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Globalisierte Religionen – Hindus aus Surinam in der niederländischen Diaspora

Title: Globalisierte Religionen – Hindus aus Surinam in der niederländischen Diaspora

Term Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: MSc. M.A. Robert Fiedler (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology

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Wohl kaum ein Begriff ist mit solch einer Vielzahl von unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen wie der der Globalisierung. Nicht zuletzt liegt dies daran, dass sich Globalisierung nicht auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt sondern vielmehr nahezu alle Bereiche des öffentlichen und des privaten Lebens beeinflusst. Die Geschwindigkeit mit der das Leben der Menschen sich verändert ist oftmals atemberaubend weshalb es nachvollziehbar ist dass wir „es auf allen Kontinenten (insofern weltweit) mit einer wachsenden Religiosität, mit einer Renaissance menschlicher Suche nach göttlicher religio – d.h. Rückbindung an Gott, an Transzendenz, an metaphysisch begründbaren Lebenssinn – zu tun haben“ (Tetzlaff, 2006: 4). Darüber hinaus lässt sich bemerken „dass sich mit Globalisierung und durch Globalisierung auch Religion und religiöse Praktiken als Bestandteil von Kultur ändern und politisiert werden“ (Tetzlaff, 2006: 1). Allerdings ist Globalisierung kein Prozess der wie so oft angenommen erst in den vergangenen Jahrzehnten aufgekommen ist. Vielmehr sind bestimmte Gruppen und Religionen seit langem Teil einer Globalisierung die sich oftmals in starken Migrationsbewegungen und der Bildung von Diasporagemeinschaften niederschlägt. Diese Arbeit widmet sich den Hindustani in den Niederlanden, die innerhalb eines Jahrhunderts gleich zweimal ihre Heimat verließen und völlig neue Gemeinschaften aufbauen mussten. Im Zentrum der folgenden Untersuchung steht die Entwicklung der religiösen Identität, und inwiefern diese sich verändert hat. Außerdem wird ein kurzer Überblick über die Lebensbedingungen der Hindustani in ihrer neuen Heimat gegeben. Zum Zweck dieser Untersuchung wird zunächst der kurz der geschichtliche Abriss der Migration erläutert. Anschließend wird auf die besondere Situation der surinamesischen Hindustani eingegangen, die im 20. Jahrhundert in die Niederlande einwanderten. Um diese zu verstehen, wird zunächst die Entwicklung der Hindus in Surinam analysiert, um dann auf die Gemeinschaft der Hindustani in den Niederlanden einzugehen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach einer religiösen Identität, ob und wie sich diese verändert hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Religiöse Identitäten in der Diaspora

Globalisierte Religionen – Hindus aus Surinam in der niederländischen Diaspora

Migrationsgeschichte

Hindustani in den Niederlanden

Historischer Abriss der Migration

Entwicklung in Surinam

Die Niederlande

Organisation und Institutionalisierung

Religiöse Identität im Umbruch

Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der religiösen Identität von Hindustani aus Surinam, die im Zuge der Unabhängigkeit Surinams in die niederländische Diaspora migriert sind, und analysiert, wie sich ihr hinduistischer Glaube unter den neuen soziopolitischen Bedingungen verändert hat.

  • Migrationsgeschichte und Hintergründe der Hindustani
  • Veränderung religiöser Strukturen und Identität in der Diaspora
  • Die Rolle des Kastensystems und dessen Auflösung in Surinam
  • Institutionalisierung religiöser Interessenvertretungen (Lalla Rookh)
  • Einfluss der niederländischen Integrations- und Subventionspolitik

Auszug aus dem Buch

Entwicklung in Surinam

Bedingt durch die Plantagenarbeit in Surinam und veränderte Lebensbedingungen nahm der Hinduismus, dessen Wurzeln natürlich in der Tradition des indischen Mutterlandes zu verorten sind, eine deutlich abweichende Form an. In dieser Arbeit kann nicht auf alle Eigenarten des traditionellen Hinduismus eingegangen werden, darum wird nur eine sehr grobe, verallgemeinerte Form zu Grunde gelegt. So kann von einem Dualismus ausgegangen werden, in dem ein transzendentaler, übersinnlicher Komplex existiert, der hauptsächlich von den Angehörigen der höheren Kasten vollzogen wird. Zu diesem gehören bestimmte Rituale oder die Interpretation der Sanskrit – Texte. Daneben gibt es einen pragmatischen, alltäglichen Komplex der niederen Kasten, in dem die Heilung von Krankheiten oder magische Rituale zentrale Elemente sind. Diese Dualität ist eng verbunden mit dem Kastensystem der indischen Gesellschaft. Eines der zentralen Kriterien ist darin die Reinheit, die u. a. die Zugehörigkeit zu einer jeweiligen Kaste determiniert. (vgl. hierzu: Mandelbaum 1966).

