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Die Verbreitung des Calvinismus durch den Buchdruck in Europa im 16. Jahrhundert

Title: Die Verbreitung des Calvinismus durch den Buchdruck in Europa im 16. Jahrhundert

Seminar Paper , 2009 , 33 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mag. Matthias Spindler (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications

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Wir betrachten in dieser Arbeit das Werk eines der wohl interessantesten Reformatoren der Frühen Neuzeit : Johannes Calvin (Jean Cauvin ). Speziell im Calvin-Gedenkjahr 2009, welches an seinen 500. Geburtstag erinnert, rückt die Person Calvin wieder in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Diskurses. Calvin begründete durch seine „Institutio Christianae Religionis“ einen Katechismus – eine Glaubensauffassung und Bibelauslegung –, welche immer wieder zu heftigen Diskussionen zwischen Wissenschaftern geführt hat. Einerseits wird die Sittenstrenge, die Biederkeit und die Frömmigkeit seiner Lehre gelobt, jedoch andererseits finden wir Kritik, die Calvin sogar mit einem der schlimmsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts auf eine Stufe stellt. Trotz aller Kritik an und Verteidigung von Johannes Calvin ist nach Jean-François Gilmont festzuhalten: „John Calvin was a landmark figure in the history of Christianity.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methoden und Begriffe

2.1 Kommunikationsmedien/-theorie nach Niklas Luhmann

2.1.1 Die Schrift

2.1.2 Funktionssystem Massenmedien – Buchdruck Kontrolle und Wissensvermehrung

2.2 Funktionssysteme Politik und Religion

2.3 Der Calvinismus

2.3.1 Johannes Calvin

2.3.2 Calvins Theologie: Institutio Christianae Religionis

2.3.2.1 Der Staat und der Calvinismus

3 Neuzeit, Buchdruck und Reformation

3.1 Die Neuzeit – neue Ideen und neue Techniken

3.2 Die Auswirkungen des Buchdruckes auf die Reformation

4 Auswirkungen des Buchdruckes auf die Ausbreitung des Calvinismus in Europa

4.1 Länderbetrachtungen

4.1.1 Französisch-sprachige Gebiete: Frankreich und „Schweiz“

4.1.2 Ungarn

5 Der Buchdruck und die Glaubens-/Pressefreiheit in den calvinistischen Niederlanden

5.1 Die Niederlande im 16. Jahrhundert: Die Freiheit des Glaubens und des Buchdrucks

6 10. Juli 2009 – 500 Jahre Johannes Calvin

6.1 Die Tyrannei der Tugend? – Intoleranz, Hinrichtung und Feind der Demokratie?

6.2 Calvinisten als bessere Capitalisten?

7 Konklusion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des Buchdrucks als technisches und kommunikationsmediales Instrument bei der europaweiten Verbreitung des Calvinismus im 16. Jahrhundert. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie calvinistische Theologie durch den Buchdruck kommuniziert und rezipiert wurde und inwieweit dies zu einer strukturellen Koppelung von Religion, Politik und Gesellschaft beitrug.

  • Systemtheoretische Analyse der Massenmedien (Buchdruck) nach Niklas Luhmann
  • Die Bedeutung der Volkssprache für die reformatorische Verbreitung
  • Länderstudien zur Ausbreitung des Calvinismus (Frankreich, „Schweiz“, Ungarn)
  • Toleranzpolitik und Pressefreiheit in den Niederlanden als Fallbeispiel
  • Die Rezeption von Johannes Calvin im modernen historischen Diskurs

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Französisch-sprachige Gebiete: Frankreich und „Schweiz“

Die französisch-hugenottische Reformationsbewegung wird im 16. Jahrhundert bis zum Ausbruch der Hugenottenkriege (1562 – 1598) Im Jahre 1562 durch einen kontinuierlichen Bücherfluss aus dem „Ausland“ genährt. Als Zentren des calvinistischen Buchdruckes galten Lyon (natürlich in Frankreich liegend), Straßburg, Genf, Neuchâtel, Basel und die Niederlande. Jedoch wurde der Einfluss der calvinistischen Glaubenslehren auf die (noch) katholische französische Bevölkerung nicht geduldet. Sowohl die theologische Fakultät der Stadt Paris als auch das höchste Gericht Frankreichs (Parlement) verboten allgemein französische Schriften, da durch diese auch die Reformation in das Land eindrang. Es ging sogar so weit, dass in Paris – durch seine Universität ein humanistisches Zentrum– die Buchproduktion eingestellt wurde.

