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Franziska Schervier unter dem Leitbildaspekt

Title: Franziska Schervier unter dem Leitbildaspekt

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Susanne Batteux (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Wenn wir heute Soziale Arbeit als Human Rights Profession diskutieren, reagieren wir damit auf eine weltweite soziale Notlage, und erwägen, dass die Soziale Arbeit ihre Legitimation nicht in einem Mandat des Staates oder der Bedürftigen hat, sondern einem anthropologischen Auftrag folgt.
Franziska Scherviers Verpflichtung, soziale Missstände zu bekämpfen, war in einem Menschenbild begründet, das ihrem Glauben entsprang, also weltanschaulich motiviert. Das Postulat der Brüderlichkeit findet sich sowohl in den Forderungen der französischen Revolution, als auch in dem Gebot der Nächstenliebe des Neuen Testamentes. In diesem Sinne möchte ich den Titel meiner Arbeit verstanden wissen. Die Mandatsfrage ist bei einer Berufung durch Gott beantwortet: „Ebenso wie die christliche Anthropologie zielt auch die Soziale Arbeit als „Menschenrechtsprofession“ ab auf das Glücken und Gelingen des konkreten Menschen mit all seinen Talenten, Bedürfnissen, Schwächen und Chancen.“ (Hilpert und Bohrmann, 69)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Einleitung

2 Die Schattenseite von Fortschritt und Freiheit

2.1 Die Verelendung der Großstädte

2.2 Die katholische Antwort auf die soziale Frage

2.3 Die Ohnmacht der Frau in der Ständegesellschaft

3 Leben der Franziska Schervier

3.1 Das persönliche Ringen um Freiheit und Autonomie

3.2 Unabhängigkeit von Klerus und Staat

3.3 Führungskraft im kindlichen Gewande

4 Resummée

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Franziska Schervier vor dem Hintergrund der industriellen Revolution und der entstehenden Sozialen Arbeit im 19. Jahrhundert. Das Ziel ist es, ihren individuellen Emanzipationsprozess und ihre Rolle bei der Etablierung einer vom Staat unabhängigen Säule der helfenden Tätigkeit herauszuarbeiten sowie Parallelen zur modernen Sozialen Arbeit zu reflektieren.

  • Die sozioökonomischen Auswirkungen der industriellen Revolution und die damit verbundene soziale Not.
  • Die historische Rolle der Frau in der Ständegesellschaft und die Herausforderungen weiblicher Emanzipation.
  • Die Gründung und konzeptionelle Ausrichtung des Ordens der Armen-Schwestern vom hl. Franziskus.
  • Franziska Scherviers Prinzipien im Umgang mit Hilfsbedürftigen und ihr Streben nach organisatorischer Autonomie gegenüber Klerus und Staat.
  • Die Bedeutung von Franziska Schervier für die Entwicklung der Sozialen Arbeit als "Menschenrechtsprofession".

Auszug aus dem Buch

3.1 Das persönliche Ringen um Freiheit und Autonomie

Das Leben von Franziska Schervier symbolisiert einen Emanzipationsprozess. Selbst den Tod nimmt sie als Anlass sich von der Todesangst zu emanzipieren. Ihre Worte: „ Sterben sehen, lehrt sterben, das ist eine ernste Wahrheit. Der Mensch hat ja eigentlich hier auf Erden nichts anderes zu tun als zu sorgen, daß er gut sterben kann.“ (Kock, 102) lassen sich als Aufforderung interpretieren, ein reflektiertes Leben zu führen, das vom Ende aus bejaht werden kann. Aus einem reichen Elternhaus stammend strebte sie Besitzlosigkeit an, befreite sich von den Fesseln des Habens zu Gunsten des Seins. Dem kapitalistischen Zeitgeist begegnet sie mit Entsagung. Elternhaus und gesellschaftliche Ächtung vermochten nicht, sie in Schranken zu weisen. Sie lässt sich nicht ans Haus fesseln und widersteht den väterlichen Erwartungen. Sie versuchte ihren Charakter zu zügeln, um sich selbst zu beherrschen. Dies zeigt sich, wenn sie ihren sexuellen Begierden, die sie aus dem historischen Kontext verständlich beängstigen, Widerstand leistet. Sie wagt ihren eigenen Lebensentwurf: „Diese Menschen wählen ausdrücklich oder wenigstens einschlußweise ihr konkretes Leben. Sie geben anderen Menschen Zeugnis von einer über die vergänglichen Grenzen der Sexualität hinausweisenden Ausdrucksform der Liebe,[…].“(Oraison, 102)

