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Adaptierung und Einführung eines Vorgehensmodells für IT-Projekte

Verbindung der Spannungsfelder Technik, Organisation und Mensch

Titel: Adaptierung und Einführung eines Vorgehensmodells für IT-Projekte

Masterarbeit , 2010 , 110 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Markus Kammermeier (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit erörtert die Herausforderungen beim Erarbeiten, Veröffentlichen und Einführen eines neuen Vorgehensmodells für die Durchführung von IT-Projekten. Die Herausforderungen gliedern sich in drei Gestaltungsdimensionen: Technik, Organisation und Mensch. Dazu begleitet die vorliegende Arbeit die Einführung des neuen Vorgehensmodells „TeamUP“ bei der Firma T.CON.

Die erste Dimension „Technik“ beschreibt die notwendige Umgebung zur Erstellung, Veröffentlichung und Pflege der Prozessdokumentation. An dieser Stelle werden zwei technische Aspekte erläutert: Der Eclipse Process Composer ist ein Werkzeug, mit dem Prozess- und Methodenwissen in eine transparente Prozessdokumentation integriert werden können. Das zweite vorgestellte Werkzeuge JIRA begleitet bereits heute die Projektarbeit bei T.CON. In dieser Arbeit wird ein Lösungsansatz vorgestellt, der die Integration des Projektportals JIRA mit der Prozessdokumentation ermöglicht.

Die zweite Dimension „Organisation“ beschäftigt sich mit Instrumenten zur Gestaltung des organisatorischen Umfelds. Diese Arbeit stellt ein mögliches Szenario zur Durchführung des Einführungsprojektes vor. Darüber hinaus gibt sie einen Ausblick, wie die Erfahrungen aus zukünftigen Projekten in die Prozessbeschreibung aufgenommen werden können.

Die Menschen bilden die dritte Gestaltungsdimension. Diese Arbeit präsentiert die Dynamik und die Phasen des Veränderungsprozesses und zeigt Möglichkeiten auf, damit umzugehen. Sie geht auch darauf ein, wie die Motivation der Anwender zur weiteren Gestaltung der Prozessdokumentation aktiviert werden kann.

Der Hauptteil der Arbeit wird eingerahmt mit einem Überblick über existierende Vorgehensmodelle, einem Überblick über die Prozessanpassung bei T.CON und dem Zwischenstand der Ergebnisse nach Durchführung der ersten Projekte mit TeamUP. Nach der Durchführung der ersten Projekte mit dem neuen Vorgehensmodell lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt bereits feststellen: Es ist sehr wichtig, alle drei Gestaltungsdimensionen während der Einführung zu berücksichtigen. Knackpunkte sind eine klare Vision, transparente Kommunikation und ein organisiertes Projektmanagement. Begleitet werden muss die Einführung durch passende Werkzeuge und die notwendigen organisatorischen Veränderungen. Ein etabliertes, anpassungsfähiges und lebendiges Vorgehensmodell kann aktives Wissensmanagement im Unternehmen unterstützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 MOTIVATION

