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Zur Shop-Startseite › Geschichte - Asien

Der blinde Fleck

Die Ermordung Indira Gandhis im Diskurs der "Religionspolitik"

Titel: Der blinde Fleck

Hausarbeit , 2010 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Michael Bolz (Autor:in)

Geschichte - Asien

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Anhand der Untersuchung der Massaker von Delhi 1984 - in Folge der Ermordung von Indira Gandhi - versucht der Aufsatz nachzuweisen, wie Wissensdiskurse in der Forschung einseitig auf andere Wissensdiskurse übertragen werden, was einen blinden Fleck in der Untersuchung zur Folge hat.
Die These dieser Arbeit lautet, dass die Massaker von Delhi wesentlich von religiösen Unterschieden konstituiert waren, die man aber in der westlichen Forschung als politische ausgab.
Der Beleg der These erfolgt über eine Kontextualierung des Konflikts vor den Folien der Religion und der Praxis der Gewalt während der Massaker in Form einer dichten Beschreibung nach Sofsky.
Fazit: der blinde Fleck existiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I.

II.

III.

IV.

V.

VI.

VII.

VIII.

IX.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe und die Dynamik der gewaltsamen Ausschreitungen gegen die Sikh-Bevölkerung in Delhi im Jahr 1984. Dabei wird analysiert, inwiefern die Ereignisse als Resultat aufeinanderprallender, religionspolitischer Diskurse zwischen Hinduismus und Sikhismus verstanden werden können, wobei eine kritische Reflexion westlicher Forschungsperspektiven auf diese Gewaltphänomene im Zentrum steht.

  • Analyse der religiösen Diskurse von Hinduismus und Sikhismus
  • Untersuchung der Machtpraktiken und Integrationsmechanismen beider Religionen
  • Kritische Betrachtung der westlichen Forschung zum Delhi-Massaker 1984
  • Analyse der gezielten Gewalt gegen Sikh-Männer und -Frauen
  • Dekonstruktion des Begriffs der "Assimilation" im Kontext der indischen Religionspolitik

Auszug aus dem Buch

III.

Gandhi selbst hat noch kurz vor ihrer Ermordung in Folge der Operation Blue Star das Problem des herrschenden Konflikts zu relativieren versucht, indem sie meinte, den Konflikt ausschließlich politisch deuten und entsprechend lösen zu können. Der „staatsführende“ Diskurs, die religionspolitische Macht in Indien war der polytheistischen Hinduismus; die monotheistische Religion der Sikh hingegen war eine noch sehr junge Macht, entstanden erst im 15ten Jahrhundert. Zum Zeitpunkt der Massaker 1984 waren Sikh in allen gesellschaftlichen Bereichen Indien vertreten. Daher bin ich der Meinung, dass den Sikh eine nicht zu unterschätzende Beteiligung im sozialen Handlungsfeld des Gesamtkonflikts zuzuschreiben ist, wenngleich ihr religionspolitisches Vorgehen, im Verhältnis insgesamt betrachtet, doch eher für unsere Begriffe liberale Züge trug. Die Sikh waren aber zweifellos diejenigen, die in Folge der Ermordung Gandhis im Zuge der daraufhin einsetzenden Grausamkeiten im Raum Delhi ausgelöscht werden sollten.

In der Forschung wird in Bezug auf die Gewalttaten in Delhi 1984 von einem Pogrom gesprochen. Ich schlage aber vor, dass es sich vielmehr um mehrere Massaker im „Raum Delhi“ gehandelt hat. Diese Massaker waren die gewalttätige Extase der aufeinanderprallenden Gegensätzlichkeit zweier religionspolitischen Diskurse und daraus zu folgernden, diametral entgegengesetzten Machtpraxen. Den Zündfunken oder die Inspiration für die Extase der Gewalt lieferte die Ermordung Indira Gandhis.

