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Der Griechisch-Türkische Krieg - ein Konflikt der europäischen Großmächte?

Die Rolle der Großmächte für die Entstehung und den Verlauf des Krieges

Title: Der Griechisch-Türkische Krieg - ein Konflikt der europäischen Großmächte?

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tim Altpeter (Author)

History of Europe - Ages of World Wars

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Der Griechisch-Türkische Krieg, der im Rahmen des Türkischen Unabhängigkeitskrieges vom Mai 1919 bis zum Oktober 1922 in Anatolien wütete, veränderte die Situation in der Türkei nach dem Ende des Ersten Weltkriegs grundlegend. Erstaunlich für die Entstehung und den Verlauf des Krieges war, dass die siegreichen Großmächte ihm, der den Großteil der alliierten Nachkriegsplanung für den Nahen Osten vernichtete, fast tatenlos zugesehen hatten. Die militärische Situation während des Krieges und die geringe Zahl der Kriegsteilnehmer deckten sich allerdings keineswegs mit der regen diplomatischen Aktivität. Denn dem Krieg gingen zahlreiche Konferenzen und diplomatische Spitzentreffen in Paris, London und anderen Großstädten Europas voran und begleiteten ihn. Die Großmächte schienen durch diesen „Zirkus“ also doch eine gewisse Rolle in der Entstehung und im Verlauf des Krieges gespielt zu haben. Die Frage die diese Arbeit beschäftigt ist, welche? Das herauszufinden soll Aufgabe dieser Untersuchung sein und es soll gezeigt werden, dass der Griechisch-Türkische Krieg vom ersten Schuss an nicht zwischenstaatlichen, sondern internationalem Charakters war. Gleichzeitig soll bewiesen werden, dass nicht allein die Handlungen der Regierungen und Generalstäbe in Athen und Ankara für die Entstehung und den Ausgang des Krieges verantwortlich waren, sondern im besonderen Maße die Entscheidungen Londons, Paris, Roms und Washingtons. Zu diesem Zweck müssen die diplomatischen Positionen der Großmächte zu den Regierungen in Athen und Ankara einzeln betrachtet werden. Der analytische Blick darf sich dabei aber nicht allein auf die westlichen Großmächte beschränken, sondern muss sich vielmehr um die erstarkende Sowjetunion erweitern, denn sie musste als territorialer Nachbar der Türkei und ideologischer Feind des Westens eine Schlüsselrolle einnehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Beziehungen zwischen Athen und den Alliierten

1.1. Die Beziehungen von Izmir bis Sèvres

1.2. Die Beziehungen von Sèvres bis Lausanne

2. Die Beziehungen zwischen Ankara und den Alliierten

2.1. Die Beziehungen von Mudros bis Sèvres

2.2. Die Beziehungen von Sèvres bis Izmir

2.3. Die Beziehungen von Izmir bis Mudanya

3. Die Beziehungen zwischen Ankara und der Sowjetunion

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die maßgebliche Rolle der europäischen Großmächte und der Sowjetunion bei der Entstehung und dem Verlauf des Griechisch-Türkischen Krieges (1919–1922). Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwieweit die diplomatischen Entscheidungen Londons, Paris, Roms und Washingtons sowie das Eingreifen Moskaus den Konflikt von einem rein zwischenstaatlichen zu einem international geprägten Ereignis machten und den Ausgang des Krieges beeinflussten.

  • Diplomatische Beziehungen zwischen Athen und den Alliierten
  • Die Interessen und Handlungen der Alliierten gegenüber Ankara
  • Einfluss der Sowjetunion auf die nationalistische Bewegung in der Türkei
  • Die Rolle Großbritanniens als treibende Kraft der griechischen Strategie
  • Auswirkungen alliierter Uneinigkeit auf das Scheitern des Vertrags von Sèvres

Auszug aus dem Buch

1.2. Die Beziehungen von Sèvres bis Lausanne

Ein neues Kapitel in den diplomatischen Beziehungen Griechenlands zur Entente tat sich mit dem Vertrag von Sèvres und dessen Durchsetzung auf. Auf dem Papier konnte Griechenland viele seiner territorialen Forderungen durchsetzen, allerdings wurde zu diesem Zeitpunkt den europäischen Großmächten bereits deutlich, dass die Durchsetzung des Vertrags an die Niederwerfung der nationalistischen Bewegung Kemals gekoppelt war. Die Mächte der Entente waren 1920 allerdings zu kriegsmüde, um gegen eine wiedeerstarkende Türkei den Vertrag gewaltsam durchzusetzen. So war nach Abschluss der Konferenz von Sèvres nur eine Nation freiwillig bereit, Sèvres gewaltsam umzusetzen und den sich anbahnenden Krieg mit Kemal zu führen: Griechenland. Für diese Aufgabe schienen Lloyd George die Griechen auch bestens geeignet. Sie waren enthusiastisch, im Vergleich zu den Türken bestens ausgerüstet und v.a. waren die griechischen Truppen vollzählig vor Ort. Eine schnelle Offensive schien auch deshalb angebracht, weil Kemal mit einigen kleineren Angriffen auf britische Stellungen bereits demonstriert hatte, dass er in naher Zukunft Istanbul von den Alliierten befreien wollte.

