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Die Kurzgeschichten Doris Dörries im Vergleich zu ihrer Verfilmung "Bin ich schön?"

Title: Die Kurzgeschichten Doris Dörries im Vergleich zu ihrer Verfilmung "Bin ich schön?"

Bachelor Thesis , 2009 , 38 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Christine Pepersack (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Linda gibt vor, taubstumm zu sein, kann aber sprechen. Sie trifft auf Werner, der auf Schläge steht. Im Nebenzimmer telefoniert Klaus seiner großen Liebe Franziska hinterher. Franziska aber heiratet Holger, den sie erst seit wenigen Wochen kennt. In Franziskas Modegeschäft kauft Rita, die sich auf ihr Idealgewicht gehungert hat, einen Kaschmirpullover. Ihr Mann Fred versteht ihren Schlankheitswahn nicht. Die beiden richten Franziskas Hochzeit aus. Franziska trifft auf die zornige Elke, die mit ihrem Hochzeitskleid durchbrennt.
Mit diesen Worten lässt sich ein kleiner Teil des Figuren- und Beziehungsgeflechts beschreiben, das Doris Dörrie in ihrer Literaturverfilmung "Bin ich schön?" entwickelt. Basierend auf Erzählungen aus ihren Kurzgeschichtenbänden "Bin ich schön?" und "Für immer und ewig" erzählt der Film von sechzehn Protagonisten, deren Lebenswege sich kreuzen. Dabei bewegt Dörrie sich stets auf einem schmalen Grat zwischen Komik und Nachdenklichkeit. Ursprünglich von Dörrie bereits für 1997 geplant, wurde "Bin ich schön?" nach dem plötzlichen Tod ihres Lebensgefährten und Kameramanns Helge Weindler zu Beginn der Dreharbeiten um ein Jahr verschoben.
Das Ergebnis ist ein sehr persönlicher Film mit biografischen Motiven sowie einer immer wieder anklingenden Melancholie, die sich unter anderem in der gesamten "Semana Santa"-Handlung offenbart, jedoch auch Teil der einzelnen Episoden ist. Jeder der Figuren haftet eine gewisse Melancholie an.
Diese Arbeit beschäftigt sich zentral mit Dörries Kurzgeschichten – und zwar mit denjenigen, die als Vorlage zu "Bin ich schön?" dienten – und deren Umsetzung in die Filmsprache, wobei der Schwerpunkt auf inhaltlichen und weniger auf formalen Aspekten liegen soll. Dies soll keine medienwissenschaftliche Arbeit sein, sondern eine literaturwissenschaftliche, die den Film genauso wie die Kurzgeschichten als literarischen Text auffasst. Die Analyse geht von einem hermeneutischen Ansatz aus, der sich – ausgehend von u. a. Peter Szondi – in der Literaturwissenschaft entwickelt hat und sich mit "dem Sinnverstehen künstlerischer Texte" auseinandersetzt. Zunächst müssen jedoch einführend die Begriffe Kurzgeschichte – auch im Zusammenhang mit der Problematik einer allumfassenden Gattungsbestimmung – und Episodenfilm definiert und untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Die Kurzgeschichte

2.2 Der Episodenfilm

2.3 Weibliches Schreiben und weibliche Filmsprache

3. Doris Dörrie: Bin ich schön?

3.1 Die Ironikerin

3.2 Von der Kurzgeschichte zum Film

4. Fazit

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Vorlage von Doris Dörries Film „Bin ich schön?“ und analysiert die Umsetzung der Kurzgeschichten in die Filmsprache. Dabei liegt der Fokus auf der inhaltlichen Auseinandersetzung und der literaturwissenschaftlichen Betrachtung der filmischen Erzählstruktur sowie der geschlechtsspezifischen Ästhetik.

  • Analyse der Kurzgeschichte als literarische Gattung
  • Untersuchung des Episodenfilms als narratives Konzept
  • Diskussion von weiblichem Schreiben und weiblicher Filmsprache
  • Interpretation des Films „Bin ich schön?“ als Literaturverfilmung
  • Betrachtung von Motiven wie Sehnsucht, Entfremdung und Zufall

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Ironikerin

Doris Dörrie arbeitet seit jeher mit dem Ehrgeiz, Filme über Deutschland drehen zu wollen. Betrachtet man ihre früheren Werke wie Geld oder Paradies, so könnte man ihr vorwerfen, dass sie im Gegensatz zu ihrem großen Erfolg Männer nicht nah genug an ihre Figuren herankommt, um wirklich von ihnen und ihren inneren Vorgängen erzählen zu können und stattdessen in Oberflächlichkeiten stecken bleibt, weil sie nicht wagt, die über den Blick ins Innere eines Einzelnen hinausgehende Sicht auf die Gesellschaft aus den Augen zu verlieren. Sie arbeitet jedoch hochgradig analytisch und beobachtet genau.

