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Mensch und Gesellschaft im vorstaatlichen Stadium

Eine vergleichende Analyse der Naturzustände in den Vertragstheorien von Thomas Hobbes, John Locke und Jean-Jacques Rousseau

Title: Mensch und Gesellschaft im vorstaatlichen Stadium

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Philipp Ebert (Author)

Politics - Miscellaneous

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Einhergehend mit der Glaubensspaltung entwickelte sich ein Diskurs über die Legitimität weltlicher Herrschaft. Mit der Philosophie des britischen Pfarrers- sohnes Tomas Hobbes (1588 - 1679) etablierte sich die Vertragstheorie. Sie geht in Abgrenzung von der Idee des Gottesgnadentum davon aus, dass Herrschaft nur legitim ist, wenn die Beherrschten ihr zustimmen. Entgegen den Ergebnissen der historischen Forschung geht die Vertragstheorie davon aus, dass die Menschen durch Vertragsabschluss den Staat erst begründeten und die Herrschenden wählten. Neben Hobbes griffen noch John Locke, Jean-Jacques Rousseau und Immanuel Kant die Methode des Vertrages auf, um über legitime Herrschaft nachzudenken. Alle Vertragstheorien fragen, wie der Mensch beschaffen sei und wie die Menschen zusammen lebten, wenn es keinen Staat gäbe. Dieses vorstaatliche Stadium des menschlichen Zusammenlebens wird als Naturzustand bezeichnet.
Diese Arbeit analysiert vergleichend, welche Gedanken über den Menschen und die Gesellschaft im Naturzustand in den Philosophien von Thomas Hobbes (1588 - 1679), John Locke (1632 - 1704) und Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778) zu finden ist. In der Ausgestaltung der politischen Ordnung unterscheiden sich die drei Theoretiker massiv:4 Hobbes wird dabei teils als Vordenker des Totalitarismus gesehen, teils als vorsichtiger Vorläufer der liberalistischen Denklinie Locke - Kant - Rawls verstanden.5 Rousseau hingegen wird oft als gedankliches Fundament antifreiheitlicher oder auch totalitärer und kommunitaristischer Positi- onen gesehen. Gleichzeitig tritt er vehement gegen Repräsentative und für Direkte Demokratie ein.
Die Untersuchung vergleicht untersuchend, welche Vorstellungen vorstaatlichen Lebens die Vertragstheorien der drei Autoren charakterisieren. Wodurch wird der Mensch angetrieben und wie ist er beschaffen? Wie ist der Naturzustand cha- rakterisiert? Welche vorstaatlichen Rechte gibt es? Weshalb wollen die Menschen den Naturzustand verlassen und welche Folgen hat das für die Aufgaben des Staates? Welchen Wert misst der Verfasser dem Naturzustand bei? Die Konzepte des Naturzustands der drei Autoren werden im Folgenden vorgestellt und analysiert. Die vergleichende Gegenüberstellung wird die Konzeptionen anhand dieser Leitfragen gegeneinander abgrenzen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufdecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „homo homini lupus“ - Der Naturzustand bei Thomas Hobbes

2.1 Der Naturzustand als Kriegszustand

2.2 Motive zur Staatsgründung

3. Vollkommene Freiheit und Naturrecht - Vorstaatliches Zusammenleben im Denken John Lockes

3.1 Der Naturzustand

3.2 Der Kriegszustand

3.3 Motive zur Staatsgründung

4. Die Erde gehört niemandem! - Der Naturzustand in der Philosophie Jean-Jacques Rousseaus

4.1 Der Naturzustand als Idealzustand

4.2 Ursachen des Verfalls des Naturzustandes

4.3 Motive zur Staatsgründung

5. Vergleichende Gegenüberstellung

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Konzeptionen des Naturzustandes bei Thomas Hobbes, John Locke und Jean-Jacques Rousseau vergleichend zu analysieren, um das Menschenbild und die Notwendigkeit staatlicher Herrschaft im jeweiligen Denken zu beleuchten.

  • Vergleich der Naturzustands-Theorien von Hobbes, Locke und Rousseau
  • Analyse der jeweiligen Menschenbilder und ihrer Auswirkungen auf die Theorie
  • Untersuchung der Beweggründe für den Übergang vom Naturzustand in den staatlichen Zustand
  • Abgrenzung der Konzepte von Naturrecht und Naturgesetz
  • Hinterfragung der historischen oder heuristischen Bedeutung der Naturzustandskonstruktionen

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Naturzustand als Kriegszustand

Der Naturzustand im Denken Thomas Hobbes‘ ist vor allem von Verteidigungskämpfen bestimmt. Im Streben um knappe Güter werden die Menschen zu Gegnern. So entstehen Misstrauen und die Menschen versuchen, andere Menschen zu unterwerfen und zu vernichten.7 Hobbes identifiziert „Mitbewerbung, Verteidigung und Ruhm“ als „die drei hauptsächlichsten Anlässe, daß die Menschen miteinander uneins werden.“8

