Als wichtige Aufgabe schulischer Einrichtungen stellt sich die Kompetenz des Lesens und Schreibens als bedeutende Komponente dar. Doch die Kompetenz des Schreibens besteht aus einem komplexen Prozess, der die unterschiedlichsten Fertigkeiten und Fähigkeiten beinhaltet. Neben dem motorisch zu erlernenden Schreiben und der Umsetzung einer leserlichen Handschrift ist schreiben vor allem eine hochkognitive Anstrengung .
Inhaltsverzeichnis
1 Didaktische Planung
1.1 Didaktisch-methodische Voraussetzungen
1.2 Entwicklungsstand der Lerngruppe
1.3 Analyse der Sache und des Inhalts
1.3.1 Der Schreibprozess
1.3.2 Definition freies Schreiben
1.4 Analyse fachdidaktischer Aspekte
1.4.1 Fachdidaktische Aufarbeitung der Sachanalyse
1.3.2 Bezug zum Bildungsplan
2 Einordnung der Unterrichtssequenz in die Unterrichtseinheit
3 Kompetenzen- Kriterien- Kompetenzorientiertes Lernziel- Indikatoren
4 Lernszenario mit methodischer Analyse
5 Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit entwickelt einen ausführlichen Unterrichtsentwurf für den Deutschunterricht in einer ersten Klasse. Das primäre Ziel besteht darin, Schülerinnen und Schüler durch die Arbeit mit Literatur zum freien Schreiben zu motivieren und ihnen einen Raum zu geben, eigene Vorstellungsbilder und Gedanken strukturiert auszuformulieren, wobei das Buch „Du hast angefangen! Nein, du!“ von David McKee als zentraler Impulsgeber dient.
- Didaktische Planung und Analyse der Voraussetzungen im Schriftspracherwerb
- Theoretische Fundierung des Schreibprozesses nach Flower/Hayes und Spitta
- Praktische Umsetzung eines freien Schreibanlasses im Unterricht
- Methodische Gestaltung von Schreibphasen in der Grundschule
- Förderung der Schreibmotivation und Adressatenbezogenheit
Auszug aus dem Buch
1.3.1 Der Schreibprozess
Als wichtige Aufgabe schulischer Einrichtungen stellt sich die Kompetenz des Lesens und Schreibens als bedeutende Komponente dar. Doch die Kompetenz des Schreibens besteht aus einem komplexen Prozess, der die unterschiedlichsten Fertigkeiten und Fähigkeiten beinhaltet. Neben dem motorisch zu erlernenden Schreiben und der Umsetzung einer leserlichen Handschrift ist schreiben vor allem eine hochkognitive Anstrengung1. In diesem Zusammenhang beschreibt Ossner das Schreiben folgendermaßen: „Das Schreiben ist Planung und es erschöpft sich nicht in einem einzigen Produktionsakt…“2. Was so viel bedeutet wie, es sind vielerlei Prozesse notwendig bis das letztendliche Produkt, der Text, auf dem Papier steht. Ein Urmodell des Schreibens stammt von Flower und Hayes und bildet Grundlage vieler didaktischer Überlegungen und dient oftmals als Basis weiterführender spezieller Modelle.
In obenstehender Grafik stellen Flower und Hayes die Komplexität des Schreibprozesses anhand folgender Etappen dar:
1. Die Planungs-, Formulierungs- und Revisionsphase
Auf diese Phase wirken unmittelbar verschiedene Komponenten wie das Thema, der Schreibanlass, das Wissen über das Thema etc. ein.
2. Die Formulierung und Überarbeitung findet meist gleichzeitig statt und jede Formulierung kann auch zu einer neuen Überarbeitung führen.
3. Der Monitor stellt die Instanz dar, die den kompletten Prozess überwacht. Hier wird permanent die Zielvorstellung, Organisation und die Ausführung „beobachtet“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Didaktische Planung: Dieses Kapitel erläutert die lernmethodischen Voraussetzungen der Klasse sowie den theoretischen Hintergrund des Schreibprozesses und die Definition des freien Schreibens.
2 Einordnung der Unterrichtssequenz in die Unterrichtseinheit: Hier wird der zeitliche und inhaltliche Rahmen der dreistündigen Unterrichtseinheit sowie die erste Begegnung mit der Literatur beschrieben.
3 Kompetenzen- Kriterien- Kompetenzorientiertes Lernziel- Indikatoren: Das Kapitel verknüpft die Lernziele der Sequenz mit den Anforderungen des Bildungsplans im Bereich Lesen und Schreiben.
4 Lernszenario mit methodischer Analyse: Hier erfolgt eine detaillierte Aufarbeitung der einzelnen Unterrichtsphasen vom Einstieg bis zum Abschluss unter Berücksichtigung methodischer Alternativen.
5 Verlaufsplanung: Die Verlaufsplanung bietet eine tabellarische Übersicht über den zeitlichen Ablauf, die geplanten Sozialformen und die eingesetzten Medien der Unterrichtsstunde.
Schlüsselwörter
Freies Schreiben, Schreibprozess, Literaturdidaktik, Grundschule, Schriftspracherwerb, David McKee, Bildungsplan, Schreibmotivation, Schreibanlass, Unterrichtsentwurf, Schreibkompetenz, Deutschunterricht, Grundschulpädagogik, Produktionsorientierung, Kreatives Schreiben
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit präsentiert einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den Deutschunterricht in der ersten Klasse, der den Fokus auf die Förderung des freien Schreibens anhand von Literatur legt.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentrale Themen sind der kindliche Schreibprozess, die Motivation zum Schreiben, der kompetenzorientierte Unterricht im Fach Deutsch sowie die didaktische Planung und Reflexion von Unterrichtseinheiten.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtssequenz?
Das Hauptziel ist es, dass die Kinder durch einen altersgerechten Zugang zu einer Geschichte eigene Vorstellungen entwickeln und diese in einem eigenen, freien Text schriftlich fixieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Schreibprozessmodelle von Flower/Hayes sowie von Gudrun Spitta herangezogen, um den Schreibprozess im Primarbereich fachdidaktisch zu fundieren und zu reflektieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben der didaktischen Analyse der Lerngruppe die theoretischen Grundlagen des Schreibens, die Einbettung in den Bildungsplan und eine detaillierte Verlaufsplanung der Stunde ausgearbeitet.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Freies Schreiben, Schreibkompetenz, Grundschule, Schriftspracherwerb und Literaturdidaktik charakterisieren.
Welche Rolle spielt das Buch von David McKee für die Sequenz?
Das Buch dient als affektiver und thematischer Aufhänger, da sich die Kinder mit den Konflikten der Protagonisten identifizieren können, was den Schreibanlass besonders motivierend gestaltet.
Warum wird in der Stunde mit differenzierten Arbeitsblättern gearbeitet?
Die Differenzierung erfolgt nicht primär über den Schwierigkeitsgrad, sondern bietet den Kindern unterschiedliche Zugänge (völlig freies Schreiben vs. Bildvorgaben), um den verschiedenen Lernvoraussetzungen gerecht zu werden.
Wie wird mit der Heterogenität der Klasse umgegangen?
Die Lehrperson berücksichtigt unterschiedliche Leistungsstände durch differenziertes Material und zusätzliche Anreize wie das Verfassen eines Briefes für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler.
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- Anonym (Autor:in), 2010, Unterrichtsentwurf Deutsch KLasse 1 zu dem Thema: Vielfältige Auseinandersetzung mit Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164384