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Das fetale Alkoholsyndrom. Wie können Pflegefamilien mit einem an FASD erkrankten Kind unterstützt werden?

Unter besonderer Berücksichtigung der Ansätze aus der Arbeit mit demenzkranken Menschen

Titel: Das fetale Alkoholsyndrom. Wie können Pflegefamilien mit einem an FASD erkrankten Kind unterstützt werden?

Diplomarbeit , 2010 , 108 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Kai Holtkamp (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit versuche ich auf das Krankheitsbild des fetalen Alkoholsyndroms aufmerksam zu machen und dadurch dazu beizutragen, die Zahl der betroffenen Kinder in Zukunft zu verringern. Ich befasse mich daher u. a. mit der Pathogenese, der Epidemiologie und dem Alkoholkonsum von Frauen in Deutschland.

Außerdem beschreibe ich das klinische Bild des fetalen Alkoholsyndroms, die Auswirkungen auf den Lebenslauf betroffener Menschen und deren Wegbegleiter. Hierbei sollen typische Probleme im Umgang mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen beschrieben und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt werden. Da es diesbezüglich wenig vorhandene Ansätze gibt, möchte ich Trainingsprogramme aus der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen analysieren um dann die Übertragung dieser Ansätze auf die Zielgruppe überprüfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das fetale Alkoholsyndrom

1.1 Definition

1.2 Geschichte des fetalen Alkoholsyndroms

1.3 Pathogenese

1.4 Epidemiologie

1.5 Trinkverhalten

1.6 Alkoholkonsum von Frauen in Deutschland

1.6.1 Alkoholkonsum während der Schwangerschaft

1.6.2 Schichtspezifische Zusammenhänge

2. Das klinische Bild des fetalen Alkoholsyndroms

2.1 Begriffsbestimmungen

2.2 Die Diagnose

2.3 Merkmale

2.3.1 Kraniofaziale Dysmorphie

2.3.2 Prä- und postnatales Wachstum

2.3.3 Weitere mögliche Organfehlbildungen

2.3.4 Hirnorganische Symptome

2.3.5 Verhaltensstörungen im Sozialverhalten

3. Auswirkungen auf den Lebenslauf Betroffener Kinder

3.1 Probleme in der Kindheit und frühen Jugendphase

3.2 Probleme in der Jugend und frühen Erwachsenenphase

3.3 Schutzfaktoren

4. Familiäre Situation

4.1 Herkunftsfamilie

4.2 Pflegefamilie

5. Unterstützungsmöglichkeiten

5.1 Hilfen im Alltag

5.2 Therapeutische Maßnahmen

5.3 Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

6. Demenz

6.1 Symptome der Alzheimer- Demenz

6. 2 Parallelen zum fetalen Alkoholsyndrom

6. 3 Kognitives Trainings bei Demenz

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, wie Pflegefamilien bei der Betreuung von Kindern mit fetalem Alkoholsyndrom (FASD) unterstützt werden können. Dabei wird insbesondere geprüft, ob pädagogische und therapeutische Ansätze aus der Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen, wie beispielsweise das Realitätsorientierungstraining, auf den Umgang mit FASD-betroffenen Kindern und Jugendlichen übertragen werden können.

  • Krankheitsbild des fetalen Alkoholsyndroms (Pathogenese, Symptomatik, Diagnose).
  • Herausforderungen für Kinder und Pflegefamilien im Alltag und Lebensverlauf.
  • Analyse der Übertragbarkeit von Demenz-Trainingsmethoden auf FASD.
  • Praktische Unterstützungsmöglichkeiten und staatliche Leistungen.
  • Bedeutung von Elterninitiativen und Aufklärungsarbeit.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Kraniofaziale Dysmorphie

Gesichtsfehlbildungen gehören zu den typischen Merkmalen des fetalen Alkoholsyndroms. Sie sind Ausdruck einer spezifischen Wachstumshemmung des Gesichtsschädels, des Bindegewebes, der Augen und der Gesichtsmuskulatur. Daraus resultiert eine signifikante äußere Erscheinung der Betroffenen (vgl. Löser, 1999, S.438). Besonders bei einem höheren Schweregrad, im Säuglings- und Kleinkindalter, sind die Merkmale sehr auffällig und weisen ein charakteristisches Bild auf. Im Laufe der Entwicklung des Kindes verwachsen sich diese Merkmale jedoch oftmals, sodass im Erwachsenenalter nur noch einzelne Anzeichen zu erkennen sind (vgl. Grävinghoff, 1989, S.15). Zu den typischen Gesichtsmerkmalen gehören:

•Augen: ◦ Lidfalte ◦ hängendes Oberlid ◦ schmale Lidspalte ◦ zum Teil verschieden große Augenöffnungen ◦ nach unten abfallende Lidachsen

•Mund: ◦ fehlende/flache/verlängerte Mittelrinne zwischen Unter- und Oberlippe ◦ fehlende Cupidobogen ◦ schmales Lippenrot, dünner Lippenwulst

