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Schwänke unter besonderer Berücksichtigung des Motivs der Landknechte in der Frühen Neuzeit

Am Beispiel von „Warum die Bauern nicht gerne Landsknechte beherbergen“ und „Der Teufel läßt keinen Landsknecht mehr in die Hölle fahren“ von Hans Sachs

Title: Schwänke unter besonderer Berücksichtigung des Motivs der Landknechte in der Frühen Neuzeit

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katja Christner (Author)

Didactics for the subject German - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Lucifer, auch Luzifer, ist der lateinische Name des Morgensterns Venus. Es bedeutet wörtlich übersetzt Lichtträger. Im christlichen Religionsverstehen wurde der Name Lucifers gleichbeutend mit einem Namen des Teufels, welcher im Christentum der Inbegriff des Bösens ist. Der Oberteufel der westlichen Welt war anfangs ein Engel, dessen Aufgabe es war, menschliche Straftaten Gott vorzutragen. Erst im 14. Jahrhundert wurde er als eine böse Gottheit dargestellt, die halb Mensch und halb Tier war, mit bocksartigen Hörnern und Hufen.
Belzebock ist ein Dämon der christlichen Mythologie und im Volksmund ein Synonym für den Teufel. Wenn er sich zeigt, erscheint er als eine riesige gehörnte Gestalt, bedeckt mit schwarzem Haar, Entenfüßen (Drudenfuß), Löwenschwanz und Fledermausflügeln.
Gegenspieler von Lucifer und Belzebock sind die Landsknechte. Sie werden in ihrem Verhalten realistisch geschildert und verkörpern in diesem Schwank die dem Leser bekannten charakteristischen Eigenheiten.

4. Das Landsknechtwesen
4.1 Die Bedeutung der Landsknecht in der Frühen Neuzeit

Es ist durch die bank hindurch alweg und alzeit ein böss unnütz volk, nit wenige dann münch und pfaffen. Ist es im krieg... [Zitat geht weiter]

So beschreibt Sebanstian Franck in seiner „Chronica des gantzen Teutschen lands“ die Landsknechte der Frühen Neuzeit.
Als Landsknechte wurden zu Fuß kämpfende, zumeist deutsche Söldner des späten 15. und 16. Jahrhunderts bezeichnet. Ab Mitte der Achtziger Jahre des 15. Jahrhunderts „ist für dieses Fußvolk der Name Landsknechte durch die Quellen gesichert.“ Unter Landsknechten „verstehen die Zeitgenossen […] ein überwiegend mit langen Spießen nach Schweizer Art, auch mit Hellebarden und Handrohren kämpfendes Fußvolk, dessen Männer aus oberdeutschen Gebieten stammen und das sich abhebt von Fußknechten aus dem niederdeutschen Raum.“
Landsknechte wurden von Kriegsherren angeworben und zogen für diejenigen in den Krieg, von denen sie bezahlt wurden. „Wer immer Fußvolk brauchte, ob Knechte mit Piken oder Armbruskern oder Bogner, suchte nach den besten, die für Geld zu haben waren.“
Es handelte sich oft um einfache Handwerker und Gesellen, Bauernsöhne und Kleinkriminelle, die sich aufgrund des relativ hohen Lohns eine finanzielle Alternative erhofften. Die Männer sehnten sich nach einer Zukunft fernab der aussichtlosen ländlichen Heimat. Andererseits trieb sie die Abenteuerlust, Aussicht auf Ruhm oder Sehnsucht nach Unbekannten in die Ferne.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gattungsbegriff: Der Schwank

3. Analyse der Schwänke

3.1 Warum die Bauern nicht gerne Landsknechte beherbergen

3.1.1 Der Inhalt des Schwanks

3.1.2 Der formale Aufbau

3.1.3 Die Bedeutung der Figuren

3.2 Der Teufel lässt keinen Landsknecht mehr in die Hölle fahren

3.2.1 Der Inhalt des Schwanks

3.2.2 Der formale Aufbau des Schwanks

3.2.3 Die Bedeutung der Figuren

4. Das Landsknechtwesen

4.1 Die Bedeutung der Landsknecht in der Frühen Neuzeit

4.2 Die Rolle der Landsknechte im Schwank „Warum die Bauern nicht gerne Landsknechte beherbergen“

4.3 Die Rolle der Landsknechte im Schwank „Der Teufel läßt keinen Landsknecht mehr in die Hölle fahren“

5. „Die Moral von der Geschicht“

6. Schlusswort

7. Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht zwei Schwänke von Hans Sachs aus dem 16. Jahrhundert, um die gesellschaftliche Wahrnehmung und das Motiv der Landsknechte in der Frühen Neuzeit zu analysieren. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese literarischen Werke soziale Vorurteile thematisieren, menschliche Schwächen offenlegen und als Instrument der gesellschaftskritischen Reflexion fungieren.

  • Analyse der Schwänke „Warum die Bauern nicht gerne Landsknechte beherbergen“ und „Der Teufel läßt keinen Landsknecht mehr in die Hölle fahren“
  • Untersuchung des Gattungsbegriffs „Schwank“ und dessen Bedeutung für die Stadtkultur der Frühen Neuzeit
  • Darstellung der Rolle und Stellung der Landsknechte als historisches Phänomen
  • Untersuchung von Form, Inhalt und Figurengestaltung im Werk von Hans Sachs
  • Reflektion über die didaktische Absicht und die Lebensmoral in den Werken von Hans Sachs

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Der formale Aufbau

Der Schwank „Warum die Bauern nicht gerne Landsknechte beherbergen“ wurde in Versform verfasst. Kennzeichnend für Hans Sachs‘ Werke ist der Knittelvers, der auch in diesem Schwank Verwendung fand. Der Knittelvers ist ein deutsches Versmaß des 15. bis frühen 17. Jahrhunderts, der nicht nur in der Lyrik, sondern auch in der Dramatik und Epik zur Anwendung kam.

