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Trajan als Vorbild in Herrschaft und Tugend im abendländischen Fürstenspiegel

Titel: Trajan als Vorbild in Herrschaft und Tugend im abendländischen Fürstenspiegel

Seminararbeit , 2010 , 27 Seiten , Note: 1

Autor:in: Josef Hlade (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es handelt sich bei dieser Arbeit um eine Untersuchung der Rolle Trajans in den wichtigsten Fürstenspiegeln des christlichen Abendlands. Es wird sowohl auf Trajans antike Überlieferung, hier besonders anhand von Plinius des Jüngerens Panegyricus auf Trajan, als auch auf seine Bewertung in neueren Fürstenspiegeln eingegangen. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Institutio Traiani, als vermeintlichen Mahnschreiben Plutarchs an Trajan, welches für viele Fürstenspiegel als Vorbild diente, gelegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Die Institutio Traiani, der Policraticus des Johann von Salisbury und der Panegyricus von Plinius dem Jüngeren auf Trajan: Erste Gegenüberstellung und Beschreibung der drei Werke.

2) Allgemeiner Lebensabriss

3) Antike Überlieferung anhand der Darstellung bei Plinius und Cassius Dio:

a) Quellenlage

b) Antike Überlieferung anhand der Darstellung bei Plinius dem Jüngeren und Cassius Dio.

4) Trajan und die Institutio Traiani

5) Die Rolle Trajans im Policraticus des Johann von Salisbury

6) Darstellung Trajans in anderen mittelalterlichen Werken. Vom Einfluss auf Thomas von Aquin bis zur legendären Errettung Trajans aus dem Fegefeuer.

7) Rezeption Trajans in den neuzeitlichen Fürstenspiegeln. Illustration anhand zweier Beispiele.

a) Trajan und seine Bedeutung bei Erasmus von Rotterdam

b) Die Darstellung Trajans im Antimachiavell des Friedrich II von Preußen.

8) Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die historische und literarische Rezeption des römischen Kaisers Trajan als ideales Herrscherbild in abendländischen Fürstenspiegeln von der Antike bis in die Neuzeit. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Entwicklung und Transformation seines Vorbildcharakters durch verschiedene Epochen und Autoren.

  • Analyse der Institutio Traiani und ihrer Einbindung in den Policraticus von Johann von Salisbury.
  • Untersuchung der antiken Quellenbasis durch Plinius den Jüngeren und Cassius Dio.
  • Darstellung Trajans im mittelalterlichen Kontext, inklusive legendenhafter Aspekte wie der Errettung aus dem Fegefeuer.
  • Kontrastierung der Rezeption bei Erasmus von Rotterdam und Friedrich II. von Preußen.
  • Erarbeitung der Kontinuität des Trajan-Bildes als "optimus princeps".

Auszug aus dem Buch

Die Institutio Traiani, der Policraticus des Johann von Salisbury und der Panegyricus von Plinius dem Jüngeren auf Trajan: Erste Gegenüberstellung und Beschreibung der drei Werke.

Wird der Panegyricus des Plinius aus dem Jahre 100 - in welchem Plinius Trajan, in einer Rede, die er anlässlich seines eigenen Konsulatsantritts hält, direkt an Trajan gerichtet, ihn für dessen Taten lobt - gerne als eine Art Fürstenspiegel gesehen, so sieht man die Institutio Traiani, welche uns lediglich durch das Vorkommen im Policraticus teilweise, namentlich in 16 Fragmenten, erhalten ist - welcher 1159 von Johann von Salisbury vollendet wurde - nach mancher Forscher Meinung, ebenso als einen Fürstenspiegel. Andere hingegen sehen beide als Fürstenspiegel falsch eingestuft; so z.B. Berges den Policraticus, er schreibt über ihn: „Zu Unrecht ist in diesem mit einer Morallehre verbundenen Gesellschafttraktat ein Fürstenspiegel gesehen worden.“ Vorwegnehmend sollte hier gleich gesagt werden, dass er, der Policraticus, auf jeden Fall - auch wenn kein Fürstenspiegel - eines der ersten und wichtigsten Vorbilder bzw. Vorläufer der klassisch (hoch)mittelalterlichen Fürstenspiegel war und später entstandene Fürstenspiegel maßgeblich beeinflusste. (So ist auch in den neuzeitlichen Fürstenspiegeln ein nicht geringer Einfluss durch den Policraticus nachweisbar, wie sich im Laufe dieser Erörterung noch zeigen wird.)

Bei allen drei hier zuerst dargestellten Werken ist also die Bezeichnung Fürstenspiegel nicht problemfrei möglich, dennoch scheinen sie alle diesem nahe zu kommen. Der Begriff des Fürstenspiegels ist ohnehin ungenau definierbar, einige Merkmale eines Fürstenspiegels haften z.B. dem Panegyricus des Plinius sicher an, wenn nicht sogar die meisten Charakteristika eines Fürstenspiegels konstatierbar sind. So scheint die Bezeichnung Fürstenspiegel bezüglich des Panegyricus, vor allem vom Betrachterstandpunkt der Nachgeborenen, in gewisser Weise zulässig. Inwieweit der Verfasser seine Lobesansprache auf Trajan auch als Belehrungsschreiben für andere Fürsten angedacht hatte, lässt sich schwer sagen. Doch machte ihn die Rezeption späterer Zeiten und der Einfluss des Panegyricus auf spätere Fürstenspiegel zu einem Werk solcher Weise, nämlich zu einer Richtschnur, an welche sich ein guter Herrscher halten sollte; hier scheint bereits Trajan, als dieser für seine Perfektheit gelobte Herrscher, seine klassische Vorbildrolle für spätere Zeiten erhalten zu haben. Ebenso gehören aus ähnlichen Gründen die anderen beiden genannten Werke, zumindest durch ihre Tradition und ihren Einfluss auf möglicherweise „echte Fürstenspiegel“, hier in dieser Arbeit unbedingt behandelt, will man keine großen Lücken klaffen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Die Institutio Traiani, der Policraticus des Johann von Salisbury und der Panegyricus von Plinius dem Jüngeren auf Trajan: Erste Gegenüberstellung und Beschreibung der drei Werke.: Dieses Kapitel führt in die drei zentralen Werke ein, beleuchtet deren problematische Zuordnung als Fürstenspiegel und diskutiert ihre gegenseitige Abhängigkeit.

