Verpackungen begegnen uns überall. Alles wird heutzutage verpackt. Und wenn es nicht verpackt ist, verpacken wir es selbst. Aber warum? Welche Funktion hat eine Verpackung? Und warum ist eine Verpackung so wie sie ist? Warum kaufen wir Joghurt im Plastikbecher und im Glas und nicht im Karton? Wie haben die Menschen früher ihre Waren verpackt? Haben sie diese überhaupt verpackt? Was tun wir unserer Umwelt an, wenn wir immer alles verpacken? Könnte man auch Verpackungen einsparen oder darauf verzichten? Und welche Wirkung hat eigentlich ein Bild auf der Verpackung, auf uns als Käufer?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historische Entwicklung
2.1.Wo waren die Verpackungen früher?
2.2.Die Entwicklung des Marktes für Packmittel
2.2.1. Gründe für die Entwicklung
2.2.2. Verschiebung bei der Packmittelverwendung
2.3.Entwicklung von Verpackungsmaschinen
2.3.1. Deutscher Verpackungsmaschinenbau
3. Die Verpackungsterminologie
3.1.Begriffliche Abgrenzung
3.2.Der Lebenszyklus einer Verpackung
3.3.Funktion und Aufgabe von Verpackungen
4. Anforderungen an Verpackungen
4.1.Das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG)
4.2.Anforderungen seitens des Packgutes
4.2.1. Qualität bei Verpackungen
4.2.2. Sicherheit beim Schutz für das Packgut
4.3.Anforderungen seitens der Verbraucher
4.3.1. Handhabung der Verpackung
4.3.2. Sicherheit beim Schutz für den Verbraucher
4.4.Anforderungen seitens der Umwelt
4.4.1. Kaufaspekt: Umweltverträglichkeit
4.4.2. Sicherheit für die Umwelt
5. Die stummen Verkäufer- Lebensmittelverpackungen
5.1.Werbefunktion
5.2.Identifikationsfunktion
5.3.Imagefunktion
5.4.Informationsfunktion
6. Die Vielfalt der Lebensmittelverpackung
6.1.Papier und Pappe
6.1.1. Herstellung
6.1.2. Einsatz
6.1.3. Produktion und Mengen
6.1.4. Recycling
6.2.Glas
6.2.1. Herstellung
6.2.2. Einsatz
6.2.3. Produktion und Mengen
6.2.4. Recycling
6.3.Konserven
6.3.1. Herstellung
6.3.2. Einsatz
6.3.3. Produktion und Mengen
6.3.4. Recycling
6.4.Kunststoff
6.4.1. Herstellung
6.4.2. Einsatz
6.4.3. Produktion und Mengen
6.4.4. Recycling
6.5.Verbundstoffe
6.5.1. Herstellung
6.5.2. Einsatz
6.5.3. Produktion und Mengen
6.5.4. Recycling
7. Wechselwirkungen zwischen Lebensmittel und Verpackung
8. Kritische Betrachtung
8.1. Entwicklung des Verpackungsaufkommens
8.2. Verwertung von Verpackungsabfällen
8.3. Negative Auswirkungen auf die Umwelt
8.4. Die Ökobilanz
8.5. Ökologischer Nutzen der Verpackung
9. Didaktische Überlegungen
9.1. Verbraucherbildung
9.1.1. Notwendigkeit und Ziele der Verbraucherbildung
9.1.2. Verbraucherbildung in der Schule
9.1.3. Die traditionelle Verbraucherbildung
9.2. Bezug zu Klafki
9.2.1. Gegenwartsbedeutung
9.2.2. Zukunftsbedeutung
9.2.3. Exemplarische Bedeutung
9.2.4. Thematische Struktur
9.2.5. Erweisbarkeit und Überprüfbarkeit
9.2.6. Zugänglichkeit
9.3. Bezug zum Bildungsplan
9.4. Fazit
10. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist die kritische Analyse von Lebensmittelverpackungen hinsichtlich ihrer geschichtlichen Entwicklung, ihrer funktionalen Anforderungen, der verwendeten Materialien sowie deren Gestaltung, verknüpft mit didaktischen Überlegungen für den schulischen Kontext.
