Der vorliegenden Hausarbeit mit dem Thema Gesundheitsförderung im Krankenhaus liegt somit folgende Fragestellung zugrunde: Welchen Beitrag leistet die Gesundheitsförderung im Krankenhaus unter Berücksichtigung möglicher Ursachen und Zusammenhänge, die die Arbeitsorganisation und –abläufe sowie den Gesundheitszustand der Pflegekräfte belasten?
In Kapitel 1 wird zunächst eine Begriffsklärung von Gesundheit und Gesundheitsförderung vorgenommen, während sich Kapitel 2 der Bedeutung von Gesundheitsförderung im Krankenhaus widmet. In Kapitel 3 wird das Krankenhaus als Arbeitsplatz mit seinen Arbeitsbedingungen und –belastungen dargestellt. Kapitel 4 beinhaltet ein Programm zur Gesundheitsförderung der Pflegekräfte mit möglichen Zielen und Maßnahmen, die die gesundheitsbelastende Arbeitssituation verbessern können. In Kapitel 5 werden der Zusammenhang zwischen Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement skizziert und die wesentlichen Aufgaben eines betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie dessen Nutzen aus Sicht des Krankenhauses dargestellt. Ein Fazit mit Ausblick bildet den Schluss.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Begriffsklärung
1.1 Gesundheit
1.2 Gesundheitsförderung
2 Das gesundheitsfördernde Krankenhaus
3 Das Krankenhaus als Arbeitsplatz
3.1 Arbeitssituation
3.2 Arbeitsbedingungen und –belastungen von Pflegekräften
3.2.1 Zahlen und Fakten
3.2.2 Arbeitsinhalte
3.2.3 Schichtdienst
3.2.4 Arbeitszufriedenheit und Motivation
3.2.5 Krankheitsbedingte Fehlzeiten
3.2.6 Stress, Burnout und Helfersydrom
4 Programm zur Gesundheitsförderung der Pflegekräfte
4.1 Ausgangssituation
4.2 Ziele
4.3 Maßnahmen
4.3.1 Optimierung der Arbeitszeitregelung
4.3.2 Umsetzung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
4.3.3 Konzept der Work-Life-Balance
4.3.4 Anwendung von Kinästhetik
4.3.5 Einführung von Gesundheitszirkeln
4.3.6 Weitere Maßnahmen und gesetzliche Rahmenbedingungen
4.3.7 Evaluation
5 Betriebliches Gesundheitsmanagement
5.1 Der Zusammenhang von Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement
5.2 Aufgaben
5.3 Nutzen aus Sicht des Krankenhauses
Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Beitrag der betrieblichen Gesundheitsförderung im Krankenhaus, um angesichts hoher Arbeitsbelastungen, steigender Fehlzeiten und wachsendem Wettbewerbsdruck die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte nachhaltig zu verbessern.
- Analyse der spezifischen Belastungssituation des Pflegepersonals.
- Konzeption eines praxisorientierten Gesundheitsförderungsprogramms.
- Darstellung des Zusammenhangs zwischen Mitarbeiterorientierung und Unternehmenserfolg.
- Einordnung von Gesundheitsförderung in das betriebliche Gesundheitsmanagement.
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Schichtdienst
Ein weiterer Grund für eine relativ geringe Attraktivität der pflegerischen Arbeit ist durch den Schicht- und Nachtdienst bedingt. Schichtarbeit, gegliedert in Früh-, Spät-, Nachtdienst oder geteilten Dienst bedeutet, dass gegen die innere Uhr und gegen einen zeitlichen Rhythmus gearbeitet wird und Leistung auch dann erbracht werden muss, wenn eine verminderte Leistungsfähigkeit vorliegt. Auf Dauer kann dies gesundheitliche Folgen haben (vgl. Hellige 1994, S. 6). Es ist nachzuvollziehen, dass der Schlaf nach einem Nachtdienst weniger erholsam ist und es deshalb zu Schlafstörungen kommen kann, aus denen wiederum physische Belastungen resultieren können. Auch ist es möglich, dass bedingt durch unvorhergesehene Notfälle oder Krankheitsausfälle eine sehr kurzfristige Änderung des Dienstplans und somit des Arbeitseinsatzes entsteht, wovon auch die Freizeit (-planung) betroffen ist.
