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Künstliche Menschen

Die Differenzierung zwischen Künstlichem und Menschlichem anhand zweier Filmbeispiele

Title: Künstliche Menschen

Term Paper , 2010 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Labza (Author)

Psychology - Media Psychology

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Summary Excerpt Details

Für das Horrorgenre steht das zu übermittelnde Gefühl des Grauens, der Angst oder des Ekels im zentralen Vordergrund und thematisiert dabei meist den Tod. Menschen bezahlen beispielsweise bei Geisterbahnbesuchen oder bei Kinovorstellungen für die Konfrontation mit dieser Empfindung und den daraus resultierenden Lustgewinn. In zahlenreichen Horrorfilmen sieht man in diesem Zusammenhang oft aus dem Tod hervorgehende Wesen, die den Menschen Unheil und Zerstörung verkünden oder auch die Flucht einzelner Überlebender vor den Untoten.
Während sich hier eine Vielzahl von Darstellungen mit der Zielsetzung beschäftigt, dem Menschen als Lebewesen den Tod zu bringen, war es auf der anderen Seite schon immer ein kulturübergreifender Menschheitstraum dem göttlichen Schöpfungsgedanken nachzueifern und ein lebendiges Ebenbild aus totem Material zu erschaffen, nicht auf dem natürlichen Weg, durch einen zuvor stattgefunden Zeugungsakt und Geburt, sondern unter künstlichen Bedingungen. Bereits in der griechischen Mythologie beschäftigten sich zahlreiche Geschichten mit der Erschaffung künstlichen Lebens, deren Inhalt noch heute von aktueller Brisanz ist und nahrhaften Gesprächsstoff bei Diskussionen in Bereichen der modernen Genforschung oder bei der Entwicklung humanoider Roboter bietet. Aber auch für das Kino ist diese Thematik speziell im Bereich der Science-Fiction und des Horrors nicht mehr weg zu denken und wird mit ansehnlicher Beliebtheit in vielfacher Modifikation immer wieder aufgegriffen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Erschaffung künstlicher Menschen unter der schwerpunktmäßigen Betrachtung des Motivs der Künstlichkeit und ihrer Differenzierung zum Menschlichen. Ich werde diese Materie nicht in ihrer Vollständigkeit behandeln, da das den Rahmen einer Hausarbeit überschreiten würde. Ich versuche stattdessen anhand zweier ausgewählter Filme die Fragestellung, was den Menschen von seinem künstlichen Ebenbild unterscheidet und das interpersonelle Verhältnis zwischen dem Schöpfer und seiner Schöpfung zu erläutern. Ich werde dazu keine umfassende Filmanalyse beider Werke präsentieren, sondern diese nur anhand der Untersuchungskriterien abtasten...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prometheus geistige Erben

3. Der künstliche Mensch im Film

3.1. Frankenstein

3.1.1. Inhaltsangabe

3.2. Blade Runner

3.2.1. Inhaltsangabe

4. Analyse

4.1. Die Differenzierung zwischen Künstlichem und Menschlichem

4.2. Erfindungsgeist

5. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Erschaffung künstlicher Menschen unter Berücksichtigung des Motivs der Künstlichkeit und deren Differenzierung zum Menschlichen, wobei anhand von zwei ausgewählten Filmen das Verhältnis zwischen Schöpfer und Schöpfung analysiert wird.

  • Historische Entwicklung des Traums von der Erschaffung künstlichen Lebens.
  • Vergleichende Analyse der Filme "Frankenstein" (1931) und "Blade Runner" (1992).
  • Untersuchung der Differenzierungskriterien zwischen Mensch und künstlichem Wesen.
  • Analyse des Kontrollverlusts des Schöpfers gegenüber seiner Schöpfung.
  • Bezugnahme auf aktuelle Fragestellungen der Genforschung und Robotik.

