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Das Erhabene als ästhetische Kategorie

Title: Das Erhabene als ästhetische Kategorie

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nils Schmidt (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit stellt die Kategorie des Erhabenen anhand zweier literarischer Texte vor: Zunächst behandelt die Interpretation des Gedichts Das Firmament von Barthold Heinrich Brockes aus dem Jahr 1721 einen lyrischen Umgang mit einer überwältigenden Naturerfahrung in Form eines Blickes in den Himmel, bevor durch die Analyse der Sternwartenszene aus Johann Wolfgang von Goethes Roman Wilhelm Meisters Wanderjahre oder Die Entsagenden (Erstausgabe: 1821) gezeigt werden kann, dass ein vergleichbares Szenario hundert Jahre später zwar eine ähnliche Brisanz für das menschliche Selbstverständnis besitzt, die in beiden Texten angelegte Synthese jedoch unterschiedlich ausfällt. Es folgt eine theoretische Auseinandersetzung mit der ästhetischen Kategorie des Erhabenen. Auch einige Aspekte der antiken Tragödientheorie Aristoteles’ werden in diesem Kontext beleuchtet. Eine Abgrenzung des Erhabenen gegenüber der Kategorie des Schönen macht deutlich, dass das Erhabene eine geistige Verfeinerung und Erhöhung des rein Sinnlichen darstellt, gleichzeitig aber im Gegenteil des Schönen wurzelt und somit eine Vorstufe der Ästhetik des Hässlichen darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Erhabene

2.1 Barthold Heinrich Brockes: Das Firmament

2.2 Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre oder Die Entsagenden - Die Sternwartenszene

2.3 Theoretische Fundierung des Erhabenen

2.4 Das Erhabene in Abgrenzung zum Schönen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Erhabene als zentrale ästhetische Kategorie des 18. Jahrhunderts und analysiert dessen Wandel sowie die philosophische Fundierung anhand literarischer Fallbeispiele. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich das Verhältnis von menschlichem Subjekt und der überwältigenden Unermesslichkeit der Natur in der Literatur der Aufklärung und Spätaufklärung darstellt und wie das Erhabene gegenüber dem Schönen abzugrenzen ist.

  • Die Kategorie des Erhabenen im 18. Jahrhundert
  • Interpretation von Naturerfahrungen in der Lyrik von Barthold Heinrich Brockes
  • Analyse der Sternwartenszene in Goethes Wilhelm Meisters Wanderjahre
  • Philosophische Fundierung des Erhabenen bei Kant und Schiller
  • Differenzierung zwischen ästhetischen Kategorien: Das Schöne vs. das Erhabene

Auszug aus dem Buch

2.1 Barthold Heinrich Brockes: Das Firmament

Das Gedicht Das Firmament von Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) aus dem Jahr 1721 eignet sich in besonderer Weise, die Kategorie des Erhabenen zu untersuchen. Es eröffnet den ersten Band der Gedichtsammlung Irdisches Vergnügen in Gott, die von 1721 bis 1748 erschien und kann als programmatisch für diese Sammlung bezeichnet werden.1

Das lyrische Ich blickt in die „[s]apphirne Tieffe“ (V.1) des Himmels, die in ihrer Unendlichkeit zu einer Verlusterfahrung führt, die vom lyrischen Ich zunächst als existentielle Bedrohung und erst am Ende des Gedichts als eine heilsame Gotteserfahrung empfunden werden kann. Dieser Verlust umfasst mehrere Ebenen: Die Natur stellt in ihrer Unfassbarkeit eine Bedrohung des Geistes dar, zudem versagt die Sinneswahrnehmung, was als konkreter Ausdruck der Insuffizienz des Verstandes in Bezug auf die Erfassung des Kosmos gewertet werden kann. Schließlich ist dann sogar die Seele durch die Naturerfahrung in einer bedrohlichen Form beeinflusst. Dem lyrischen Ich „entsatzte sich [der] Geist“ (V.5), es „schwindelte [das] Aug’“ (V.6) und schließlich „stockte [die] Sele“ (V.6). Bei der Betrachtung des Firmaments fehlt dem lyrischen Ich jeglicher Orientierungspunkt. Diesen Befund unterstreicht die hypotaktische Struktur der Schilderung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Erhabene als zentrale ästhetische Kategorie des 18. Jahrhunderts und führt in die methodische Vorgehensweise der Arbeit ein.

