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Die Konstanzer Methode der Dilemma- Diskussion als Präventionsmittel für Amokläufe an Schulen?

Title: Die Konstanzer Methode der Dilemma- Diskussion als Präventionsmittel für Amokläufe an Schulen?

Examination Thesis , 2010 , 59 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Fuchs (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology

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Summary Excerpt Details

Wieso meine Arbeit für Sie interessant ist:
- Literaturangaben immer mit Seitenzahlen.
- 3/4 der Arbeit beleuchtet "Amokläufe" an Schulen im Allgemeinen.
- In meinen Augen ist die vorgestellte Methode die Beste zur Verhinderung von "Amokläufen" an Schulen! Deshalb betrachte ich diese Arbeit als Lebenswerk.

(...) Steinhäuser bewegt sich maskiert und schwarz gekleidet (...)
Nachrichten dieser Art erreichten uns bis zu diesem Zeitpunkt nur aus
amerikanischen Städten wie Littleton und Columbine und wirkten somit
beruhigend weit entfernt. Spätestens nun war klar, dass auch in Deutschland Schulamokläufe möglich sind.
Warum war das geschehen? Wie konnte ein junger Mensch zu einer derartigen Bluttat hingerissen werden? Hätte man die Tat verhindern können? Im Anschluss an den Vorfall entflammte eine heftige Diskussion über die Hintergründe, welche besonders von den Medien in unwissenschaftlicher Weise ausgetragen wurde.
Sehr beliebt, weil einfach verständlich, waren monokausale Erklärungsversuche. So wurde beispielsweise der Einfluss gewalthaltiger Medien, wie ‚Ego-Shooter’, als entscheidender Auslöser der Tat betrachtet. Das Phänomen des Schulamoklaufs ist jedoch weitaus komplexer. Sinnvoll ist es, das seit 1974 immer häufiger auftretende Phänomen des Schulamoklaufs vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und kultureller Wandlungen zu erklären. Diese Herangehensweise wirft zwar unangenehme Fragen auf, welchen sich sowohl die Gesellschaft als auch die Schulen als Bedingungsrahmen der Taten stellen müssen. Es gilt jedoch, sinnvolle Präventions- und Interventionsmaßnamen gegen die Entstehung weiterer Schulamokläufe zu ergreifen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, herauszustellen,
inwiefern die von Prof. Dr. Georg Lind konzipierte "Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion" als eine solche Präventionsmaßnahme geeignet ist.

Hierzu wird im Folgenden auf die Entstehung und den Ablauf von
Schulamokläufen, welche international auch ‚School Shootings’ genannt werden, eingegangen. Danach werden bisherige Täter und ihre Umwelt analysiert. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden aktuell vorgeschlagene Maßnahmen gegen School Shootings außerhalb von Schulen und an Schulen analysiert und bewertet. Dann werden die Schulen als Bedingungsrahmen der Tat genauer betrachtet, um daraufhin die Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion vorzustellen, welche mit ihren schülerzentrierten und demokratischen Grundzügen vielversprechende Ansätze zur Prävention von Schulamokläufen bietet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Erscheinungsbild des Schulamoklaufs

2.1. Entstehung gewalttätiger Phantasien

2.2. Planung, Tatandeutung und Tatauslöser

2.3. Hergang eines Schulamoklaufs

2.4. Ruhe nach dem Sturm

3. Die Täter und ihre Umwelt

3.1. Kurzbeschreibung der Täter

3.2. Psychopathologische Auffälligkeit und Persönlichkeitsstörungen

3.3. Soziale Herkunft

3.4. Beziehung zu Gleichaltrigen

3.5. Bindungen, Anerkennung und Lebenssinn

4. Ansätze zur Prävention außerhalb von Schulen

4.1. Gewalthaltige Medien einschränken

4.2. Trittbrettfahrer und Nachahmungstäter unterscheiden

4.3. Pressearbeit zur Vermeidung von Nachahmungstaten verbessern

4.4. Waffengesetze verschärfen

5. Ansätze zur Intervention und Prävention an Schulen

5.1. Physische Sicherheitsmaßnahmen installieren

5.2. Risikoeinschätzung und Fallmanagement verbessern

5.3. Krisenteams einführen

5.4. Schaffung eines positiven und sicheren Schulklimas

6. Die Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion

6.1. Gesellschaftliche Entwicklungen und der Alltag an modernen Schulen

6.2. Verbesserung der moralischen Handlungsfähigkeit

6.3. Ablauf der KMDD

6.4. Nutzen der KMDD für die Prävention von Schulamokläufen

6.5. Weitere Vorteile der KMDD für die Schule

7. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen des Schulamoklaufs und analysiert, inwieweit die von Prof. Dr. Georg Lind konzipierte „Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion“ (KMDD) als präventive Maßnahme an Schulen geeignet ist, um die Entstehung solcher Gewalttaten zu verhindern.

  • Analyse der Entstehung von Schulamokläufen und Täterprofilen
  • Bewertung bestehender Präventions- und Interventionsansätze
  • Untersuchung der Bedeutung von Bindungen und sozialer Integration
  • Vorstellung und Einordnung der Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion
  • Potenzial der KMDD zur Stärkung der moralischen Handlungsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

2.1. Entstehung gewalttätiger Phantasien

Obwohl es sich bei School Shootings um brutale Gewaltakte handelt, stellt der Kriminalpsychologe Dr. Jens Hoffmann (2007, S. 28) fest, dass die meisten jugendlichen Täter keine früheren aggressiven Verhaltensweisen aufweisen. Es sind vielmehr „ruhige, unauffällige und introvertierte Heranwachsende“ (Pollmann, 2008, S. 70).

