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Das Krankheitsbild der Anorexia nervosa und Kinder und Jugendliche in Deutschland

Eine Aufgabe für die Soziale Arbeit

Titel: Das Krankheitsbild der Anorexia nervosa und Kinder und Jugendliche in Deutschland

Hausarbeit , 2010 , 44 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Laura Häckel (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung und Fragestellung zur Arbeit
Im Bewusstsein der Gesellschaft und in den Medien nehmen Essstörungen und die Diskussion um deren möglichen Ursachen gegenwärtig einen breiten Raum ein. Anorexia nervosa (auch Magersucht genannt) und Bulimia nervosa werden vorwiegend als eine Art Reflex einer Leistungsgesellschaft interpretiert, die die Betroffenen durch kontinuierlich private und berufliche Anforderungen und ein dogmatisches Schlankheitsideal überfordert. Die Öffentlichkeit steht diesem Umstand kritisch gegenüber und dennoch werden in den Medien...
Die vorliegende Arbeit ist im Rahmen des Hauptseminars SS2010 entstanden. Hier ist u. a. deutlich geworden, dass das Ernährungsverhalten und der Nahrungsverzehr von sozial benachteiligten Familien gegenüber ressour-censtarken Familien unterschiedlich sind. Des Weiteren ist herausgestellt worden, dass insbesondere mehr Mitglieder aus ressourcen-schwachen Familien an Übergewicht und/oder Adipositas erkranken (vgl. Robert Koch-Institut 2006) und dass das Thema „Armut und Adipositas“ zudem sozial mehr eingebettet ist als das Phänomen der Essstörung Magersucht, dass i. d. R. eher in Familien mit einem hohen sozialen Status auftritt.
Zudem wird aus der Menge an unterschiedlichen Präventionsmaßnahmen und Projekten ersichtlich, dass gegenwärtig national wie auch international politisch und öffentlich über diesen Themenschwerpunkt diskutiert wird.
Vor diesem Hintergrund ist die Frage entstanden, warum die Gesundheits- und Essstörung A.n. und die sich dahinter verborgene Mehrdimensionalität, die für die Entstehung verantwortlich ist, wie etwa die soziokulturellen Faktoren, das gesellschaftliche Wertesystem, psychosoziale Bedingungen etc.(vgl. Vogelsang 2007) gegenüber dem Phänomen der Adipositas nicht in dem Arbeitsfeld der sozialpädagogischen Helfersysteme integriert ist.Da innerhalb der betroffenen Familien die interpersonellen Beziehungen gestört sind und familiäre Dysfunktionalitäten vorliegen, kann die soziale Arbeit verbindlich auf den §1 des Kinder- und Jugendhilfegesetztes (KJHG) des achtes Sozialgesetzbuches, dass jeder junge Mensch das Recht auf Erziehung, Elternverantwortung und Jugendhilfe zur Förderung seiner Entwicklung und der Erziehung zu einem eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit hat (vgl. LWL-Landesjugendamt 2009), zurückgreifen und mögliche zielgruppenorientierte Präventionsarbeit und Interventionen demzufolge gesetzlich vertretbar planen und legimentieren...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung zur Arbeit

2. Die Geschichte der Anorexia nervosa

2.1 Von der mittelalterlichen Asketin bis zur anorektischen Frau des 20ten Jahrhunderts

2.2 Die fastende Frau des 20. Jahrhunderts und die Auswirkungen

3. Essstörungen

3.1 Das gestörte Essverhalten

3.2 Klassifikationen von Essstörungen

3.2.1 Definition und Symptome der Anorexia nervosa

3.2.2 Definition und Symptome der Bulimia nervosa

3.2.3 Definition und Symptome der Adipositas

3.2.4 Definition und Symptome von atypischen/ sonstigen Essstörungen und der Binge Eating Disorder

3.3 Essstörungen und soziale Schichtzugehörigkeit

4. Lebensbereich Familie und die Mehrdimensionalität familiärer Entstehungsfaktoren

4.1 Sozialisationsinstanz Familie

4.2 Die Entwicklungsaufgaben der Jugendphase

4.3 Familie und Essstörungen – Eine Familienkrankheit?

5. Präventive und intervenierende Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe

5.1 Mögliche sozialpädagogische Unterstützungsformen bei stationärer und ambulanter Therapiebehandlungen

5.2 Präventionsmaßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe durch Öffentlichkeitsarbeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Erscheinungsformen der Anorexia nervosa, insbesondere im Kontext familiärer Dynamiken, und hinterfragt, warum diese Problematik bisher kaum in den sozialpädagogischen Helfersystemen der Kinder- und Jugendhilfe integriert ist.

  • Historische Entwicklung der Anorexia nervosa.
  • Medizinische Klassifikation und Symptomatik verschiedener Essstörungen.
  • Einfluss des sozioökonomischen Status auf Essstörungen.
  • Die Rolle der Familie als primäre Sozialisationsinstanz und Entstehungsfaktor.
  • Sozialpädagogische Interventions- und Präventionsstrategien.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das gestörte Essverhalten

„Essen und Trinken sind zu den menschlichen Verhaltensweisen zu rechnen, die mit größter Regelmäßigkeit und gleichzeitig hoher Wiederholungsfrequenz ausgeführt werden.“ (Pudel/ Westenhöfer 1998, S. 66) Nahrungsaufnahme ist lebensnotwendig und etwas Alltägliches. Ein Mangel Nahrung wird durch das Gefühl des „Hungers“ signalisiert. Je hungriger der Mensch ist, desto mehr wird sein Verhalten von der Nahrungssuche oder –aufnahme bestimmt. Das Sättigungsgefühl schützt vor Überladung mit Nährstoffen oder einer Schädigung der Verdauungsorgane durch zu große Nahrungsmengen. Die Wahl von Nahrungsmitteln entscheidet das Ernährungsverhalten. Hunger und Sättigung stimmen die Nahrungsaufnahme mit den jeweiligen Bedürfnissen des Organismus´ ab.

