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Führungsverhalten in kritischen Situationen am Beispiel Alkohol

Title: Führungsverhalten in kritischen Situationen am Beispiel Alkohol

Term Paper , 2010 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mark Heidmann (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation

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Bier und Branntwein als Stärkungsmittel für Arbeiter? Das ist heute undenkbar, aber gegen Ende des 19. Jahrhunderts war es in vielen Fabriken üblich, quasi als Lohnersatz, Alkohol an die Belegschaft auszuschenken. Erst langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass Alkohol bei der Arbeit auch in geringen Mengen schädlich ist. So kann man sich zum Beispiel mit 0,8 Promille nur noch schlecht konzentrieren. Auch die Sehfähigkeit lässt beträchtlich nach.
In Politik und Medien ist Alkohol am Arbeitsplatz nur noch ein Randthema. Aktuell sind der Alkoholkonsum von Jugendlichen oder der durch Alkoholmissbrauch verursachte volkswirtschaftliche Schaden die Hauptthemen in Zusammenhang mit Alkohol. Selbst im Drogen- und Suchtbericht 2009 des Bundesministeriums für Gesundheit wird Alkohol am Arbeitsplatz nicht erwähnt. Dabei trinken zwei Drittel der Arbeitnehmer täglich oder gelegentlich während der Arbeitszeit. Es sind ca. 10% aller Mitarbeiter in einem Unternehmen alkoholgefährdet und ca. 5% alkoholabhängig.
Wie sollen sich Führungskräfte in dieser besonderen Situation verhalten, wenn Alkohol am Arbeitsplatz ein Thema in ihrer Abteilung oder ihrem Betrieb wird?
Dieser Frage wird auf den folgenden Seiten nachgegangen. Dazu wird im ersten Schritt das Führungsverhalten allgemein betrachtet. Wichtige Führungsstile und Managementfertigkeiten werden vorgestellt und das Einflussprozessmodell wird in seinen Grundzügen erläutert. Im zweiten Schritt wird das Problem Alkohol am Arbeitsplatz thematisiert. Ursachen und Folgen von Alkoholmissbrauch werden dargestellt, die aktuelle Rechtslage wird erörtert und es wird auf das mögliche Führungsverhalten der Vorgesetzten eingegangen. Im dritten Schritt wird ein Praxisbeispiel dargelegt, welches im vierten Schritt analysiert wird. Im Rahmen der Analyse wird anhand der theoretischen Grundlagen aus den ersten beiden Schritten ein Lösungsvorschlag ausgearbeitet. Abschließend folgt im fünften Schritt ein kurzes Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Themenabgrenzung und methodischer Aufbau

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Führungsverhalten

2.1.1 Führungsstile

2.1.2 Managementfertigkeiten

2.1.3 Einflussprozessmodell

2.2 Alkohol am Arbeitsplatz

2.2.1 Soziologische Erklärungsperspektiven süchtigen Verhaltens

2.2.2 Ursachen und Folgen von Alkoholmissbrauch

2.3 Aktuelle Rechtslage

2.3.1 Feststellen der Alkoholisierung

2.3.2 Abmahnung

2.3.3 Kündigung

2.4 Mögliches Führungsverhalten

2.4.1 Falsches Verhalten des Vorgesetzten

2.4.2 Richtiges Verhalten des Vorgesetzten

2.4.2.1 Verhaltensregeln für Vorgesetzte im Umgang mit betroffenen Mitarbeitern

2.4.2.2 Konstruktive Intervention

3 Praxisbeispiel

4 Analyse des Praxisbeispiels und Lösungsvorschlag

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Führungskräfte professionell mit der Problematik von Alkohol am Arbeitsplatz umgehen können, um sowohl die betriebliche Sicherheit zu gewährleisten als auch angemessen auf betroffene Mitarbeiter zu reagieren.

  • Grundlagen des Führungsverhaltens und Managementkompetenzen
  • Soziologische und betriebswirtschaftliche Aspekte von Alkoholmissbrauch
  • Rechtliche Rahmenbedingungen bei Alkoholisierung im Betrieb
  • Analyse von Führungsfehlern und Darstellung korrektiver Interventionsstrategien
  • Praxisnahe Anwendung theoretischer Lösungsansätze anhand eines Fallbeispiels

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Falsches Verhalten des Vorgesetzten

Klein beschreibt das falsche Verhalten des Vorgesetzten gegenüber alkoholkranken Mitarbeitern als „Helferverhalten“ (KLEIN 2001, 53). Zuerst will der Vorgesetzte das Problem seines alkoholkranken Mitarbeiters nicht bemerken, da das Ansprechen des Problems nur zusätzliche Arbeits- und Streßbelastung bringt. So schützt er den betroffenen Mitarbeiter, indem er den Alkoholkonsum reaktionslos hinnimmt und den Mitarbeiter bei Trunkenheit im Dienst mit einem Urlaubsschein nach Hause schickt. Es kommt allerdings der Zeitpunkt, an dem der Vorgesetzte gezwungen wird einzuschreiten. Doch statt dem alkoholkranken Mitarbeiter deutlich auf sein Fehlverhalten hinzuweisen und ihm die Konsequenzen aufzuzeigen, zieht der Vorgesetzte sich in die Helferrolle zurück. Er zeigt Verständnis und Mitleid und versichert dem Mitarbeiter, dass er ihm helfen und vor einer Kündigung bewahren möchte. Der Vorgesetzte appelliert an den Mitarbeiter, dass er zukünftig seinen Alkoholkonsum mäßigen soll. So macht er sich nicht unbeliebt, er erreicht aber auch keine Änderung beim betroffenen Mitarbeiter. Der Misserfolg dieses Gesprächs nimmt der Vorgesetzte nicht wahr, denn er kontrolliert den Erfolg nicht. Er denkt, dass er mit diesem Gespräch seine Pflicht erfüllt hat. Da der alkoholkranke Mitarbeiter sein Verhalten nicht ändert, wird der Vorgesetzte früher oder später wieder mit dem Problem konfrontiert. Der Vorgesetzte denkt nun, dass sein Appell missachtet wurde und reagiert mit Enttäuschung und Wut. Die heftigste Reaktion des Vorgesetzten ist in diesem Fall die Kündigung des alkoholkranken Mitarbeiters (vgl. KLEIN 2001, 53 ff.).