- Historische Entwicklung des Verpackungswesens und Marktentwicklung.
- Funktionen und Anforderungen an Verpackungen aus Sicht von Packgut, Verbrauchern und Umwelt.
- Materialkunde (Papier, Glas, Kunststoff, Verbundstoffe) und deren Recyclingmöglichkeiten.
- Marketingaspekte wie Werbe-, Identifikations- und Imagefunktionen.
- Didaktische Ansätze zur Verbraucherbildung unter Berücksichtigung von Klafki und aktuellen Bildungsplänen.
Auszug aus dem Buch
3. Die Verpackungsterminologie
In der Literatur existiert keine allgemeingültige Begriffsauffassung für den Begriff „Verpackung“. Es wird jedoch deutlich, dass es immer auf den Blickwinkel ankommt, von dem man den Terminus Verpackung betrachtet. Eine häufig zitierte und treffende Definition ist folgende: „Verpackung wird als vollständig oder teilweise, nach dem Verpackungsprozess feste, relativ leicht zu beseitigende Umhüllung zum Zweck des Inhalts- und Umweltschutzes, der Lagerungs-, Transport-, Verkaufs- und Verwendungserleichterung verstanden.“31 Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel definiert Lebensmittelverpackungen wie folgt: „Lebensmittelverpackungen sind eine essenzielle Technik zum Erhalt der Lebensmittelqualität, zur Minimierung der Lebensmittelvergeudung und zur Verminderung der Zusatzstoffe. Allgemeiner gesagt lässt sich Verpackung als Sammelbegriff für jegliche Art von Umhüllung eines oder mehrerer Produkte verstehen, unabhängig davon, welche Funktion sie erfüllen soll.32
Verpackung ist nicht gleich Verpackung. Denn dabei wird zwischen Transport- und Verkaufsverpackungen unterschieden. Die Verpackung bildet eine Einheit aus den Komponenten Packmittel, Packstoff und Packhilfsmittel. 33 Der Begriff Packstoff beinhaltet die Materialien aus denen eine Verpackung hergestellt wird, wie beispielsweise Karton, Glas oder Kunststoff. Wobei das Packgut, als das zu verpackende Stück oder Schüttgut gesehen wird. 34
Um diesen Sachverhalt zu verdeutlichen, möchte ich ihn anhand einer Pralinenschachtel näher erläutern. Als Packmittel bezeichnet man dabei die Schachtel, in der die Pralinen verpackt sind. Zu den Packstoffen zählen neben Pappe auch Kunststoff, welches man im Inneren und als Folie um die Schachtel herum findet und ein Schutzpapier, das zumeist direkt auf den Pralinen liegt. Die Klebebänder, die man am Rand einer Pralinenschachtel findet, zählen zu den Packhilfsmitteln. Das Packgut ist in diesem Fall natürlich die Praline.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwart von Verpackungen und leitet zur wissenschaftlichen Betrachtung ihrer Funktionen, Materialien und ökologischen Auswirkungen über.
2. Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet den Wandel von handwerklichen Verpackungen in der Agrargesellschaft hin zur industriellen Massenproduktion und der Entstehung des Selbstbedienungssystems nach.
3. Die Verpackungsterminologie: Hier erfolgt eine begriffliche Einordnung und Abgrenzung von Verpackungskomponenten sowie die Darstellung des Lebenszyklus einer Verpackung.
4. Anforderungen an Verpackungen: Das Kapitel analysiert die komplexen Anforderungen durch gesetzliche Vorgaben, das Packgut selbst, die Bedürfnisse der Verbraucher sowie ökologische Notwendigkeiten.
