Sechs Künstlerinnen, die wahre Meisterwerke schufen, stehen im Mittelpunkt des Taschenbuches „Malende Superfrauen“: Sofonisba Anguissola aus Italien, Frida Kahlo aus Mexiko, Angelika Kauffmann aus der Schweiz, Paula Modersohn-Becker aus Deutschland, Séraphine Louis aus Frankreich und Marianne von Werefkin aus Russland. Ihre Gemälde belegen eindrucksvoll, zu welch großen Leistungen Frauen in der Malerei fähig sind, wenn man ihnen dies nicht verwehrt. Autor dieses Taschenbuches ist Ernst Probst, zu dessen Spezialitäten Biografien über berühmte Frauen gehören. Er schilderte bereits das Leben vieler anderer Superfrauen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft, Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film, Theater, Literatur, Fotografie, Musik, Tanz, Feminismus, Sport, Mode, Kosmetik, Medien und Astrologie.
Inhaltsverzeichnis
Widmung / Seite 3
Vorwort / Seite 7
Sofonisba Anguissola. Die erste Malerin der Neuzeit / Seite 9
Frida Kahlo Die „Malerin der Schmerzen“ / Seite 17
Angelika Kauffmann Die Schweizer Porträtmalerin / Seite 31
Paula Modersohn-Becker Die Vorläuferin des Expressionismus / Seite 47
Seraphine Louis Frankreichs große naive Malerin / Seite 71
Marianne von Werefin Der „Russische Rembrandt“ / Seite 85
Weitere Malerinnen / Seite 95
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch widmet sich dem Leben und Schaffen von sechs außergewöhnlichen Künstlerinnen, deren Werke die Malerei maßgeblich geprägt haben, obwohl sie oft mit gesellschaftlichen Widerständen zu kämpfen hatten. Ziel der Arbeit ist es, die individuellen Lebenswege, die künstlerische Entwicklung und das historische Vermächtnis dieser Frauen zu beleuchten und ihre Bedeutung für die Kunstgeschichte hervorzuheben.
- Biografische Analyse bedeutender Malerinnen verschiedener Epochen
- Analyse des Einflusses gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf Künstlerinnen
- Darstellung künstlerischer Stile von der Renaissance bis zum Expressionismus
- Untersuchung von Schicksalsschlägen und deren Verarbeitung in der Kunst
- Würdigung des künstlerischen Erbes und dessen Wirkung in der Moderne
Auszug aus dem Buch
Paula Modersohn-Becker
Mit dem Ehrentitel „Pionierin des Expressionismus in Deutschland“ ging die Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876–1907), geborene Minna Hermine Paula Becker, in die Geschichte der Malerei ein. Innerhalb von knapp 14 Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde, etwa 1.000 Zeichnungen und 13 Radierungen, welche die bedeutendsten Aspekte der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in sich vereinen. Ihre beliebtesten Motive waren bäuerliche Frauen und Kinder, Selbstbildnisse und Stilleben. Sie vertrat die Auffassung: „Die Stärke, mit der ein Gegenstand erfasst wird (Stilleben, Porträts oder Phantasiegebilde), das ist die Schönheit in der Kunst“.
Minna Hermine Paula Becker kam am 8. Februar 1876 in Dresden-Friedrichstadt (Sachsen) zur Welt. Sie war das dritte von sieben Kindern des Ingenieurs Carl Woldemar Becker (1841–1901) und dessen aus einer adeligen thüringischen Familie stammenden Frau Mathilde, geborene von Bültzingslöwen. Ihr Vater arbeitete als Bau- und Betriebsinspektor der Berlin-Dresdener-Eisenbahngesellschaft. Carl Woldemar Becker kannte Paris, Sankt Petersburg und London. Neben Russisch sprach er auch Französisch und Englisch. Der Vater von Mathilde von Bültzingsleben war im Ausland Kommandeur eines Truppenkontingents.