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Differenzierung zwischen Künstlichem und Menschlichem

Das Entwicklungsspektrum des künstlichen Menschen zwischen Frankensteins Monster und den Replikanten aus Blade Runner beschreibt ein ähnliches Verhältnis wie das vom einfachen Automaten, der Menschlichkeit durch festgelegte Bewegungsabläufe imitierte zum komplexen, im Verhalten und Erscheinung hyperhumanen Androiden der Filmindustrie. Anhand dieses Gefälles lassen sich grundlegende Unterschiede in der körperlichen Morphologie und in der geistigen Funktionalität ihrer Wesen erkennen.

James Whales Frankenstein Monster erinnert in vielerlei Hinsicht an einen Automaten, dessen Verhaltensantworten größtenteils als eine Art Reflex auf aktive Reize aus dessen Umwelt zu verstehen sind. In einer aufwendig konstruierten Apparatur wird Frankensteins Monster mittels Elektrizität zum Leben erweckt. Es gleicht von seiner Bewegung her einem starren Roboter und verkörpert einen unvollkommenen künstlichen Menschen, der als solcher von seiner äußeren Gestalt, durch seine Sprachunfähigkeit und scheinbaren Gefühllosigkeit eindeutig zu identifizieren ist und die Anfänge jener revolutionären Forschung repräsentieren soll.

Auch wenn es von seinen Handlungsmöglichkeiten nicht, wie für einen Automaten typisch, auf eine einzige vorgegebene Funktion beschränkt ist, besitzt es jedoch in diesem Feld nur geringe Optionen. Als Frankenstein in Anwesenheit von Professor Waldmann das Dachfenster des Laboratoriums öffnet, streckt das Monster beide Arme den einfallenden Lichtstrahlen entgegen und bewegt sich darauf zu. Beim Schließen des Fensters, senkt das Monster die Arme wieder. Ähnliches lässt sich auch beobachten als Fritz mit einer Fackel in der Hand den Raum betritt. Vorerst flieht das Monster, wird dann aber gewalttätig da es in der Ecke eingeengt keinen anderen Ausweg findet. Eine weitere Darstellung für dieses reflexhafte oder auch instinktgeleitete Verhalten, lässt sich in der Szene erkennen, wo das Monster Maria aus einem spielerischen und naiven Trieb heraus unbeabsichtigt im See ertränkt. In allen drei Fällen ist das Verhalten automatisch und durch die situativen Gegebenheiten determiniert, sowie unbewusst, da das Monster wahrscheinlich nicht wusste, das Wasser keine feste Oberfläche besitzt und Maria, im Gegensatz zu den zuvor hineingeworfenen Blumen, untergehen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der künstlichen Menschen ein und definiert die Zielsetzung, anhand von zwei Filmen die Unterschiede zwischen Mensch und künstlichem Ebenbild zu erläutern.

2. Prometheus geistige Erben: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über Mythen und Vorstellungen der Erschaffung künstlicher Menschen, von antiken Sagen bis hin zu mechanischen Automaten des 18. Jahrhunderts.

3. Der künstliche Mensch im Film: Hier werden James Whales "Frankenstein" und Ridley Scotts "Blade Runner" als Fallbeispiele eingeführt, inklusive einer kurzen Inhaltsangabe zu beiden Werken.

3.1. Frankenstein: Dieses Kapitel präsentiert das Werk von James Whale als Klassiker des Horrorgenres und beleuchtet die Handlung rund um die Erschaffung eines Monsters aus Leichenteilen.

3.1.1. Inhaltsangabe: Zusammenfassung der Filmhandlung über Herbert von Frankensteins Experiment, bei dem er durch ein gestohlenes Verbrechergehirn ein gefährliches Wesen zum Leben erweckt.

3.2. Blade Runner: Einführung in den Science-Fiction Film von Ridley Scott, der sich mit der Existenz von Replikanten befasst und hier insbesondere in der "Director's Cut"-Fassung betrachtet wird.