1.2 ÜBERBLICK ÜBER DIE ARBEIT

1.3 ZIELBESCHREIBUNG

2 AUSGANGSSITUATION UND PROJEKTMOTIVATION

2.1 VORSTELLUNG DER FIRMA T.CON

2.2 HERAUSFORDERUNGEN / VISION

3 STATE OF THE ART: AUSWAHL EINES VORGEHENSMODELLS

3.1 DEFINITION VORGEHENSMODELL

3.2 ZIELE VON VORGEHENSMODELLEN

3.3 EXISTIERENDE VORGEHENSMODELLE

3.3.1 KLASSISCHE VORGEHENSMODELLE

3.3.2 PROZESSFRAMEWORKS

3.3.3 AGILE VORGEHENSMODELLE

3.4 STANDARD CONTRA INDIVIDUALISIERUNG

4 BEST OF BREED: DER WEG ZUM EIGENEN VORGEHENSMODELL

4.1 GRUNDLAGE: OPENUP

4.2 WEITERE EINFLUSSGRÖßEN

4.3 ZIELE VON TEAMUP

4.4 KONFIGURATION ODER ANPASSUNG: WARUM DAS RAD NEU ERFINDEN?

4.4.1 ABDECKUNGSGRAD

4.4.2 AUFWAND UND VARIANTEN DER ADAPTIERUNG

4.4.2.1 Ergänzen von OpenUP

4.4.2.2 Ergänzen und Ersetzen von Inhalten in OpenUP

4.4.2.3 Neugestalten von TeamUP in Anlehnung an OpenUP

4.4.2.4 Überblick über Varianten der Adaptierung

4.4.3 BEWERTUNG VON AUFWAND UND NUTZEN

5 TECHNIK: PFLEGE, VERÖFFENTLICHUNG UND NUTZUNG

5.1 HERAUSFORDERUNGEN

5.1.1 PFLEGE UND VERÖFFENTLICHUNG DER PROZESSBESCHREIBUNG

5.1.2 NUTZUNG DER PROZESSBESCHREIBUNG IM PROJEKTALLTAG

5.1.3 ÜBERBLICK

5.2 PFLEGE UND VERÖFFENTLICHUNG DER PROZESSDOKUMENTATION: EPC

5.2.1 GRUNDKONZEPTE

5.2.2 METHODENWISSEN

5.2.3 PROZESSWISSEN

5.2.4 VERBINDUNG VON METHODEN- UND PROZESSWISSEN IM EPC

5.2.5 ANWENDUNGSSZENARIEN

5.2.6 MODELLIERUNG VON TEAMUP

5.3 EINBINDUNG IN DEN PROJEKTALLTAG: PROJEKTPORTAL JIRA

5.3.1 ABBILDUNG DER ARTEFAKTE IN JIRA

5.3.2 VERKNÜPFUNG JIRA MIT TEAMUP

6 ORGANISATION: EINFÜHRUNGSPROZESS

6.1 HERAUSFORDERUNGEN

6.1.1 EINFÜHRUNGSPROZESS GESTALTEN

6.1.2 WEITERENTWICKLUNG INSTITUTIONALISIEREN

6.2 EINFÜHRUNGSPROZESS GESTALTEN

6.2.1 MODELLE FÜR DIE PROZESSEINFÜHRUNG

6.2.1.1 IDEAL-Modell

6.2.1.2 Implementierung des RUP

6.2.1.3 Einführung von Scrum

6.2.2 EINFÜHRUNGSPROJEKT FÜR TEAMUP

6.3 WEITERENTWICKLUNG INSTITUTIONALISIEREN

6.3.1 ORGANISATORISCHE INSTRUMENTE FÜR DEN WISSENSERHALT

6.3.1.1 Integration von Wissenszielen in die Projektphasen

6.3.1.2 Festlegung von Wissenszielen als Teil der Projektziele

6.3.2 VERANKERUNG IM PROZESSMODELL TEAMUP

7 MENSCH: CHANGE MANAGEMENT

7.1 HERAUSFORDERUNGEN

7.1.1 BEGLEITUNG DES EINFÜHRUNGSPROZESSES HIN ZUR INSTITUTIONALISIERUNG

7.1.2 MOTIVATION FÜR DAS TEILEN VON ERFAHRUNGEN

7.2 BEGLEITUNG DES EINFÜHRUNGSPROZESSES

7.2.1 DYNAMIK VON VERÄNDERUNGEN

7.2.1.1 Ebenen der Veränderung

7.2.1.2 Phasen der Veränderung

7.2.1.3 Unterschiedliche Veränderungsgeschwindigkeit

7.2.1.4 Anforderung an Management und Führung

7.2.2 CHANGE MANAGEMENT FÜR DIE EINFÜHRUNG VON TEAMUP

7.2.2.1 Vermittlung einer klaren Vision

7.2.2.2 Transparente und geplante Kommunikation

7.2.2.3 Beteiligung der Betroffenen

7.2.2.4 Qualifikation

7.2.2.5 Projektmanagement

7.3 MOTIVATION FÜR DAS TEILEN VON ERFAHRUNGEN

7.3.1 BEWEGGRÜNDE FÜR VERÄNDERUNGEN

7.3.2 MOTIVATION

7.3.2.1 Extrinsische Motivation

7.3.2.2 Intrinsische Motivation

7.3.3 SICHERUNG DER WEITERENTWICKLUNG VON TEAMUP

8 ERGEBNISSE UND PERSPEKTIVEN

8.1 MAßNAHMENÜBERSICHT

8.2 BEWERTUNG AKTUELLER STATUS

8.3 PERSPEKTIVEN

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist die wissenschaftliche Untersuchung der Herausforderungen bei der Einführung und Weiterentwicklung eines firmeninternen Vorgehensmodells für IT-Projekte, wobei technische, organisatorische und menschliche Faktoren als zentrale Gestaltungsdimensionen analysiert werden, um ein gelebtes Vorgehensmodell als Basis für aktives Wissensmanagement zu etablieren.

  • Adaptierung des OpenUP-Modells zum firmenspezifischen Modell "TeamUP"
  • Technische Integration durch den Eclipse Process Composer (EPC) und das Projektportal JIRA
  • Gestaltung eines strukturierten Einführungsprojektes unter Berücksichtigung von Pilotprojekten
  • Etablierung einer Kultur der ständigen Weiterentwicklung und des Wissensaustauschs
  • Anwendung von Change-Management-Methoden zur Sicherung der Anwenderakzeptanz

Auszug aus dem Buch

4.4 Konfiguration oder Anpassung: Warum das Rad neu erfinden?

Der Aufwand für die Anpassung eines Standards ist immer dann gerechtfertigt, wenn sich das Unternehmen dadurch einen Vorteil vor seinen Mitbewerbern erarbeiten kann. Dies gilt bei der Entscheidung für oder gegen Standardsoftware, bei der Etablierung von Geschäftsprozessen und auch bei der Entscheidung für oder gegen ein Vorgehensmodell. Die Kernfragen dabei sind:

 Deckt der Standard meine Anforderungen ab?

