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Mediale Gewalt - Die Neuen Medien im Fokus der Wirkungsdiskussion

Title: Mediale Gewalt - Die Neuen Medien im Fokus der Wirkungsdiskussion

Seminar Paper , 2009 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Horak (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

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Summary Excerpt Details

Kaum ein kommunikationswissenschaftliches Forschungsgebiet wird in der Öffentlichkeit so
kontrovers diskutiert wie die Wirkung medialer Gewalt. Neu ist diese Debatte allerdings nicht
– so halten sich hartnäckig Berichte, nach Erscheinen des Romans „Die Leiden des jungen
Werther“ von Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1774 sei es unter jungen Männern zu
einer Häufung von Suizidfällen nach Werther-Vorbild gekommen. In der Folge wurde dem
Werk eine schädliche, zur unmittelbaren Nachahmung verleitende Wirkung unterstellt, die
auch unter dem Begriff „Werther-Effekt“ bekannt ist.
In der heutigen Zeit kommt es besonders in Bezug auf Gewaltdarstellungen in den
Neuen Medien immer wieder zu sehr emotional geführten Diskussionen. Aufgrund ihrer
wachsenden Bedeutung und ihrer umfassenden Durchdringung des Alltags stellen Computer
und Internet die Leitmedien des 21. Jahrhunderts dar. Diese Entwicklung macht auch vor
Kindern und Jugendlich nicht Halt, für viele ist der Computer zum
Hauptunterhaltungsmedium geworden – einschließlich aller möglicherweise jugendgefährdenden
Inhalte. Das Ziel dieser Arbeit ist es, einleitend das spezifische
Gefährdungspotential der Neuen Medien darzulegen und anschließend einen Überblick
sowohl über die öffentlich geführte Diskussion als auch den wissenschaftlichen Diskurs zum
Reizthema „Wirkung medialer Gewalt“ zu geben. Aufgrund des eng bemessenen Rahmens
erfolgt eine Beschränkung auf internetbasierte Angebote sowie gewalthaltige
Bildschirmspiele, da diese verstärkt im Fokus der Debatte um die Wirkungen medialer Gewalt
stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung, Eingrenzung und Definitionen

2. Charakteristika und Gefährdungspotentiale

3. Öffentliche Diskussion und wissenschaftliche Auseinandersetzung

4. Wirkungsthesen medialer Gewalt

5. Nutzungsmotivationen Jugendlicher

6. Jugendschutz und Prävention

7. Der „Amoklauf von Erfurt“: Berichterstattung und Reaktionen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kontroverse Debatte um die Wirkung medialer Gewalt, insbesondere im Kontext von Internet und Bildschirmspielen, und setzt diese in den Kontrast zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ziel ist es, das Gefährdungspotential zu analysieren und ein Verständnis für die komplexen Nutzungsmotivationen Jugendlicher zu entwickeln, um medienpädagogische Ansätze kritisch zu bewerten.

  • Charakteristika der Neuen Medien und deren Gefährdungspotential
  • Gegenüberstellung von öffentlicher Diskussion und wissenschaftlichem Diskurs
  • Überblick über klassische und moderne Wirkungsthesen medialer Gewalt
  • Empirische Einblicke in die Nutzungsmotivationen Jugendlicher
  • Kritische Analyse von Jugendschutzmechanismen und Präventionsstrategien
  • Fallbeispiel: Mediale Berichterstattung und Reaktionen auf den „Amoklauf von Erfurt“

Auszug aus dem Buch

4. Wirkungsthesen medialer Gewalt

Suggestionsthese

Grundannahme: Die Darstellungen von Gewaltakten führen aufgrund hoher suggestiver Wirkungskraft zu anschließenden Nachahmungstaten.

Vorhersage: Gewaltdarstellungen in den Medien führen bei den Rezipienten zu erhöhtem Gewaltpotential und lösen entsprechende Nachahmungstaten aus.

Katharsisthese

Grundannahme: Die Ausführung oder Rezeption eines aggressiven Akts bewirkt, dass der Anreiz zur Ausführung weiterer aggressiver Akte vermindert wird.

Vorhersage: Gewaltdarstellungen in den Medien führen zu geringerer Aggressionsbereitschaft des Rezipienten in der Realität.

Inhibitionsthese

Grundannahme: Durch die Rezeption realistischer Gewaltdarstellungen, bei denen auch die Folgen deutlich aufgezeigt werden, werden Ängste geschürt und das Aggressionspotential vermindert.

Vorhersage: Die Darstellung realer Gewalt in den Medien hebt Hemmschwellen an und senkt somit die Aggressionsbereitschaft der Rezipienten in der Realität.

Stimulationsthese

Grundannahme: Im Gegensatz zur Katharsis- und Inhibitionsthese wird davon ausgegangen, dass das Ansehen von Gewaltdarstellungen unter bestimmten Umständen (wie z.B. vorausgegangenen Frustrationen) aggressives Verhalten stimuliert.

Vorhersage: Gewaltdarstellungen in den Medien führen zu erhöhter Aggressionsbereitschaft des Rezipienten in der Realität.

Imitationsthese

Grundannahme: Die Ausführung eines gelernten Verhaltens erfolgt dann, wenn Belohnungen erwartet werden.

Vorhersage: Wird in den Medien Gewalt als Problemlösung propagiert, führt dies zu einer erhöhten Akzeptanz realer Gewalt zur Erreichung spezifischer Ziele.

Habitualisierungsthese

Grundannahme: Eine Gewöhnung an die mediale Darstellung fiktiver Gewaltakte ist ein Indikator für ein Abstumpfen gegenüber realer Gewalt.

