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Web 2.0 - Die Renaissance des Musikvideos

Eine vergleichende Analyse von Nutzungsverhalten im Web 2.0 und herkömmlicher Musikvideonutzung

Title: Web 2.0 - Die Renaissance des Musikvideos

Bachelor Thesis , 2010 , 37 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jonas Späinghaus (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

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Summary Excerpt Details

Unter den ersten 100 weltweit abgerufenen Videos seit Start des mittlerweile erfolgreichsten Videoportals YouTube sind 59 Musikvideos aufzufinden. Darunter befindet sich auch eins der ersten Musikvideos der Gruppe „Queen“ zum Titel „Bohemian Rhapsody“. Daraus kann man schließen, dass Musikvideos scheinbar einen großen Teil der angesehenen Videos im Internet einnehmen und, dass sich Nutzer für diese Inhalte interessieren.
In dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, ob man bei der aktuellen Verbreitung und Nutzung von Musikvideos auf Videoportalen im Web 2.0 von einer Renaissance des Musikvideos reden kann.
„Das Wort ,Renaissance‘ stammt aus dem Französischen und heißt ,Wiedergeburt.‘ In diesem Zusammenhang steht es für das wiederkehrende Interesse an der Kunst und Kultur der Antike.“ Wobei sich die Bedeutung des Wortes „Renaissance“ in diesem Zusammenhang lediglich auf seine reine Übersetzung (Wiedergeburt) bezieht und nicht als Parallele zur Wiederentdeckung der Kunst und Kultur der Antike aufgefasst werden soll.

Diese Arbeit wird sich damit beschäftigen inwiefern sich die Nutzung von Musikvideos im Web 2.0 von herkömmlicher Musikvideonutzung im Musikfernsehen unterscheidet und welche Parallelen zu finden sind und inwiefern man von einer Renaissance, also einer Wiederbelebung, des Musikvideos sprechen kann.

Im Bezug auf die Möglichkeiten des Web 2.0 soll untersucht werden, welche Funktionen dem einzelnen Nutzer einen Mehrwert im Gegensatz zum Musikfernsehen bietet. Dabei werden einzelne Funktionen herausgegriffen und auf ihren Kontext und ihre Eigenschaften im Bezug auf die Rezeption analysiert. Bei der Untersuchung wird verstärkt auf Studien zum Mediennutzungsverhalten Jugendlicher zurückgegriffen. Diese Altersgruppe stellt die Hauptnutzungsgruppe für Musikvideos dar und wurde durch wissenschaftliche Studien ausführlich untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zielsetzung

1.2. Inhaltlicher Aufbau

2. Web 2.0 - Eine Begriffserklärung

3. Internetnutzung

3.1. Internetnutzung in der BRD 2009

3.2. Nutzung von Web 2.0 mit dem Schwerpunkt Videoportale

4. Zwischenfazit Nutzung von Internet, Web 2.0 und Videoportalen

5. Vorstellung von Videoportalen im Web 2.0

5.1. YouTube

5.2. myVideo

5.3. tape.tv

5.4. putpat.tv

6. Musikvideogeschichte

6.1. 50er Jahre: Rock n´ Roll

6.2. 70er Jahre: Top of the Pops und Bohemian Rapsody

6.3. 80er Jahre: MTV und die Buggles

6.4. 90er und 2000er Jahre: MTV wechselt sein Programm

7. Nutzungsmotivationen im herkömmlichen Musikfernsehen

8. Möglichkeiten der Musikvideorezeption im Web 2.0

8.1. Direkte Suche nach Künstlern und Songs

8.2. Playlisten

8.3. intelligentes Musikfernsehen

8.4. Social Media Verlinkungen

9. Zwischenfazit: Möglichkeiten der Musikvideorezeption im Web 2.0

10. Vergleich TV-Musikvideonutzung mit Musikvideorezeption im Web 2.0

11. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Nutzung von Musikvideos auf Videoportalen im Web 2.0 eine Renaissance des Musikvideos darstellt und wie sich diese neuen Rezeptionsformen von der traditionellen Nutzung im Musikfernsehen unterscheiden.

  • Vergleichende Analyse von Web 2.0-Videoportalen (YouTube, myVideo, tape.tv, putpat.tv)
  • Untersuchung der Nutzungsmotivationen von Jugendlichen
  • Gegenüberstellung von aktiver und passiver Rezeption
  • Bedeutung von Personalisierung, Playlisten und sozialen Netzwerken
  • Entwicklung des Musikfernsehens und Einordnung der "Renaissance"-These

Auszug aus dem Buch

8.1. Direkte Suche nach Künstlern und Songs

Drei der in Kapitel fünf erläuterten Videoportale bieten eine direkte Suche nach Künstlern bzw. Songs an oder fördern diese Suche explizit. YouTube als Beispiel fördert die einfache Suche durch eine sehr exponierte Position des Suchfeldes im oberen Drittel der Seite. Dadurch kann ein Nutzer direkt im Blickfeld eine Suchabfrage erstellen und YouTube zeigt ihm die zugehörigen einzelnen Videos wie auch direkt Kanäle, die nach dem Suchbegriff betitelt sind. Musikvideotitel wie auch direkt der Künstlertitel können so ohne Umwege abgerufen werden. Dies fördert den aktiven Musikvideonutzer, da er relativ hürdenlos direkt an sein Ziel, das gewünschte Musikvideo, herangeführt wird. Der Nutzer kann zusätzlich auf alle weiteren Videos des Künstlers zugreifen, die in dem Portal zur Verfügung stehen. YouTube, myVideo und tape.tv bieten eine Suchfunktion an. myVideo hat diese ähnlich wie YouTube im oberen Drittel der Seite platziert um diese ebenfalls schnell auffindbar zu machen. tape.tv ermöglicht die Suche erst wenn der Nutzer während eines laufenden Videos die Navigations- bzw. Optionsleiste einblendet. Die Suche öffnet dann in einem neuen Fenster. putpat.tv verzichtet scheinbar bewusst auf diese Funktion und lässt den Nutzer nur aus bestimmten Playlists wählen bzw. seine eigene Playliste aus bestimmten Vorlieben zusammen mischen.

