The great mosque of Kairouan is one of the great Islamic monuments in North Africa. Built mainly in the ninth century it nevertheless comprises most of the main traits of future developments in North African praying architecture. It served as a model for many other mosques in North Africa. But even more interesting than its profound influence upon other buildings is it own construction history. This essay examines closely the numerous intercultural influences which have contributed to the formation of the monument of the Sidi Okba Mosque. In order to achieve this, the Islamic expansion is recapitulated in the first part and the importance and meaning the architecture of payer in Islam is examined. Furthermore important parts und fixed building methods for mosques are studied. The mosque of Sidi Okba is then thoroughly described and its individual parts dated. The individual parts of the building and its decoration are analyzed concerning their relationship to the architecture of other cultures. The identification and allocation of cultural influences makes it then possible to analyze exchange and adjustment processes between cultures. In the mosque one can easily diferenciate a mixture of different styles from the near east. Ultimately in the Great Mosque of Kairouan one can observe the formation of Islamic Art. Which is a composite art that combines the traditions of various cultures (Byzantine, Persian, Roman and more) and melds them together and refines them into a new art. Thus the study of the Sidi Okba mosque helps us to understand the formation of Islamic art
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
II. HAUPTTEIL
II.1 KONTEXT: ISLAMISCHE EXPANSION UND DIE ENTSTEHUNG VON KAIROUAN
II.2 GRUNDKONFIGURATIONEN ISLAMISCHER GEBETSARCHITEKTUR
II.2.1 BEDEUTUNG DER MOSCHEE
II.2.2 EINIGE WIEDERKEHRENDE BESTANDTEILE VON MOSCHEEN UND IHRE ENTWICKLUNGSLINIEN
II.2.3 BESCHREIBUNG, DATIERUNG UND ANALYSE DER EINZELNEN BAUTEILE
II.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN ZUR BEDEUTUNG DER SIDI OKBA MOSCHEE
III. RESUMÉE
IV. ABSTRACT
V. ANHANG
V.1 ZEITTAFEL ZUR SIDI OKBA MOSCHEE IN KAIROUAN
V.2 ABBILDUNGEN
VI. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Sidi Okba Moschee (Große Moschee von Kairouan) als architektonische Manifestation, um zu entschlüsseln, wie diese durch die selektive Aufnahme und Synthese vorislamischer und regionaler Einflüsse ihre genuin islamische Form fand. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Genese der islamischen Architektur und der Frage, inwieweit sich die Akkulturation kultureller Traditionen in den Baukörpern des frühen Islam nachweisen lässt.
- Historischer Kontext der islamischen Expansion nach Nordafrika
- Architektonische Grundkonfigurationen und Funktion der Moschee
- Analyse der Bauteile wie Minarett, Mihrab, Minbar und Gebetssaal
- Einfluss von Spolien und künstlerischen Vorbildern (byzantinisch, persisch, römisch)
- Bedeutung der Sidi Okba Moschee für die islamische Identität
Auszug aus dem Buch
II.2.3 Beschreibung, Datierung und Analyse der einzelnen Bauteile
„‚If you go to Kairouan, Abderrahman will show you the mosque of Sidi Okba, just like a great heap of plaster, shapeless outside, and embalmed in numberless coats of white wash, but artfully hollowed out to form a space containing wonders. Apart from the pulpit, some faïence tiles, some wood work, everything there is roman or Byzantine: columns, paving and capitals. The space is Arabic. The luminous emptiness created between these pieces of debris is Arabic. The spirit that created order from all these sumptuous pieces of wreckage is Arabic.‘ […] Nothing Arabic but the space created? But is the space created not the true work of architecture? Is it not, in other words, everything?”
Bei der Gründung Kairouans (670) lies Sidi Okba einen Versammlungsort vom Typus der relativ einfachen Lagermoschee am Ort des heutigen Betsaals errichten. Obwohl diese mehrfach vergrößert und repariert wurde, lässt Ziyadat Allah diese 836 abreißen und initiiert den Bau der neuen Moschee in den heutigen Ausmaßen. Leider kann über Intentionen der Bauherren oder Baumeister bestenfalls indirekt etwas ausgesagt werden. Quellen sind nur äußerst spärlich verfügbar und wenn, dann teilweise widersprüchlich. Schlussfolgerungen dazu können also nur aus dem Bauwerk selbst, also nach der Analyse, gezogen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische Expansion des Islams ein und etabliert die These, dass die Große Moschee von Kairouan als Kompositkunst eine bewusste architektonische Schöpfung darstellt.