2) Allgemeiner Lebensabriss: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über das Leben Trajans, von seiner Herkunft aus einer Provinz bis zu seinem Aufstieg zum Kaiser und seinen militärischen Erfolgen.

3) Antike Überlieferung anhand der Darstellung bei Plinius und Cassius Dio:: Dieses Kapitel analysiert die antike Quellenlage zu Trajan und kontrastiert die idealisierende Darstellung des Plinius mit der differenzierteren Schilderung bei Cassius Dio.

4) Trajan und die Institutio Traiani: Das Kapitel untersucht die Verwendung der fiktiven Institutio Traiani im Policraticus und beleuchtet die darin enthaltenen Ratschläge für einen guten Herrscher.

5) Die Rolle Trajans im Policraticus des Johann von Salisbury: Hier wird analysiert, wie Johann von Salisbury Trajan als zentrales positives Vorbild in seiner politischen Theorie innerhalb des Policraticus einsetzt.

6) Darstellung Trajans in anderen mittelalterlichen Werken. Vom Einfluss auf Thomas von Aquin bis zur legendären Errettung Trajans aus dem Fegefeuer.: Das Kapitel thematisiert die Transformation des Trajan-Bildes im Mittelalter, insbesondere bei Thomas von Aquin und im Kontext der legendären Errettung aus dem Fegefeuer durch Papst Gregor.

7) Rezeption Trajans in den neuzeitlichen Fürstenspiegeln. Illustration anhand zweier Beispiele.: Das Kapitel behandelt die Rezeption von Trajans Vorbild bei Erasmus von Rotterdam und Friedrich II. von Preußen und vergleicht ihre Ansichten zur Herrschaftsethik.

8) Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die durchgehende positive Charakterisierung Trajans als "optimus princeps" in fast allen untersuchten Werken, ungeachtet einzelner kritischer Stimmen.

Schlüsselwörter

Trajan, Fürstenspiegel, Institutio Traiani, Policraticus, Plinius der Jüngere, Cassius Dio, Herrscherbild, Tugend, Optimus Princeps, Mittelalter, Humanismus, Erasmus von Rotterdam, Friedrich II. von Preußen, Tyrannei, Fegefeuer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die literarische und ideengeschichtliche Darstellung von Kaiser Trajan als Vorbild für herrschaftliches Handeln und tugendhafte Führung in europäischen Fürstenspiegeln über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des Herrscherideals, die Rezeption antiker Vorbilder im Mittelalter und in der Neuzeit, das Verhältnis von Lob und Kritik im Fürstenspiegel sowie die christliche Umdeutung heidnischer Herrschertugenden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie und warum sich das Bild Trajans vom "optimus princeps" der Antike durch verschiedene literarische Bearbeitungen als zeitloses Modell für einen idealen Regenten festigte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und ideengeschichtliche Quellenanalyse angewandt, die Texte von der Antike bis zum 18. Jahrhundert miteinander vergleicht und in ihren jeweiligen historischen Kontext einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Rolle Trajans in Schlüsselwerken wie dem Policraticus von Johann von Salisbury, den Schriften von Thomas von Aquin, den Erziehungstraktaten von Erasmus von Rotterdam und dem Antimachiavell von Friedrich II. von Preußen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Trajan, Fürstenspiegel, Herrschaftsethik, Tugend, Optimus Princeps, historische Rezeption und die Transformation politischer Ideale.

Wie wird Trajans Beziehung zum Fegefeuer in der Arbeit erklärt?

Die Arbeit erläutert die mittelalterliche Legende, nach der Kaiser Trajan aufgrund seiner Gerechtigkeit von Papst Gregor dem Großen aus dem Fegefeuer errettet wurde, was ihn als Heiden zu einem Sonderfall in der christlichen Heilsgeschichte machte.

Warum dient Trajan Friedrich II. von Preußen als Gegenbeispiel zu Machiavelli?

Friedrich II. nutzt Trajan als historisches Modell für einen tugendhaften, am Gemeinwohl orientierten Herrscher, um ihn dem von ihm kritisierten Bild des skrupellosen Machtpolitikers (Machiavellismus) gegenüberzustellen.

Inwiefern ist die "Institutio Traiani" für das Verständnis dieser Arbeit entscheidend?

Sie ist ein zentrales, wenngleich fiktives Dokument, das als verbindendes Element dient, durch das Johann von Salisbury seine politische Theorie legitimiert und das den Grundstein für die weitere mittelalterliche Trajan-Rezeption legte.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Trajan als Vorbild in Herrschaft und Tugend im abendländischen Fürstenspiegel
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Geschichte)
Veranstaltung
Zum Herrschen erzogen. Prinzenerziehung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert.
Note
1
Autor
Josef Hlade (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
27
Katalognummer
V163363
ISBN (Buch)
9783640776214
ISBN (eBook)
9783640776405
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trajan Vorbild Herrschaft Tugend Fürstenspiegel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josef Hlade (Autor:in), 2010, Trajan als Vorbild in Herrschaft und Tugend im abendländischen Fürstenspiegel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163363
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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