische Cleavage-Theorie mit dem Modell der politischen Unterstützung, um die unterschiedliche Stabilität von Belgien und der Schweiz zu erklären.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung der Hypothese, dass überlappende Cleavages die Identifikation mit der Nation stärken, während sich verstärkende Cleavages desintegrierend wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen komparativen Ländervergleich, der die Cleavage-Strukturen und Identifikationsdaten der Staaten Belgien und Schweiz gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der linguistischen, religiösen und ökonomischen Konfliktlinien in beiden Ländern sowie eine Auswertung von Umfragedaten zur Identifikation der Bevölkerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cleavage, Persistenz, Cross-cutting cleavages, Identifikation und Politische Unterstützung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Cleavage-Struktur in Belgien von der in der Schweiz?

In Belgien dominieren sich gegenseitig verstärkende Cleavages (Sprache, Region, Ökonomie), während in der Schweiz eine stärkere Überlappung der Konfliktlinien vorliegt.

Warum konnte die Hypothese im Fazit nicht vollständig bestätigt werden?

Die Stabilität der Schweiz lässt sich laut Autor nicht allein durch die Cleavage-Theorie erklären; institutionelle und kulturhistorische Faktoren spielen eine bedeutende Rolle.

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Details

Title
Der Einfluss von Cleavages auf die Persistenz politischer Systeme
College
University of Mannheim
Course
Politische Kultur(en) in Europa
Grade
1,3
Author
Kai Nehen (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V165238
ISBN (Book)
9783640807789
ISBN (eBook)
9783640807826
Language
German
Tags
einfluss cleavages persistenz systeme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kai Nehen (Author), 2010, Der Einfluss von Cleavages auf die Persistenz politischer Systeme, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165238
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