Ziel der Arbeit ist es die Person Konrads III mit der Stadt Nürnberg in Verbindung zu bringen und aufzuzeigen, welche besondere Bedeutung die Stadt bei Konrads III Weg zur Erlangung der Königsherrschaft spielte. Ich werde aber auch versuchen zu schildern wie umgekehrt, auch Konrad III Einfluss auf die Entwicklung des Königsgutes und der späteren Reichsstadt Nürnberg ausübte und ihr zum Aufschwung verhalf.
Um das zu verdeutlichen habe ich meine Arbeit in vier größere Teilbereiche gegliedert. Nach einer kurzen Zusammenfassung des Konfliktes zwischen Lothar von Supplingburg und den Staufern, gehe ich zunächst auf einige Städte des Reiches ein, die bereits vor Nürnberg für das Mittelalter große Bedeutung erlangten. Im Anschluss beschäftige ich mich mit der Stadt Nürnberg selbst. Woher stammt der Name und wann wurde Nürnberg gegründet. Dem chronologischen Verlauf der Kampfhandlungen in Nürnberg während des Konfliktes, gebe den aktuellen Forschungsüberblick zur Frage ob Nürnberg der Ort der Königskrönung Konrads III gewesen sein könnte und zeige auf, wer zu welcher Zeit die Herrschaft über die Stadt und die Umgebung von Nürnberg ausübte.
Bevor ich zum Ende der Arbeit ein Fazit ziehe, erkläre ich im letzten Teilbereich meiner Arbeit, wie und wodurch vor allem Konrad III die Grundlagen für den Aufstieg der Stadt geschaffen hat und sich Nürnberg dadurch ...
Inhaltsverzeichnis
1. Der Konflikt Lothars von Supplingburg vs. die staufischen Brüder
2. Die Bedeutung und Entwicklung einiger wichtiger Städte des 12. Jahrhunderts
3. Nürnberg bis zur Königskrönung Konrads III, 1138 n.Chr.
3.1 Die Ursprünge der Burg und der Stadt Nürnberg
3.2 Kämpfe um Nürnberg im Verlauf des Konfliktes
3.3 Nürnberg der Ort der Königskrönung Konrads III m
3.4 Wem gehörte Nürnberg
4. Der Aufstieg Nürnbergs unter Konrad III
4.1 Aufbau des Reichslandes mit Reichsgutkomplex und Reichsministerialien
4.2 Nürnberg wird zum Handelszentrum
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Verbindung zwischen Konrad III. und der Stadt Nürnberg im 12. Jahrhundert. Ziel ist es aufzuzeigen, welche Rolle die Stadt bei Konrads Weg zur Königsherrschaft spielte und wie Konrad III. wiederum den Aufstieg Nürnbergs zum bedeutenden territorialpolitischen Knotenpunkt und Handelszentrum förderte.
- Der Machtkonflikt zwischen Lothar von Supplingburg und den Staufern.
- Die historische Entwicklung und Bedeutung ausgewählter mittelalterlicher Städte.
- Die Ursprünge und militärstrategische Bedeutung der Nürnberger Burg.
- Die Rolle Nürnbergs bei der Königswahl und Krönung Konrads III.
- Die Modernisierung der Besitzverwaltung durch den Einsatz von Reichsministerialien.
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Ursprünge der Burg und der Stadt Nürnberg
Der Name der Stadt Nürnberg, die zwischen 1050 n.Chr. und 1180 n.Chr. auch als Nôrenberc, Nurenberc und in ähnlichen Abwandlungen bekannt war, setzt sich aus den beiden Wörtern nuorin was Stein oder Felsen bedeutet und berc, übersetzt Burg, zusammen.10 Darüber wer die Felsenburg erbaute gibt es heute mehrere Thesen, wann und warum sie errichtet wurde ist aber nicht mehr eindeutig festzustellen.
