Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
En De
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Business economics - Controlling

Integriertes Kennzahlensystem für nachhaltige Unternehmenssteuerung in einem Medizintechnikunternehmen

Title: Integriertes Kennzahlensystem für nachhaltige Unternehmenssteuerung in einem Medizintechnikunternehmen

Case Study , 2025 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lynn Matthay (Author)

Business economics - Controlling

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Berichtswesen bildet das Rückgrat einer effektiven Unternehmenssteuerung und ist ein zentrales Element des modernen Controllings. In einer zunehmend komplexen und globalisierten Wirtschaft, wie sie insbesondere für innovative Medizintechnikunter-nehmen mit internationalen Standorten typisch ist, steigen die Anforderungen an die Qualität, Aktualität und Nachhaltigkeit von Managementinformationen stetig. Dies betrifft nicht nur die finanzielle Steuerung, sondern umfasst auch ökologische und soziale Aspekte, die im Rahmen von ESG-Reporting und regulatorischen Vorgaben wie der CSRD immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Wie Müller (2019) herausstellt, ist die Gestaltung des Berichtswesens dabei stets an die individuellen Gegebenheiten des Unternehmens anzupassen. Insbesondere für Unter-nehmen, die sich in etablierten Marktsegmenten bewegen und gleichzeitig neue Geschäftsfelder erschließen wollen, ist ein flexibles und skalierbares Reporting-System unerlässlich. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Integration digitaler Tools und die Automatisierung von Berichtsprozessen die Effizienz und Aussagekraft des Controllings erheblich steigern können.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende Arbeit das Ziel, ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Reporting für ein international tätiges Medizintechnikunternehmen zu konzipieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Grundlagen des Berichtswesens, die Differenzierung und Auswahl geeigneter Berichtstypen sowie die Entwicklung und Berechnung relevanter Kennzahlen unter der Berücksichtigung der Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Excerpt

c_1

Abkürzungsverzeichnis

Formelverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen des Berichtswesens

3 Berichtstypen im operativen Controlling

4 Kennzahlensystem im Medizintechnikunternehmen: Steuerung, Kontrolle und nachhaltige Unternehmensführung

5 Praxisbeispiel: Umsetzung im Medizintechnikunternehmen

6 Fazit und Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis


Abkürzungsverzeichnis

 

BI………………………………………………………………….………Business Intelligence

 

CO2……………………………………………………………………….…..Kohlenstoffdioxid

 

CSRD………………………………..…………Corporate Sustainability Reporting Directive

 

EBIT……………………………………………..……….Earnings Before Interest and Taxes

 

EBITDA…..…………….Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, and Amortization

 

ESG………………………………………………….Environmental, Social and Governance

 

FDA…………………………………………………………….Food and Drug Administration

 

FTE…………………………………………………………………….…..Full Time Equivalent

 

GRI…………………………………………………………………Global Reporting Initiatives

 

IT………………………………………………………………………Informationstechnologie

 

KPI………………………………………………………………….Key Performance Indicator

 

ROI………………………………………………………………….……Return on Investment

 

ROE………………………………………………………………………..…..Return on Equity

 

ROA…………………………………………………………………..……….Return on Assets

Formelverzeichnis

 

Formel 1: Umsatzrentabilität

Formel 2: Eigenkapitalrendite

Formel 3: Gesamtkapitalrendite

Formel 4: EBIT-Marge

Formel 5: Liquiditätsgrad I

Formel 6: Liquiditätsgrad II

Formel 7: Liquiditätsgrad III

Formel 8: Operativer Cashflow

Formel 9: Verschuldungsgrad

Formel 10: Eigenkapitalquote

1 Einleitung

 

Das Berichtswesen bildet das Rückgrat einer effektiven Unternehmenssteuerung und ist ein zentrales Element des modernen Controllings. In einer zunehmend komplexen und globalisierten Wirtschaft, wie sie insbesondere für innovative Medizintechnikunternehmen mit internationalen Standorten typisch ist, steigen die Anforderungen an die Qualität, Aktualität und Nachhaltigkeit von Managementinformationen stetig. Dies betrifft nicht nur die finanzielle Steuerung, sondern umfasst auch ökologische und soziale Aspekte, die im Rahmen von ESG-Reporting und regulatorischen Vorgaben wie der CSRD immer mehr an Bedeutung gewinnen.