II. HAUPTTEIL: Dieser Teil bietet eine kontextuelle Einbettung in die Geschichte Kairouans sowie eine detaillierte architekturhistorische Analyse der Bauelemente und deren kultureller Herkunft.
II.1 KONTEXT: ISLAMISCHE EXPANSION UND DIE ENTSTEHUNG VON KAIROUAN: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung Nordafrikas von der römischen Zeit über die arabische Eroberung bis zur Herrschaft der Aghlabiden und Fatimiden.
II.2 GRUNDKONFIGURATIONEN ISLAMISCHER GEBETSARCHITEKTUR: Hier werden die generellen funktionalen Anforderungen an eine Moschee und die Entstehung der typischen islamischen Gebetsraumbildung erläutert.
II.2.1 BEDEUTUNG DER MOSCHEE: Es wird analysiert, wie die Moschee als spirituelles und soziales Zentrum der islamischen Gemeinschaft fungiert und keine strikte Trennung von weltlichen und sakralen Funktionen aufweist.
II.2.2 EINIGE WIEDERKEHRENDE BESTANDTEILE VON MOSCHEEN UND IHRE ENTWICKLUNGSLINIEN: Das Kapitel behandelt die Entstehung wesentlicher architektonischer Elemente wie Minarett, Mihrab und Minbar durch die Assimilation verschiedener kultureller Vorbilder.
II.2.3 BESCHREIBUNG, DATIERUNG UND ANALYSE DER EINZELNEN BAUTEILE: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Bausubstanz, der Außenmauern, des Hofes (Sahn), des Minaretts sowie des Betsaals (Haram) unter Berücksichtigung ihrer Datierung.
II.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN ZUR BEDEUTUNG DER SIDI OKBA MOSCHEE: Die Ergebnisse der baulichen Analyse werden hier zusammengeführt, um die Rolle der Moschee als Repräsentationsort und kulturelles Vorbild zu bewerten.
III. RESUMÉE: Das Resümee bilanziert die rasche Entwicklung der islamischen Architektur innerhalb von zweihundert Jahren und betont die Synthesefähigkeit der islamischen Kunst.
IV. ABSTRACT: Das Abstract fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit in englischer Sprache zusammen.
V. ANHANG: Dieser Abschnitt enthält eine chronologische Zeittafel zur Geschichte der Moschee sowie ein Verzeichnis relevanter Abbildungen.
VI. LITERATURVERZEICHNIS: Ein systematisches Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.
Schlüsselwörter
Sidi Okba Moschee, Kairouan, islamische Architektur, Hypostylmoschee, Aghlabiden, Kompositkunst, Mihrab, Minarett, Minbar, Spolien, Akkulturation, islamische Expansion, Gebetsarchitektur, Nordafrika, Baugeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der architekturgeschichtlichen Analyse der Sidi Okba Moschee in Kairouan als zentralem Bauwerk des frühen Islam in Nordafrika.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit fokussiert sich auf die architektonische Genese, die Verwendung vorislamischer Bauelemente (Spolien) und die Transformation verschiedener kultureller Einflüsse in eine spezifisch islamische Formensprache.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass die Große Moschee von Kairouan kein bloßes „Sammelsurium“ von Trümmern ist, sondern eine bewusste architektonische Synthese, die das Selbstverständnis der muslimischen Herrscher widerspiegelt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Es erfolgt eine formale Analyse des Baukörpers, der architektonischen Details sowie ein Stilvergleich mit anderen bedeutenden Bauwerken des frühen Islam unter Einbeziehung der vorhandenen Fachliteratur.
Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Neben dem historischen Kontext der Stadtgründung Kairouans werden die einzelnen Bauelemente wie Minarett, Hof, Mihrab und Betsaal detailliert beschrieben und ihre kulturgeschichtlichen Ursprünge untersucht.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Kompositkunst“, „Akkulturation“, „Spolienverwendung“ und „Aghlabidische Architektur“ geprägt.
Welche Rolle spielen Spolien für die Architektur der Moschee?
Die Verwendung antiker und byzantinischer Säulen und Kapitelle dient sowohl der konstruktiven Notwendigkeit als auch der symbolischen Aneignung der vorislamischen Vergangenheit durch den Islam.
Warum ist die Sidi Okba Moschee für die Forschung so bedeutend?
Sie gilt als eines der ältesten und am besten erhaltenen Beispiele für die frühe islamische Gebetsarchitektur und diente als Vorbild für zahlreiche weitere Moscheebauten im nordafrikanischen Raum.
- Quote paper
- M.A. Thomas Steller (Author), 2007, Die Sidi Okba Moschee , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164051