Man unterscheidet den freien und strengen Knittelvers. Hans Sachs machte in diesem Schwank Gebrauch von dem strengen Knittelvers. Dieser wird paarweise gereimt und umfasst acht Silben bei männlichen Ausgang und neun bei weiblicher Kadenz.

Die Abfolge männlicher und weiblicher Reimpaare unterliegt keinen Regeln. Es sind vier Hebungen vorgeschrieben, wobei aber nicht festgelegt ist, dass auf eine betonte Silbe nur eine unbetonte folgen muss. So kann man in dem Schwank erkennen, dass die Anzahl der unbetonten Silben zwischen den betonten Silben variieren kann.

Der Knittelvers wurde nicht zuletzt durch seine vermeintliche Kunstlosigkeit bzw. Volkstümlichkeit in späteren Zeiten nur noch gering geschätzt und mit seinem abschätzigen Namen versehen. „Knittel ist ein Diminutiv von ‚Knoten‘. Der Knittelvers ist also dem Namen nach ein ‚verknoteter‘ oder ‚verknorrter‘ Vers, ein ‚ungehobelter‘ Vers.“ Positiver hat man die Reimtechnik von Sachs beurteilt. Seine Reime sind zumeist rein, wobei er aber „häufig [durch den Umfang seiner Dichtungen] in Reimnot geriet“, zumal er –wie auch in diesen beiden Schwänken- für fast jedes Gedicht einen Schlussreim auf Hans Sachs benötigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Hans Sachs als Dichter der Frühen Neuzeit ein und benennt die zu untersuchenden Schwänke sowie die Zielsetzung der Analyse.

2. Gattungsbegriff: Der Schwank: Dieses Kapitel definiert den Schwank als literarische Form des 16. Jahrhunderts, beschreibt dessen Merkmale wie die realistische Erzählweise und die Zielsetzung der Unterhaltung mit lehrhafter Tendenz.

3. Analyse der Schwänke: Hier werden die beiden ausgewählten Schwänke unter den Aspekten Inhalt, formaler Aufbau und Bedeutung der Figuren detailliert untersucht und interpretiert.

4. Das Landsknechtwesen: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Hintergrund der Landsknechte als Söldner und analysiert deren spezifische Rolle und Darstellung innerhalb der beiden ausgewählten Schwänke.

5. „Die Moral von der Geschicht“: Hier wird die in den Schwänken enthaltene Lebensmoral reflektiert und aufgezeigt, dass Sachs menschliche Schwächen und Vorurteile gegenüber dem "Anderen" thematisiert.

6. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die gesellschaftskritische Bedeutung der Schwänke von Hans Sachs.

7. Quellenverzeichnis: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Hans Sachs, Schwank, Landsknechte, Frühe Neuzeit, Literaturgeschichte, Knittelvers, Sozialgeschichte, Gesellschaftskritik, Moral, Volksdichtung, Figurenzeichnung, Söldnerwesen, Vorurteile, Narration, Stadtkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert zwei Schwänke von Hans Sachs aus dem 16. Jahrhundert, um die literarische Auseinandersetzung mit dem Motiv der Landsknechte und sozialen Vorurteilen in der Frühen Neuzeit zu untersuchen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zentrale Themen sind die Gattung des Schwanks, die Lebenswirklichkeit und historische Rolle der Landsknechte, das Werk von Hans Sachs sowie die Darstellung von Vorurteilen gegenüber sozialen Gruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hans Sachs durch die Figur des Landsknechts gesellschaftliche Schwächen und Fehler der zeitgenössischen Bevölkerung kritisch beleuchtet und moralische Aspekte aufzeigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der Inhalt, Form und Figurengestaltung der beiden Schwänke systematisch untersucht und durch sekundärliterarische Quellen untermauert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgen eine detaillierte Inhaltsanalyse, die Untersuchung des formalen Aufbaus (insbesondere der Knittelverse), die Interpretation der Figurenkonstellationen sowie eine Einordnung des historischen Landsknechtwesens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Hans Sachs, Schwank, Landsknechte, Frühe Neuzeit, Gesellschaftskritik, Moral und Literaturanalyse.

Warum erscheint der Teufel in einem der Schwänke als ängstlich?

Der Teufel (Belzebock) wird ängstlich dargestellt, weil er durch ein Missverständnis glaubt, die Landsknechte wollten ihn schlachten und verspeisen, was die ironische Umkehrung des Bösen verdeutlicht.

Was lehren die Schwänke laut der Autorin?

Die Schwänke lehren, dass das "absolute Gute" oder "absolute Böse" selten existiert, und plädieren für Selbstkritik sowie Nachsicht gegenüber den Eigenheiten und der Freiheit anderer Menschen.

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Details

Title
Schwänke unter besonderer Berücksichtigung des Motivs der Landknechte in der Frühen Neuzeit
Subtitle
Am Beispiel von „Warum die Bauern nicht gerne Landsknechte beherbergen“ und „Der Teufel läßt keinen Landsknecht mehr in die Hölle fahren“ von Hans Sachs
College
University of Potsdam
Grade
2,0
Author
Katja Christner (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V163357
ISBN (eBook)
9783640780174
ISBN (Book)
9783640780938
Language
German
Tags
Schwänke Berücksichtigung Motivs Landknechte Frühen Neuzeit Beispiel Bauern Landsknechte Teufel Landsknecht Hölle Hans Sachs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Christner (Author), 2010, Schwänke unter besonderer Berücksichtigung des Motivs der Landknechte in der Frühen Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163357
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