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Welche Schwierigkeiten ergeben sich vom empirischen Standpunkt bei der Nutzung des Marxschen Klassenbegriffs?

Title: Welche Schwierigkeiten ergeben sich vom empirischen Standpunkt bei der Nutzung des Marxschen Klassenbegriffs?

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Heutzutage begegnet man immer wieder dem Begriff der Klasse. Zu oft wird dieser Begriff überlesen, ohne das sich Gedanken gemacht werden, was sich hinter diesem verbirgt. Könnte man nicht stattdessen das Synonym der Schicht verwenden? Wo ist der Unterschied zwischen den Begriffen? Warum dominiert die Verwendung des einen Begriffs in einer bestimmten Zeit und zu einer anderen Zeit die des anderen?
Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, muss man sich verdeutlichen, was genau der Begriff Klasse meint und warum er in der Sozialforschung so umstritten ist. Aus welcher Richtung kommt die Kritik, die dafür gesorgt hat, dass der Klassenbegriff zwischenzeitlich aus der Mode gekommen war. Da diese oft von Seiten empirischer Sozialforscher kam soll in dieser Arbeit die Frage geklärt werden, welche Schwierigkeiten sich vom empirischen Standpunkt bei der Nutzung des Marxschen Klassenbegriffs ergeben. Der Klassenbegriff von Marx steht deshalb im Fokus dieser Arbeit, da Marx als einer der bedeutendste Klassentheoretiker gilt.

Zur Klärung dieser Frage ist es zuerst einmal nötig, die Marxsche Klassentheorie in ihren Grundzügen zu skizzieren. Um zu erkennen, auf welche Aspekte dieser Theorie sich die Kritik der empirischen Wissenschaftler bezieht wird Giddens' Unterscheidung zwischen Marx' abstrakter und konkreter Klassentheorie zu Rate gezogen.
Es werden die Einwände skizziert, die gegen die empirische Verwendung des marxschen Klassenbegriff hervorgebracht werden. Diese sind in zwei Themenbereichen geordnet. Erstens soll erläutert werden, welche Probleme sich im Rahmen der gesellschaftlichen Entwicklung ergeben haben. Der zweite Block der Kritik befasst sich mit der Frage, ob das komplexe soziale Phänomen einer Gesellschaft durch das Marxsche Klassenmodell überhaupt erfassbar ist. Diese Arbeit beschränkt sich jedoch nicht darauf, die Einwände gegen Marx nur vorzutragen sondern beschreibt, welche Möglichkeiten gefunden wurden, um auf diese Kritik einzugehen. Zu diesem Zecke werden zwei neomarxistische Ansätze behandelt, die den ursprünglichen Marxschen Klassenbegriff erweitern.
Abschließend wird gezeigt, wo die Stärken und Leistungen des Marxschen Klassenbegriffs liegen und warum es nötig ist, ihn als ein Instrument der empirischen Sozialforschung beizubehalten.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2.Die Marxsche Klassentheorie

2.1 Grundlagen

2.2 Die Unterscheidung zwischen abstrakter und konkreter Klassentheorie

3.Kritik am Marxschen Klassenbegriff vom empirischen Standpunkt

3.1 Probleme durch die gesellschaftliche Entwicklung

3.2 Probleme der Erfassbarkeit einer Gesellschaft durch den Marxschen Klassenbegriff

4.Erweiterungen des Marxschen Klassenbegriffs

4.1 Projekt Klassenanalyse (PKA)

4.2 Erik O. Wrights „Analytischer Marxismus“

5. Leistungen des Marxschen Klassenbegriffs

6.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Schwierigkeiten, die sich vom empirischen Standpunkt aus bei der Anwendung des Marxschen Klassenbegriffs ergeben, und analysiert, wie moderne Ansätze diese Probleme adressieren, um die Relevanz klassentheoretischer Konzepte für die heutige Sozialforschung zu rechtfertigen.

  • Grundlagen der Marxschen Klassentheorie
  • Empirische Kritik an Marx' Prognosen zur Gesellschaftsentwicklung
  • Methodische Probleme bei der Erfassung komplexer Gesellschaften
  • Neomarxistische Erweiterungen durch das Projekt Klassenanalyse (PKA)
  • Das Klassenmodell nach Erik O. Wright
  • Leistung und wissenschaftliche Relevanz des Klassenbegriffs heute

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Unterscheidung zwischen abstrakter und konkreter Klassentheorie

Der britische Soziologe Anthony Giddens (*18.1.1931) entwickelte eine eigene Interpretation des marxschen Klassenkonzepts. Diese wird hier angesprochen, da sie für die Beantwortung der Forschungsfrage von Bedeutung ist.

