1. Einleitung
Der folgende Reflexionsbericht bezieht sich auf mein vierwöchiges Praktikum, das ich im Rahmen des Theorie-Praxis-Moduls (TPM) absolviert habe. Während dieser Praxisphase wird eigenständig ein Studienprojekt durchgeführt, welches auf der Grundlage des forschenden Lernens basiert. Das forschende Lernen stellt eine zielgerichtete Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis her (vgl. Altrichter/ Posch 2007). Kernpunkte des Portfolios bilden die Darstellung des Studienprojekts und die Auswertung der Ergebnisse meiner Forschungsfrage. Zu Beginn dieser Arbeit werden zunächst die Praktikumsschule und die Rahmenbedingungen vorgestellt. Im Weiteren werden der Stundenplan der hospitierten und gehaltenen Unterrichtstunden und die Reflexion einer selbstgestalteten Unterrichtsstunde dargelegt.
3. Dokumentation des Forschungsanliegens
3.3 Darlegungen der Methoden der Schul- und Unterrichtsforschung - Erläuterungen zur Auswahl der Untersuchungsmethode für das Forschungsprojekt.
Hier wird in kurzer Form auf die Darlegungen der Methoden- und Unterrichtsforschung eingegangen. Innerhalb der wissenschaftlichen Forschung wird grundsätzlich zwischen qualitativer und quantitativer Forschung unterschieden. Beide Forschungsansätze können zunächst durch die Art des verwendeten Datenmaterials differenziert werden (vgl. Bortz u.a. 2002).
Bei der empirischen Datenerhebung kommt den Methoden im Allgemeinen die Funktion zu, Ausschnitte aus der Realität, die für den Gegenstand der Untersuchung relevant sind, exakt zu beschreiben oder abzubilden. (Vgl. ebd.)Quantitative Methoden wie ... haben die Quantifizierung der Beobachtungsrealität, also die Abbildung des jeweiligen Ausschnitts der Wirklichkeit in messbare Zahlenwerte, zum Ziel.(Vgl. ebd.) Demgegenüber beziehen sich qualitative Methoden auf die Interpretation von verbalem Material, zum Beispiel die qualitative Befragung oder Beobachtung.
Eder schlägt als Antwort auf die Frage einer möglichen Zusammenfügung der qualitativen und quantitativen Methoden innerhalb der Schul- und Unterrichtsforschung eine Abgrenzung der Einsetzbarkeit beider Forschungsansätze vor. Denn qualitative Zugänge zu einem Forschungsgegenstand seinen aus dem Grund ihrer Offenheit eher eine Basis für Innovationen, die von dem bisherigen Alltagswissen abweichen, während quantitative Zugänge eher der Abbildung, Bestätigung oder Widerlegung des bereits Bestehenden oder Gedachten dienlich scheinen. Des Weiteren fügt Eder hinzu...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kurze Vorstellung der Schule und deren Rahmenbedingungen
2.1 Begründung der Schulwahl
2.2 Stundenplan über die hospitierten und gehaltenden Unterrichtsstunden
2.3 Übersicht über gehaltene Unterrichtsstunden
3. Dokumentation des Forschungsanliegens
3.1 Resümee der Studienskizze
3.2 Welche Auffälligkeiten/ Probleme/ ggf. methodische Kritik gab es bei der Durchführung des Forschungsprojektes und wie wurde darauf reagiert?
3.3 Darlegungen der Methoden der Schul- und Unterrichtsforschung - Erläuterungen zur Auswahl der Untersuchungsmethode für das Forschungsprojekt
3.3.1 Die Beobachtung als die hier zugrunde liegende Forschungsmethode
3.4 Ergebnisse und Resümee des Forschungsprojektes
4. Dokumentation der Entwicklungsaufgabe
4.1 Kurze Begründung der Entwicklungsaufgabe
4.2 Darstellung der Entwicklungsaufgabe anhand einer ausgewählten selbstgehaltenen Unterrichtsstunde
4.2.1 Darstellung einer selbst gehaltenen Unterrichtseinheit mittels des Methodenkreuzes
4.2.2 Mögliche Alternativen in der Einführung und Erarbeitungsphase innerhalb der Unterrichtsdurchführung
4.3 Darstellung und Reflexion der Entwicklungsaufgabe anhand der gehaltenen Unterrichtsstunden
5. Reflexion zum Methodenkoffer
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Praktikum im Rahmen des Theorie-Praxis-Moduls (TPM) und analysiert, ob ein Zusammenhang zwischen den gewählten Sozialformen und den im Unterricht eingesetzten Aufgabentypen besteht, um daraus Erkenntnisse für die eigene zukünftige Lehrtätigkeit zu gewinnen.