 

Direkt formuliert: „Ein zukunftsorientiertes Berichtswesen muss die strategischen und operativen Informationsbedürfnisse sämtlicher Stakeholder adressieren und dabei sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Kennzahlen systematisch integrieren“ (Weber, Schäffer & Binder, 2020, S. 112). Damit wird deutlich, dass das Reporting nicht mehr als rein retrospektive Berichterstattung verstanden werden kann, sondern als proaktives Steuerungsinstrument, das die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens unterstützt.

 

Wie Müller (2019) herausstellt, ist die Gestaltung des Berichtswesens dabei stets an die individuellen Gegebenheiten des Unternehmens anzupassen. Insbesondere für Unternehmen, die sich in etablierten Marktsegmenten bewegen und gleichzeitig neue Geschäftsfelder erschließen wollen, ist ein flexibles und skalierbares Reporting-System unerlässlich. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Integration digitaler Tools und die Automatisierung von Berichtsprozessen die Effizienz und Aussagekraft des Controllings erheblich steigern können (Gleich, 2020).

 

Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende Arbeit das Ziel, ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Reporting für ein international tätiges Medizintechnikunternehmen zu konzipieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Grundlagen des Berichtswesens, die Differenzierung und Auswahl geeigneter Berichtstypen sowie die Entwicklung und Berechnung relevanter Kennzahlen unter der Berücksichtigung der Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

 

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

 

In einem dynamischen und von Innovation geprägten Marktumfeld, wie es für die Medizintechnikbranche typisch ist, stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihr Berichtswesen kontinuierlich an veränderte interne und externe Anforderungen anzupassen. Die Komplexität steigt insbesondere durch die Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten, die Ausweitung auf neue Geschäftsfelder sowie die zunehmende Bedeutung nachhaltigkeitsbezogener Steuerungsgrößen (Horváth & Gleich, 2016, S. 45).

 

Das klassische Reporting, das sich vorwiegend auf finanzielle Kennzahlen konzentriert, genügt diesen Ansprüchen nicht mehr. Vielmehr ist ein integriertes Berichtswesen erforderlich, das finanzielle und nicht-finanzielle Informationen verknüpft und so eine ganzheitliche Steuerung des Unternehmens ermöglicht (Weber & Schäffer, 2020, S. 112). Müller (2019) hebt hervor, dass insbesondere die Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Reporting nicht nur regulatorisch gefordert, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit und Reputation von Unternehmen zunehmend entscheidend ist.

 

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Arbeit das Ziel, ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Reporting für ein international agierendes Medizintechnikunternehmen zu konzipieren. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung eines adressatengerechten Berichtswesens, die Auswahl und Berechnung relevanter Kennzahlen sowie die Integration digitaler Tools zur Effizienzsteigerung und Transparenzverbesserung. Die Zielsetzung darin besteht, ein Reporting-System zu schaffen, das sowohl den Anforderungen des operativen Controllings als auch den strategischen Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens gerecht wird.

 

1.2 Aufbau der Arbeit

 

Die vorliegende Arbeit ist in mehrere thematische Schwerpunkte gegliedert, um den Prozess der Entwicklung eines zukunftsorientierten und nachhaltigen Reportings für ein international agierendes Medizintechnikunternehmen systematisch darzustellen. Zunächst werden die theoretischen und praktischen Grundlagen des Berichtswesens erläutert, wobei insbesondere auf die Anforderungen an Informationsbreite und -tiefe sowie die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten eingegangen wird. Im Anschluss erfolgt eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen Berichtstypen, deren Zielsetzungen und Einsatzmöglichkeiten im Kontext des operativen Controllings analysiert werden.

 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auswahl und Begründung relevanter finanzieller und nicht-finanzieller Kennzahlen, die für das Management Reporting des Unternehmens von zentraler Bedeutung sind. Die Berechnung dieser Kennzahlen erfolgt exemplarisch auf Basis frei definierter Werte, um deren praktische Anwendung zu verdeutlichen. Abschließend wird ein Präsentationskonzept für den Vorstand entwickelt, das die Umsetzung der vorgeschlagenen Reporting-Strukturen und -Instrumente adressatengerecht zusammenfasst.

2 Grundlagen des Berichtswesens

 

Das Berichtswesen ist ein zentrales Element des Controllings und bildet die Basis für eine zielgerichtete Unternehmenssteuerung (Blei, 2024). Es umfasst die systematische Sammlung, Aufbereitung und Weiterleitung entscheidungsrelevanter Informationen an unterschiedliche Adressaten im Unternehmen (Klein & Gräf, 2025). Die Qualität des Berichtswesens entscheidet maßgeblich über die Transparenz und Steuerungsfähigkeit der Organisation (Kupfer, 2012).