Vorhersage: Gewaltdarstellungen in den Medien führen langfristig dazu, dass Gewalt als normales Alltagsverhalten angesehen wird.

Wirkungslosigkeitsthese

Grundannahme: Die Wirkung von Gewaltdarstellungen ist abhängig von der Prädisposition bzw. dem sozialen Umfeld des Rezipienten sowie Gruppennormen und der Rezeptionssituation.

Vorhersage: Massenmedial verbreitete Gewalt hat auf das Alltagsverhalten der Rezipienten keine Auswirkungen, die explizit und ausschließlich auf die Gewaltrezeption zurückgeführt werden könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung, Eingrenzung und Definitionen: Das Kapitel führt in die historische Kontroverse um mediale Gewalt ein und definiert die zentralen Begriffe für die weitere Untersuchung.

2. Charakteristika und Gefährdungspotentiale: Hier werden die spezifischen Merkmale der Neuen Medien wie Interaktivität und ständige Verfügbarkeit analysiert, die den Jugendschutz vor neue Herausforderungen stellen.

3. Öffentliche Diskussion und wissenschaftliche Auseinandersetzung: Das Kapitel beleuchtet die Diskrepanz zwischen politisch-öffentlicher Stimmungsmache und der differenzierteren wissenschaftlichen Forschung.

4. Wirkungsthesen medialer Gewalt: Es folgt ein systematischer Überblick über verschiedene medienpsychologische Thesen, von der Suggestionsthese bis zur Wirkungslosigkeitsthese.

5. Nutzungsmotivationen Jugendlicher: Auf Basis aktueller Studien wird untersucht, warum Jugendliche gewalthaltige Inhalte konsumieren und welche soziale Bedeutung dies in ihrem Alltag hat.

6. Jugendschutz und Prävention: Dieses Kapitel diskutiert die Grenzen rechtlicher Jugendschutzmaßnahmen und fordert die Stärkung der Medienkompetenz.

7. Der „Amoklauf von Erfurt“: Berichterstattung und Reaktionen: Das Fallbeispiel zeigt exemplarisch auf, wie mediale Gewalt als einfache Erklärung für komplexe Amoktaten instrumentalisiert wird.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer, statt auf kurzfristige Verbote auf eine umfassende medienpädagogische Förderung zu setzen.

Schlüsselwörter

Mediale Gewalt, Medienwirkung, Neue Medien, Bildschirmspiele, Jugendschutz, Medienkompetenz, Wirkungsforschung, Amoklauf, Sozialisation, Aggressionsbereitschaft, Rezeptionsforschung, Internet, Prävention, Mood-Management, Medienhandeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die kontroverse Debatte über die Auswirkungen medialer Gewalt auf Kinder und Jugendliche, insbesondere im Kontext von modernen digitalen Medien wie dem Internet und Videospielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der medienpsychologischen Wirkungsforschung, den Besonderheiten der Neuen Medien, der Rolle der Medien in der Sozialisation und den Grenzen staatlicher Jugendschutzmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das reale Gefährdungspotential medialer Gewalt durch eine Gegenüberstellung von öffentlicher Meinung und wissenschaftlichen Erkenntnissen einzuordnen und die Notwendigkeit von Medienkompetenz hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse bestehender medienwissenschaftlicher Theorien sowie die Auswertung empirischer Studien zur Nutzungsmotivation Jugendlicher.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion von Wirkungsthesen, die empirische Analyse der Nutzungsmotive Jugendlicher sowie die kritische Betrachtung des Jugendschutzes und die mediale Aufarbeitung von Gewalttaten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Medienwirkung, Jugendschutz, Medienkompetenz und mediale Gewalt definieren.

Warum spielt das Fallbeispiel Erfurt eine so zentrale Rolle?

Der Fall dient als prägnantes Beispiel für die Tendenz der öffentlichen Debatte, Medienkonsum monokausal als Ursache für komplexe Gewalttaten verantwortlich zu machen, obwohl die Faktenlage dies oft nicht stützt.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit von Verboten im Jugendschutz?

Der Autor argumentiert, dass rein abschirmende Maßnahmen und Verbote im digitalen Zeitalter aufgrund der technischen Strukturen kaum effektiv umzusetzen sind und daher medienpädagogische Ansätze Priorität haben sollten.

Widerlegt die Arbeit die Theorie, dass Medien Gewalt direkt verursachen?

Ja, die Arbeit verweist auf den wissenschaftlichen Konsens, dass keine einfachen, monokausalen Zusammenhänge existieren, und betont stattdessen die Bedeutung des sozialen Umfelds und der individuellen Prädisposition.

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Details

Title
Mediale Gewalt - Die Neuen Medien im Fokus der Wirkungsdiskussion
College
University of Hamburg  (Institut für Medien und Kommunikation)
Grade
1,0
Author
Jan Horak (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V164910
ISBN (eBook)
9783640802906
ISBN (Book)
9783640803057
Language
German
Tags
Mediengewalt Mediale Gewalt Gewaltwirkung Gewaltwirkungen Medienwirkung Medienwirkungen Neue Medien Wirkungsdiskussion Gewaltdarstellung Gewaltdarstellungen Gewalt in Computerspielen Gewalt in den Neuen Medien Amoklauf Erfurt Amoklauf Gewalt in Games Computerspiele und Gewalt Gewaltdarstellungen im Internet Computerspiele Bildschirmspiele Gaming Games Computer Games Computer Game Kommunikationswissenschaft Wirkungsforschung Game Studies Gewalt in den Medien Digitale Spiele Digital Games
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Horak (Author), 2009, Mediale Gewalt - Die Neuen Medien im Fokus der Wirkungsdiskussion, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164910
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