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Kampf der Elemente: Wie die Niederlande das Meer besiegte

Deltaplan und Zuiderzeeprojekt

Titel: Kampf der Elemente: Wie die Niederlande das Meer besiegte

Seminararbeit , 2010 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tino Zenker (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit jeher nagt das Meer an der rauen Küste der Niederlande. Und seit jeher versuchen die Niederländer diesen Kampf zu gewinnen. Doch um diesen Kampf verstehen zu können, muss man das spezielle Verhältnis zwischen der Großen See und den Niederländern verstehen. Es ist eine Notwendigkeit den Kampf nicht aufzugeben, da dieser, ähnlich wie in einem Krieg, über das Fortbestehen der Existenz entscheidet. So bestimmt der Kampf gegen das Meer das Leben in den Niederlanden.

Im Laufe dieser Hausarbeit möchte ich die Wichtigkeit des Verhältnisses zwischen Land und Meer näher darstellen. Des weiteren sollen zwei neuzeitliche Projekte bearbeitet werden, durch die sich die niederländischen Ingenieure vorerst erhoffen den Kampf gewonnen zu haben. Das Zuiderzeeprojekt, als auch das Deltaprojekt sind die
wohl größten wasserbaulichen Maßnahmen in der Geschichte der Niederlande. Durch verschiedene Menschen der Geschichte wurde das Verhältnis zwischen Mensch und Meer neu definiert. So konnte man im Rahmen des Zuiderzeeprojekts dem Meer Land abgewinnen. Wo vor 100 Jahren noch Fische schwammen und Schiffe fuhren wohnen heute Menschen und Landwirtschaft wird betrieben. Im Rahmen des Deltaprojekts, auch Deltaplan genannt fand eine umfangreiche Veränderung der Küstenlinie statt. 13 Sperrwerke sollen die Niederlande vor eindringenden Wassermassen schützen. Wie diese Projekte durchgeführt wurden, was für Probleme es gab und was sie bewirkten, soll diese Hausarbeit näher beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Geographische Situation der Niederlande

3. Die Zuiderzeeprojekte

3.1. Die ersten Zuiderzeeprojekte

3.2. Das Zuiderzeeprojekt unter Cornelis Lely

4. Das Deltaprojekt

4.1. Die Sturmflut 1953

4.2. Die Umsetzung des Deltaprojekts

4.3. Die Oosterschelde

5. „Noch immer gewinnen die Niederländer Land aus dem Meer“

6. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das historische und neuzeitliche Verhältnis zwischen den Niederlanden und dem Meer, mit einem besonderen Fokus auf die technischen Bewältigungsstrategien gegen drohende Wassermassen. Die Forschungsfrage widmet sich der Bedeutung großflächiger wasserbaulicher Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die niederländische Küstenlinie und Gesellschaft.

  • Die geographische Ausgangslage der Niederlande und das Risiko durch Sturmfluten.
  • Die historische Entwicklung und technische Realisierung des Zuiderzeeprojekts.
  • Die Auswirkungen der verheerenden Sturmflut von 1953 als Auslöser für das Deltaprojekt.
  • Die ingenieurstechnischen Herausforderungen und Lösungen bei der Sicherung der Oosterschelde.
  • Aktuelle Tendenzen der Landgewinnung und deren sozio-ökonomische Hintergründe.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Zuiderzeeprojekt unter Cornelis Lely

Als die Regierung der Niederlande das Zuiderzeeprojekt fallen ließ formierte sich eine große Gruppe berühmter Personen des Landes und gründeten die Zuiderzee Association. Diese brachte das Geld für Erkundungen, Forschungen und Studien über das Gebiet der Zuiderzee auf um das Projekt gelingen zu lassen. Als das Ministerium für Verkehr und Wasserwirtschaft der Association die benötigten Mittel zukommen ließ gründete sie in Eigenregie ein Technisches Büro, dessen Vorsitz J. van der Toorn innehatte. Zu diesem Zeitpunkt war Cornelis Lely Projektingenieur. Nachdem das Ministerium für Wasserwirtschaft in Rijkswaterstaat immer wieder ihre Zweifel gegenüber der Realisierbarkeit des Projektes äußerte und in Aussicht stellte, dass die finanziellen Mittel nicht reichen würden, räumte van de Toorn nach nur sechs Monaten seinen Posten als Projektleiter und kehrte nach Rijkswaterstaat zurück.

