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El Cid - Realität und Mythos

Titel: El Cid - Realität und Mythos

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marco Stöcker (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das mittelalterliche Ritterepos „El Poema de Mio Cid“ (PMC) ist eine der wenigen überlieferten Werke der spanischen Heldenepik. Es handelt von dem kastilischen Ritter Ruy Díaz de Vivar (im Epos „el Cid“ genannt), der von seinem Herrn, König Alfons VI aus dessen Reich verbannt wurde. Um der Gnade seines Herrn wieder teilhaftig zu werden und in seine Heimat zurückkehren zu können, kämpft er im Exil erfolgreich gegen die Mauren was ihn zum spanischen Nationalhelden werden lässt.
Alfons X „el sabio“(*1221, † 1284) war der erste, der die durch verschiedene Autoren überlieferten Heldentaten des Rodrigo Díaz zusammenführte und 1264 in seiner „Crónica General de España“ aufnahm. Da er hierbei dem historischen Rodrigo die Eigenschaften der literarischen Figur zumaß, wird er als Ursprung der späteren Mythisierung des Cid in der Geschichte betrachtet. So schrieb auch Menéndez Pidal, ein bedeutender zeitgenössischer Romanist der 1930er Jahre, dem Autor des PMC eine "gran fidelidad a los acontecimientos" und ein "conocimiento exacto" der sozio- politischen Strukturen in Kastilien zu und trug so maßgeblich zur überhöhten Heroisierung des Cid zum Nationalhelden bei. Seine Ansichten zur Realitätstreue des Cid Epos wurden allerdings von anderer Seite stark kritisiert. So stellte der Romanist und Literaturhistoriker Richard Fletcher die historischen Theorien Pidals in Frage. Er ist vielmehr der Ansicht, dass es weder die Absicht des Autors des Epos gewesen sein kann, sich streng an der historischen Wirklichkeit zu orientieren, noch ein ausschließlich fiktives Werk zu kreieren.
Diese Arbeit geht der Frage nach, inwieweit sich "El Poema de Mio Cid" nun tatsächlich an der Geschichte orientiert. Um einen solchen Vergleich zu ermöglichen, wird im Folgenden zunächst ein Überblick über die tatsächlichen historischen Ereignisse gegeben. Ausgehend davon wird anschließend der Inhalt des Epos mit den gewonnen Erkenntnissen verglichen. Die Arbeit stützt sich dabei maßgeblich auf das Werk „El Cid - Leben und Legende des Spanischen Nationalhelden“ von Richard Fletcher, da dieser maßgeblich zur Entmythisierung des Cid beigetragen hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben des Rodrigo Díaz

2.1 Herkunft

2.2 Anstellung am königlichen Hof

2.3 Ursachen der Verbannung

2.4 Im Dienste der Mauren

2.5 Die Invasion der Almoraviden

2.6 Die Versöhnung

2.7 Wieder verbannt

2.8 Die Beziehung zum Grafen von Barcelona

2.9 Als Fürst von Valencia

3. Fiktion versus Realität

3.1 Der Cantar de Mio Cid

3.2 Erster Gesang

3.2.1 Inhalt

3.2.2 Umstände der Verbannung

3.2.3 In der Verbannung

3.2.4 Die Belagerung von Alcocer

3.2.5 Der Graf von Barcelona

3.3 Zweiter Gesang

3.3.1 Inhalt

3.3.2 Die Eroberungen von Almenara und Murviedro

3.3.3 Die Belagerung von Valencia

3.3.4 Die Almoraviden

3.3.5 Die Infanten von Carrión

3.4 Dritter Gesang

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht kritisch, inwieweit das mittelalterliche Ritterepos "El Poema de Mio Cid" mit der historischen Realität der Figur Rodrigo Díaz übereinstimmt, um den Grad der Mythisierung des spanischen Nationalhelden aufzudecken.

  • Historische Analyse des Lebens von Rodrigo Díaz
  • Untersuchung der literarischen Darstellung im "Cantar de Mio Cid"
  • Vergleich zwischen historisch belegten Fakten und epischer Fiktion
  • Hinterfragung der Heroisierung und Entmythisierung durch historische Forschung

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Die Belagerung von Alcocer

Die Zeitspanne nach der Verbannung im Sommer 1081 wird im Epos grundlegend anders dargestellt. Der Autor beschreibt sehr detailliert, wie der Cid mit seinen Rittern die Stadt Alcocer einnimmt und sie später erfolgreich gegen die Mauren verteidigt. Er hätte seine Reise anschließend in Richtung Zaragoza Huesca Montalban fortgesetzt, die Gegend geplündert und sogar von Zaragoza Tributzahlungen erhalten.

