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Die US-Immobilienkrise - Ursachenanalyse

Title: Die US-Immobilienkrise - Ursachenanalyse

Pre-University Paper , 2010 , 29 Pages , Grade: 15 Punkte

Autor:in: Frederic Krüsmann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

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Der 10. Oktober 2008 ging als “schwarzer Freitag“ in die Geschichte ein. An diesem Tag endete eine Woche, in der die weltweiten Börsenmärkte um 18,2% einbrachen und damit die Rekordverluste des Krisenjahres 1929 übertrafen.

“Man habe kurz vor der Zerstörung des modernen Finanzsystems gestanden”, beschrieb der damalige US-Finanzminister und Ex-Vorstandsmitglied der US-Investmentbank Goldman- Sachs, Henry Paulson, die vorliegende Situation.

Verursacht wurde dieser Crash durch die Vergabe von Hypothekarkrediten an Kreditnehmer mit schlechter Bonität, die sich diese Kredite eigentlich nicht leisten konnten - den sogenannten Subprime-Krediten. In Verbindung mit der Gier der Anleger nach hohen Renditen von bis zu 25%, entstand hierbei am Kredit- und Immobilienmarkt eine Blase, die auch als Subprime-Blase bezeichnet wird. Aus Subprime-Krediten wurden Finanzinstrumente generiert, mit der Absicht diese auf dem Kapitalmarkt weiter zu verkaufen. Der dadurch entstandene Weg, die Risiken dieser Kredite schnell weiter zu verkaufen und somit den “Schwarzen Peter” aus seinen eigenen Bilanzen weiterzureichen, ermöglichte zugleich den Banken ihre einst strengen Kreditrichtlinien zu lockern und immer weitere Kredite zu vergeben. Die amerikanischen Finanzinstitute verkauften weltweit Kreditforderungen, ohne dafür die Verantwortung übernehmen zu müssen, ob diese Forderungen auch tatsächlich erfüllt werden können. Doch als vermehrt Zahlungsausfälle seitens der Kreditnehmer zu verbuchen waren, mussten die Banken ihre realen Kreditvergaben stark einschränken und Konsumenten erhielten nur noch vereinzelt Kredite, was gleichzeitig das Erreichen der Krise in der Realwirtschaft bedeutete.

In dieser Arbeit werden die Ursachen für diese Entwicklung aufgezeigt. Des weiteren wird analysiert, wie es zu dieser Krise, die als schlimmste Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg gilt, kommen konnte. Darüber hinaus wird deren chronologische Abfolge erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die große Krise

2. Die Entstehung und Ursachen der Immobilienblase in den USA

2.1. Zinspolitik nach der Jahrtausendwende

2.2. Preiswerte Kredite und der Immobilienboom

2.3. Entwicklung der US-Immobilienpreise

2.4. Collateralized Debt Obligation und die Ratingagenturen

2.5. Die Subprime-Kredite und Lockerung der Kreditvergabepraxis in den USA

3. Der Verlauf der Immobilienkrise

3.1. Sinkende Immobilienpreise und die zahlungsunfähigen Hypothekennehmer

3.2. Die Immobilienblase platzt – die Krise nimmt ihren Lauf

3.3. Stillstand des Interbankenmarktes

4. Ausblick und Möglichkeiten für das Verhindern zukünftiger Krisen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Ursachen, den Verlauf und die Folgen der US-Immobilienkrise, die als eine der schwersten Wirtschaftskrisen seit dem Zweiten Weltkrieg gilt. Ziel ist es, die komplexen Mechanismen hinter der Subprime-Blase sowie das Versagen regulatorischer und finanzwirtschaftlicher Kontrollinstanzen chronologisch und fundiert aufzuarbeiten.

  • Entstehung der Immobilienblase durch Niedrigzinspolitik und aggressive Kreditvergabe
  • Rolle von Verbriefungen (MBS/CDO) und Ratingagenturen bei der Risikoverbreitung
  • Auswirkungen sinkender Immobilienpreise auf das globale Bankensystem
  • Zusammenbruch des Interbankenmarktes und Konsequenzen für die Realwirtschaft
  • Notwendigkeit zukünftiger Regulierungen und Reformen zur Krisenprävention

Auszug aus dem Buch

2.1 Zinspolitik nach der Jahrtausendwende

Der Zusammenbruch der New Economy (auch Dotcom-Blase genannt) im März 2000 und die Anschläge auf das World Trade Center in New York im September 2001 schwächten die amerikanische Wirtschaft nachhaltig. Innerhalb weniger Wochen nach dem 11. September 2001 wurden Aktienvermögen von rund 2 Billionen USD vernichtet. In dieser Zeit drohte der US-Wirtschaft eine schwere Rezession bis hin zur Deflation. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve System (Fed) versuchte anschließend, durch eine Niedrigzinspolitik diesen Absturz der Wirtschaft zu mildern. Sie senkte im Zeitraum vom Januar 2001 bis Juni 2003 den Leitzins in 13 Stufen von 6,5% auf 1,0%. Auf diesem Niveau verharrte der Leitzins von Mitte 2003 bis Mitte 2004. Diese Phase des niedrigen Zinssatzes bedeutete zugleich den niedrigsten Zinssatz in der Geschichte Amerikas.

