Die vorliegende Arbeit gewährt dem Leser einen einführenden Einblick in das technische
Analyseverfahren für Aktien.
Zunächst wird die Dow-Theorie als Ursprung der Technischen Aktienanalyse sowie
die ihr zugrunde liegenden, noch heute geltenden, fundamentalen Annahmen vorgestellt,
bevor mit Liniencharts und Balkencharts die zwei bekanntesten Darstellungsformen
der Technischen Aktienanalyse in Deutschland erläutert werden.
Abschließend werden ausgewählte Methoden und Instrumente der Technischen
Analyse angesprochen, die ein potentieller Anleger zur Verfügung hat, um den
Kursverlauf einer einzelnen Aktie bestmöglich zu prognostizieren. Zur Veranschaulichung
wird auf die aktuelle Kursentwicklung einzelner Aktien zurückgegriffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Dow Theorie als Basis der Technischen Aktienanalyse
3. Der Trend nach Dow
4. Darstellungsformen der Technischen Analyse
4.1 Liniencharts
4.2 Balkencharts
5. Einzelwertanalyse
5.1 Chartanalyse
5.1.1 Trendanalyse
5.1.2 Unterstützung und Widerstand
5.1.3 Formationsanalyse
5.2 Indikatoren und Oszillatoren
5.2.1 Gleitende Durchschnitte
5.2.2 Momentum
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen einführenden Überblick über die Methoden der technischen Aktienanalyse, um Anleger bei der Prognose von Kursverläufen auf Basis historischer Daten zu unterstützen.
- Grundlagen der Dow-Theorie und ihre Bedeutung für die technische Analyse
- Unterschiedliche Darstellungsformen von Aktienkursen (Linien- und Balkencharts)
- Methoden der Chartanalyse (Trend, Unterstützung, Widerstand, Formationen)
- Einsatz von Indikatoren und Oszillatoren zur objektiven Marktanalyse
- Komplementärer Charakter der technischen Analyse in Kombination mit fundamentalen Ansätzen
Auszug aus dem Buch
5.1.3 Formationsanalyse
Formationen sind typische Kurs-Umsatzbilder, die man in historischen Kursverläufen entdeckt hat und die Rückschlüsse auf den zukünftigen Kursverlauf zulassen. Die prognostische Fähigkeit leitet sich aus der Annahme ab, dass sich die Geschichte wiederholt. Denn Menschen neigen dazu, sich in ähnlichen Situation gleich zu verhalten: Menschliches Verhalten ist berechenbar!
Formationen teilen sich in zwei Hauptkategorien auf – trendumkehrende Formationen und trendbestätigende Formationen. Im Laufe der Zeit hat sich eine Vielzahl von Formationen gebildet. Im weiteren Verlauf wird die Kopf-Schulter-Formation als die bekannteste und zugleich zuverlässigste Formation für einen bevorstehenden Trendwechsel behandelt.
Sie ist gekennzeichnet durch eine Figur, bestehend aus einem Scheitelpunkt (Kopf), um den sich links und rechts zwei tieferliegende Schenkel (Schultern) gebildet haben. Die geradlinige Verbindung zwischen den Tiefpunkten der Schultern nennt man Nackenlinie und gibt den Widerstand an, dessen signifikanter Durchbruch als Verkaufssignal gewertet wird. Zur Signalbestätigung sollte der Umsatz idealerweise im Verlauf von der linken Schulter, über den Kopf, hin zur rechten Schulter tendenziell abnehmen und beim Durchbruch nach unten wieder zunehmen. Das neue Kursziel erhält man, indem man den vertikalen Abstand zwischen Kopf- und Nackenlinie von Letztgenannter ausgehend nach unten projiziert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in den Zweck der Aktienanalyse und die wissenschaftliche Kontroverse zwischen effizienten Kapitalmärkten und technischer Prognose.
2. Dow Theorie als Basis der Technischen Aktienanalyse: Vorstellung der historischen Wurzeln und der fundamentalen Annahmen, auf denen technische Analyseverfahren basieren.
3. Der Trend nach Dow: Erläuterung der verschiedenen Trendarten (Primär-, Sekundär- und Tertiärtrend) sowie der Phasen eines Trends.
4. Darstellungsformen der Technischen Analyse: Beschreibung und Vergleich von Linien- und Balkencharts als Werkzeuge zur Visualisierung von Kursverläufen.
5. Einzelwertanalyse: Detaillierte Betrachtung klassischer Chartanalysetechniken sowie mathematisch-statistischer Indikatoren und Oszillatoren.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der technischen Aktienanalyse unter Berücksichtigung der Notwendigkeit einer komplementären Anlagestrategie.
Schlüsselwörter
Technische Aktienanalyse, Dow-Theorie, Chartanalyse, Trendfolge, Kursverlauf, Indikatoren, Oszillatoren, Kopf-Schulter-Formation, Unterstützung, Widerstand, Momentum, gleitender Durchschnitt, Markteffizienz, Börsenkurs, Kursprognose.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Einführung in die technischen Analyseverfahren von Aktien, bei denen historische Kursdaten zur Prognose zukünftiger Bewegungen genutzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Dow-Theorie, Chartdarstellungen, Trendanalysen sowie den Einsatz von Indikatoren wie gleitenden Durchschnitten und dem Momentum.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser zu zeigen, wie technische Analyseinstrumente praktisch angewendet werden können, um Entscheidungen bei Aktienkäufen oder -verkäufen zu stützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein deskriptiv-analytischer Ansatz gewählt, der wissenschaftliche Theorien (wie die von Fama) mit etablierten Praxisinstrumenten der Charttechnik verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Dow-Theorie, die grafische Darstellung von Kursen sowie die praktische Anwendung der Chartanalyse und mathematischer Indikatoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Technische Analyse, Trendbestätigung, Chartformationen, Indikatoren und Marktvolatilität geprägt.
Was versteht man unter dem "Rollentausch" bei Widerstandslinien?
Ein Rollentausch tritt auf, wenn eine signifikante Widerstandslinie durchbrochen wird und diese anschließend als neue Unterstützungslinie für den Kurs fungiert.
Warum ist die Wahl der Laufzeit bei gleitenden Durchschnitten so entscheidend?
Die Laufzeit bestimmt die Sensibilität des Indikators; eine zu kurze Laufzeit erhöht das Risiko von Fehlsignalen, während eine zu lange Laufzeit den Indikator zu träge für schnelle Marktreaktionen macht.
Wie definiert Dow einen Aufwärtstrend?
Ein Aufwärtstrend ist laut Dow eine Sequenz aus einer Abfolge steigender Hochpunkte und Tiefpunkte.
Welche Bedeutung hat das Handelsvolumen für die Bestätigung eines Trends?
Das Volumen dient als Bestätigungssignal; ein Trend gilt erst als valide, wenn er von zunehmenden Handelstätigkeiten begleitet wird, die die Richtung des Trends untermauern.
- Arbeit zitieren
- Henning Kempen (Autor:in), 2010, Aktienbewertung mittels technischer Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164200