3.2.1. Inhaltsangabe: Beschreibung der Handlung in Los Angeles des Jahres 2019, in der Rick Deckard als Blade Runner künstliche Menschen verfolgt und deren Status hinterfragt.

4. Analyse: Die Analyse vergleicht die im Film dargestellten künstlichen Wesen hinsichtlich ihrer morphologischen und geistigen Eigenschaften.

4.1. Die Differenzierung zwischen Künstlichem und Menschlichem: Untersuchung der Unterschiede zwischen Frankensteins reflexhaftem Monster und den hochentwickelten, lernfähigen Replikanten aus "Blade Runner".

4.2. Erfindungsgeist: Analyse des Schöpferdrangs der Protagonisten, die versuchen, göttliche Allmacht zu erlangen und damit die Naturgesetze zu übertreten.

5. Abschlussbetrachtung: Zusammenfassende Betrachtung der prometheischen Vision in beiden Filmen und Reflexion über die heutige wissenschaftliche Realität künstlicher Schöpfungen.

Schlüsselwörter

Künstliche Menschen, Frankenstein, Blade Runner, Replikanten, Prometheus-Mythos, Künstlichkeit, Menschlichkeit, Schöpfer, Schöpfung, Gentechnik, Robotik, Automaten, Wissenschaftsethik, Phantastik, Science-Fiction.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem kulturellen und filmischen Motiv der Erschaffung künstlicher Menschen und untersucht, wo die Grenzen zwischen dem Künstlichen und dem Menschlichen verlaufen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung des "künstlichen Menschen", das Verhältnis zwischen Schöpfer und Schöpfung sowie die ethischen und technischen Implikationen der künstlichen Lebenserschaffung.

Welches ist das primäre Ziel der Analyse?

Das primäre Ziel ist es, anhand der Filme "Frankenstein" und "Blade Runner" herauszuarbeiten, was den Menschen von seinem künstlichen Ebenbild unterscheidet und welche Rolle das interpersonelle Verhältnis zwischen Schöpfer und Schöpfung spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Analyse, wobei die Werke anhand von spezifischen Untersuchungskriterien hinsichtlich ihrer Darstellung von Künstlichkeit geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine detaillierte Vorstellung der Filmbeispiele und eine analytische Gegenüberstellung der Wesen in Bezug auf ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Künstliche Menschen, Prometheus-Mythos, Gentechnik, Robotik, Film-Analyse und Wissenschaftsethik charakterisieren.

Warum spielt das Thema der "künstlichen Befruchtung" oder "Gentechnik" in der Arbeit eine Rolle?

Die Arbeit verknüpft die fiktiven Szenarien der Filme mit dem wissenschaftlichen Fortschritt der Gegenwart, um zu zeigen, dass die "Geburt aus der Retorte" heute keine bloße Utopie mehr ist.

Wie unterscheidet sich Frankensteins Monster von den Replikanten in Blade Runner?

Frankensteins Monster wird als reflexhaftes Wesen auf leibliche Aspekte reduziert, während die Replikanten in "Blade Runner" als hochkomplexe, lernfähige und teilweise bewusstseinsfähige Wesen dargestellt werden.

Was bedeutet der Begriff "Prometheus" im Kontext der Arbeit?

Prometheus dient als Metapher für den Schöpfer, der sich die Macht aneignet, Leben zu erschaffen, und dabei die göttliche Allmacht herausfordert – ein Schicksal, das in beiden Filmen in einem Kontrollverlust endet.

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Details

Title
Künstliche Menschen
Subtitle
Die Differenzierung zwischen Künstlichem und Menschlichem anhand zweier Filmbeispiele
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Kulturwissenschaften )
Course
From Hell. Kulturgeschichte(n) des Horrors
Grade
2,0
Author
Oliver Labza (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V162345
ISBN (eBook)
9783640759521
ISBN (Book)
9783640759934
Language
German
Tags
Künstliche Menschen Differenzierung Künstlichem Menschlichen Filmbeispiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Labza (Author), 2010, Künstliche Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162345
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