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Entscheidungskonflikte der individuellen Biographiegestaltung in der Zweiten Moderne

Title: Entscheidungskonflikte der individuellen Biographiegestaltung in der Zweiten Moderne

Seminar Paper , 2010 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jasmin Dittmar (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

Die individualisierte Gesellschaft der zweiten Moderne ist in Analogie zur Auflösung traditionaler sozialer Rahmenvorgaben durch eine Vervielfältigung an Wahlmöglichkeiten aus Sicht des Individuums charakterisiert. Aufgrund dieser Entwicklung entsteht gleichsam mit der Freiheit der Wahl ein auf den Einzelnen heruntergebrochener Zwang zur Entscheidung bezogen auf seine Biographie-Gestaltung. Ausgehend von einem gesellschaftlichen Hintergrund, vor welchem das Individuum sich in einer ambivalenten Position zwischen modernen und postmodernen Strukturmerkmalen befindet, entstehen bei jeder Entscheidungsfrage mit potenziell folgenträchtigen Konsequenzen Entscheidungskonflikte innerhalb des Individuums, welche von und in ihm unter Berücksichtigung seines zukünftigen Selbstentwurfs ausgetragenen werden müssen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es der Frage nachzugehen, wie frei der Einzelne in der Gestaltung seines individuellen Lebenslaufes tatsächlich ist. Zur Analyse dieser Fragestellung wird nach Einbettung der Thematik im Entwicklungskontext der Konfliktsoziologie unter Anwendung der konflikttheoretischen Methode das Austragen von individualisierten Entscheidungskonflikten im intrapersonalen Diskurs beschrieben. Ergebnis dieser Analyse ist, dass in Folge der frei wählbaren Argumentationslinien zur Erreichung eines konkreten Ziels auf der einen und der Berücksichtigung des Aspekts beliebig möglicher Zielsetzungen auf der anderen Seite prinzipiell keine intrapersonale Lösung individueller Entscheidungskonflikte möglich ist. In der Realität jedoch trifft der Mensch tagtäglich Entscheidungen, wofür in der vorliegenden Arbeit etablierte gesellschaftliche Institutionen wie auch das Bewusstsein über die Kurzlebigkeit jeder Entscheidung als Orientierungshilfen identifiziert werden. Schlussfolgernd lässt sich festhalten, dass das Individuum der zweiten Moderne nach dieser Argumentationslinie nur durch die Beschränkung seines Handlungsspielraums überhaupt entscheidungsfähig wird und eine Freiheit im Sinne vollkommen fehlender Rahmenvorgaben nur eine theoretische, jedoch keine praktische Freiheit darstellen würde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Kurzzusammenfassung

1 Einleitung

2 Individualisierte Entscheidungskonflikte der zweiten Moderne

2.1 Die Ambivalenz der Übergangsgesellschaft zwischen Moderne und Postmoderne

2.2 Individualisierung sozialer Konflikte im Entwicklungskontext der Konflikttheorie

2.3 Die Perspektive der Konfliktsoziologie auf individuelle Entscheidungskonflikte

3 Entscheidungskonflikte im Rahmen der Biographiegestaltung

3.1 Die Gewissheit der Ungewissheit und das Risiko der falschen Entscheidung

3.2 Das Austragen von Entscheidungskonflikten im intrapersonalen Diskurs

4 Orientierungsmuster für individuelle Entscheidungen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Freiheit des Einzelnen bei der Gestaltung seines individuellen Lebenslaufs unter den Bedingungen der zweiten Moderne. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Individuen in einer von Pluralisierung und Wahlmöglichkeiten geprägten Gesellschaft intrapersonale Entscheidungskonflikte austragen und welche Rolle dabei soziale Rahmenbedingungen spielen.

  • Individualisierung und gesellschaftlicher Strukturwandel
  • Entscheidungskonflikte als neue Kategorie des sozialen Konflikts
  • Methodische Analyse durch die Konfliktsoziologie
  • Bedeutung von Institutionen als Orientierungshilfen
  • Spannungsfeld zwischen theoretischer Freiheit und praktischer Notwendigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Gewissheit der Ungewissheit und das Risiko der falschen Entscheidung

Entgegen der Gesellschaft der einfachen Moderne, welche aufgrund ihrer enger gestrickten Rahmenvorgaben mehr durch von außen kommende Gefahren und gleichzeitig von einer höheren Erwartungssicherheit in Bezug auf die persönliche Biographie dominiert war, ist die zweiten Moderne durch eine Pluralisierung individueller Risiken und einen permanenten Zustand der Ungewissheit charakterisiert. Entscheidungen beziehen sich immer auf Ereignisse in der Zukunft, welche aus der Gegenwart betrachtet prinzipiell ungewiss bleibt, da sie in ihrer Form als Zukunft nicht erlebt, sondern nur antizipiert werden kann. Wie die gegenwärtigen Individualisierungsprozesse westlicher Gesellschaften deutlich machen, stellt die Freisetzung des Individuums in Hinblick auf seinen zukunftsgerichteten Biographieentwurf nicht zwangsläufig nur eine Befreiung im positiven Sinne dar. Die Möglichkeit der Wahl überträgt dem Menschen ein erhebliches Maß an Verantwortung, welche ihm hohe Kompetenzen bezüglich seiner individuellen Entscheidungsfindungen abverlangt.