Dörrie trifft mit ihren Verfilmungen den Nerv Deutschlands, weil sie Komödien dreht. „Denn es gibt kein Publikum für deutsche Actionfilme, weder in Deutschland noch anderswo. Es gibt nur ein Publikum, das Actionfilme sehen will, egal woher und am liebsten aus Hollywood.“ Komödien aber sind „billig, leicht zu stricken und bei den Gremien beliebt, und sie sehen aus wie das Leben, insofern es die schlechten Illustrierten imitiert“ und gängige Klischees auf immer wieder neue Weise bedient werden. Und Komik entsteht bei Dörrie ganz einfach, zu sehen z.B. an ihrem Erfolgsfilm Männer aus den 1980er Jahren (1986): Wenn Julius an seinem zwölften Hochzeitstag erfährt, dass seine Frau einen Liebhaber hat, er dem Liebhaber Stefan nachjagt und sich schließlich bei diesem einnistet, um herauszufinden, was dieser hat, das er nicht hat und Stefan zum Yuppie umerzieht, ist viel Raum für Komik gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Figuren- und Beziehungsgeflecht der Literaturverfilmung „Bin ich schön?“ ein und beleuchtet den Entstehungskontext des Films.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Gattung der Kurzgeschichte und das Konzept des Episodenfilms, bevor es sich dem weiblichen Schreiben widmet.

2.1 Die Kurzgeschichte: Hier werden formale und inhaltliche Kriterien der Kurzgeschichte erörtert, insbesondere deren Offenheit und die Funktion als literarische Form.

2.2 Der Episodenfilm: Dieser Abschnitt untersucht die Genre-Theorie und die Besonderheiten des Episodenfilms als lose verstrickte Sammlung von Geschichten.

2.3 Weibliches Schreiben und weibliche Filmsprache: Die Autorin diskutiert hier die Spezifika von durch Frauen verfasster Literatur und die daraus resultierende Ästhetik im Film.

3. Doris Dörrie: Bin ich schön?: Dieses Kapitel verbindet die theoretischen Grundlagen mit der konkreten Analyse des behandelten Werkes von Doris Dörrie.

3.1 Die Ironikerin: Hier wird der Stil der Regisseurin analysiert, insbesondere ihr Einsatz von Ironie und schwarzem Humor zur Darstellung menschlicher Beziehungen.

3.2 Von der Kurzgeschichte zum Film: Dieser Teil betrachtet die Adaption der elf zugrundeliegenden Kurzgeschichten und die Veränderung der Erzählstränge für den Film.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Bedeutung der szenischen Anlage der Vorlagen für die filmische Adaption hervor.

5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Doris Dörrie, Bin ich schön?, Kurzgeschichte, Episodenfilm, Literaturverfilmung, Weibliches Schreiben, Ironie, Sehnsucht, Identität, Filmsprache, Adaption, Erzählstruktur, Subversivität, Alltagsleben, Entfremdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Verhältnis der Literaturverfilmung „Bin ich schön?“ von Doris Dörrie zu den zugrundeliegenden Kurzgeschichten und untersucht, wie literarische Stoffe in eine filmische Sprache übersetzt werden.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die Arbeit behandelt Themen wie die Gattungsbestimmung der Kurzgeschichte, die filmische Erzählweise in Episodenfilmen, das Konzept des weiblichen Schreibens und die Darstellung von Identitätssuche und Sehnsucht im Film.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die ästhetische und inhaltliche Umsetzung der literarischen Vorlagen in den Film zu untersuchen und dabei aufzuzeigen, wie Dörrie durch eine spezifische Montage von Erzählungen und den Einsatz von Ironie ein komplexes Gesellschaftsbild entwirft.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Analyse folgt einem hermeneutischen Ansatz der Literaturwissenschaft, der sowohl den Film als auch die Kurzgeschichten als literarische Texte auffasst und ihr Sinnverstehen in den Vordergrund stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kurzgeschichte, Episodenfilm, weibliches Schreiben) sowie eine detaillierte film- und literaturbasierte Analyse des Films „Bin ich schön?“.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Literaturverfilmung, Erzählstruktur, weibliches Schreiben, Ironie und Episodenfilm charakterisieren.

Welche Rolle spielt die „Semana Santa“ im Film, wie im Dokument erläutert?

Die „Semana Santa“ dient im Film als Hauptereignis der Spanienhandlung, das alle Figuren zusammenführt, und fungiert zugleich als Mittel zur persönlichen Trauerarbeit der Regisseurin.

Warum wählt Dörrie laut der Analyse Spanien als zentralen Schauplatz?

Spanien steht im Film als Bild des „Südens“ für die Sehnsucht der Figuren, dem rationalen, deutschen Alltag zu entfliehen und ein „wahres Leben“ zu führen oder eine andere Identität anzunehmen.

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Details

Title
Die Kurzgeschichten Doris Dörries im Vergleich zu ihrer Verfilmung "Bin ich schön?"
College
Ruhr-University of Bochum  (Germanistisches Institut)
Grade
1,1
Author
Christine Pepersack (Author)
Publication Year
2009
Pages
38
Catalog Number
V162765
ISBN (eBook)
9783640781683
ISBN (Book)
9783640781928
Language
German
Tags
Medienwissenschaft Filmanalyse Kurzgeschichte Deutsche Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Pepersack (Author), 2009, Die Kurzgeschichten Doris Dörries im Vergleich zu ihrer Verfilmung "Bin ich schön?", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162765
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