Darum wich die reformierte Buchproduktion ins Ausland aus. Jedoch blieb auch noch einige Zeit ein innerfranzösisches Zentrum der protestantischen Buchproduktion bestehen: nämlich in Lyon. Die ersten reformatorischen Einflüsse waren lutheranische. Calvins Theologie verbreitete sich erst, als er seine Institutio 1451 ins Französische übersetzt wurde. Wie viele andere Reformatoren stützte sich auch Calvin auf die Volkssprache, um eine große Anzahl von lesekundigen Menschen zu erreichen. Genau wie Martin Luther die deutsche Sprache revolutionierte – gewissermaßen eine verständliche Hochsprache schuf – revolutionierte auch Johannes Calvin die französische Sprache. Dieser Hochsprache bedienten sich dann auch Calvins katholische Feinde. Durch die Übersetzungen von Calvins Schriften ins Französische wurde der reformiert-calvinistische Protestantismus immer weiter verbreite.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der Verbreitung des Calvinismus durch den Buchdruck sowie Vorstellung der methodischen Grundlagen.

2 Methoden und Begriffe: Theoretische Fundierung mittels Luhmanns Systemtheorie sowie Definition von zentralen Begriffen wie Calvinismus und den Funktionssystemen Religion und Politik.

3 Neuzeit, Buchdruck und Reformation: Analyse der Epoche der Neuzeit und der Rolle des Buchdrucks als Motor für die gesellschaftliche Transformation und die Reformation.

4 Auswirkungen des Buchdruckes auf die Ausbreitung des Calvinismus in Europa: Untersuchung der Verbreitung der calvinistischen Lehre in Frankreich und Ungarn durch Übersetzungen und das neue Medium Buch.

5 Der Buchdruck und die Glaubens-/Pressefreiheit in den calvinistischen Niederlanden: Analyse der Toleranzpolitik in den Niederlanden und deren Bedeutung für die Entstehung einer Druckerindustrie.

6 10. Juli 2009 – 500 Jahre Johannes Calvin: Kritische Auseinandersetzung mit dem modernen Bild von Calvin zwischen Tyrann und Heiligem sowie dem Verhältnis von Calvinismus und Kapitalismus.

7 Konklusion: Zusammenfassendes Fazit über die Bedeutung des Buchdrucks, der Volkssprache und der strukturellen Koppelung der Funktionssysteme im reformierten Protestantismus.

Schlüsselwörter

Calvinismus, Johannes Calvin, Buchdruck, Reformation, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Massenmedien, Religionsgeschichte, Frühe Neuzeit, Toleranz, Frankreich, Ungarn, Niederlande, Prädestination, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Buchdrucks im 16. Jahrhundert als entscheidendes Medium für die Verbreitung der calvinistischen Theologie und Reformation in Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Systemtheorie nach Niklas Luhmann, die historische Rolle des Buchdrucks, die Länderspezifika der calvinistischen Ausbreitung und das Verhältnis von Religion zu Staat und Wirtschaft.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Untersuchung konzentriert sich darauf, wie der Buchdruck die Verbreitung calvinistischer Ideen unterstützte und welche Auswirkungen dies auf die gesellschaftliche Kommunikation und Differenzierung im 16. Jahrhundert hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine systemtheoretische und kommunikationstheoretische Analyse nach Niklas Luhmann, kombiniert mit einer historischen Untersuchung der Verbreitungswege calvinistischer Schriften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, gefolgt von einer Analyse der Rolle des Buchdrucks für die Reformation, spezifischen Länderstudien sowie einer Diskussion über Toleranz und das moderne Calvin-Bild.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Calvinismus, Buchdruck, Reformation, Systemtheorie, Kommunikation, Toleranz und die Person Johannes Calvin.

Welche Bedeutung hatte das Oktavformat bei den Büchern?

Das Oktavformat war platzsparend, kostengünstiger und erlaubte es den Gläubigen, ihre Schriften in Zeiten religiöser Verfolgung leichter zu verbergen.

Was sagt der Autor über den „Fall Michel Servet“?

Der Autor betont, dass Servet auf Basis des geltenden Reichsrechts von einem Gericht der Stadt Genf zum Tode verurteilt wurde und nicht auf direkten Befehl von Calvin, wobei er auch auf die angespannte politische Lage Calvins hinweist.

Wie steht es um die Verbindung zwischen Calvinismus und Kapitalismus?

Die Arbeit hinterfragt die klassische These Max Webers kritisch und diskutiert neuere Ansätze, die bei Calvin ein starkes Augenmerk auf soziale Wohlfahrt und den Ausgleich zwischen Arm und Reich sehen.

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Details

Title
Die Verbreitung des Calvinismus durch den Buchdruck in Europa im 16. Jahrhundert
College
University of Vienna
Grade
2,0
Author
Mag. Matthias Spindler (Author)
Publication Year
2009
Pages
33
Catalog Number
V164691
ISBN (eBook)
9783640799565
ISBN (Book)
9783640800209
Language
German
Tags
Reformation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Matthias Spindler (Author), 2009, Die Verbreitung des Calvinismus durch den Buchdruck in Europa im 16. Jahrhundert , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164691
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