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Demokratie gleich Frieden?

Über den fortschreitenden Demokratisierungsprozess, Demokratiemessung, demokratischen Frieden und Probleme

Title: Demokratie gleich Frieden?

Seminar Paper , 2007 , 7 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katharina Miraus (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

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Weltfrieden, sprich ein Leben ohne Krieg, das klingt reißerisch und ist zugleich auch sehnlichster Wunsch des Großteils der Menschen. Vollbringung dieser Wunschvorstellung durch Demokratie und die damit verbundene Demokratisierung? Demokratie („Volksherrschaft“) ist eine Herrschaftsform, die besondere Ansprüche stellt – an die Regierenden, aber ebenso an das Volk (Souverän). Was Demokratie ist und das Verständnis darüber, welchen Nutzen sie hat, hat sich im Laufe der Zeit vertieft und in ein anderes Licht gerückt. Von Demokratie darf gesprochen werden, wenn allgemeines und gleiches Wahlrecht, Meinungs-, Presse-, Rundfunk-, Vereins-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit, sowie Grundrechte jedes Einzelnen gegenüber dem Staat, -als Staat gilt „diejenige menschliche Gemeinschaft, welche innerhalb eines bestimmten Gebietes das Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit für sich (mit Erfolg) beansprucht“ (Weber 1956: 8)-, gegenüber gesellschaftlichen Gruppen (besonders Religionsgemeinschaften) und gegenüber anderen Einzelpersonen garantiert sind. Ferner noch sollte eine Gewaltenteilung im Sinne von John Locke und Montesqieu (Riklin 1989: 420ff ) vorherrschen, um der Machtkonzentration und der staatlichen Willkür entgegenzuwirken.
Der Glaube daran, die Herrschaftsform stehe in Relation zu Frieden, geht schon auf die frühen demokratietheoretischen Ansätze zurück, „neben anderen Rousseau und vor allem der Abbé de St. Pierre“ (Geis 2001: 282). Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich diese Denkweise in ihrem außenpolitischen Handeln besonders zu Herzen genommen, als Wegbereiter der Schaffung eines „weltweiten Demokratie-Monopols“, durch militärische Einsätze, Invasion und Intervention, um Nicht-Demokratien zu „befrieden“ (Kuntz 2007: 31-64).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Kriegsursachen und Definitionsproblem Frieden

III. „Volksherrschaft“ - Frieden für alle?

IV. Demokratie messbar machen

V. Idealtypus „Polyarchy“ als Grundlage für die Suche nach einem empirischen Demokratiebegriff

VI. Zusammenfassung und Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Demokratie, Demokratisierungsprozessen und dem Streben nach Weltfrieden. Im Zentrum steht die kritische Analyse der „demokratischen Frieden“-These sowie die Herausforderung, Demokratie wissenschaftlich präzise zu definieren und messbar zu machen.

  • Verständnis von Demokratie und politischer Herrschaft
  • Differenzierung zwischen negativem und positivem Friedensbegriff
  • Kritische Reflexion der Rolle von Demokratien in internationalen Konflikten
  • Operationalisierung von Demokratie durch empirische Indikatoren
  • Bedeutung von Macht, Herrschaft und politischer Stabilität für den Frieden

Auszug aus dem Buch

III. „Volksherrschaft“ - Frieden für alle?

„Volksherrschaft“ bedeutet Herrschaft des Volkes, Herrschaft durch das Volk und vor allem Herrschaft für das Volk. Das stellt die Bedingungen, dass die Herrschenden Beauftragte / Vertreter des „Volkes“ sein müssen, dass das „Volk“ selbst herrscht und das die Herrschaft im Interesse und in seinem Wohl erfolgt. Die „Volksherrschaft“ oder Demokratie ist also besonders anspruchsvoll. Da stellen sich simple Fragen: Wer ist das „Volk“? Und wie weit reicht diese „Herrschaft“? Demokratie als vorausgesetzte politische Kultur, Prägung der gesamten Gesellschaft, gesonderte Lebensform und geschriebene Verfassung löste besonders in den 1970ern Streit aus, zwischen historisch-dialektisch, bzw. materialistischen ausgerichteten Politikwissenschaftlern und dem Vertreter des normativen Politikbegriffes, Wilhelm Hennis. Den Anfang nahm hierbei die Ansicht, ob Demokratie überhaupt noch nach klassischem Politikverständnis definiert werden kann oder sie mittlerweile schon zu sehr von wirtschaftlichen Zielen voreingenommen ist.