Die direkte Suche nach Musikvideos unterscheidet sich grundlegend von der Rezeption im Musikfernsehen. Nutzer können direkt die Lieder abfragen, die gerade ihren Geschmack treffen. Im herkömmlichen Musikfernsehen werden sie lediglich mit einer vordefinierten Auswahl konfrontiert, die sie nur durch Warten auf das nächste Lied oder den Wechsel des Kanals beeinflussen können. Auf Videoportalen können sie, vergleichbar mit dem Abspielen einer CD, die Auswahl direkt und unverändert bestimmen. Diese Suche wird teils als Grundfunktion angeboten, teils aber auch bewusst nicht zur Verfügung gestellt. So fordert der große Umfang an Videos des Portals YouTube eine solche Suchfunktion. Das Konzept des Portals putpat.tv verzichtet dahingegen bewusst auf eine Suche.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Renaissance des Musikvideos und Definition der Zielsetzung sowie des inhaltlichen Aufbaus.

2. Web 2.0 - Eine Begriffserklärung: Erläuterung der Ursprünge und Kernmerkmale des Web 2.0, insbesondere hinsichtlich Interaktivität und Partizipation.

3. Internetnutzung: Analyse der Internetnutzung in Deutschland im Jahr 2009 mit Fokus auf Videoportale.

4. Zwischenfazit Nutzung von Internet, Web 2.0 und Videoportalen: Zusammenfassung der hohen Relevanz von Videoportalen für die junge Zielgruppe.

5. Vorstellung von Videoportalen im Web 2.0: Detaillierte Porträts der Anbieter YouTube, myVideo, tape.tv und putpat.tv.

6. Musikvideogeschichte: Übersicht über die Entwicklung des Musikvideos in vier zeitlichen Epochen.

7. Nutzungsmotivationen im herkömmlichen Musikfernsehen: Darstellung der psychologischen und sozialen Motive hinter der klassischen Videorezeption.

8. Möglichkeiten der Musikvideorezeption im Web 2.0: Analyse neuer Funktionen wie direkte Suche, Playlisten und intelligentes Musikfernsehen.

9. Zwischenfazit: Möglichkeiten der Musikvideorezeption im Web 2.0: Reflexion über die Vor- und Nachteile der neuen Rezeptionsmöglichkeiten.

10. Vergleich TV-Musikvideonutzung mit Musikvideorezeption im Web 2.0: Gegenüberstellung der Nutzungszahlen und -verhalten zwischen klassischem TV und Internet.

11. Fazit: Abschließende Bewertung, ob die Entwicklungen eine Renaissance des Musikvideos bedeuten.

Schlüsselwörter

Musikvideo, Web 2.0, Videoportale, YouTube, Musikfernsehen, Rezeption, Nutzungsmotivation, Jugendliche, Interaktivität, Playlisten, Online-Medien, Partizipation, Renaissance, Mediennutzung, Anschlusskommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob die veränderte Nutzung von Musikvideos auf modernen Online-Videoportalen als eine Renaissance des Musikmediums interpretiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen der Vergleich zwischen klassischem Musikfernsehen und Web 2.0-Videoportalen sowie die Analyse der verschiedenen Nutzungsmodi durch Jugendliche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, wie sich Musikvideorezeption im Internet von herkömmlichen TV-Formaten unterscheidet und ob man von einer Wiederbelebung des Musikvideos sprechen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Studien (z. B. ARD/ZDF-Onlinestudie, JIM-Studien) und einer exemplarischen Untersuchung spezifischer Portalfunktionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Videoportale, eine historische Einordnung des Musikvideos, die Analyse der Nutzungsmotivationen und die detaillierte Untersuchung technischer Rezeptionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Musikvideo, Web 2.0, Nutzungsmotivation, Anschlusskommunikation, Online-Videoportale und Mediennutzungsverhalten.

Welche Bedeutung haben Playlisten für die Musikvideorezeption im Web 2.0?

Playlisten ermöglichen eine Personalisierung des Konsums, die den Nutzer vom passiven Zuschauer zum aktiven Gestalter seines Musikprogramms werden lässt.

Wie unterscheidet sich "intelligentes Musikfernsehen" vom klassischen TV?

Es nutzt lernende Algorithmen, die basierend auf dem Nutzerverhalten individuelle Empfehlungen geben, anstatt nur ein starres, für alle identisches Programm auszustrahlen.

Warum spielt die Anbindung an soziale Netzwerke eine so wichtige Rolle?

Sie fördert die "Anschlusskommunikation", indem Musikvideos als Identitätsmarker in der Peergroup geteilt und über sie diskutiert werden kann.

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Details

Title
Web 2.0 - Die Renaissance des Musikvideos
Subtitle
Eine vergleichende Analyse von Nutzungsverhalten im Web 2.0 und herkömmlicher Musikvideonutzung
College
University of Siegen
Grade
2,0
Author
Jonas Späinghaus (Author)
Publication Year
2010
Pages
37
Catalog Number
V163238
ISBN (eBook)
9783640781461
ISBN (Book)
9783640781546
Language
German
Tags
WWW Web 2.0 Musikvideo Mudiskvideos YouTube MyVideo Tape.tv putpat.tv Nutzungsanalyse Musikvideonutzung Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Späinghaus (Author), 2010, Web 2.0 - Die Renaissance des Musikvideos, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163238
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