In einem privaten Gespräch bat Lloyd George Venizelos deshalb darum, den Vertrag für die Entente alleine durchzusetzen. Venizelos war von dieser Bitte der Entente begeistert und bot gerne 200.000 griechische Soldaten im Tausch für weitere Konzessionen in Anatolien an. Ein griechischer Angriffskrieg traf bei der Entente aber nicht direkt überall auf Zustimmung. Der französische Marschall Foch und General Weygand warnten, dass selbst bei ersten Erfolgen der Griechen die Türken sich einfach tiefer nach Anatolien zurückziehen würden und die Kommunikations- und Versorgungswege dann unhaltbar würden. Die von Foch geleitete Militärkommission in Versailles errechnete eine erforderliche Truppenstärke von 27 Divisionen, um die Türken zu besiegen. Eine Kampfstärke, wie sie niemand mehr aufbringen konnte und wollte. Auf britischem Druck gaben die Franzosen und Italiener aber dem riskanten Unternehmen einer griechischen Großoffensive und damit dem endgültigen Ausbruch des Griechisch-Türkischen Kriegs ihre Zustimmung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik des Griechisch-Türkischen Krieges als internationaler Konflikt unter Berücksichtigung der diplomatischen Verflechtungen.

1. Die Beziehungen zwischen Athen und den Alliierten: Analyse der griechisch-britischen Allianz und der maßgeblichen diplomatischen Weichenstellungen, die zur griechischen Besatzung und deren Scheitern führten.

2. Die Beziehungen zwischen Ankara und den Alliierten: Untersuchung des diplomatischen Manövrierens Ankaras gegenüber den Siegermächten, das letztlich zur Schwächung der alliierten Front führte.

3. Die Beziehungen zwischen Ankara und der Sowjetunion: Aufarbeitung der strategischen Annäherung zwischen Ankara und Moskau zur Überwindung der diplomatischen Isolation und Sicherung der östlichen Grenzen.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der kriegsentscheidenden Rollen der Großmächte und der Sowjetunion für den Triumph der nationalistischen Bewegung unter Kemal.

Schlüsselwörter

Griechisch-Türkischer Krieg, Kleinasien, Diplomatie, Großmächte, Mustafa Kemal, Vertrag von Sèvres, Lloyd George, Alliierten, Entente, Sowjetunion, Unabhängigkeitskrieg, Geopolitik, Außenpolitik, Naher Osten, Waffenstillstand

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die internationale Dimension des Griechisch-Türkischen Krieges von 1919 bis 1922 und die bedeutende Rolle, die externe Großmächte bei dessen Entstehung und Verlauf spielten.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die diplomatischen Beziehungen zwischen den Kriegsparteien Athen und Ankara sowie deren Interaktionen mit Großbritannien, Frankreich, Italien, den USA und der Sowjetunion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass der Krieg kein rein zwischenstaatlicher Konflikt war, sondern maßgeblich durch die Entscheidungen und Interessen der beteiligten Großmächte mitbestimmt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Untersuchung, die auf einer tiefgehenden Analyse diplomatischer Positionen und zeitgenössischer Dokumente sowie Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beziehungen Athens zu den Alliierten, Ankaras diplomatisches Manövrieren gegenüber den Alliierten sowie die strategische Partnerschaft zwischen Ankara und Moskau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Griechisch-Türkischer Krieg, Alliierten, Diplomatie, Mustafa Kemal, Vertrag von Sèvres und geopolitische Interessenssphären.

Welche Rolle spielte der Vertrag von Sèvres in der Argumentation?

Der Vertrag von Sèvres wird als ein zentraler diplomatischer Ausgangspunkt betrachtet, dessen gewaltsame Umsetzung durch Griechenland letztlich an der Realität des türkischen Widerstands scheiterte.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss der Sowjetunion auf den Kriegsausgang?

Die Sowjetunion wird als essenzieller Akteur beschrieben, der Ankara durch Geld- und Waffenlieferungen unterstützte und maßgeblich zur Sicherung der östlichen Grenzen beitrug, was den Abzug türkischer Truppen an die griechische Front ermöglichte.

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Details

Title
Der Griechisch-Türkische Krieg - ein Konflikt der europäischen Großmächte?
Subtitle
Die Rolle der Großmächte für die Entstehung und den Verlauf des Krieges
College
University of Mannheim  (Historisches Institut)
Grade
1,0
Author
Tim Altpeter (Author)
Publication Year
2010
Pages
26
Catalog Number
V163620
ISBN (eBook)
9783640783410
ISBN (Book)
9783640783823
Language
German
Tags
Megali Idee Atatürk Mustafa Kemal Griechisch-Türkischer Krieg Llyod George Türkischer Unabhängigkeitskrieg Lenin Erster Weltkrieg Osmanisches Reich Sultanat Ankara Vertrag von Sèvres Vertrag von Lausanne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Altpeter (Author), 2010, Der Griechisch-Türkische Krieg - ein Konflikt der europäischen Großmächte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163620
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