Heerich behauptet, anders als Aristoteles gehe Hobbes nicht davon aus, dass Menschen natürlicherweise zur Gesellschaft neigen. Er verneine vielmehr das Konzept des zoon politikon.9 In der Tat grenzt sich Hobbes klar von der aristotelischen Denkweise ab: „Die meisten, welche über den Staat geschrieben haben, setzen voraus (...), daß der Mensch von Natur ein zur Gesellschaft geeignetes Wesen sei, also das, was die Griechen zoon politikon nennen. (...) Dieses Axiom ist jedoch trotz seiner weit verbreiteten Geltung falsch.“10 Der Mensch, so Hobbes, sucht nur Gesellschaft um sich dadurch Vorteile und Ehre zu verschaffen.11 Die Menschen sind dabei körperlich und geistig weitgehend gleich begabt.12 Daraus folgt zum einen, dass sie gefährlicher für einander sind, da keiner überlegen ist,13 zum anderen, dass die Menschen an sich gleich sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema der Vertragstheorien und Vorstellung der drei zentralen Theoretiker sowie deren Rolle im politischen Denken.

2. „homo homini lupus“ - Der Naturzustand bei Thomas Hobbes: Analyse des Naturzustands als gewaltsamer Kriegszustand und der daraus resultierenden Notwendigkeit einer starken Staatsgewalt.

3. Vollkommene Freiheit und Naturrecht - Vorstaatliches Zusammenleben im Denken John Lockes: Darstellung des Naturzustands als Zustand der Freiheit und Vernunft, in dem jedoch Eigentum und Frieden nicht dauerhaft sicherbar sind.

4. Die Erde gehört niemandem! - Der Naturzustand in der Philosophie Jean-Jacques Rousseaus: Untersuchung des Naturzustands als idealen Zustand und Analyse des Verfalls durch soziale Abhängigkeiten und Eigentumsbildung.

5. Vergleichende Gegenüberstellung: Systematische Gegenüberstellung der drei Theorien hinsichtlich ihrer Menschenbilder, Beweggründe und vorstaatlichen Rechte.

6. Resümee: Fazit des Vergleichs und Reflexion über die Bedeutung der Naturzustandskonzepte für die Legitimierung staatlicher Herrschaft.

Schlüsselwörter

Naturzustand, Vertragstheorie, Thomas Hobbes, John Locke, Jean-Jacques Rousseau, Kriegszustand, Naturrecht, Gesellschaftsvertrag, Menschenbild, Eigentum, Souveränität, Leviathan, politische Ordnung, Freiheit, Selbsterhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Vorstellungen vom menschlichen Zusammenleben im vorstaatlichen Stadium – dem sogenannten Naturzustand – in den Theorien von Hobbes, Locke und Rousseau.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die menschliche Natur, das Konzept des Naturrechts, die Ursachen für den Übergang in einen staatlich organisierten Zustand sowie die unterschiedliche Bewertung von Freiheit, Eigentum und Gemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich, wie die genannten Philosophen den Naturzustand konzipieren und welche Rückschlüsse dies auf ihre jeweilige Begründung für die Notwendigkeit von Staat und Herrschaft zulässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit wendet eine vergleichende Analyse an, bei der die Konzepte anhand spezifischer Leitfragen gegenübergestellt werden, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Vertragstheorien herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Theorien von Hobbes, Locke und Rousseau, gefolgt von einer strukturierten, vergleichenden Gegenüberstellung dieser Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Naturzustand, Vertragstheorie, Menschenbild, Eigentum, Souveränität und die Namen der drei Philosophen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Kriegszustand bei Locke von dem bei Hobbes?

Während Hobbes den Naturzustand mit dem Kriegszustand gleichsetzt, unterscheidet Locke klar zwischen beiden: Der Naturzustand ist bei ihm ein prinzipiell friedlicher Zustand der Vernunft, der erst durch Gewalt und den Mangel an unabhängigen Richtern in einen Kriegszustand kippen kann.

Warum betrachtet Rousseau den Naturzustand als Idealzustand?

Für Rousseau ist der Naturzustand ideal, da der Mensch in diesem Stadium keine unnatürlichen Abhängigkeiten von anderen kennt und die schlechten Eigenschaften des Menschen erst durch die Zivilisierung und gesellschaftliche Strukturen entstehen.

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Details

Title
Mensch und Gesellschaft im vorstaatlichen Stadium
Subtitle
Eine vergleichende Analyse der Naturzustände in den Vertragstheorien von Thomas Hobbes, John Locke und Jean-Jacques Rousseau
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Proseminar Vertragstheorien
Grade
1,3
Author
Philipp Ebert (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V163550
ISBN (eBook)
9783640779499
ISBN (Book)
9783640779697
Language
German
Tags
Hobbes Locke Rousseau Vertragstheorie Rawls Naturzustand Kriegszustand Naturrecht Gesellschaftsvertrag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Ebert (Author), 2010, Mensch und Gesellschaft im vorstaatlichen Stadium, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163550
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