 Wie hoch ist der Aufwand für die Anpassung des Standards?

 Bringt die Anpassung einen entscheidend Vorteil für die Anwender?

Bei der Adaptierung des Vorgehensmodells OpenUP für die Firma T.CON entscheidet die Beantwortung dieser Fragen, in welchem Umfang eigene Erweiterungen notwendig sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Diese Einleitung motiviert den Einsatz von Vorgehensmodellen zur Unterstützung wissensintensiver Projekte und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau des theoretischen Rahmens.

2 AUSGANGSSITUATION UND PROJEKTMOTIVATION: Dieses Kapitel stellt die Firma T.CON als projektgetriebenes Unternehmen vor und erläutert die Notwendigkeit zur Formalisierung des impliziten Projektwissens durch ein neues Modell.

3 STATE OF THE ART: AUSWAHL EINES VORGEHENSMODELLS: Es erfolgt eine theoretische Einordnung und Definition von Vorgehensmodellen, unterteilt in klassische, agile und Rahmenmodelle, um die Grundlage für die Modellwahl zu schaffen.

4 BEST OF BREED: DER WEG ZUM EIGENEN VORGEHENSMODELL: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung von "TeamUP" auf Basis von OpenUP und diskutiert die unterschiedlichen Strategien der Modellanpassung.

5 TECHNIK: PFLEGE, VERÖFFENTLICHUNG UND NUTZUNG: Die technischen Aspekte der Modellierung mit dem Eclipse Process Composer und die Integration in das Projektmanagement-Portal JIRA werden detailliert dargelegt.

6 ORGANISATION: EINFÜHRUNGSPROZESS: Dieser Teil behandelt die methodische Gestaltung des Einführungsprojektes und die organisatorischen Maßnahmen zur dauerhaften Institutionalisierung des Vorgehensmodells.

7 MENSCH: CHANGE MANAGEMENT: Es werden Strategien zur Begleitung des Veränderungsprozesses und Methoden zur Steigerung der Mitarbeitermotivation für den Wissensaustausch im Unternehmen präsentiert.

8 ERGEBNISSE UND PERSPEKTIVEN: Das abschließende Kapitel fasst die Lösungsansätze zusammen, bewertet den aktuellen Status des Einführungsprojektes und zeigt zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten auf.

Schlüsselwörter

Vorgehensmodell, TeamUP, OpenUP, IT-Projektmanagement, Wissensmanagement, Change Management, Eclipse Process Composer, JIRA, Prozessdokumentation, Unternehmenskultur, Wissensintensität, Projektportal, Softwareentwicklung, Projektphasen, Prozessmodellierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung, Einführung und nachhaltige Verankerung eines firmeninternen Vorgehensmodells namens "TeamUP" für IT-Projekte bei der Firma T.CON.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit gliedert sich in drei Hauptbereiche: die technologische Umsetzung der Prozessdokumentation, die organisatorische Gestaltung des Einführungsprozesses sowie das Change Management zur Unterstützung der betroffenen Mitarbeiter.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein anpassungsfähiges, lebendiges Vorgehensmodell zu schaffen, das als zentrale Wissensbasis dient, die Qualität in Projekten sichert und Transparenz für alle Beteiligten schafft.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche zu Vorgehensmodellen (z.B. OpenUP, Scrum, RUP), Ansätzen des Wissensmanagements und Change-Management-Modellen (z.B. nach Dilts, Kraus et al.), um eine praxisorientierte Strategie für T.CON abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Spannungsfeld zwischen Technik, Organisation und Mensch, stellt die Werkzeuge (EPC, JIRA) vor und beschreibt den iterativen Rollout-Plan sowie Ansätze zur Motivation der Mitarbeiter.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Vorgehensmodell, Wissensmanagement, Change Management, TeamUP, Prozessdokumentation und die Integration von Projektmanagement-Werkzeugen.

Warum wurde speziell OpenUP als Basis gewählt?

OpenUP wurde gewählt, weil es als "Best of Breed" einen Mittelweg zwischen starren Frameworks und agilen Methoden darstellt und dem bereits vorhandenen, erprobten Projektvorgehen bei T.CON sehr nahekommt.

Wie unterstützt JIRA das neue Vorgehensmodell?

JIRA wird von einem einfachen Support-Ticket-System zu einem umfassenden Projektportal ausgebaut, in dem Prozessabläufe und organisatorische Aufgaben direkt mit dem Wissensmodell verknüpft werden, um Medienbrüche zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Adaptierung und Einführung eines Vorgehensmodells für IT-Projekte
Untertitel
Verbindung der Spannungsfelder Technik, Organisation und Mensch
Hochschule
Hochschule Deggendorf
Note
1,0
Autor
Markus Kammermeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
110
Katalognummer
V163285
ISBN (Buch)
9783640801329
ISBN (eBook)
9783640801534
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vorgehensmodelle Change Management OpenUP EPC EPF Wissensmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Kammermeier (Autor:in), 2010, Adaptierung und Einführung eines Vorgehensmodells für IT-Projekte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163285
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  110  Seiten
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