Es gibt Menschen, die auf der einen Seite in recht unregelmäßigem Rhythmus Speisen und infolgedessen in wiederholenden Abständen große Mengen an Essen zu sich nehmen. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die das Essen zu festgelegten Zeit, beispielsweise das gemeinsame Mahl mit der Familie, regelrecht „vergessen“. Wird die Nahrungszufuhr aus verschiedenen Gründen reduziert oder ausgelassen, führt dies Konsequenzen mit sich. Mahlzeiten haben gesellschaftliche und kommunikative Funktionen, vor allem in der Familie. „Essen hat über das Sattwerden hinaus eine soziale Bedeutung, es ist verbunden mit Werten und Idealen und Gefühlen von Identität und Zugehörigkeit, Essen kann Ausdruck von Sympathie oder Abneigung sein, die Essenszubereitung ein Symbol für Nähe, Zuwendung und Geborgenheit.“ (Vogelsang 2007, S. 11 f.) Essen kann aber auch als ein Mittel der Macht gebraucht werden, so dass Nahrungsentzug eine Form von Sanktionierung und Essen eine Form von Belohnung ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung zur Arbeit: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz von Essstörungen und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Integration von Anorexia nervosa in sozialpädagogische Arbeitsfelder.

2. Die Geschichte der Anorexia nervosa: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von religiös motiviertem Fasten bis hin zur modernen medizinischen Diagnose der Anorexia nervosa nach.

3. Essstörungen: Hier werden Definitionen, medizinische Klassifikationen nach ICD-10 und der Zusammenhang zwischen Essstörungen und sozialer Schichtzugehörigkeit dargelegt.

4. Lebensbereich Familie und die Mehrdimensionalität familiärer Entstehungsfaktoren: Der Fokus liegt auf der Familie als Sozialisationsinstanz, den Entwicklungsaufgaben in der Jugendphase und der Theorie der Familie als Ursprungsort für psychische Störungen.

5. Präventive und intervenierende Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe: Es werden konkrete sozialpädagogische Unterstützungsformen und Ansätze für Öffentlichkeitsarbeit zur Prävention von Essstörungen diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Notwendigkeit einer stärkeren Einbindung sozialpädagogischer Fachkräfte in die Behandlung und Prävention der Anorexia nervosa.

Schlüsselwörter

Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas, Essstörungen, Soziale Arbeit, Kinder- und Jugendhilfe, Familie, Sozialisation, Entwicklungsaufgaben, Prävention, Intervention, soziale Schichtzugehörigkeit, Körperbild, Ernährung, Leistungsgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Anorexia nervosa im Kindes- und Jugendalter und untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit sowie die Bedeutung familiärer Strukturen bei der Entstehung dieser Essstörung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Magersucht, die medizinischen Klassifikationen verschiedener Essstörungen, die Auswirkungen des sozialen Status sowie die Interventionsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu analysieren, warum die Anorexia nervosa und deren familiäre Entstehungsursachen bisher kaum in den sozialpädagogischen Helfersystemen ausreichend integriert sind und welche Ansätze für eine bessere Versorgung existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Modulhausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Transfer theoretischer Konzepte auf das praktische Handlungsfeld der Sozialen Arbeit basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Genese der Magersucht, die verschiedenen Erscheinungsformen von Essstörungen, familiäre Dysfunktionalitäten als Ursachenfaktor sowie konkrete sozialpädagogische Interventionsansätze detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Anorexia nervosa, Soziale Arbeit, Kinder- und Jugendhilfe, familiäre Dysfunktionalität, Prävention und soziale Schichtzugehörigkeit.

Welche Bedeutung kommt der Familie bei der Entstehung von Anorexia nervosa zu?

Die Arbeit identifiziert die Familie als primäre Sozialisationsinstanz, in der dysfunktionale Regeln, Rollenfestschreibungen und mangelnde Konfliktfähigkeit das Krankheitsbild der Magersucht als Symptom innerhalb des Familiensystems stabilisieren können.

Warum wird Adipositas medial stärker thematisiert als Anorexia nervosa?

Laut der Autorin liegt dies an den hohen volkswirtschaftlichen Kosten der Adipositas für das Gesundheitssystem und daran, dass Magersucht in ressourcenstarken Familien oft als "geheime" Erkrankung verborgen bleibt.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Krankheitsbild der Anorexia nervosa und Kinder und Jugendliche in Deutschland
Untertitel
Eine Aufgabe für die Soziale Arbeit
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Institut für Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung und Pädagogik der frühen Kindheit)
Note
1.3
Autor
Laura Häckel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
44
Katalognummer
V162995
ISBN (eBook)
9783640770519
ISBN (Buch)
9783640770977
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik - Psychologie- Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Häckel (Autor:in), 2010, Das Krankheitsbild der Anorexia nervosa und Kinder und Jugendliche in Deutschland , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162995
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Leseprobe aus  44  Seiten
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