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Der Aspekt der Macht in: Das Erdbeben in Chili

Titel: Der Aspekt der Macht in: Das Erdbeben in Chili

Seminararbeit , 2007 , 11 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ann-Katrin Metzger (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Erzählung ist kurz, kaum über einen Druckbogen lang, voller Leben, Grauen, Liebe, Tod, Wollust am Süßen und Wollust am Bösen, ein Miniatur-Furioso der Leidenschaftlichkeit schlechthin, die Geschichte einer Naturkatastrophe, über die das Menschliche zunächst triumphiert, um dann, im orgiastischen Aufbrausen finsterster Niedertracht, in die letzte Tiefe hinabgerissen zu werden“1
So beschreibt Joachim Maas in seinem Buch über Heinrich von Kleists Leben die Novelle „Das Erdbeben in Chili“. Die Arbeit ist in zwei Teile untergliedert. Der erste Teil befasst sich mit dem Werk allgemein, gibt den Inhalt der Novelle wieder, zeigt Motive und Voraussetzungen für die Entstehung des Werkes und Parallelen zu realen Gegebenheiten auf. Im zweiten Teil der Arbeit werden Aspekte der Macht behandelt und Instanzen thematisiert, durch welche die Macht zum Ausdruck kommt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einführung

2.Allgemeines über das Werk

3.Zusammenfassung der Erzählung

4.Voraussetzungen für die Entstehung des Werkes

4.1 Das Erdbeben in Chile 1647

4.2 Das Erdbeben in Lissabon 1755

4.3 Immanuel Kant

4.4 Die französische Revolution

5. Aspekte der Macht

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Wirkung verschiedener Machtinstanzen in Heinrich von Kleists Novelle „Das Erdbeben in Chili“ und analysiert, wie diese durch äußere Katastrophen und den Zufall beeinflusst werden.

  • Die Rolle kirchlicher und staatlicher Autorität im Kontext moralischer Normen.
  • Die Funktion von Naturereignissen als Auslöser für soziale Umbrüche und den Zusammenbruch etablierter Machtstrukturen.
  • Der Einfluss des Zufalls als Schicksalsmacht, die über das menschliche Leben entscheidet.
  • Die Bedeutung der väterlichen Autorität im Vergleich zur staatlichen Gewalt.
  • Die ironische Darstellung religiöser Deutungsmuster im Angesicht existentieller Bedrohung.

Auszug aus dem Buch

5. Aspekte der Macht

Die erste weltliche Machtinstanz, die in der Novelle auftritt, ist die bischöfliche Macht: „... und kaum war sie aus den Wochen erstanden, als ihr schon, auf Befehl des Erzbischofs, der geschärfteste Prozeß gemacht ward.“ (51) Er verurteilt Josephe als selbstständige Machtinstitution zum Feuertod, da sie als Ordensschwester aufs Höchste gesündigt hat, indem sie gegen ihr Keuschheitsgelübde missachtet hat. Selbst die Gnadengesuche der Familie und der Äbtissin bleiben ungehört. Das Eingreifen des Vizekönigs mildert den harten Schuldspruch des Geistlichen und ändert das Todesurteil zum Tod durch Enthauptung ab.

Doch selbst durch den Machtspruch des Herrschers, also der staatlichen Instanz, wird der Tod Josephes nicht abgewendet. Orgis zufolge bedeutet der Machtspruch die allerhöchste Machtvollkommenheit ohne ein zusätzliches justizförmiges Verfahren.10 Selbst der Vizekönig ordnet sich der kirchlichen Macht unter.

Hierbei wird erstmals deutlich, was die Gesellschaft in St. Jago kennzeichnet: Die Autorität der Kirche und die darauf gestützte Moral, die im Betragen der Öffentlichkeit zu erkennen ist: „Man sprach in der Stadt mit einer so großen Verbitterung von diesem Skandal, und die Zungen fielen so scharf über das ganze Kloster her, in welchem er sich zugetragen hatte...“ (51f)

Doch nun wird diese Autorität durch die Natur bedroht. Bei der Katastrophe stirbt der Erzbischof und der Palast des Vizekönigs bricht zusammen. Anweisungen des Vizekönigs werden ignoriert und ein Zustand des Chaos bricht aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einführung: Die Einleitung umreißt die thematische Ausrichtung der Arbeit auf das Werk von Kleist und definiert die Analyse der Machtaspekte als zentralen Untersuchungsschwerpunkt.