Zudem sind soziale Beziehungen zu Familie, Partnerschaft und Freunden mit großen psychischen und physischen Anstrengungen verbunden, da der Alltag von mangelndem zeitlichem Rhythmus geprägt ist. Eine optimal die Gesundheit beachtende Gestaltung der Schichtdienste gehört somit zu einem zentralen Bereich der Arbeitszeitgestaltung.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die veränderten Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und begründet die Notwendigkeit von Gesundheitsförderungskonzepten im Krankenhaus.
1 Begriffsklärung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Begriffe Gesundheit und Gesundheitsförderung sowie deren Bedeutung für das Individuum dargelegt.
2 Das gesundheitsfördernde Krankenhaus: Dieses Kapitel erläutert die strategische Neuausrichtung von Kliniken und stellt die Homburger Leitlinien zur Gesundheitsförderung vor.
3 Das Krankenhaus als Arbeitsplatz: Der Fokus liegt auf der Analyse der spezifischen Arbeitsbelastungen von Pflegekräften, einschließlich physischer und psychischer Stressfaktoren.
4 Programm zur Gesundheitsförderung der Pflegekräfte: Dieses Kapitel entwickelt ein konkretes Maßnahmenbündel zur Verbesserung der Arbeitssituation, von Arbeitszeitmodellen bis hin zu Gesundheitszirkeln.
5 Betriebliches Gesundheitsmanagement: Hier wird die Gesundheitsförderung in den übergeordneten Kontext eines betrieblichen Gesundheitsmanagements eingebettet und dessen Nutzen für das Krankenhaus bewertet.
Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die strategische Relevanz einer gesunden Mitarbeiterführung für die Zukunftsfähigkeit von Krankenhäusern.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Krankenhaus, Pflegekräfte, Arbeitsbedingungen, Arbeitsbelastung, Schichtdienst, Work-Life-Balance, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterorientierung, Salutogenese, Fehlzeiten, Burnout, Kinästhetik, Gesundheitszirkel, Organisationsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen für Pflegekräfte im Krankenhaus zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Leistungsfähigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Analyse von Arbeitsbedingungen, die Erstellung eines betrieblichen Gesundheitsförderungsprogramms und die strategische Einbettung in das Gesundheitsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen, wie Gesundheitsförderung im Krankenhaus zur Bewältigung von Belastungen und zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der theoretischen Herleitung von Konzepten zur Gesundheitsförderung im organisatorischen Kontext.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Ist-Situation im Krankenhaus analysiert, ein konkretes Interventionsprogramm (Maßnahmen) entworfen und das Betriebliche Gesundheitsmanagement theoretisch verankert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind insbesondere Gesundheitsförderung, Krankenhaus, Pflegekräfte, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitsbedingungen.
Warum ist Schichtarbeit ein kritisches Thema in dieser Arbeit?
Schichtarbeit wird als zentraler Belastungsfaktor identifiziert, da sie gegen den natürlichen Biorhythmus arbeitet und soziale Beziehungen beeinträchtigt, was wiederum die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Pflegekräfte gefährdet.
Welchen Stellenwert haben Gesundheitszirkel innerhalb des Programms?
Gesundheitszirkel dienen als partizipatives Instrument, um Probleme direkt aus der Perspektive der Mitarbeiter zu identifizieren und gemeinsam nachhaltige Coping-Strategien für den Arbeitsalltag zu entwickeln.
- Arbeit zitieren
- Heike Homburger (Autor:in), 2009, Gesundheitsförderung im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164888