Die profunde Tiefgründigkeit und Ausführlichkeit des Entwurfes wurden im anschließenden Auswertungsgespräch besonders hervorgehoben. Die Arbeit enthält darüber hinaus anwendungsbereites Material im Anhang, das wiederum für den unmittelbaren Einsatz im Unterricht aufbereitet ist. Ferner inkludiert die Arbeit einen kompletten und in der Praxis erprobten Vorschlag (= Stoffverteilungsplan) für die Unterrichtsreihe zum Thema "spielerischer Technikerwerb" und "spielerische Konditionierung" im Schwimmsport.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
1.1 Lerngruppe
1.2 Lehrer-Schüler-Verhältnis
1.3 Äußere Bedingungen
1.4 Schlussfolgerungen für die Unterrichtsgestaltung
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen
2.1 Stellung der Stunde in der Stoffeinheit
2.2 Sachanalyse sowie Auswahl und Begründung der Inhalte
2.3 Auswahl und Begründung der Lernziele
2.4 Begründung der didaktischen Stufung des Unterrichts und des gewählten Methodenkonzeptes
2.5 Aussagen zu Schülerleistungen
3. Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit fokussiert auf die Verbesserung der konditionellen Fähigkeiten von Schülern der Klasse 5 im Schwimmunterricht. Ziel ist es, durch eine methodisch abwechslungsreiche Gestaltung, die Brust- und Rückenschwimmtechnik mit allgemeinen Körperübungen zu verbinden und dabei die Motivation durch einen kooperativen Wettbewerbscharakter zu steigern.
- Konditionsschulung im Schwimmen
- Einsatz von Schwimmtechniken unter Belastungsaspekten
- Integration von allgemeinen Körperübungen zur Ganzheitlichkeit
- Förderung sozialer Kompetenzen und Fair Play durch Wettbewerbsformen
- Binnendifferenzierung im Sportunterricht
Auszug aus dem Buch
2.2 Sachanalyse sowie Auswahl und Begründung der Inhalte
Die Auswahl der Lerninhalte orientiert sich an den Richtlinien des Thüringer Lehrplans, an den schulinternen Lehrplänen zur Sportart „Schwimmen“ und an den Lernvoraussetzungen der SuS. So legt der Thüringer Lehrplan u.a. die sukzessive Entwicklung von Selbstdisziplin und Leistungsbereitschaft, die Anknüpfung an die individuellen Besonderheiten und an die Erfahrungswelt der Schülerklientel sowie eine Unterrichtsgestaltung, die die Interessen und Neigungen beider Geschlechter gleichermaßen ansprechend fördert, nahe.
Um diese Zielstellung zu verfolgen, erscheint es sinnvoll, insbesondere die Sinngebung des „LEISTENS“ sowie des Wettkämpfens mit- und gegeneinander für die Klasse 5 zu fokussieren: In diesem Zusammenhang müssen Möglichkeiten des Forderns und Förderns geschaffen werden, die die individuelle Leistungsbereitschaft verbessern und den adäquaten Umgang mit Siegen bzw. Niederlagen schulen. Für die vorliegende Altersklasse inkludiert dies ebenso erzieherische Schwerpunkte wie die stetige Thematisierung sozialer Verhaltensweisen (u.a. Aufforderung zum Fair Play – d.h. dass bei der Vorgabe entsprechender WH-Zahlen z.B. nicht „geschummelt“ wird). Im Rahmen jener Perspektive sowie unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Lerngruppe eignen sich die Potenzen des Schwimmunterrichts hervorragend dazu, dem hohen Bewegungsdrang der SuS sowie dem Willen zur Leistungserbringung einerseits und der Verbesserung eines strukturell wesentlichen Leistungsfaktors des Schwimmens andererseits Rechnung zu tragen.