Nach Giddens existieren in Marx' Klassentheorie zwei verschiedene Klassenmodelle. Dies ist einmal das abstrakte, bzw. reine Klassenmodell, welches alle Typen von Klassensystemen umfasst. Auf der anderen Seite existiert das konkrete Klassenmodell, das zur Beschreibung spezifischer Merkmale der Klassen bestimmter Gesellschaften zu festen Zeitpunkten dient. Analog zum abstrakten und konkreten Modell der Klassenherrschaft existieren laut Giddens ebenfalls abstrakte und konkrete Modelle der Struktur des Kapitalismus und seiner Entwicklungsstufen.(Giddens 1979: 30)

Marx abstraktes Modell beschreibt laut Giddens lediglich die grundlegende Struktur von Klassensystemen, ist also ein formanalytisches Konstrukt. Klassenherrschaften sind dichotomistisch angeordnet, orientieren sich also an einer Hauptachse, die im Fall der bürgerlichen Gesellschaft durch die Eigentumsverhältnisse determiniert ist. Eine machtorientierte Ausrichtung ist daran erkennbar, dass die Produktionsmittelbesitzer auf Grund ihrer Stellung in der Lage sind, den Arbeitern das im Produktionsprozess anfallende Surplusprodukt zu entziehen. Eine Klasse ist bei Marx daher als Verhältnis bestimmter Gruppen von Individuen zu Produktionsmitteln definiert. (Burzan 2004: 15) Die Voraussetzung für Klassenbildung ist also die Arbeitsteilung, durch die der Mehrwert erst entstehen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Klassenbegriffs ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der empirischen Schwierigkeiten bei der Nutzung der Marxschen Theorie.

2.Die Marxsche Klassentheorie: Dieses Kapitel skizziert die Grundzüge der Marxschen Theorie und erläutert Giddens' Unterscheidung zwischen abstrakter und konkreter Klassentheorie.

3.Kritik am Marxschen Klassenbegriff vom empirischen Standpunkt: Das Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen Marx' Prognosen (z.B. Polarisierung, Verelendung) und der tatsächlichen gesellschaftlichen Entwicklung sowie Probleme der Erfassbarkeit komplexer moderner Gesellschaften.

4.Erweiterungen des Marxschen Klassenbegriffs: Hier werden neomarxistische Ansätze, konkret das Projekt Klassenanalyse (PKA) und der Analytische Marxismus von Erik O. Wright, vorgestellt, um auf empirische Kritik zu reagieren.

5. Leistungen des Marxschen Klassenbegriffs: Das Kapitel begründet, warum der Klassenbegriff trotz der Kritik als Instrument der empirischen Sozialforschung beibehalten werden sollte.

6.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Marxsche Klassentheorie trotz Schwierigkeiten bei der empirischen Anwendung weiterhin eine wertvolle analytische Perspektive bietet.

Schlüsselwörter

Marxsche Klassentheorie, Klassenbegriff, empirische Sozialforschung, Proletariat, Bourgeoisie, Projekt Klassenanalyse, Analytischer Marxismus, Erik O. Wright, Anthony Giddens, soziale Ungleichheit, Produktionsverhältnisse, Mehrwert, Klassenbewusstsein, Strukturwandel, Gesellschaftsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Problematik, den Marxschen Klassenbegriff auf moderne, empirische Gesellschaftsstrukturen anzuwenden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst die Grundlagen der Marxschen Theorie, die Kritik an deren Prognosen, Ansätze zur theoretischen Erweiterung durch neomarxistische Konzepte sowie die forschungslogische Relevanz des Begriffs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, welche Schwierigkeiten sich vom empirischen Standpunkt aus bei der Nutzung des Marxschen Klassenbegriffs ergeben und wie man ihnen methodisch begegnen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die Literaturanalyse mit der Vorstellung bestehender Klassenmodelle (Giddens, PKA, Wright) verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen bei Marx, die Kritik der Empiriker an diesen Vorhersagen und stellt zwei moderne Modelle vor, die diese Kritikpunkte durch eine differenziertere Kategorisierung entkräften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Klassentheorie, empirische Sozialforschung, Produktionsmittel, Ausbeutung und die Erweiterung durch den Analytischen Marxismus.

Welchen Stellenwert nimmt die Unterscheidung zwischen abstraktem und konkretem Modell bei Giddens ein?

Sie ist zentral, um zu zeigen, dass sich die Kritik meist gegen die empirische Anwendung (konkret) richtet, während das analytische Konstrukt (abstrakt) in seiner Gültigkeit unbestritten bleibt.

Warum reicht laut der Arbeit eine rein ökonomische Betrachtung oft nicht mehr aus?

Da moderne Gesellschaften durch Pluralisierung, Individualisierung und komplexe soziale Faktoren wie Bildung und Status geprägt sind, die eine eindimensionale Klassenstruktur als zu statisch erscheinen lassen.

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Details

Title
Welche Schwierigkeiten ergeben sich vom empirischen Standpunkt bei der Nutzung des Marxschen Klassenbegriffs?
College
University of Trier
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V164705
ISBN (eBook)
9783640799572
ISBN (Book)
9783640800131
Language
German
Tags
Marx klassentheorie sozialstrukturanalyse klasse klassenbegriff schichtungstheorie schicht millieu politikwissenschaft soziologie politische theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2010, Welche Schwierigkeiten ergeben sich vom empirischen Standpunkt bei der Nutzung des Marxschen Klassenbegriffs?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164705
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