•Ohr: ◦ tief angesetzt ◦ nach hinten gedreht ◦ wenig ausgeformt

•Nase: ◦ verkürzter und verbreiteter Nasenrücken ◦ vorstehende Nasenlöcher

•Mittelgesicht: ◦ abgeflacht, schmal ◦ unterentwickelte Oberkieferhöhle ◦ elliptischer Oberkieferbogen ◦ hoher Gaumen ◦ Gaumen- /Lippenspalte

•Unterkiefer: ◦ unterentwickelt ◦ fliehendes Kinn ◦ kleine Zähne/Zahnanomalien, Abstände zwischen den Zähnen ◦ Zahnfehlstellungen

•Stirn: ◦ vorgewölbt ◦ schmal

•Haare: ◦ Haarverteilung ungleich ◦ Haaraufstrich im Nacken (vgl. FASworld e.V., FAS1, 2007, S.17f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das fetale Alkoholsyndrom: Dieses Kapitel vermittelt Grundlagenwissen zu Entstehung, Geschichte, Epidemiologie und den biologischen Auswirkungen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

2. Das klinische Bild des fetalen Alkoholsyndroms: Hier werden Definitionen, Diagnosekriterien sowie die typischen körperlichen und hirnorganischen Symptome detailliert erläutert.

3. Auswirkungen auf den Lebenslauf Betroffener Kinder: Dieses Kapitel thematisiert die lebenslangen Herausforderungen, insbesondere in Schule, Ausbildung, Sozialverhalten und bei der Alltagsbewältigung.

4. Familiäre Situation: Fokus auf die schwierigen Ausgangsbedingungen in Herkunftsfamilien und die Belastungssituation sowie wichtige Schutzfaktoren für Pflegefamilien.

5. Unterstützungsmöglichkeiten: Vorstellung praktischer Hilfestellungen im Alltag, therapeutischer Maßnahmen und staatlicher Leistungen für Pflegefamilien.

6. Demenz: Einführung in das Krankheitsbild der Demenz und Analyse möglicher Parallelen sowie Kognitiver Trainingsmethoden zur Unterstützung Betroffener.

Schlüsselwörter

Fas, Alkoholkonsum, Schwangerschaft, Pflegefamilien, FASD, Alkoholembryopathie, Entwicklungsstörungen, Diagnose, Demenz, kognitives Training, Realitätsorientierungstraining, Familienunterstützender Dienst, Verhaltensstörungen, Hyperaktivität, Erziehungsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Unterstützung von Pflegefamilien, die Kinder mit einem fetalen Alkoholsyndrom (FAS/FASD) betreuen, und prüft, ob Ansätze aus der Demenz-Therapie hilfreich sein können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Krankheitsbild FASD, die damit verbundenen Entwicklungsstörungen bei Kindern, die Belastungssituation für Pflegefamilien sowie therapeutische und alltagspraktische Unterstützungsstrategien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Probleme im Alltag von FASD-Kindern zu benennen und konkrete Hilfen sowie Ansätze aus dem Demenz-Bereich aufzuzeigen, um die Erziehungssituation in Pflegefamilien zu entlasten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die durch Praxisbeispiele und Erkenntnisse aus dem Austausch mit betroffenen Eltern und dem Umfeld der Elterninitiative FASworld e.V. ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt ausführlich die medizinischen Grundlagen von FASD, die Auswirkungen auf den Lebenslauf, die familiäre Situation in Herkunfts- und Pflegefamilien sowie konkrete Hilfsangebote.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie FASD, Alkoholembryopathie, Pflegefamilien, kognitives Training, Entwicklungsverzögerung, Verhaltensstörungen und Unterstützungsformen charakterisiert.

Warum ist eine frühe Diagnose bei FASD so entscheidend?

Eine frühe Diagnose ermöglicht es, das Kind frühzeitig zu fördern, das soziale Umfeld anzupassen und die Erwartungen an das Kind realistisch zu halten, was das Selbstwertgefühl des Kindes stabilisieren kann.

Welche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen FASD und Demenz?

Beide Krankheitsbilder zeigen Einschränkungen der kognitiven Leistungsfähigkeit (z.B. Gedächtnis, Konzentration) und beeinträchtigen die Selbstständigkeit im Alltag, was Ansätze zur Strukturierung und Gedächtnishilfe relevant macht.

Ende der Leseprobe aus 108 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das fetale Alkoholsyndrom. Wie können Pflegefamilien mit einem an FASD erkrankten Kind unterstützt werden?
Untertitel
Unter besonderer Berücksichtigung der Ansätze aus der Arbeit mit demenzkranken Menschen
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
2,3
Autor
Kai Holtkamp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
108
Katalognummer
V164194
ISBN (Buch)
9783640788699
ISBN (eBook)
9783640788712
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alkohol Schwangerschaft Embryo Syndrom Demenz FAS FASD Pflegefamilien Kinder Geburt Sucht Frauen Konsum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kai Holtkamp (Autor:in), 2010, Das fetale Alkoholsyndrom. Wie können Pflegefamilien mit einem an FASD erkrankten Kind unterstützt werden?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164194
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  108  Seiten
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