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Zweisprachigkeit und Interkulturelle Erziehung an der Staatlichen Europaschule Berlin

Ein Konzept und dessen Realisierung

Titel: Zweisprachigkeit und Interkulturelle Erziehung an der Staatlichen Europaschule Berlin

Hausarbeit , 2005 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Master of Education Thomas Schachtebeck (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Leben im heutigen, vereinten Europa des 21. Jahrhunderts erfordert insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Globalisierung der Weltwirtschaft und das stetige Anwachsen der EU von ursprünglich sechs auf mittlerweile 25 Mitgliedsstaaten die Fähigkeit der Bürger Europas, sich trotz unterschiedlicher Sprachzugehörigkeiten untereinander verständigen zu können. [...] Vor dem Hintergrund, dass „sich Deutschland zum Einwanderungsland entwickelt hat“ und eines der führenden Industrieländer Europas ist, werden in der Bundesrepublik gerade der Mehrsprachigkeit und der interkulturellen Kompetenz der Jugend besondere Bedeutung beigemessen, um den Ansprüchen eines vereinten und modernen Europas gerecht zu werden. Ausdruck dessen war der Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) von 1990 zur „Förderung der Europäischen Dimension“ durch das Schulwesen. Aus dieser Entscheidung der KMK ergaben sich diverse Unterrichtsversuchsmodelle im Grundschulwesen – eines davon ist das Modell der Staatlichen Europaschule Berlin (SESB). Das Konzept der SESB verfolgt einen Partnersprachenunterricht, bei dem alle Unterrichtsfächer in Deutsch und in einer weiteren Partnersprache wie z.B. Englisch gleichrangig verteilt unterrichtet werden. Die Schülerschaft setzt sich dabei im Idealfall zu 50% aus deutschen Muttersprachlern und zu 50% aus Muttersprachlern der Partnersprache des jeweiligen SESB Standortes zusammen. Ziel dieses Konzeptes der SESB ist es, die Schüler zur Mehrsprachigkeit zu erziehen und Toleranz sowie ein friedliches Zusammenleben in einem zusammenwachsenden Europa zu gewährleisten (vgl. Doye, P. 1996, S. 105).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Entwicklung der SESB

2.1 Die Gründungsgeschichte der SESB

2.2 Die SESB heute und ihre allgemeinen Rahmenbedingungen

3 Die Realisierung von Zweisprachigkeit und Interkultureller Erziehung im Grundschulunterricht an der Europaschule

3.1 Allgemeine Fächeraufteilung

3.2 Lernen in zwei Sprachen mit dem Ziel der Mehrsprachigkeit

3.3 Gemischte Kulturen mit dem Ziel der Interkulturellen Erziehung

4 Von der Regelschule zur SESB: Ein Sichtwechsel in der bilingualen Erziehung

4.1 Der allgemeine Unterschied im Ansatz

4.2 Was bedeutet der Sichtwechsel für die Schüler?

4.3 Was bedeutet der Sichtwechsel für die Lehrer?

4.4 Was bedeutet der Sichtwechsel für die Eltern?

5 Probleme und Grenzen des Zweisprachigen Unterrichts am Beispiel der deutsch-italienischen Finow-Grundschule in Berlin-Schöneberg

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Konzept der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) sowie dessen praktische Umsetzung im Grundschulbereich, mit dem Ziel, die Wirksamkeit zweisprachiger und interkultureller Erziehung in einem zusammenwachsenden Europa zu beleuchten.

  • Entstehungsgeschichte und organisatorische Rahmenbedingungen der SESB
  • Methodik des zweisprachigen Unterrichts und der Fächeraufteilung
  • Integration interkultureller Erziehung zur Förderung von Toleranz
  • Der konzeptionelle Wandel von der Regelschule zum bilingulalen Modell
  • Kritische Analyse von Implementierungsproblemen am Beispiel einer Modellschule

Auszug aus dem Buch

3.2 Lernen in zwei Sprachen mit dem Ziel der Mehrsprachigkeit

Die Zielvorstellungen der SESB gehen davon aus, dass durch den zweisprachigen Unterricht am Ende der 4. Klasse Hörverstehen, Sprech-, Lese-, und Schreibfähigkeiten der Kinder soweit gesichert sind, dass alle Schüler sowohl in der Muttersprache, als auch in der jeweiligen Partnersprache erfolgreich am späteren Fachunterricht teilnehmen können. „In der SESB sollen die Schüler unterschiedlicher Muttersprachen gemeinsam lernen. In jeder Klasse begegnen die Kinder einander in zwei Sprachen, um allmählich eine zweite Sprache zu verstehen, zu lesen und zu sprechen. Ihre Muttersprachen sind gleichberechtigte Partnersprachen.“ (Sukopp, I. 1996, S. 4). Die Tatsache, dass bei der SESB nicht wie in der Regelschule beide Sprachen als gleichwertige Begegnungssprachen wahrgenommen werden, fördert insbesondere die Verständigung, die Kommunikation und das Aufeinanderzugehen zwischen den Schülern der unterschiedlichen Muttersprachen. Den Schülern wird außerdem ein hohes Maß an Selbstwertgefühl vermittelt, da die jeweiligen Muttersprachler der einen Sprachgruppe der anderen Sprachgruppe beim Erlernen von deren Partnersprache als Insider hilfreich beiseite stehen können und umgekehrt. Durch diese Wechselbeziehung des gegenseitigen Hilfegebens und Hilfenehmens wird zusätzlich das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den beiden Sprachgruppen gestärkt, und trägt somit zu einem positiven Arbeitsklima an der Schule bei.