Sie will keinesfalls Sklave ihrer Bedürfnisse werden, auch wenn sie ihre cholerische Tendenz kritisch betrachtet und kontrolliert: „ Ich meine die Leidenschaft des Zornes, die mich zu heftigen Aufwallungen fortreißen wollte[…]In dem selben Augenblicke jedoch fühlte ich das Unwürdige eines solchen Verfahrens.“ (Zeiler, 20) Der menschlichen Schwäche, zu werten setzte sie entgegen: „Es ist nicht genug, kein Ärgernis zu geben, wir sollen auch – soweit es möglich ist – keines nehmen. Vor allem aber – urteilen wir nicht! Der Herr wird uns ja nicht nach dem Betragen anderer richten, sondern nach unserem eigenen Wandel.“ (Schervier, 121)

Sie greift auch gerne zu unkonventionellen Mitteln, ihre persönliche Angst wird hinten angestellt. Als eine Prostituierte im Bordell festgehalten wird, schlüpft sie in Männerkleider und befreit sie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Klärung des Begriffs der Sozialen Arbeit im Kontext der historischen Leistungen von Franziska Schervier.

2 Die Schattenseite von Fortschritt und Freiheit: Analyse der sozioökonomischen Verelendung durch die industrielle Revolution und der begrenzten Reaktionen der damaligen Zeit.

3 Leben der Franziska Schervier: Detaillierte Darstellung ihres Lebensweges, ihrer Ordensgründung sowie ihres persönlichen und organisatorischen Kampfes um Autonomie.

4 Resummée: Reflexion über die Bedeutung von Schervier für das heutige Wohlfahrtssystem und ihre bleibende Relevanz für aktuelle soziale Fragestellungen.

Schlüsselwörter

Franziska Schervier, Soziale Arbeit, Industrielle Revolution, Emanzipation, Armen-Schwestern vom hl. Franziskus, Armenfürsorge, Sozialgeschichte, Frauenbild, Subsidiaritätsprinzip, Autonomie, Proletariat, Liebeswerke, Menschenrechtsprofession, Ordensgründung, Wohlfahrtssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Persönlichkeit Franziska Schervier und ihrem maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung der Sozialen Arbeit sowie dem Aufbau einer unabhängigen helfenden Organisation im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozioökonomischen Situation zur Zeit der industriellen Revolution, der Rolle der Frau in der damaligen Ständegesellschaft sowie den Prinzipien caritativer Hilfe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist die Herausarbeitung von Scherviers Emanzipationsprozess und der Etablierung eines eigenständigen Hilfesystems, das sich staatlicher Bevormundung entzog.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische und biographische Analyse unter Einbeziehung zeitgenössischer Dokumente, Statuten und Fachliteratur zur Sozialen Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Lebensgeschichte Franziska Scherviers, ihre Motivation, ihre Ordensgründung und ihren hartnäckigen Kampf um die Unabhängigkeit ihrer Genossenschaft von Klerus und Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Franziska Schervier, Emanzipation, Soziale Arbeit, Armenfürsorge, Industrielle Revolution und Autonomie.

Wie positionierte sich Franziska Schervier gegenüber kirchlichen und staatlichen Behörden?

Sie agierte äußerst zäh und diplomatisch, um die Unabhängigkeit ihres Ordens zu wahren; sie lehnte staatliche Aufsicht sowie Vorgaben ab, die ihre Arbeit mit Bedürftigen konfessionell oder inhaltlich einschränkten.

Warum wird Franziska Schervier in dieser Arbeit als eine "den Emanzipationsprozess" symbolisierende Figur beschrieben?

Weil sie sich bewusst über bürgerliche und kirchliche Erwartungen an eine Frau ihrer Zeit hinwegsetzte, ihren eigenen Lebensentwurf verfolgte und durch ihre Ordensgründung aktiv soziale Strukturen mitgestaltete, statt sich ihnen unterzuordnen.

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Details

Title
Franziska Schervier unter dem Leitbildaspekt
Course
Soziale Arbeit
Grade
1,0
Author
Susanne Batteux (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V164859
ISBN (eBook)
9783640800988
ISBN (Book)
9783640801176
Language
German
Tags
industrielle Revolution Emanzipation Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Batteux (Author), 2009, Franziska Schervier unter dem Leitbildaspekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164859
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