In meiner Seminararbeit werde ich mich also damit beschäftigen, die Beziehung und Funktion der Sprache und des Bildes als Medien in der
Literatur zu zeigen. Im ersten Kapitel gibt es eine Analyse zur Sprache als Medium expressionistischer Literatur.
Im zweiten Kapitel lässt sich die Verbindung von Sprache und Bild im
Expressionismus zeigen.
Im dritten Kapitel wird das Bild als expressionistisches Mittel dargestellt.
Schließlich werden die Schlussfolgerungen dieser Arbeit dargestellt.
In allen Kapiteln stehen natürlich Beispiele dort, wo es nötig sei.
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung
1. Zur Sprache als Medium expressionistischer Literatur
2. Die Verbindung von Sprache und Bild im Expressionismus
3. Zum Bild als Medium im Expressionismus
4. Schlussfolgerungen
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Großstadt als Motiv und prägendes Element in der expressionistischen Literatur und Kunst, wobei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen sprachlicher Darstellung und bildnerischer Ausdrucksform analysiert werden.
- Die Funktion der Sprache als Medium im Expressionismus
- Die Großstadt als bestimmendes Thema und ästhetischer Raum
- Die Verbindung von Literatur und Bildender Kunst
- Stilmerkmale wie Groteske und Reihungsstil
Auszug aus dem Buch
Die Verbindung von Sprache und Bild im Expressionismus
Die Großstadt steht bei Dichtern und Künstlern für die moderne Welt und ist als Thema bestimmend. Auch in den bildnerischen Darstellungen geht es nun nicht mehr um Ästhetik, sondern sie sind metaphysisch und kulturkritisch eingefärbt. Das beste Beispiel hierfür ist Ludwig Meidner mit seinem Gemälde ,Ich und die Stadt’ (1913). Dieses Werk kann man als das Programmbild des Berliner Expressionismus bezeichnen. Malerei und Dichtung verfügen hier wie auf keinem anderen Bild über eine so noch nicht dagewesene gemeinsame Ikonographie.
Das Selbstportrait zeigt Ludwig Meidner inmitten von chaotisch durcheinanderstürzenden Häusern, Straßen und Schornsteinen. Dieses Durcheinander scheint den seelischen Zustand des Malers darzustellen. Das Werk ‚Ich und die Stadt’ offenbart dem Betrachter die Emotionen des Malers bezüglich der Großstadt, ebenso wie die Dichter in ihrer Berlin-Lyrik ihre Empfindungen ausdrücken. Ludwig Meidners Gefühle für die Großstadt sind - wie die der expressionistischen Lyriker - ambivalent.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Rahmen des Expressionismus und skizziert die Veränderung des Lebensalltags durch Industrialisierung und Verstädterung als thematischen Schwerpunkt der Arbeit.
1. Zur Sprache als Medium expressionistischer Literatur: Dieses Kapitel erläutert, wie Expressionisten die Sprache durch ekstatische Übersteigerung und neue Syntaxformen gezielt einsetzten, um sich von der traditionellen Naturlyrik abzugrenzen.
2. Die Verbindung von Sprache und Bild im Expressionismus: Hier wird die gemeinsame thematische Ausrichtung von Literatur und Malerei auf die Großstadt als Ausdruck einer psychologischen Befindlichkeit des modernen Menschen analysiert.
3. Zum Bild als Medium im Expressionismus: Der Fokus liegt auf der Rolle der Farbe und Dynamik in der bildenden Kunst des Expressionismus, die als Mittel zur subjektiven Interpretation der Wirklichkeit statt einer naturgetreuen Abbildung dienen.
4. Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst zusammen, dass die Großstadt als Medium der Selbstaussage fungiert und die Auseinandersetzung zwischen Individuum und urbaner Moderne eine bleibende Herausforderung darstellt.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur zur Vertiefung der Themen Expressionismus, Stadtlyrik und Kunstgeschichte.
Schlüsselwörter
Expressionismus, Großstadtlyrik, Moderne, Verstädterung, Reihungsstil, Groteske, Ludwig Meidner, Berlin, Bildende Kunst, Identitätsverlust, Sprachverknappung, Kulturkritik, Lyrik, Zivilisation, Subjektivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Darstellung der Großstadt in der expressionistischen Literatur und untersucht, wie Autoren und Künstler die urbane Erfahrung als Medium für ihre eigene Daseinsproblematik nutzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Sprachveränderung im Expressionismus, dem Motiv der Großstadt, der Verbindung von bildender Kunst und Dichtung sowie dem damit einhergehenden Wert- und Normverlust der Moderne.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, die spezifische Funktion und Beziehung von Sprache und Bild als Medien innerhalb der expressionistischen Literatur und Kunst aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine analytische Herangehensweise, bei der literarische Texte und bildnerische Werke auf ihre stilistischen Merkmale und inhaltlichen Übereinstimmungen hin untersucht werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird analysiert, wie Sprache als Medium fungiert, welche Rolle der Reihungsstil und die Groteske einnehmen und wie Maler und Dichter die Großstadt als gemeinsames kulturelles Schreck- und Sehnsuchtsbild nutzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Expressionismus, Großstadtlyrik, Identitätsverlust, Moderne, Bildende Kunst und Sprachästhetik.
Wie bewerten die Expressionisten das Leben in der Großstadt?
Das Urteil der Künstler ist ambivalent: Einerseits wird die Stadt als Ort der Freiheit und kulturellen Vielfalt wahrgenommen, andererseits als bedrohlicher Ort, der Orientierungslosigkeit und existenzielle Angst hervorruft.
Warum ist das Gemälde "Ich und die Stadt" von Ludwig Meidner so wichtig für die Arbeit?
Es dient als Fallbeispiel für das "Programmbild" des Berliner Expressionismus, da es die in der Malerei und Dichtung gleichermaßen vorhandene, neuartige Ikonographie der großstädtischen Krise perfekt verkörpert.
- Arbeit zitieren
- Vasso Kouki (Autor:in), 2010, Sprache und Bild als Medien im Expressionismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164969