Zusammenfassung der Kapitel

I.: Einführung in die gewaltsamen Unruhen nach der Ermordung Indira Gandhis und Etablierung des theoretischen Konzepts der Verknüpfung von Religion und Politik.

II.: These zur Rolle religionspolitischer Machtkämpfe im Vorfeld und während der Ausschreitungen in Delhi.

III.: Analyse der unterschiedlichen religionspolitischen Diskurse von Hinduismus und Sikhismus als Hintergrund für den eskalierenden Konflikt.

IV.: Methodische Kontextualisierung der Massaker und Kritik an der einseitigen, westlich geprägten Forschungsperspektive.

V.: Untersuchung der integrativen und ordnungsstiftenden Strukturen des Hinduismus sowie des Kastenwesens.

VI.: Analyse der Operation Blue Star und der soziopolitischen Auswirkungen von Assimilationsdruck auf die Sikh.

VII.: Untersuchung der unmittelbaren Ereignisse nach dem Attentat auf Indira Gandhi und der Mobilisierung von Gewalt durch lokale Akteure.

VIII.: Analyse der geschlechtsspezifischen Gewaltmuster und der symbolischen Bedeutung der Morde an Sikh-Männern und Frauen.

IX.: Synthese der Ergebnisse zur Rolle der Sikh als „fremdes“ Subjekt und zur systemischen Dimension der Gewalt als Ausdruck des Diskurskonflikts.

Schlüsselwörter

Delhi 1984, Sikhismus, Hinduismus, Religionspolitik, Assimilation, Pogrom, Indira Gandhi, Operation Blue Star, Diskursanalyse, Machtpraktiken, Gewaltforschung, Kastenwesen, Identität, Soziale Integration, Machtvakuum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe der massiven Gewalt gegen die Sikh-Bevölkerung in Delhi im Jahr 1984 aus einer diskurstheoretischen Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die religionspolitischen Differenzen zwischen Hinduismus und Sikhismus, das Konzept der Assimilation und die Analyse von Gewaltstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die einseitige westliche Forschungsperspektive auf das Delhi-Massaker zu hinterfragen und die Gewalt als Produkt eines religionspolitischen Diskurskonflikts zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Diskursanalyse, um die Machtverhältnisse und die soziopolitischen Hintergründe zwischen den Religionsgemeinschaften zu ergründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Ereignisse, die Rolle des Kastenwesens, die Bedeutung der "Operation Blue Star" und die spezifischen Gewaltmuster während der Massaker.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind "religionspolitischer Diskurs", "Integrationsfähigkeit", "Assimilation" und "machtpraktische Gegensätze".

Warum betont der Autor die Bedeutung der "Operation Blue Star" für den weiteren Konfliktverlauf?

Die Erstürmung des goldenen Tempels durch die indische Armee wird als radikaler Einschnitt gewertet, der die Spannungen zwischen der Sikh-Bewegung und der indischen Staatsführung massiv verschärfte.

Wie bewertet der Autor die Rolle der geschlechtsspezifischen Gewalt bei den Massakern?

Er interpretiert die gezielte Tötung zeugungsfähiger Männer und die Vergewaltigung von Frauen als Instrumente, um den "Diskurs" des Sikhismus innerhalb der hinduistischen Ordnung nachhaltig zu unterdrücken.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der blinde Fleck
Untertitel
Die Ermordung Indira Gandhis im Diskurs der "Religionspolitik"
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Geschichte)
Veranstaltung
Seminar Gewalt und Massaker
Note
1,3
Autor
Michael Bolz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V163501
ISBN (eBook)
9783640782109
ISBN (Buch)
9783640782178
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Massaker Gewalt Sofsky Religion Delhi Gandhi Politik Diskurs Diskursanalyse Wissen Geschichte Gewaltforschung Gewaltraum soziale Handlung Wissensdiskurse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Bolz (Autor:in), 2010, Der blinde Fleck, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163501
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Leseprobe aus  15  Seiten
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