Ziel dieser Arbeit soll es sein, sich mit dem betriebswirtschaftlichen Zugang zur unternehmerischen Planung, Steuerung und Bewertung von Weiterbildungen deskriptiv zu befassen. Da sich betriebswirtschaftliche Zugänge zumeist retrospektiv und durch Kennzahlen diesem Thema nähern, wird die Fragestellung nach dem Beitrag zum eingangs genannten Verständnis von Bildungscontrolling leitend sein.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG UND LEITENDE FRAGESTELLUNG
2. MESSUNG DES MESSBAREN NACH WEISS
3. BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE DOKUMENTATION UND STATISTIK IN UNTERNEHMEN
4. INTEGRATIVE MESSUNG UND BEWERTUNG VON HUMANRESSOURCEN NACH BECKER
5. REFLEXIONEN ZUM BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHEN UND INTEGRATIVEN ANSATZ
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den betriebswirtschaftlichen Zugang zur unternehmerischen Planung, Steuerung und Bewertung von Weiterbildungen kritisch zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Fragestellung, welchen Beitrag dieser Zugang zum Verständnis von Bildungscontrolling leistet und wie betriebswirtschaftliche sowie verhaltenswissenschaftliche Ansätze integriert werden können.
- Grundlagen des Bildungscontrollings und dessen operative Einbettung
- Methoden der Messung und Bewertung von Bildungsmaßnahmen nach Reinhold Weiss
- Personalstatistik und Kennzahlensysteme im betriebswirtschaftlichen Kontext
- Integrative Konzepte zur Messung von Humanressourcen nach Manfred Becker
- Kritische Reflexion über die Instrumentalisierung von Humankapital
Auszug aus dem Buch
3. Betriebswirtschaftliche Dokumentation und Statistik in Unternehmen
Eine betriebswirtschaftliche Messung von Humanressourcen ist nach BECKER in „Dokumentation und Statistik […], Kosten- und Leistungsrechnung […], Investitionsrechnung […] und Buchführung und Jahresabschluss“ unterteilt, die im Folgenden nun detailierter vorgestellt wird (Becker 2008, S.193).
Generell werden unter dem Begriff Humanressourcen „die zumeist intangiblen humanen Ressourcen eines Unternehmens gefasst, die unter bestimmten Bedingungen ein eigenständiges Erfolgspotenzial entfalten können. Das Personal eines Unternehmens stellt somit den Ressourcenpool potenzieller Fertigkeiten und Qualifikationen sowie die Lernbereitschaft der Ressource Mensch dar und ist als wichtiger immaterieller Wettbewerbsfaktor zu definieren“ (ebd., S.35).
Innerhalb des Abschnittes soll herausgestellt werden, welches Verständnis von Dokumentation und Statistik den Unternehmen im Einzelnen zugrundeliegt.
Die Personalstatistik besteht aus quantitativen Daten, die sich aus Kennziffern und Kennzahlensystemen bilden lassen. Kennzahlen verdichten Informationen größerer Sachverhalte und besitzen den Anspruch die Realität komprimiert abbilden zu können. Schließlich sollen Kennziffern und Kennzahlensysteme der Kontrolle sowie Planung von Entscheidungen dienen (vgl. ebd., S.194).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG UND LEITENDE FRAGESTELLUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Bildungscontrollings ein und definiert die Forschungsfrage, die sich mit dem betriebswirtschaftlichen Zugang zur Planung und Bewertung von Weiterbildungen befasst.
2. MESSUNG DES MESSBAREN NACH WEISS: Hier werden die Bewertungsmaßstäbe von Reinhold Weiss (Relevanz, Effektivität, Effizienz und Performanz) vorgestellt und deren Anwendung sowie Grenzen in der betrieblichen Praxis diskutiert.
3. BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE DOKUMENTATION UND STATISTIK IN UNTERNEHMEN: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Personalstatistik, unterteilt in verschiedene Kennzahlenbereiche wie Struktur, Leistung und Kosten, und reflektiert deren Möglichkeiten und Grenzen.
4. INTEGRATIVE MESSUNG UND BEWERTUNG VON HUMANRESSOURCEN NACH BECKER: Dieser Abschnitt behandelt den integrativen Ansatz, der betriebswirtschaftliche und verhaltenswissenschaftliche Aspekte in einem fünfstufigen Modell zur Steuerung des Humankapitals vereint.
5. REFLEXIONEN ZUM BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHEN UND INTEGRATIVEN ANSATZ: Abschließend erfolgt eine kritische Würdigung der vorgestellten Ansätze, insbesondere hinsichtlich der Instrumentalisierung von Personal und der Aussagekraft der gewählten Kennzahlen.
Schlüsselwörter
Bildungscontrolling, Humanressourcen, Personalstatistik, Kennzahlen, Weiterbildung, Effektivität, Effizienz, Humankapital, Personalentwicklung, Mitarbeiterbewertung, Betriebswirtschaftslehre, Verhaltenswissenschaften, Unternehmenssteuerung, Kompetenzanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Bildungscontrollings, um die unternehmerische Planung, Steuerung und Bewertung von Bildungsmaßnahmen besser zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Messung von Weiterbildungserfolgen, den Einsatz von Personalstatistiken sowie die Integration verhaltenswissenschaftlicher Aspekte in das betriebswirtschaftliche Bildungsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den betriebswirtschaftlichen Zugang zum Bildungscontrolling deskriptiv zu erfassen und kritisch zu hinterfragen, welchen Beitrag dieser zur Bewertung von Weiterbildungen leistet.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor nutzt eine Literaturanalyse, um bestehende Modelle zur Messung des Humankapitals, wie das von Reinhold Weiss oder Manfred Becker, gegenüberzustellen und zu reflektieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Kennzahlensystemen zur Personalstatistik, die Erläuterung von Bewertungsmaßstäben für Weiterbildungen und die Darstellung eines integrativen Modells zur Bewertung von Humankapital.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungscontrolling, Humankapital, Kennzahlen, Effizienz und Personalentwicklung charakterisiert.
Wie unterscheidet sich der Ansatz von Becker von dem von Weiss?
Während Weiss primär die betriebswirtschaftliche Messbarkeit (Effektivität/Effizienz) betont, versucht Becker, diese mit verhaltenswissenschaftlichen Aspekten wie Zufriedenheit und Leistung integrativ zu verbinden.
Was kritisiert der Autor an der Einteilung in "Humanvermögenskapitalisten" und "Humanvermögenspauperisten"?
Der Autor bezeichnet diese Zweiklassengesellschaft als zu kurz gegriffen und warnt vor der moralischen Problematik, Menschen basierend auf ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit in Kategorien einzuteilen.
- Arbeit zitieren
- B.A. David Wolf (Autor:in), 2009, Betriebswirtschaftliche Grundlagen zum Bildungscontrolling, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162427