Nachdem Lely in den letzten elf Jahren nach seinem Studium nur hin und wieder einen Arbeitsplatz hatte, sollte er nun dauerhafter Projektleiter der Zuiderzee Association sein. Lely legte 1891 einen Plan vor, der zum Ziel hatte die Zuiderzee vom Wattenmeer und der Nordsee zu trennen. Dies sollte durch einen Abschlussdeich auf Höhe der Insel Wieringen geschehen. Den dadurch gewonnenen Süßwassersee nannte er Ijsselmeer. Im Ijsselmeer sollten sich fünf Polder mit einer Gesamtfläche von 225.000 Hektar befinden. Doch die Zeit für Lelys Plan war einfach noch nicht reif, denn als Lely seinen Plan vorstellte nannte er auch Kosten und Profit des Baus. Zu seiner Zeit nannte er jedoch nur Baukosten für den Abschlussdeich, die Einpolderungen, die Trockenlegung dieser und die Kosten des Straßensystems. Was er außen vorließ waren Aufwendungen für die Entwicklung und Besiedlung der neugewonnenen Gebiete. Die Kosten für die Wasserbauwerke setzte er mit dem Marktwert des Bodens gleich, auf dem diese stehen sollten. Aufgrund all dieser Ungeklärtheiten und Unsicherheiten in der Finanzierung legte man den Plan Lelys ad acta.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die existenzielle Bedrohung durch das Meer und die Relevanz der wasserbaulichen Schutzprojekte für die Niederlande.

2. Geographische Situation der Niederlande: Analyse der topographischen Lage unter dem Meeresspiegel und der Abhängigkeit von Deichschutzsystemen.

3. Die Zuiderzeeprojekte: Darstellung der historischen Versuche und der erfolgreichen Umsetzung der Absperrung und Trockenlegung der Zuiderzee.

4. Das Deltaprojekt: Untersuchung der Sturmflut von 1953 und der darauf folgenden komplexen Baumaßnahmen zur Absicherung der südlichen Provinzen.

5. „Noch immer gewinnen die Niederländer Land aus dem Meer“: kritischer Blick auf moderne Landgewinnungsprojekte jenseits der reinen Sicherheit, wie etwa Hafenerweiterungen.

6. Schlusswort: Würdigung der niederländischen Ingenieurskunst und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen im Umgang mit dem Meer.

Schlüsselwörter

Niederlande, Wasserbau, Zuiderzeeprojekt, Deltaprojekt, Sturmflut 1953, Landgewinnung, Deichbau, Cornelis Lely, Oosterschelde, Küstenschutz, Wasserwirtschaft, Rijkswaterstaat, Ingenieurswesen, Polder, Meeresspiegel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den historischen und modernen Kampf der Niederlande gegen das Meer und analysiert, wie durch technologische Innovationen das Land gesichert und erweitert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Zuiderzeeprojekt, der katastrophalen Sturmflut von 1953, der Umsetzung des Deltaplans und aktuellen Projekten der Landgewinnung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Wichtigkeit des Verhältnisses zwischen Mensch und Meer aufzuzeigen und die Entwicklung der niederländischen Ingenieurskunst im Kontext der Sicherheit zu dokumentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse von Fachliteratur, Projektberichten und technischen Dokumentationen zur wasserbaulichen Entwicklung der Niederlande.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Zuiderzeeprojekts unter Cornelis Lely sowie die umfassende Strategie des Deltaprojekts nach 1953.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wasserbau, Deichbau, Landgewinnung, Hochwasserschutz und die spezifischen Projekte Zuiderzee und Delta.

Warum war die Sturmflut von 1916 für den Verlauf der Projekte entscheidend?

Sie diente als Katalysator, um die Regierung zur Verabschiedung des Gesetzentwurfs für das Zuiderzeeprojekt zu bewegen, da die Abhängigkeit von Sicherheitsmaßnahmen offensichtlich wurde.

Welche Rolle spielte Cornelis Lely bei der Umsetzung der Projekte?

Als Projektingenieur und späterer Minister war er maßgeblich für die Konzeption des Zuiderzeeprojekts verantwortlich und schuf die organisatorischen Strukturen für dessen Umsetzung.

Weshalb wurde das Projekt an der Oosterschelde so komplex geplant?

Aufgrund politischer Diskussionen und ökologischer Bedenken, insbesondere durch den Club of Rome, musste das Konzept von einem starren Damm zu einem Sturmflutwehr mit beweglichen Toren angepasst werden.

Warum kritisieren die modernen Projekte der Landgewinnung in der Schlussbetrachtung den Naturschutz?

Der Autor hinterfragt, ob bei aktuellen Großprojekten wie der Maasvlakte II ökonomische Interessen großer Firmen den Schutz von Naturräumen wie Brutstätten im Wattenmeer überlagern.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kampf der Elemente: Wie die Niederlande das Meer besiegte
Untertitel
Deltaplan und Zuiderzeeprojekt
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Benelux-Kernländer Europas?
Note
1,3
Autor
Tino Zenker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V163615
ISBN (eBook)
9783640787746
ISBN (Buch)
9783640788064
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deltaplan Zuiderzee Niederlande Hochwasser Küstenschutz Cornelis Lely Cornelis Lely
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tino Zenker (Autor:in), 2010, Kampf der Elemente: Wie die Niederlande das Meer besiegte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163615
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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