Insgesamt erfüllt die SESB durch die Vermittlung eines gesunden Selbstwertgefühls, der damit zusammenhängenden Steigerung der Leistungsmotivation und durch eine positive Arbeitsatmosphäre wichtige und grundlegende Faktoren für ein erfolgreiches Lernen. Außerdem wird den Schülern mit diesem Konzept der Zweisprachigkeit eine ideale Grundvoraussetzung für das Lernen von zwei Sprachen geboten. Ein weiterer positiver Aspekt des Schulmodells ist der frühzeitige Kontakt zu einer Zweit- bzw. Fremdsprache ab der Einschulung in einem Alter von 5 bzw. 6 Jahren. Zahlreiche, empirisch belegte Untersuchungen, wie beispielsweise die Pilotstudie zur Sprachentwicklung der Kinder an einer deutsch-italienischen Europaschule von Anna May aus dem Jahr 2002, haben ergeben, dass Kinder gerade in Bezug auf das Sprachelernen in diesem Alter bereits sehr aufnahmefähig sind, so dass es sinnvoll erscheint, die Kinder schon so früh in einer zusätzlichen Fremdsprache zu unterrichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit von Mehrsprachigkeit und interkultureller Kompetenz im Kontext des vereinten Europas und stellt die Staatliche Europa-Schule Berlin (SESB) als Lösungsmodell vor.

2. Überblick über die Entwicklung der SESB: Dieses Kapitel erläutert die historische Entstehung der SESB als Antwort auf den Abzug der Alliierten und beschreibt die heutigen allgemeinen Rahmenbedingungen und Sprachkombinationen.

3. Die Realisierung von Zweisprachigkeit und Interkultureller Erziehung im Grundschulunterricht an der Europaschule: Hier wird die praktische Umsetzung des zweisprachigen Unterrichts, der Fächeraufteilung sowie die Vermittlung interkultureller Werte im Grundschulalltag detailliert dargelegt.

4. Von der Regelschule zur SESB: Ein Sichtwechsel in der bilingualen Erziehung: Das Kapitel analysiert den konzeptionellen Perspektivwechsel durch die Aufwertung von Migrantensprachen sowie dessen Auswirkungen auf Schüler, Lehrer und Eltern.

5. Probleme und Grenzen des Zweisprachigen Unterrichts am Beispiel der deutsch-italienischen Finow-Grundschule in Berlin-Schöneberg: Basierend auf einer Pilotstudie werden Herausforderungen bei der Umsetzung aufgezeigt, insbesondere im Hinblick auf Lehrerqualifikationen und heterogene Sprachkompetenzen der Schülerschaft.

6. Fazit: Das Fazit zieht eine positive Bilanz des SESB-Modells als zukunftsträchtige Bildungsform, weist jedoch auf notwendige Verbesserungen in der Lehrerausbildung hin.

Schlüsselwörter

Staatliche Europa-Schule Berlin, SESB, Mehrsprachigkeit, Interkulturelle Erziehung, Bilinguale Erziehung, Partnersprache, Grundschule, Sprachdidaktik, Europäische Dimension, Migrantensprachen, Sprachgruppen, Schulversuch, interkulturelle Kompetenz, Sprachkompetenz, Erziehungswissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Konzeption und der praktischen Implementierung der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) als Modell für bilinguale und interkulturelle Erziehung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der SESB, der methodischen Umsetzung des zweisprachigen Sachunterrichts, der Förderung interkultureller Toleranz sowie der kritischen Reflexion bestehender Herausforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch das Konzept der SESB Schüler auf ein Leben in einem vereinten, multikulturellen Europa vorbereitet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine konzeptionelle Analyse, die auf Fachliteratur, pädagogischen Konzeptpapieren und der Auswertung empirischer Pilotstudien zur Sprachentwicklung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Schulmodells, die Analyse des Sichtwechsels in der bilingualen Erziehung sowie die Untersuchung von Implementierungsproblemen am Beispiel der Finow-Grundschule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen SESB, Bilinguale Erziehung, Mehrsprachigkeit, Interkulturelle Erziehung, Partnersprache und Sprachdidaktik.

Welche Rolle spielt die "Partnersprache" in diesem Schulmodell?

Die Partnersprache wird im Gegensatz zur Regelschule als absolut gleichwertige Unterrichtssprache zur deutschen Sprache definiert, um den monolingualen Habitus deutscher Schulen zu durchbrechen.

Warum gibt es an der Finow-Grundschule laut der Untersuchung Schwierigkeiten?

Die Probleme resultieren primär aus einer fehlenden sprachdidaktischen Ausbildung bei einem Teil des Lehrpersonals sowie aus stark heterogenen Sprachniveaus innerhalb der einzelnen Lerngruppen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zweisprachigkeit und Interkulturelle Erziehung an der Staatlichen Europaschule Berlin
Untertitel
Ein Konzept und dessen Realisierung
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Fachbereich Grundschulpädagogik)
Veranstaltung
Grundschule als Erziehungsort: Grundschule in der multikulturellen Gesellschaft
Note
1,0
Autor
Master of Education Thomas Schachtebeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
15
Katalognummer
V165042
ISBN (eBook)
9783640804078
ISBN (Buch)
9783640804146
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundschule Europaschule Erziehung interkulturell Zweisprachigkeit interkulturelle Erziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Education Thomas Schachtebeck (Autor:in), 2005, Zweisprachigkeit und Interkulturelle Erziehung an der Staatlichen Europaschule Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165042
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Leseprobe aus  15  Seiten
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