Wilhelm Hennis unterteilt in a) „Politik I“ (klassisch) und b) „Politik II“(modern):

a) Hier wird die Meinung vertreten, dass Ethik und Tugend, Verantwortung und Verfassungsmäßigkeit den zentralen Begriff der Politik im klassischen (aristotelischen) Sinne darstellt. Polis und oikos werden strikt getrennt, die politische Herrschaft solle eine Selbstherrschaft sein, mit dem Zweck, das gute Leben und das politische Handeln des Bürgers zu sichern. Der Staat erfüllt hier nur eine daseinsvorsorgende Aufgabe (subsidiär). Es herrschen Freie über Freie und die politische Herrschaft unterscheidet sich klar von anderen Herrschaften. Rahmenbedingung: eine feste sittliche Grundlage (nach ethischen Vorstellungen), die die Gattung Mensch sichert.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die begriffliche Komplexität von Demokratie und Frieden ein und skizziert den historischen sowie außenpolitischen Kontext des Demokratie-Monopols.

II. Kriegsursachen und Definitionsproblem Frieden: Dieses Kapitel erörtert die Ursachen kriegerischer Konflikte auf Mikro- und Makro-Ebene und differenziert zwischen einem negativen und positiven Friedensbegriff.

III. „Volksherrschaft“ - Frieden für alle?: Das Kapitel diskutiert das Konzept der Volkssouveränität und kontrastiert dabei das klassische und moderne Politikverständnis nach Wilhelm Hennis.

IV. Demokratie messbar machen: Hier wird die methodologische Notwendigkeit erörtert, Demokratie durch konkrete Skalen und Indikatoren operationalisierbar zu machen.

V. Idealtypus „Polyarchy“ als Grundlage für die Suche nach einem empirischen Demokratiebegriff: Dieses Kapitel stellt Robert Dahls Konzept der Polyarchie als zentrales Modell für eine empirische Demokratiemessung vor.

VI. Zusammenfassung und Schlussbemerkung: Der abschließende Teil reflektiert die Anforderungen an moderne demokratische Systeme und betont die Bedeutung von politischer Stabilität für den Frieden.

Schlüsselwörter

Demokratie, Demokratisierung, Weltfrieden, Volkssouveränität, Politikverständnis, Demokratiemessung, Polyarchie, strukturelle Gewalt, internationale Beziehungen, politische Stabilität, Friedensforschung, Herrschaftsform, Macht, Empirie, Institutionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen Demokratie, gesellschaftlicher Ordnung und dem Streben nach einem dauerhaften Weltfrieden.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Demokratie, der Differenzierung von Friedensbegriffen und der methodischen Operationalisierung von Demokratie für empirische Analysen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie Demokratie definiert werden muss, um als Garant für Frieden zu fungieren, und auf welche Weise dies wissenschaftlich messbar gemacht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt politikwissenschaftliche Theoriebildung, insbesondere den Vergleich klassischer und moderner Politikbegriffe sowie die Anwendung von Idealtypen nach Robert Dahl.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen von Krieg, die Kontroverse um den "demokratischen Frieden", die Unterscheidung zwischen "Politik I" und "Politik II" sowie die Kriterien der Polyarchie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Demokratie, Polyarchie, politisches System, Friedensforschung, Machtausübung und empirische Demokratiemessung.

Wie unterscheidet der Autor zwischen positivem und negativem Frieden?

Ein negativer Friedensbegriff definiert Frieden lediglich als Abwesenheit von Krieg, während der positive Friedensbegriff zusätzlich soziale Gerechtigkeit und das Fehlen struktureller Gewalt fordert.

Welche Bedeutung hat das Konzept der Polyarchie nach Robert Dahl?

Dahls Polyarchie dient als Grundlage für die Demokratiemessung, indem sie durch acht spezifische Kriterien (wie Meinungsfreiheit oder freie Wahlen) den Rahmen für ein empirisch erfassbares Demokratieverständnis absteckt.

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Details

Title
Demokratie gleich Frieden?
Subtitle
Über den fortschreitenden Demokratisierungsprozess, Demokratiemessung, demokratischen Frieden und Probleme
College
Free University of Berlin  (Politikwissenschaft)
Course
Demokratie
Grade
1,3
Author
Katharina Miraus (Author)
Publication Year
2007
Pages
7
Catalog Number
V163661
ISBN (eBook)
9783640795079
Language
German
Tags
Demokratie Frieden Demokratisierungsprozess Demokratiemessung Frieden Probleme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Miraus (Author), 2007, Demokratie gleich Frieden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163661
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