Gostomzyk beschreibt einen ähnlichen Verlauf. Er unterteilt die falsche Reaktion des Vorgesetzten in drei Phasen (vgl. GOSTOMZYK 2005, 40 f.):

1. Beschützer- und Erklärungsphase: Die Konfrontation mit dem Problem wird vermieden. Die Arbeitsanforderungen an den alkoholkranken Mitarbeiter werden reduziert und Unregelmäßigkeiten vertuscht. Der Mitarbeiter ändert sein Verhalten nicht.

2. Kontrollphase: Der Vorgesetzte fühlt sich für den alkoholkranken Mitarbeiter verantwortlich. Er verhält sich wie ein Retter.

3. Konfrontationsphase: Das Verhalten des alkoholkranken Mitarbeiters eskaliert und das Betriebsklima wird unerträglich. Aus der Hilfsbereitschaft wird Enttäuschung, Wut und Resignation. Spätestens an diesem Punkt muss der Vorgesetzte handeln. Jetzt ist eine schnelle Lösung gefordert und diese Lösung besteht häufig in der Kündigung des Mitarbeiters.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Themenabgrenzung und methodischer Aufbau: Dieses Kapitel führt in die Relevanz des Themas ein und erläutert den strukturellen Aufbau der Hausarbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Hier werden wissenschaftliche Konzepte zu Führungsstilen, Managementfertigkeiten sowie soziologische und rechtliche Aspekte von Sucht am Arbeitsplatz theoretisch fundiert.

3 Praxisbeispiel: Dieses Kapitel stellt einen konkreten, anonymisierten Fall aus einem logistischen Unternehmen vor, in dem ein Mitarbeiter ein Suchtproblem entwickelt.

4 Analyse des Praxisbeispiels und Lösungsvorschlag: Basierend auf den theoretischen Grundlagen wird das Verhalten der Führungskraft im Praxisbeispiel analysiert und ein konstruktiver Lösungsweg entwickelt.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit aktiver Suchtprävention und professioneller Führung in Bezug auf Alkoholsucht im Betrieb zusammen.

Schlüsselwörter

Führungsverhalten, Führungsstile, Alkohol am Arbeitsplatz, Suchtprävention, Alkoholkonsum, Mitarbeiterführung, Abmahnung, Kündigung, Interventionsstrategien, betriebliche Gesundheit, Führungsverantwortung, Sucht am Arbeitsplatz, betriebliche Kommunikation, Konfliktmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Alkohol am Arbeitsplatz und dem richtigen, professionellen Führungsverhalten im Umgang mit betroffenen Mitarbeitern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen Führungstheorien, die soziologischen Hintergründe von Suchtverhalten, die rechtliche Situation in Deutschland sowie konkrete Handlungsstrategien für Vorgesetzte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte Fehlverhalten bei alkoholkranken Mitarbeitern erkennen, dokumentieren und mittels konstruktiver Intervention adressieren können, statt in ineffektives "Helferverhalten" zu verfallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die fallbasierte Analyse einer betrieblichen Praxisrealsituation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der Darlegung klassischer Führungsstile und des Einflussprozessmodells über die rechtliche Einordnung von Abmahnungen bis hin zu Phasenmodellen der fehlerhaften und korrekten Reaktion durch Vorgesetzte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Führungsverhalten, Alkohol am Arbeitsplatz, Suchtprävention, konstruktive Intervention und betriebliche Führungsverantwortung.

Wie unterscheidet sich "falsches" von "richtigem" Führungsverhalten bei Suchtproblemen?

Falsches Verhalten ist durch Vertuschung ("Helferrolle") und Vermeidung von Konfrontation gekennzeichnet, während richtiges Verhalten eine sachliche Dokumentation, klare Kommunikation der Erwartungen und ein abgestuftes Interventionsverfahren umfasst.

Welche Rolle spielen Zeugen bei der Feststellung von Alkoholisierung?

Da objektive Kontrollen oft rechtliche Hürden haben, wird die Hinzuziehung von Zeugen empfohlen, um subjektive Wahrnehmungen bei Alkoholverdacht abzusichern.

Warum ist das "Helferverhalten" des Vorgesetzten laut Arbeit problematisch?

Das Helferverhalten führt laut Arbeit meist zur Eskalation, da der Mitarbeiter sein Verhalten nicht ändern muss, der Vorgesetzte jedoch durch die zunehmende psychische Belastung schließlich enttäuscht reagiert und oft nur noch die Kündigung als Ausweg sieht.

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Details

Title
Führungsverhalten in kritischen Situationen am Beispiel Alkohol
College
University of Applied Sciences Hamburg  (Studienzentrum Hannover)
Grade
1,3
Author
Mark Heidmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V165126
ISBN (Book)
9783640806003
ISBN (eBook)
9783640806454
Language
German
Tags
führungsverhalten situationen beispiel alkohol
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mark Heidmann (Author), 2010, Führungsverhalten in kritischen Situationen am Beispiel Alkohol, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165126
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