 

Ein modernes Berichtswesen zeichnet sich durch die Integration von finanziellen und nicht-finanziellen Informationen aus. Neben traditionellen Kennzahlen wie Rentabilität, Liquidität und Produktivität gewinnen Nachhaltigkeitsindikatoren wie CO2-Emissionen, Energieverbrauch oder soziale Aspekte zunehmend an Bedeutung (Weber, 2002). Die Weber und Schäffer (2022) betonen, dass die Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Reporting heute als Standard gilt.

 

Die Gestaltung von Berichten sollte sich an den Informationsbedürfnissen der jeweiligen Adressaten orientieren. Während das Management einen kompakten Überblick über zentrale Steuerungsgrößen benötigt, sind für Fachabteilungen und operative Einheiten detaillierte Analysen erforderlich (Möller, 2002). Eine adressatengerechte Visualisierung etwa durch Dashboards oder interaktive BI-Tools unterstützt die schnelle Erfassung und Interpretation komplexer Zusammenhänge.

 

Die Qualität der im Berichtswesen verwendeten Daten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Fehlerhafte oder veraltete Informationen können zu Fehlentscheidungen führen und die Akzeptanz des Reportings beeinträchtigen (Taschner, 2016). Es empfiehlt sich daher, klare Standards für die Datenbeschaffung, -aufbereitung und -validierung zu etablieren (Wild, 1982).

 

Die Digitalisierung des Berichtswesens eröffnet neue Möglichkeiten, indem moderne IT-Systeme und Business-Intelligence-Lösungen eine effiziente Verarbeitung großer Datenmengen, automatisierte Analysen sowie eine flexible Anpassung von Berichten an neue Anforderungen ermöglichen (Friedl, 2003). Klein & Gräf (2025) hebt hervor, dass insbesondere die Automatisierung von Routineaufgaben im Reporting die Ressourcen für wertschöpfende Analysen freisetzt.

 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ein zukunftsorientiertes Berichtswesen nicht nur die Transparenz und Steuerungsfähigkeit des Unternehmens verbessert, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Erfüllung externer Berichtspflichten leistet.

 

2.1 Definition und Bedeutung des Berichtswesens im Controlling

 

Das Berichtswesen stellt einen fundamentalen Bestandteil des Controllings dar und dient der zielgerichteten Informationsversorgung aller relevanten Entscheidungsträger im Unternehmen (Ebert, 2003). Es umfasst die strukturierte Sammlung, Aufbereitung und Weiterleitung entscheidungsrelevanter Daten, um Transparenz über die Unternehmenslage und -entwicklung zu schaffen (Weber, 2002). Ziel ist es, die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen durch verlässliche, aktuelle und adressatengerechte Informationen zu unterstützen (Horváth, 2012).

 

Im Rahmen des modernen Controllings ist das Berichtswesen weit mehr als die bloße Weitergabe von Zahlen. Es bildet die Schnittstelle zwischen Planung, Steuerung und Kontrolle und trägt maßgeblich zur Erreichung der Unternehmensziele bei (Coenenberg, 1999). Blei (2024) betont, dass ein gut strukturiertes Berichtswesen nicht nur die Überwachung der Zielerreichung und die Identifikation von Abweichungen ermöglicht, sondern auch die Grundlage für die Ableitung und Umsetzung von Korrekturmaßnahmen bildet.

 

Die International Group of Controlling (2020) hebt hervor, dass das Berichtswesen im Zuge der Digitalisierung und der zunehmenden Internationalisierung an Komplexität gewinnt. Unterschiedliche Standorte, Produktlinien und Märkte erfordern eine differenzierte Berichterstattung, die sowohl globale als auch lokale Anforderungen berücksichtigt (Weber & Linder, 2003). Darüber hinaus steigen die Erwartungen an die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten, sodass neben klassischen Finanzkennzahlen auch ökologische und soziale Indikatoren in das Reporting aufgenommen werden (Horváth, 2012).

