Das Thema fremdsprachlicher Einfluß ist sehr komplex. Aus Zeitgründen ist es mir jedoch nicht möglich auf sämtliche Elemente dieses Themas einzugehen. So werde ich beispielsweise den Sprachpurismus nicht näher beleuchten. Außerdem kann ich nicht den fremdsprachlichen Einfluß bis ins kleinste Detail genau aufführen. Über die Beeinflussung des deutschen Satzbaus oder entlehnte Suffixe werde ich in nicht referieren. Der für die Zuhörer interessanteste Bereich der Sprachbeeinflussung ist meiner Meinung nach der Bereich der Lexik. Ich werde versuchen meine Ausführungen immer wieder mit Beispielen von Wortentlehnungen zu veranschaulichen.
Im ersten Teil werde ich terminologische Grundlagen der Lehngutforschung erläutern.
Darauf folgt ein Abschnitt über die Beeinflussung der deutschen Sprache allgemein, um den Kommilitonen und Kommilitoninnen einen Einblick über die verschiedenen Sprachen, die auf das Deutsche eingewirkt haben, zu vermitteln.
Im Anschluß daran gehe ich auf eine fremdsprachliche Einflußphase in der Geschichte der deutschen Sprache ein. Ich habe mich für den französischen Einfluß auf das Deutsche im Mittelalter entschieden, da ich selbst Französisch gelernt habe. Es war daher interessant zu erfahren, welche Elemente des Deutschen auf das Französische zurück gehen. Ich werde referieren, warum das Französische Mitte des 12. Jh. an Bedeutung gewann und wie sich dies auf das Deutsche auswirkte.
Danach werde ich auf eine Einflußphase in der Gegenwart eingehen. Da ich Englisch studiere, lag es selbstverständlich nahe, die Beeinflussung des Deutschen durch das Englische für diesen Teil zu wählen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Terminologische Grundlagen
Der fremdsprachliche Einfluß in der Geschichte der deutschen Sprache
DER FRANZÖSISCHE EINFLUß IM MITTELALTER
DER ENGLISCHE EINFLUß HEUTE
FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamik fremdsprachlicher Einflüsse auf die deutsche Sprache, wobei der Fokus auf den terminologischen Grundlagen der Lehngutforschung sowie der diachronen und synchronen Analyse spezifischer Sprachkontakte liegt.
- Grundlagen der Lehngutforschung (Lehnwörter vs. Lehnprägungen)
- Historischer Überblick über fremdsprachliche Einflüsse auf das Deutsche
- Detaillierte Analyse des französischen Einflusses im Mittelalter
- Untersuchung des aktuellen englischen Einflusses auf die deutsche Gegenwartssprache
- Sprachliche Flexibilität und die Integration von Fremdwörtern
Auszug aus dem Buch
Terminologische Grundlagen
In der Lehngutforschung unterscheidet man generell zwischen Lehnwörtern und Lehnprägungen. Lehnwörter sind fremde Wörter, die „als ganzes übernommen“ werden. Bei den Lehnprägungen handelt es sich um Wörter, die nur zu einem Teil übernommen wurden.
Es gibt zwei Formen von Lehnwörtern. Wird die Lautgestalt des fremdsprachigen Wortes bewahrt, spricht man von einem Fremdwort. Ein Beispiel hierfür ist das Wort Palais. Es bleibt hinsichtlich der Lautgestalt völlig unverändert. Oft erkennt man sofort die Herkunft des Fremdwortes.
Wird das fremde Wort lautlich der Empfängersprache angepaßt, handelt es sich um ein assimiliertes Lehnwort. Die lautliche Gestalt eines assimilierten Lehnwortes sagt nichts mehr über die Herkunft aus. So stammt beispielsweise das Wort Pfalz von dem lateinischen palatium ab und bedeutete ursprünglich Palast.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab, erläutert die Auswahl der Schwerpunkte und grenzt das Thema auf den Bereich der Lexik ein.
Terminologische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die wesentlichen Begriffe der Lehngutforschung, insbesondere die Differenzierung zwischen Lehnwörtern und Lehnprägungen sowie deren Unterformen.
Der fremdsprachliche Einfluß in der Geschichte der deutschen Sprache: Es wird ein Überblick über die verschiedenen historischen Einflusssprachen auf das Deutsche gegeben, wobei die Bedeutung von kulturellen und wirtschaftlichen Kontakten hervorgehoben wird.
DER FRANZÖSISCHE EINFLUß IM MITTELALTER: Dieses Kapitel analysiert die ritterlich geprägte Entlehnungswelle im 12. und 13. Jahrhundert und deren morphologische Integration ins Mittelhochdeutsche.
DER ENGLISCHE EINFLUß HEUTE: Hier wird der aktuelle Einfluss des Englischen beleuchtet, wobei besonders auf die Rolle der Medien, der Werbung und die sprachliche Ökonomie eingegangen wird.
FAZIT: Das Fazit resümiert die Aufnahmefreudigkeit der deutschen Sprache und bewertet diese Flexibilität als einen vorteilhaften Prozess für die Sprachentwicklung.
Schlüsselwörter
Lehngutforschung, Lehnwörter, Lehnprägungen, Fremdwörter, Assimilation, Sprachkontakt, Französischer Einfluss, Mittelalter, Englischer Einfluss, Anglizismen, Sprachwandel, Sprachliche Ökonomie, Integration, Lexik, Sprachpurismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen fremdsprachlichen Einflüssen, die die deutsche Sprache im Laufe ihrer Geschichte geprägt haben und auch in der Gegenwart prägen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Definition von Lehngut, die historische Entwicklung des französischen Einflusses und der aktuelle Einfluss der englischen Sprache.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und warum das Deutsche fremdsprachige Elemente integriert und welche Rolle dabei Faktoren wie Zeitgeist, Sprachökonomie und kulturelle Dominanz spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein deskriptiv-analytischer Ansatz gewählt, der theoretische Grundlagen der Sprachwissenschaft auf historische und zeitgenössische Beispiele anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der terminologischen Grundlagen, einen historischen Überblick sowie zwei tiefergehende Fallanalysen (Französisch im Mittelalter und Englisch in der Gegenwart).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lehngutforschung, Lehnwörter, Anglizismen und sprachliche Integration charakterisiert.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Lehnwörtern und Lehnprägungen?
Lehnwörter werden als Ganzes übernommen, während bei Lehnprägungen nur Teile des Wortes übernommen werden, um sie mit eigenen Sprachelementen neu zu bilden.
Warum wird der englische Einfluss heute als besonders stark beschrieben?
Der Autor führt dies auf die globale Vormachtstellung Amerikas sowie die „sprachliche Suggestivkraft“ und Modernität des Englischen zurück, insbesondere in den Medien.
Welche Rolle spielt die „sprachliche Ökonomie“ bei Entlehnungen?
Die sprachliche Ökonomie beschreibt das Bestreben der Sprecher, möglichst kurze und prägnante Begriffe zu verwenden, weshalb englische Wörter oft den längeren deutschen Äquivalenten vorgezogen werden.
Wie bewertet der Autor die Aufnahme von Fremdwörtern?
Der Autor sieht in der Aufnahme von Fremdwörtern eine natürliche Entwicklungstendenz und wertet die Flexibilität des Deutschen als einen Vorteil, da sie dem Zeitgeist entspricht.
- Arbeit zitieren
- Tamara Bauer (Autor:in), 2005, Fremdsprachliche Einflüsse in Geschichte und Gegenwart, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164282