Ab 2003 zahlte der Kreditnehmer nur noch zwischen 5,5% und 6% Zinsen für eine 30-jährige US-Festzinshypothek, für die er 1981 noch zwischen 16% und 18% zahlen musste. Diese Niedrigzinspolitik hatte den Zweck, die Wirtschaft anzukurbeln und die Deflationsängste auf den Finanzmärkten zu beruhigen. Damit gelang es dem damaligen Vorsitzenden der Fed, Alan Greenspan, der mehr als 17 Jahre lang seinem Amt nachging, die befürchtete Rezession abzuwehren und Amerika schon eineinhalb Jahre vor Deutschland aus der Wirtschaftsflaute herauszuführen. Allerdings wird ihm vorgeworfen, dass er durch diese aggressive und zugleich extrem lockere Zinspolitik (zusätzliche Liquidität) die Kurse in die Höhe getrieben habe. Der Hedgefondmanager William Fleckenstein bezeichnete Greenspan sogar als Mr. Bubble und urteilte, dass „Greenspans Politik des leichten Geldes die Spekulationsblase entstehen lassen habe und seine Reden den Leuten das Gefühl gegeben haben, dass nichts passieren könne“. Ferner wird Greenspan dafür kritisiert, dass er die Krise durch die zu rasche Zinserhöhung in kleinen Stufen (insgesamt 16 Erhöhungen zu jeweils 25 Basispunkten, d.h. 0,25%) zwischen Juni 2004 bis Juni 2006 von 1,25% auf 5,25% hervorgerufen habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die große Krise: Einleitende Betrachtung der globalen Auswirkungen des Finanzmarktcrashs von 2008 und der damit verbundenen massiven staatlichen Stützungsmaßnahmen.

2. Die Entstehung und Ursachen der Immobilienblase in den USA: Detaillierte Untersuchung der ökonomischen Rahmenbedingungen, insbesondere der Zinspolitik und des Booms bei hypothekarisch gesicherten Finanzinstrumenten.

3. Der Verlauf der Immobilienkrise: Analyse der chronologischen Entwicklung vom Preisfall bei Immobilien über die Insolvenzen von Finanzinstituten bis zum Zusammenbruch des Interbankenmarktes.

4. Ausblick und Möglichkeiten für das Verhindern zukünftiger Krisen: Diskussion notwendiger Regulierungsmaßnahmen wie Basel III und die Reform der Ratingagenturen zur langfristigen Stabilisierung der Finanzsysteme.

Schlüsselwörter

US-Immobilienkrise, Subprime-Kredite, Immobilienblase, Federal Reserve, Mortgage-Backed Securities, Collateralized Debt Obligations, Ratingagenturen, Finanzkrise, Zinspolitik, Bankenpleiten, Interbankenmarkt, Krisenprävention, Basel III, Risikomanagement, Finanzmarktregulierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die US-Immobilienkrise als ein zentrales Ereignis der jüngeren Wirtschaftsgeschichte, beleuchtet deren Ursprünge in der US-Geldpolitik und zeigt auf, wie riskante Finanzinstrumente zu einer globalen Krise führten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Zinspolitik durch die Fed, dem Anstieg von Subprime-Krediten, der Verbriefung von Hypotheken sowie dem Versagen von Ratingagenturen und der resultierenden Vertrauenskrise im Bankensektor.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine fundierte Ursachenanalyse, um zu verstehen, wie es zu einer Krise dieses Ausmaßes kommen konnte, und daraus Schlussfolgerungen für zukünftige Regulierungsbedarfe im Finanzwesen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, Wirtschaftsstatistiken und zeitgenössischen Medienberichten basiert, um die Kausalketten der Finanzmarktentwicklung nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Genese der Immobilienblase, die Mechanismen der Verbriefungskaskaden (MBS/CDOs) und den konkreten Verlauf der Krise, beginnend bei den ersten Zahlungsausfällen bis zum Zusammenbruch des Interbankenmarktes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Subprime-Kredite, Verbriefung, Ratingagenturen, Liquiditätspräferenz und Regulierungsmaßnahmen wie Basel III definiert.

Warum waren die Ratingagenturen ein kritischer Faktor bei der Entstehung der Krise?

Da Ratingagenturen von den Emittenten der Finanzprodukte bezahlt wurden, bestand ein Interessenkonflikt. Sie bewerteten riskante, aus Subprime-Krediten zusammengesetzte Papiere fälschlicherweise oft mit dem Top-Rating AAA.

Was bedeutet der Begriff „wasserfallartiges Konstruktionsprinzip“ im Kontext der CDOs?

Es beschreibt eine Schichtung der Tranchen, bei der Verluste zuerst die risikoreichsten, unteren Tranchen treffen und erst nach deren vollständigem Ausfall die höher bewerteten, sicheren Tranchen belasten.

Welche Rolle spielte die US-Gesetzgebung, insbesondere der Community Reinvestment Act?

Der Autor führt diesen Act als einen mitwirkenden Faktor an, da er es Banken erschwerte, Kredite in benachteiligten Gebieten abzulehnen, was indirekt die Kreditvergabe an weniger bonitätsstarke Kunden förderte.

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Details

Title
Die US-Immobilienkrise - Ursachenanalyse
College
Max-Planck-Gymnasium München
Grade
15 Punkte
Author
Frederic Krüsmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
29
Catalog Number
V164827
ISBN (Book)
9783640800391
ISBN (eBook)
9783640800452
Language
German
Tags
Immobilienkrise Facharbeit Ursachen Ursachenanalyse USA Wirtschaft Finanzsystem Kapitalismus Dollar Immobilien Kredite Kreditwesen Banken Weltwirtschaft US-Immobilienkrise Finanzkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frederic Krüsmann (Author), 2010, Die US-Immobilienkrise - Ursachenanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164827
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