„todas esas tierras todas las preava, a Saragoça metuda lâ en paria.“ (vgl. Neuschäfer, 1964, S.87)

Wir wissen, dass Rodrigo zwischen seiner Verbannung im Sommer und seiner Anstellung bei Moqtádir in Zaragoza im Spätsommer 1081 (vgl. Fletcher, 1999, S.212 ff.) noch in Barcelona war, um dort vergeblich Beschäftigung zu finden. (vgl. Kapitel 2.4 Im Dienste der Mauren) Es ist also unwahrscheinlich, dass es dem Cid gelungen ist innerhalb von 2-3 Monaten ca. 1300 km zurückzulegen und dass er dann noch die Zeit hatte, Alcocer einzunehmen und dort einer dreiwöchigen Belagerung „Toviérongela en çerca complidas tres sedmanas“ (vgl. Neuschäfer, 1964, S.70) standzuhalten. Selbst wenn es Rodrigo gelungen wäre, diese Beutezüge in dem kleinen Zeitfenster durchzuführen, wäre der Maurenkönig Moqtádir zudem kaum geneigt gewesen, ihn einzustellen, kurz nachdem er noch Tribute an ihn gezahlt hat.

Die Belagerung von Alcocer erscheint also, insbesondere vor dem Hintergrund der Anstellung Rodrigos am Hofe von Zaragoza in den Jahren 1081 – 1085, sehr unglaubwürdig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das "El Poema de Mio Cid" ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Übereinstimmung von Epos und historischer Wirklichkeit.

2. Das Leben des Rodrigo Díaz: Dieses Kapitel zeichnet den biografischen Werdegang des historischen Rodrigo Díaz nach, von seiner Herkunft über seine Anstellung am Hof bis hin zu seinem Aufstieg zum Fürsten von Valencia.

3. Fiktion versus Realität: Hier erfolgt ein detaillierter Vergleich der Gesänge des Epos mit den historisch rekonstruierbaren Ereignissen, wobei Diskrepanzen in der Handlung und den Details aufgezeigt werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Rodrigo Díaz weniger der idealisierte treue Vasall war, sondern ein machtbewusster Söldner, dessen Leistungen trotz der Mythisierung im Epos historisch bedeutend sind.

Schlüsselwörter

El Cid, Rodrigo Díaz, Mittelalter, Heldenepik, Geschichte, Fiktion, Mythisierung, Reconquista, Spanien, Almoraviden, Ritterepos, Cantar de Mio Cid, Alfons VI, Valencia, Historische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich zwischen der historischen Figur Rodrigo Díaz (dem Cid) und seiner Darstellung als literarischer Nationalheld im "El Poema de Mio Cid".

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die historische Biografie des Cid ab, analysiert die Struktur des Epos und vergleicht beides, um den Wahrheitsgehalt der literarischen Erzählung zu prüfen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die kritische Hinterfragung der Mythisierung des Cid und die Klärung, inwieweit das Epos tatsächliche historische Ereignisse wiedergibt oder künstlerisch verfremdet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Literatur- und Geschichtsanalyse angewandt, die sich maßgeblich auf die Forschung von Richard Fletcher stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch fundierte Biografie des Cid sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Gesänge des Epos mit realen historischen Ereignissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind El Cid, Mythisierung, historische Realität, Reconquista, Heldenepik und der "Cantar de Mio Cid".

Warum wird die Verbannung des Cid im Epos anders dargestellt als in der Geschichte?

Der Autor des Epos nutzt dramaturgische Freiheiten, um den Cid als unerschrockenen und rechtschaffenen Helden darzustellen, während die historische Realität komplexer war und oft auf machtpolitischen Interessen beruhte.

Welche Rolle spielt die Belagerung von Valencia in der Arbeit?

Die Arbeit nutzt die Eroberung von Valencia als Fallbeispiel, um zu zeigen, wie der Cid handelte, um seine Machtbasis aufzubauen und wie das Epos diese Ereignisse heroisch überhöht.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
El Cid - Realität und Mythos
Hochschule
Universität Kassel  (Romanistik)
Veranstaltung
El cantar de mio Cid
Note
1,0
Autor
Marco Stöcker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
26
Katalognummer
V163538
ISBN (eBook)
9783640780310
ISBN (Buch)
9783640780488
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Realität Mythos
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Stöcker (Autor:in), 2010, El Cid - Realität und Mythos, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163538
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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