In Surinam verschwand dieser Dualismus zunehmend und damit auch das System der Kasten. Nicht zuletzt lag dieser Umstand daran, dass die Arbeit auf den Plantagen von allen Indern gleichermaßen getätigt wurde, unabhängig von deren Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kaste. Ein weiterer Grund war auch, dass die britische Kolonialverwaltung ab 1919 das System der Vertragsarbeit abschaffte, als Folge davon verebbte der kontinuierliche Zuzug von Hindus aus dem indischen Mutterland. Damit endete auch der Kontakt zum traditionellen Hinduismus Indiens. Vor allem aber fehlte die stetige Erneuerung der traditionellen hinduistischen Leere durch die Neuankömmlinge. Dadurch ergab sich eine relative Freiheit von den starren hinduistischen Doktrinen und damit auch die Möglichkeit zu Veränderungen. (van der Burg, 1991: 217).

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in die Thematik der Globalisierung, Migration und die damit verbundene Herausbildung von Diasporagemeinschaften am Beispiel der Hindustani.

Religiöse Identitäten in der Diaspora: Theoretische Auseinandersetzung mit Identitätsbildungsprozessen und der Entstehung hybrider Kulturen durch Migrationsbewegungen.

Globalisierte Religionen – Hindus aus Surinam in der niederländischen Diaspora: Überblick über die historische Migrationsgeschichte der Hindustani vom indischen Mutterland über Surinam in die Niederlande.

Migrationsgeschichte: Detaillierte Betrachtung der langjährigen Migrationsbewegungen indischer Gemeinschaften weltweit und deren Rolle in verschiedenen Kolonien.

Hindustani in den Niederlanden: Untersuchung der spezifischen Situation der Hindustani in Holland, inklusive der Gründe für die Fluchtbewegungen im Kontext der surinamesischen Unabhängigkeit.

Organisation und Institutionalisierung: Analyse der Rolle von Interessenorganisationen wie Lalla Rookh bei der Vertretung hinduistischer Minderheiten gegenüber den niederländischen Behörden.

Religiöse Identität im Umbruch: Diskussion über den Wandel des hinduistischen Priestertums und die Entfremdung der jungen Generation von traditionellen Werten in der neuen Heimat.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung der religiösen Identität unter dem Druck externer sozioökonomischer Faktoren und Ausblick auf zukünftige Tendenzen.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Diaspora, Hindustani, Surinam, Niederlande, Hinduismus, Identität, Migration, Kastensystem, Brahmanization, Lalla Rookh, Integration, Minderheitenpolitik, Religionssoziologie, Transnationalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Migration auf die religiöse Identität und die Organisationsstruktur der Hindustani, die von Surinam in die Niederlande eingewandert sind.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Schwerpunkte liegen auf Migrationsgeschichte, der Transformation hinduistischer Traditionen außerhalb Indiens, sowie der institutionalisierten Vertretung ethnischer Minderheiten in den Niederlanden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, wie sich die religiöse Identität der Hindustani in der Diaspora entwickelt hat und welchen Einfluss gesellschaftliche Rahmenbedingungen darauf nahmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ethnologische Literaturanalyse, die soziologische Konzepte der Identitätsbildung auf die historische und gegenwärtige Situation der Hindustani anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Migrationsgeschichte, die Analyse der soziokulturellen Veränderungen in Surinam, die Situation in den Niederlanden und die Rolle von Organisationen bei der Identitätsstiftung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Globalisierung, Diaspora, Identitätswandel, Hindustani, Kastensystem, Organisation Lalla Rookh und religiöse Entfremdung.

Warum spielt die Organisation "Lalla Rookh" eine so zentrale Rolle?

Lalla Rookh etablierte sich als primäre Interessensvertretung gegenüber dem niederländischen Wohlfahrtsstaat, kontrollierte Subventionen und sicherte dadurch ihren Einflussstatus innerhalb der Hindustani-Gemeinschaft.

Welchen Einfluss hatte der Abschied vom Kastensystem auf die Hindus in Surinam?

Der Wegfall des Kastensystems führte zur sogenannten "Brahmanization", bei der Priester ihre Autorität nicht mehr durch rituelle Reinheit, sondern durch Expertise und unternehmerische Vermittlung von religiösen Dienstleistungen legitimierten.

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Details

Title
Globalisierte Religionen – Hindus aus Surinam in der niederländischen Diaspora
College
LMU Munich
Grade
2,5
Author
MSc. M.A. Robert Fiedler (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V163709
ISBN (Book)
9783640784936
ISBN (eBook)
9783640785292
Language
German
Tags
Globalisierte Religionen Hindus Surinam Diaspora
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MSc. M.A. Robert Fiedler (Author), 2009, Globalisierte Religionen – Hindus aus Surinam in der niederländischen Diaspora, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163709
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