Während ‚School Shooter’ vor ihrer Tat selbst nicht durch aggressives Verhalten auffällig werden, haben sie ein umso größeres Interesse an gewalthaltigen Medien wie PC-Spielen, Filmen sowie eigenen Produktionen. Vossekuil et al. (2002, S. 22) konnten in einer Studie bei etwa 60 % der untersuchten Schulamokläufer eine intensive Beschäftigung mit gewalthaltigen Medien feststellen. Die Jugendlichen flüchteten wohl auf Grund ihrer als unerträglich empfundenen Lebenssituation in eine virtuelle Welt, in welcher sie Gewalt kanalisieren und sich selbst als Helden erleben können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Phänomen Schulamoklauf am Beispiel des Erfurter Vorfalls dar und formuliert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Eignung der KMDD als Präventionsmaßnahme.

2. Das Erscheinungsbild des Schulamoklaufs: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung gewalttätiger Phantasien bei Tätern sowie den Ablauf von Planung und Ausführung eines solchen Ereignisses.

3. Die Täter und ihre Umwelt: Hier werden die Persönlichkeitsmerkmale und das soziale Umfeld der Täter analysiert, wobei besonders auf Bindungsarmut und soziale Isolation eingegangen wird.

4. Ansätze zur Prävention außerhalb von Schulen: Dieses Kapitel kritisiert die Wirksamkeit von Maßnahmen wie Medienverboten oder Verschärfungen der Waffengesetze und diskutiert die Rolle der Presse.

5. Ansätze zur Intervention und Prävention an Schulen: Es werden physische Sicherheitsmaßnahmen, Risikoeinschätzungen, Krisenteams und die Schaffung eines positiven Schulklimas als schulische Strategien untersucht.

6. Die Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion: Dieses Kapitel stellt die KMDD detailliert vor, erklärt ihren Ablauf sowie den Nutzen für die Förderung der moralischen Handlungsfähigkeit und Bindungsförderung.

7. Schlussbetrachtung und Ausblick: Der Autor resümiert, dass Schulen einen Ausgleich zwischen Leistungsorientierung und emotionaler Bildung finden müssen, um durch Bindung und moralische Erziehung präventiv gegen Amokläufe zu wirken.

Schlüsselwörter

Schulamoklauf, School Shooting, Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion, KMDD, Prävention, Intervention, Bindungstheorie, moralische Handlungsfähigkeit, Schulklima, Gewaltprävention, Risikoeinschätzung, Medienwirkung, Jugendpsychologie, soziale Isolation, Werteerziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Schulamoklaufs und diskutiert, ob und wie schulische Präventionsmaßnahmen, insbesondere die Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion (KMDD), dazu beitragen können, solche Taten zu verhindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören das Täterprofil und das soziale Umfeld der Täter, die Analyse bisheriger Präventionsansätze außerhalb und innerhalb von Schulen sowie die theoretischen Grundlagen der moralischen Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszustellen, inwiefern die KMDD als schülerzentrierte und demokratische Unterrichtsmethode geeignet ist, soziale Bindungen zu stärken und die moralische Handlungsfähigkeit zu verbessern, um präventiv auf potenzielle Täter einzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Prävention vorgeschlagen?

Es wird die Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion (KMDD) nach Prof. Dr. Georg Lind vorgestellt, die durch geleitete Diskussionen moralische Urteils- und Diskursfähigkeiten trainiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Schulamokläufen, bewertet aktuelle Ansätze wie Sicherheitsmaßnahmen oder Mediendiskurse und leitet daraus die Notwendigkeit für pädagogische Methoden ab, die Bindungen und ein positives Schulklima fördern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Schulamoklauf, KMDD, Prävention, Bindungsarmut und moralische Handlungsfähigkeit geprägt.

Warum hält der Autor klassische Sicherheitsmaßnahmen für weniger effektiv?

Der Autor argumentiert, dass Maßnahmen wie Metalldetektoren oder Überwachungskameras meist nur Symptome bekämpfen, da die Täter häufig selbst Mitglieder der Schule sind und oft keine Versteckabsicht für ihre Tatpläne haben.

Inwiefern spielt die "Ping-Pong-Regel" eine Rolle in der KMDD?

Sie dient der eigenständigen Diskussionsführung durch die Schüler: Der jeweilige Redner bestimmt selbst, wer aus der Gegenseite als nächster antworten darf, was die demokratische Struktur der Diskussion stärkt.

Warum ist die Bindungsproblematik für den Autor zentral?

Der Autor konstatiert, dass bei vielen potenziellen School Shootern ein Mangel an funktionalen sozialen Bindungen zur Familie und zu Gleichaltrigen besteht; die KMDD soll helfen, diese Bindungen durch intensiven Diskurs wieder aufzubauen.

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Details

Title
Die Konstanzer Methode der Dilemma- Diskussion als Präventionsmittel für Amokläufe an Schulen?
College
University of Constance
Grade
1,0
Author
Michael Fuchs (Author)
Publication Year
2010
Pages
59
Catalog Number
V164840
ISBN (eBook)
9783640801787
Language
German
Tags
Konstanzer Methode Dilemma- Diskussion Präventionsmittel Amokläufe Schulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Fuchs (Author), 2010, Die Konstanzer Methode der Dilemma- Diskussion als Präventionsmittel für Amokläufe an Schulen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164840
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