Heinrich III urkundete mit seinen Fürsten 1050 n.Chr. in Nürnberg. Da in diesem Jahr die Stadt das erste mal urkundlich erwähnt wurde, ging man lange Zeit davon aus, dass Heinrich III auch der Gründer Nürnbergs war. Im Jahr 1062 n.Chr. lies Heinrich III den Markt zu Fürth mit dem dazugehörigen Zoll und Münzrecht nach Nürnberg verlegen.11 Verwunderlich dabei ist aber, dass in den Urkunden immer nur die Stadt, nie aber die Burg erscheint, obwohl der Name der Stadt auf die Burg zurückzuführen ist. Aufgrund von Ausgrabungen die Brandreste einer Burganlage aus dem 10. Jahrhundert hervorbrachten, geht man heute davon aus, dass bereits unter den Ottonen eine Wehranlage in Nürnberg errichtet wurde, die dann auch der um sie herumwachsenden Stadt den Namen gab.12
Heinrich III war also nicht der Gründer der Stadt, sondern, abgesehen von seinem persönlichen Einsatz für den Aufschwung und Ausbau Nürnbergs, errichtete er nur eine neue Königsburg auf den Trümmern der abgebrannten Felsenburg. Die Anfänge der Stadt Nürnberg, oder vielmehr die Ansammlung von Gebäuden um die alte Burg herum ist demzufolge bereits in das 10. Jahrhundert zu datieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Konflikt Lothars von Supplingburg vs. die staufischen Brüder: Zusammenfassung des Streits um das Reichsgut nach dem Tod Heinrichs V. und der daraus resultierenden Eskalation zwischen Lothar III. und den Staufern.
2. Die Bedeutung und Entwicklung einiger wichtiger Städte des 12. Jahrhunderts: Analyse der Kriterien, die mittelalterliche Städte wie Aachen, Speyer oder Regensburg zu bedeutenden Zentren machten.
3. Nürnberg bis zur Königskrönung Konrads III, 1138 n.Chr.: Untersuchung der Frühgeschichte Nürnbergs, der militärischen Bedeutung der Burg sowie der Debatte um den Ort der Königskrönung.
4. Der Aufstieg Nürnbergs unter Konrad III: Darstellung der strukturellen Veränderungen durch Reichsministerialien und der Entwicklung zum Handelszentrum unter Konrad III.
5. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Rolle Konrads III. als Wegbereiter für den Aufstieg Nürnbergs zur bedeutenden Reichsstadt.
Schlüsselwörter
Konrad III., Nürnberg, Staufer, Lothar von Supplingburg, Reichsland, Reichsministerialien, Burggraf, Königsgut, Mittelalter, Handelszentrum, Königswahl, Nordgau, Ostfranken, Reichspolitik, Investiturstreit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung Nürnbergs im 12. Jahrhundert und die Wechselwirkung zwischen dem Stauferkönig Konrad III. und der Stadt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Konflikt der Staufer mit Lothar von Supplingburg, der städtebaulichen und politischen Entwicklung Nürnbergs sowie der Verwaltung des Reichsguts.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt nach dem Einfluss, den Konrad III. auf die Entwicklung Nürnbergs ausübte und welche Bedeutung die Stadt für seinen Weg zur Königsherrschaft hatte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Arbeit, die auf der Analyse von Primärquellen, Urkunden und der einschlägigen Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Ursprünge der Stadt, die militärischen Auseinandersetzungen im Konflikt um das Königtum, die Frage nach dem Ort der Königskrönung und die Neugestaltung der Verwaltung durch Reichsministerialien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Konrad III., Nürnberg, Staufer, Reichsministerialien, Reichsgut und Handelszentrum.
Warum wird in der Arbeit an der Identifizierung von "nivenburc" als Krönungsort gezweifelt?
Da der Name nur in einer einzigen Urkunde auftaucht und keine der bekannten Abwandlungen des Namens "Nürnberg" mit dem Begriff in der Kaiserchronik übereinstimmt, bleibt der Ort wissenschaftlich umstritten.
Welche Rolle spielten die Reichsministerialien für den Erfolg Nürnbergs?
Sie ermöglichten eine effizientere Kontrolle und Verwaltung der Reichsgüter sowie der Handelswege und dienten zur Absicherung der staufischen Hausmacht gegenüber den Altbesitzverhältnissen.
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- Markus Wagner (Author), 2003, Konrad III und die Stadt Nürnberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163268