Es ist für die Analyse individueller Entscheidungskonflikte ein wichtiges Faktum, dass die Freiheit der Wahl auch immer die Möglichkeit der falschen Entscheidung beinhaltet. Das Risiko der falschen Entscheidung in Bezug auf die soziale Selbstverortung des Individuums in entsprechend relevanten und bedeutungsträchtigen Situationen ist praktisch der Motor, der den in dieser Arbeit untersuchten intrapersonalen Konflikt überhaupt erst ins Laufen bringt. Daher wird die vorliegende Analyse auf solche Entscheidungen eingegrenzt, deren Ausgang ein für das Subjekt in Bezug zu seinem sozialen Umfeld maßgeblichen Ausschlag haben kann und damit als risikobehaftet zu klassifizieren sind. Als Risiko in diesem Sinne und in Abgrenzung von der extrinsisch wirkenden Gefahr sind vor allem solche Ereignisse zu verstehen, deren möglicherweise nachteiliger Ausgang der eigenen Entscheidung und nicht etwa einem von außen kommendem Zufall zugerechnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Individualisierung und die damit einhergehende neue Dimension der Verantwortlichkeit, die jedes Individuum bei der Lebenslaufkonstruktion trägt.

2 Individualisierte Entscheidungskonflikte der zweiten Moderne: Dieses Kapitel analysiert den gesellschaftlichen Wandel und wie die klassische Konflikttheorie auf die heutige Situation der Individualisierung angepasst werden muss, um intrapersonale Konflikte zu erfassen.

3 Entscheidungskonflikte im Rahmen der Biographiegestaltung: Hier wird untersucht, wie Unsicherheit und das Risiko der falschen Entscheidung das Individuum dazu zwingen, Konflikte in einem intrapersonalen Diskurs auszutragen.

4 Orientierungsmuster für individuelle Entscheidungen: Das Kapitel beschreibt, wie Institutionen und soziale Strukturen dem Individuum trotz theoretischer Freiheit notwendige Orientierungshilfen und Grenzen bei der Entscheidungsfindung bieten.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Individuum durch die selbstgewählte Beschränkung innerhalb sozialer Rahmenbedingungen erst die Fähigkeit zur realen Entscheidungsfindung gewinnt.

Schlüsselwörter

Individualisierung, zweite Moderne, Entscheidungskonflikt, Biographiegestaltung, Konfliktsoziologie, Intrapersonaler Diskurs, Lebenslauf, Wahlmöglichkeiten, Risiko, Selbstverortung, Gesellschaftstheorie, Handlungsspielraum, Postmoderne, Orientierungsmuster, Sozialer Konflikt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit das Individuum in der heutigen Gesellschaft bei der Gestaltung seines Lebenslaufs tatsächlich frei ist, wenn es mit permanenten Entscheidungskonflikten konfrontiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die soziologischen Aspekte der Individualisierung, die Konflikttheorie in der zweiten Moderne sowie die psychologischen und sozialen Dynamiken der intrapersonalen Entscheidungsfindung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie Entscheidungskonflikte im Zuge der Biographiegestaltung entstehen und ob das Individuum fähig ist, diese rational zu lösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine konflikttheoretische Methode angewandt, um Entscheidungskonflikte als sozialen Tatbestand im intrapersonalen Diskurs zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einbettung in die Soziologie der zweiten Moderne, die Analyse von Risiko und Unsicherheit sowie die Erörterung von Orientierungsmustern für individuelle Entscheidungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Individualisierung, Entscheidungskonflikt, Biographiegestaltung, Risikogesellschaft und intrapersonaler Diskurs.

Was bedeutet der Begriff "Bastelbiographie" im Kontext der Arbeit?

Er beschreibt die Anforderung an den Einzelnen, seinen Lebenslauf in einer individualisierten Gesellschaft eigenständig und punktuell aus verschiedenen verfügbaren Elementen zusammenzusetzen.

Warum sind Institutionen für das moderne Individuum wichtig?

Institutionen bieten entlastende Programme für das menschliche Handeln, die als notwendige Orientierungshilfen dienen und das Individuum vor einer völligen Desorientierung durch unbegrenzte Wahlmöglichkeiten schützen.

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Details

Title
Entscheidungskonflikte der individuellen Biographiegestaltung in der Zweiten Moderne
College
University of Kassel
Course
Schreibwerkstatt zur Soziologie des Konflikts
Grade
1,0
Author
Jasmin Dittmar (Author)
Publication Year
2010
Pages
23
Catalog Number
V164345
ISBN (Book)
9783640791460
ISBN (eBook)
9783640792122
Language
German
Tags
Konfliktsoziologie Zweite Moderne Biographieforschung Individualisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Dittmar (Author), 2010, Entscheidungskonflikte der individuellen Biographiegestaltung in der Zweiten Moderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164345
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