2.Allgemeines über das Werk: Dieses Kapitel liefert Informationen zur Publikationsgeschichte, zur zeitlichen Einordnung und zur narrativen Struktur der Novelle.

3.Zusammenfassung der Erzählung: Hier wird der Handlungsverlauf von der verbotenen Liebschaft über das rettende Erdbeben bis zum tragischen Ende am Dom kompakt wiedergegeben.

4.Voraussetzungen für die Entstehung des Werkes: Dieser Abschnitt beleuchtet historische und philosophische Hintergründe wie das Erdbeben von 1647, das Ereignis in Lissabon, Kants Philosophie und die Auswirkungen der Französischen Revolution.

5. Aspekte der Macht: Der Hauptteil analysiert, wie kirchliche, staatliche und väterliche Macht sowie der Zufall die Protagonisten und die Gesellschaft in der Erzählung steuern.

6. Fazit: Das Fazit fasst die vielschichtige Natur der Machtinstanzen zusammen und betont die epische Ruhe in der Darstellung dieses gewaltvollen Geschehens.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Das Erdbeben in Chili, Macht, Kirche, Staat, Zufall, Naturkatastrophe, Moral, Ständegesellschaft, Väterliche Autorität, Aufklärung, Gottesbild, Gesellschaftsstruktur, Literaturanalyse, Novelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der verschiedenen Machtinstanzen in Heinrich von Kleists Novelle „Das Erdbeben in Chili“ und wie diese auf die handelnden Figuren wirken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind kirchliche Autorität, staatliche Machtstrukturen, das Schicksalsmoment durch den Zufall sowie gesellschaftliche Normen und Standesunterschiede.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Machtverhältnisse im Text zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese durch den Zusammenbruch der Ordnung bei einer Naturkatastrophe demaskiert oder neu konfiguriert werden.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext unter Einbeziehung von Sekundärliteratur und historischen Kontexten untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Voraussetzungen für das Werk (historisch und philosophisch) sowie detailliert die verschiedenen Aspekte der Macht, wie die Rolle der Kirche, des Vaters und des Zufalls, diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Macht, Zufall, kirchliche Autorität, gesellschaftliche Umbrüche und literarische Motivanalyse charakterisiert.

Inwiefern spielt der Zufall eine entscheidende Rolle in der Novelle?

Der Zufall ist bei Kleist eine eigene Macht, die über Leben und Tod entscheidet und die Handlung maßgeblich vorantreibt, etwa bei der Rettung oder dem plötzlichen Wiedersehen der Protagonisten.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Vaters von der staatlichen Gewalt?

Der Autor zeigt auf, dass die väterliche Gewalt in der Familie strukturell der staatlichen Gewalt gleicht, wobei beide in der Novelle als Instrumente der Repression gegenüber dem individuellen Glück der Protagonisten fungieren.

Welche Bedeutung hat der „Himmel“ in der Erzählung?

Der Himmel fungiert als Symbol für eine höhere Macht, an die sich die Figuren in ihrer Not wenden, wobei Kleist hierbei ironische Brechungen einbaut, insbesondere wenn das Gottvertrauen in der Katastrophe scheitert.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Aspekt der Macht in: Das Erdbeben in Chili
Hochschule
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Veranstaltung
Proseminar: Heinrich von Kleist
Note
2,3
Autor
Ann-Katrin Metzger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
11
Katalognummer
V163230
ISBN (eBook)
9783640800841
ISBN (Buch)
9783640801206
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heinrich von Kleist Das Erdbeben in Chili
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ann-Katrin Metzger (Autor:in), 2007, Der Aspekt der Macht in: Das Erdbeben in Chili , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163230
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Leseprobe aus  11  Seiten
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