2 Das Erhabene: Dieses Kapitel analysiert anhand von zwei literarischen Texten und theoretischen Positionen Kants und Schillers das Erhabene als ästhetische Kategorie.

2.1 Barthold Heinrich Brockes: Das Firmament: Anhand einer Interpretation des Gedichts wird aufgezeigt, wie eine überwältigende Naturerfahrung zu einer religiösen Synthese führt.

2.2 Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre oder Die Entsagenden - Die Sternwartenszene: Die Analyse zeigt einen rationaleren Umgang mit der Thematik auf, bei dem die Vernunft im Zentrum steht.

2.3 Theoretische Fundierung des Erhabenen: Hier wird die philosophische Basis des Erhabenen durch Rückgriffe auf Kant, Schiller und Aristoteles erarbeitet.

2.4 Das Erhabene in Abgrenzung zum Schönen: Dieses Kapitel arbeitet die kategorialen Unterschiede zwischen dem Schönen und dem Erhabenen nach Kant und Schiller heraus.

Schlüsselwörter

Das Erhabene, Das Schöne, Ästhetik, Aufklärung, Naturerfahrung, Subjektivität, Immanuel Kant, Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Barthold Heinrich Brockes, Naturphilosophie, Vernunft, Erkenntnistheorie, Anthropozentrismus, Kosmos

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ästhetischen Kategorie des Erhabenen im 18. Jahrhundert und untersucht, wie Literatur und Philosophie diese Kategorie definieren und anwenden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Naturerfahrung, das Verhältnis von Mensch und Kosmos, die Rolle der Vernunft sowie die Differenzierung zwischen ästhetischen Empfindungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der Kategorie des Erhabenen nachzuvollziehen und aufzuzeigen, wie sie sich in literarischen Texten von Brockes und Goethe niederschlägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Textanalyse kombiniert mit einer ideengeschichtlichen Einordnung durch philosophische Primärquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Interpretation zweier konkreter literarischer Beispiele sowie eine anschließende theoretische Reflexion und Abgrenzung zum Schönen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen das Erhabene, Ästhetik, Aufklärung, Subjektivität, Naturerfahrung sowie die Namen Kant, Schiller und Goethe.

Wie unterscheidet sich die Naturerfahrung bei Brockes von der bei Goethe?

Bei Brockes führt die Konfrontation mit der Natur über eine existentielle Krise zur mystischen Gotteserfahrung, während bei Goethe die Vernunft und eine moderate anthropozentrische Sichtweise im Vordergrund stehen.

Welche Rolle spielt die Philosophie für das Verständnis des Erhabenen in dieser Arbeit?

Die Philosophie, insbesondere durch Kant und Schiller, liefert das theoretische Fundament, um das subjektive Empfinden des Erhabenen von der bloßen Naturbeobachtung zu unterscheiden.

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Details

Title
Das Erhabene als ästhetische Kategorie
College
University of Würzburg  (Institut für deutsche Philologie, Lehrstuhl für neuere deutsche Literaturgeschichte)
Course
Das Schöne und das Erhabene
Grade
1,0
Author
Nils Schmidt (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V164798
ISBN (eBook)
9783640798872
ISBN (Book)
9783640798896
Language
German
Tags
Wilhelm Meisters Wanderjahre Friedrich Schiller Immanuel Kant Johann Wolfgang von Goethe Barthold Heinrich Brockes das Erhabene Aufklärung Ästhetik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nils Schmidt (Author), 2010, Das Erhabene als ästhetische Kategorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164798
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