Diesbezüglich gilt es jedoch, zunächst die Bedeutung des Faktors „Kondition“ im Sport zu spezifizieren, mit dem Ausbildungscurriculum in Einklang zu bringen und als Schwerpunkt der vorliegenden Lehrprobenstunde zu exponieren. Die sportliche Leistung ist bekanntlich von einer Vielzahl von Leistungsfaktoren abhängig: In diesem Zusammenhang untergliedert sich im Schwimmen der Bereich der konditionellen Fähigkeiten insbesondere in Mischformen wie Schnelligkeitsausdauer, Kraftausdauer sowie Schnellkraft etc. Hauptaufgabe des Schwimmunterrichts am in Klasse 5 sollte dabei neben dem langfristigen Leistungsaufbau in den jeweiligen Spezialsportarten ebenso die nachhaltige Verbesserung der gesundheitsorientierten Fitness sowie der schwimmerischen Leistungsfähigkeit sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die heterogene Lerngruppe, die Rahmenbedingungen der Schwimmhalle und leitet daraus notwendige Konsequenzen für die methodische Unterrichtsgestaltung ab.
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen: Hier werden die Inhalte in den Lehrplan eingeordnet, konditionelle Trainingsfaktoren wissenschaftlich begründet und die didaktische Stufung des Unterrichts sowie die Lernziele erläutert.
3. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel stellt den zeitlichen Ablauf der Lehrprobenstunde, die Organisationsformen sowie das benötigte Material übersichtlich dar.
Schlüsselwörter
Schwimmunterricht, Konditionstraining, Kraftausdauer, Schnelligkeitsausdauer, Bewegungsdrang, Sportpädagogik, Wettkampfformen, Leistungsfähigkeit, Brustschwimmen, Rückenschwimmen, Binnendifferenzierung, Lehrerzentrierung, soziale Kompetenz, Sportunterricht, Körperübungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen Unterrichtsentwurf für eine benotete Lehrprobe im Fach Sport in einer 5. Klasse dar, der sich auf die Verbesserung der Schwimmkondition konzentriert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Konditionsschulung, die Anwendung von Brust- und Rückenschwimmtechniken unter Belastung sowie die Integration von allgemeinen Kräftigungsübungen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Hauptlernziel ist die Verbesserung der konditionellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch ein systematisches Training der Kraft- und Schnelligkeitsausdauer im Wasser.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das Modell des extensiven Intervalltrainings angewandt, welches durch einen lehrerzentrierten, aber durch Wettbewerb motivierten Aufbau charakterisiert ist.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Technikzyklen, bei denen Schwimmphasen mit gezielten Zusatzaufgaben außerhalb des Beckens kombiniert werden, um eine ganzheitliche Belastung zu erreichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Konditionstraining, Schwimmunterricht, Kraftausdauer, Schnelligkeitsausdauer, Binnendifferenzierung, Wettkampfmotivation und soziale Interaktion im Sportunterricht.
Warum spielt der Wettkampfcharakter eine so große Rolle im Entwurf?
Der Wettkampf dient als motivationales Instrument, um den hohen Bewegungsdrang der Fünftklässler positiv in eine produktive Lernsituation zu überführen und die Anstrengungsbereitschaft zu erhöhen.
Wie geht die Autorin mit verhaltensauffälligen Schülern in der Klasse um?
Durch gezielte Verantwortungsübertragung (z.B. als Kapitän) und individuelle Zusatzaufgaben soll das Verhalten kanalisiert und die Einbindung in die Klassengemeinschaft gefördert werden.
Warum wird auf die Pulsmessung zur Belastungskontrolle verzichtet?
Aufgrund des jungen Alters der Schüler und der Priorisierung einer hohen aktiven Bewegungszeit wird die Pulsmessung als zu zeitaufwendig und kognitiv überfordernd für die Klasse bewertet.
Welche Rolle spielt die Differenzierung für leistungsstarke und -schwache Schüler?
Die Differenzierung erfolgt durch eine individuelle Wahl des Schwimmtempos und durch optionale Steigerungsmöglichkeiten bei den Zusatzübungen, was eine eigenverantwortliche Belastungssteuerung ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Annabelle Senff (Autor:in), 2010, Verbesserung der Kondition im Schwimmen mittels der Brust- und Rückenschwimmtechnik sowie allgemeiner Körperübungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164126