5. Die stummen Verkäufer- Lebensmittelverpackungen: Dieser Teil befasst sich mit der Marketingrolle der Verpackung, unterteilt in Werbe-, Identifikations-, Image- und Informationsfunktionen.
6. Die Vielfalt der Lebensmittelverpackung: Hier werden die wichtigsten Materialien (Papier/Pappe, Glas, Konserven, Kunststoff, Verbundstoffe) hinsichtlich Herstellung, Einsatz und Recycling detailliert betrachtet.
7. Wechselwirkungen zwischen Lebensmittel und Verpackung: Das Kapitel untersucht die Problematik der Stoffmigration zwischen Verpackungskomponenten und Füllgut sowie deren toxikologische Relevanz.
8. Kritische Betrachtung: Eine Analyse des steigenden Verpackungsaufkommens, der Entsorgungs- und Verwertungsproblematik sowie eine Diskussion über Ökobilanzen und den ökologischen Nutzen.
9. Didaktische Überlegungen: Dieser Abschnitt überträgt die Thematik auf den schulischen Bildungsauftrag, mit Fokus auf Verbraucherbildung, Lehrplanbezug und Klafki-Didaktik.
10. Zusammenfassung: Das abschließende Fazit resümiert die Unumgänglichkeit moderner Verpackungen bei gleichzeitiger Notwendigkeit eines bewussteren Konsumverhaltens.
Schlüsselwörter
Lebensmittelverpackungen, Verpackungsgeschichte, Kunststoff, Papier, Recycling, Verbraucherbildung, Konsumgesellschaft, Nachhaltigkeit, Ökobilanz, Lebensmittelrecht, Verpackungsmaschinen, Convenience, Marketingfunktion, Umweltschutz, Stoffmigration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit bietet eine kritische Betrachtung von Lebensmittelverpackungen, indem sie deren historische Entwicklung, technische Funktionen, Materialeigenschaften und die Auswirkungen auf die Umwelt analysiert.
Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Geschichte der Verpackungsindustrie, die ökonomischen und ökologischen Anforderungen an Verpackungen, ihre Marketingfunktion als „stumme Verkäufer“ sowie didaktische Konzepte zur Einbettung des Themas in den Schulunterricht.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Komplexität des Verpackungswesens ganzheitlich zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, wie Schüler zu einem verbraucherbewussten Umgang mit Verpackungen und deren ökologischen Folgen erzogen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Datenanalyse, um den historischen Kontext, statistische Entwicklungen des Verpackungsaufkommens und didaktische Theorien miteinander zu verknüpfen und kritisch zu reflektieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Materialkunde der gängigen Packmittel, eine Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Verpackung und Lebensmittel sowie eine kritische Bewertung der Entsorgungssituation und der Bedeutung von Ökobilanzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lebensmittelverpackungen, Nachhaltigkeit, Recycling, Verbraucherbildung, Kunststoff, Ökobilanz und Konsumgesellschaft definieren.
Warum ist der Bereich "Verbundstoffe" für die Umweltproblematik besonders relevant?
Verbundstoffe wie Tetra Paks sind aufgrund ihrer Materialkombinationen (z. B. Kunststoff, Aluminium, Karton) extrem schwer zu trennen, was das stoffliche Recycling erschwert oder unmöglich macht, weshalb sie oft energetisch verwertet werden müssen.
Welche Rolle spielt die "didaktische Einbettung" im Vergleich zur reinen Sachanalyse?
Die Sachanalyse dient als Wissensgrundlage, während der didaktische Teil aufzeigt, wie Lehrer das Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Folgen des Konsums bei Schülern schärfen können, um so zu verantwortungsbewussten Konsumenten zu erziehen.
- Quote paper
- Marina Stern (Author), 2010, Von der Pralinenschachtel bis zur Milchtüte - Eine kritische Betrachtung von Lebensmittelverpackungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163504