Zusammenfassung der Kapitel
Sofonisba Anguissola. Die erste Malerin der Neuzeit: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg der italienischen Künstlerin nach, die trotz der Beschränkungen ihrer Zeit eine erfolgreiche Karriere am spanischen Hof aufbaute und als erste bedeutende Malerin der Neuzeit gilt.
Frida Kahlo Die „Malerin der Schmerzen“: Diese Sektion beleuchtet das von Krankheit und körperlichem Leid geprägte Leben Frida Kahlos sowie ihre Entwicklung zur weltweit anerkannten Ikone der modernen Malerei und feministischen Symbolfigur.
Angelika Kauffmann Die Schweizer Porträtmalerin: Die Biografie beschreibt das Leben der im 18. Jahrhundert gefeierten Porträt- und Historienmalerin, deren Kunst von der Antike beeinflusst war und die in ganz Europa hohes Ansehen genoss.
Paula Modersohn-Becker Die Vorläuferin des Expressionismus: Der Text würdigt das innovative Schaffen von Paula Modersohn-Becker und ihren Beitrag zur Entwicklung des Expressionismus, trotz ihrer kurzen künstlerischen Laufbahn und der schwierigen Anerkennung zu Lebzeiten.
Seraphine Louis Frankreichs große naive Malerin: Das Kapitel widmet sich der autodidaktischen Malerin Séraphine Louis, deren visionäre und farbintensive Naturdarstellungen sie zu einer der bedeutendsten Vertreterinnen der naiven Malerei machten.
Marianne von Werefin Der „Russische Rembrandt“: Diese Sektion zeichnet das Leben der aus Russland stammenden Künstlerin nach, die als bedeutende Expressionistin in München und der Schweiz wirkte und deren Werk einen tiefgreifenden Einfluss auf ihre Zeitgenossen hatte.
Schlüsselwörter
Malerei, Kunstgeschichte, Künstlerinnen, Biografien, Sofonisba Anguissola, Frida Kahlo, Angelika Kauffmann, Paula Modersohn-Becker, Seraphine Louis, Marianne von Werefkin, Expressionismus, Porträtmalerei, Kunst, Frauen in der Kunst, Werk.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?
Das Buch bietet einen detaillierten Überblick über das Leben und Wirken von sechs einflussreichen Malerinnen verschiedener Epochen, von der Renaissance bis in das 20. Jahrhundert.
Was sind die zentralen Themenfelder dieser Publikation?
Die Arbeit behandelt Themen wie die künstlerische Ausbildung von Frauen in vergangenen Jahrhunderten, den Einfluss persönlicher Schicksale auf das künstlerische Schaffen und die historische Bedeutung dieser Malerinnen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Leistungen dieser oft unterschätzten Künstlerinnen sichtbar zu machen und ihr künstlerisches Erbe in einem biographischen Kontext zu würdigen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Ernst Probst nutzt eine biographische und historische Herangehensweise, um basierend auf gesicherten Fakten und überlieferten Zeugnissen die Lebensläufe der Künstlerinnen nachzuzeichnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in sechs Einzelbiografien, die jeweils Kindheit, Ausbildung, künstlerisches Schaffen sowie das spätere Wirken und das Ende der Laufbahn der jeweiligen Künstlerin detailliert beschreiben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Malerei, Kunstgeschichte, Künstlerinnen, Biografien und Expressionismus.
Welche Rolle spielt der Tod für das künstlerische Schaffen von Frida Kahlo?
Der Tod und die ständige physische Bedrohung durch schwere Verletzungen und Operationen bilden einen zentralen Aspekt ihrer Kunst, die sie als Überlebensstrategie zur Verarbeitung ihrer Qualen nutzte.
Warum wird Angelika Kauffmann als so bedeutend für das 18. Jahrhundert angesehen?
Sie war eine der wenigen Frauen ihrer Zeit, die international als Porträt- und Historienmalerin reüssierten und sogar Gründungsmitglied der „Royal Academy of Arts“ in London wurde.
- Quote paper
- Ernst Probst (Author), 2011, Malende Superfrauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164139