- Grundlagen des forschenden Lernens in der Schulpraxis
- Klassifizierung von Aufgabentypen und deren methodische Einordnung
- Empirische Untersuchung der Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, Plenum)
- Reflexion der Lehrpraxis und methodische Unterrichtsgestaltung
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Die Beobachtung als die hier zugrunde liegende Forschungsmethode
Die Beobachtung ist sowohl im Kontext der qualitativen als auch im Kontext der quantitativen Forschung anwendbar (vgl. Atteslander 2003, S. 82). Generell wird die theoriegeleitete wissenschaftlich kontrollierte und systematische Beobachtung, deren Voraussetzung die bestmögliche Einschränkung und Kontrolle der Forschersubjektivität ist, von der Alltagsbeobachtung unterscheiden (vgl. Bortz/ Döring 2002, S. 263). Dem Forscher stehen bei der Wahl der Beobachtungsarten nach Klammer folgende fünf Alternativen zur Verfügung:
• verdeckte und offene Beobachtungen
• teilnehmende (aktive) und nichtteilnehmende (passive) Beobachtungen
• systematische (strukturierte, standardisierte, kontrollierte) und unsystematische Beobachtungen
• künstliche und natürliche Beobachtungssituationen
• Selbst- und Fremdbeobachtungen (vgl. Klammer 2005, S. 200)
In der quantitativen Forschung wird die soziale Realität als objektiv gegeben und können somit anhand von kontrollierten Methoden als objektiv beobachtbar angesehen werden. Dem Forscher kommt während der Beobachtung die Rolle des unabhängigen theoriegeleiteten Beobachters zu (vgl. Atteslander 2003, S. 82). Dass diese angestrebte Objektivität jedoch nicht vollständig möglich ist, zeigen sozialpsychologische Studien zu so genannten Verzerrungseffekten („Social Perception, Person Perception).(Vgl. Bortz/ Döring 2002, S. 263) Diese weisen auf den Zusammenhang zwischen den Einstellungen eines Menschen und dessen Wahrnehmung gegenüber anderen Menschen hin. Dieser Umstand stellt einen Kritikpunkt an den quantitativen Forschungsmethoden dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Praktikums und des forschenden Lernens als Verknüpfung von Theorie und Praxis.
2. Kurze Vorstellung der Schule und deren Rahmenbedingungen: Detaillierte Beschreibung der Praktikumsschule, ihres Fächerangebots und der schulspezifischen Rahmenbedingungen.
3. Dokumentation des Forschungsanliegens: Erläuterung des Forschungsprojekts, der methodischen Grundlagen und der Ergebnisse bezüglich der Verteilung von Aufgaben- und Sozialformen.
4. Dokumentation der Entwicklungsaufgabe: Reflexion über die Durchführung selbst gehaltener Unterrichtsstunden und die Erprobung neuer Methoden zur Aktivierung der Lernenden.
5. Reflexion zum Methodenkoffer: Auswertung der Methode "Talkshow" zur Ergebnispräsentation im Unterricht.
Schlüsselwörter
Theorie-Praxis-Modul, Schulpraktikum, Forschendes Lernen, Sozialformen, Aufgabentypen, Unterrichtsforschung, Methodenkreuz, Konstruktivismus, Lehrerverhalten, Didaktik, Berufskolleg, Schüleraktivierung, Beobachtungsmethode, Reflexion, Unterrichtsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert ein vierwöchiges Schulpraktikum an einem Berufskolleg im Rahmen eines Theorie-Praxis-Moduls und dokumentiert dabei ein eigens durchgeführtes Forschungsprojekt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Verknüpfung von wissenschaftlicher Theorie und schulpraktischer Anwendung, die Analyse von Unterrichtsmethoden sowie die Aktivierung von Schülern durch unterschiedliche Sozialformen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, einen möglichen Zusammenhang zwischen der Wahl bestimmter Sozialformen und den eingesetzten Aufgabentypen im Unterricht zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt die Methode der teilnehmenden systematischen Beobachtung, unterstützt durch einen quantitativen Beobachtungsbogen, um Unterrichtssequenzen objektiv zu erfassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Dokumentation des Forschungsanliegens, die Auswertung von Beobachtungsdaten in verschiedenen Fächern und die Reflexion über selbst gehaltene Unterrichtseinheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Forschendes Lernen, Sozialformen, Aufgabentypen, Unterrichtsmethoden und Schulpraxis.
Wie beeinflusst die Schwierigkeit der Aufgabe die Wahl der Sozialform?
Die Analyse legt nahe, dass bei komplexeren Aufgaben, wie Problemlösungs- oder Transferaufgaben, häufiger das Plenum oder Gruppenarbeitsphasen gewählt werden, während einfache Wissensabfragen eher in der Einzelarbeit stattfinden.
Welche Rolle spielt der "Methodenkoffer" in der Arbeit?
Der Methodenkoffer dient als Werkzeug zur Präsentation und Aktivierung; exemplarisch wird hierbei die Methode der "Talkshow" kritisch reflektiert.
Welche Herausforderungen nennt die Autorin bei der Selbstbeobachtung?
Die Autorin stellt fest, dass es ihr zu Beginn des Praktikums schwerfiel, gleichzeitig den Unterricht aktiv zu leiten und eine objektive Selbstbeobachtung durchzuführen.
- Quote paper
- Laura Häckel (Author), 2010, Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Wahl der Sozialformen und den Aufgabentypen im Unterricht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162997