 

2.2 Gestaltungsprinzipien eines effektiven Reportings

 

Ein wirkungsvolles Berichtswesen basiert auf klaren Gestaltungsprinzipien, die sicherstellen, dass Informationen zielgerichtet, verständlich und entscheidungsrelevant bereitgestellt werden. Zu den zentralen Prinzipien zählen Adressatengerechtigkeit, Aktualität, Transparenz, Nachvollziehbarkeit sowie die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten (Weber, 2002). Adressatengerechtigkeit bedeutet, dass Berichte genau auf die individuellen Informationsbedürfnisse der jeweiligen Empfänger abgestimmt sein sollten. So benötigt das Management vor allem zusammengefasste Kennzahlen und strategische Auswertungen, während Fachabteilungen primär detaillierte operative Daten benötigen (Weber & Linder, 2003). Eine zu starke Vereinheitlichung der Berichte kann hingegen dazu führen, dass wichtige Einzelheiten verloren gehen oder die Vielzahl an Informationen die Entscheidungsfindung erschwert (Taschner, 2016). Ein weiteres Prinzip, die Aktualität, spielt eine zentrale Rolle im Berichtswesen, da Informationen nur dann echten Mehrwert bieten, wenn sie zeitnah zur Verfügung stehen und somit proaktives Handeln ermöglichen. Moderne IT-gestützte Informationssysteme und Business-Intelligence-Lösungen tragen dazu bei, dass Berichte automatisiert und schnell erstellt werden können, wodurch die Aktualität und Relevanz der bereitgestellten Daten erheblich steigt (Gluchowski & Chamoni, 2015). Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind essenziell, um das Vertrauen der Berichtsempfänger zu sichern und die Grundlage für fundierte Entscheidungen zu schaffen. Dies umfasst eine klare Darstellungsmethodik, die Verwendung einheitlicher Begriffsdefinitionen sowie die Offenlegung der zugrunde liegenden Datenquellen und Berechnungsmethoden (Blei, 2024). Fehlerhafte oder intransparente Berichte können zu Fehlsteuerungen und Akzeptanzproblemen führen (Baus, 1996).

 

Im modernen Reporting werden neben finanziellen Kennzahlen zunehmend auch ESG-Aspekte integriert, um ein ganzheitliches Bild der Unternehmensleistung zu vermitteln. Dies ist nicht nur eine Reaktion auf regulatorische Anforderungen, sondern auch Ausdruck einer verantwortungsvollen Unternehmensführung (Weber, 2002).

 

Zudem trägt die Visualisierung von Daten durch Dashboards, Diagramme und interaktive Oberflächen wesentlich dazu bei, komplexe Sachverhalte schnell und intuitiv erfassbar zu machen. Gerade in international tätigen Unternehmen mit heterogenen Stakeholder-Gruppen ist eine adressatengerechte Visualisierung entscheidend für die Akzeptanz und Wirksamkeit des Berichtswesens (Kemper, Mehanna & Unger, 2010).

 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ein effektives Reporting auf den Prinzipien der Adressatengerechtigkeit, Aktualität, Transparenz, Integration von Nachhaltigkeitsaspekten und ansprechender Visualisierung basiert. Nur so kann das Berichtswesen seine Steuerungsfunktion im Unternehmen voll entfalten und den Anforderungen eines modernen, nachhaltigkeitsorientierten Managements gerecht werden (Ebert, 2003).

 

2.3 Informationsbreite und -tiefe im Reporting unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit

 

Die Dimensionen Informationsbreite und Informationstiefe sind zentrale Kriterien für die Qualität und Wirksamkeit des Berichtswesens. Die Informationsbreite umfasst die Vielfalt der im Reporting berücksichtigten Themenfelder und Unternehmensbereiche. Sie reicht von traditionellen Finanzdaten über Leistungskennzahlen bis hin zu Informationen aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) (Loibner, 2022). Die Informationstiefe beschreibt den Detaillierungsgrad der bereitgestellten Informationen und entscheidet darüber, ob Berichte eher aggregiert oder sehr granular ausgestaltet sind (Weber, 2002).

 

Im modernen Controlling wird gefordert, dass das Berichtswesen nicht nur vergangenheitsorientierte Finanzdaten, sondern auch zukunftsgerichtete und nicht-finanzielle Informationen integriert (Horváth, 2012). Loibner (2022) hebt hervor, dass die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten wie CO₂-Emissionen, Ressourcenverbrauch oder sozialen Kennzahlen die Steuerungsfähigkeit und Transparenz von Unternehmen maßgeblich verbessert. Bereits in den 2020er Jahren wurde deutlich, dass Nachhaltigkeitsaspekte nicht mehr als freiwillige Ergänzung, sondern als integraler und verbindlicher Bestandteil des Berichtswesens zu betrachten sind. Mit der Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung auf die gleiche Ebene wie die klassische Finanzberichterstattung gehoben worden und für zahlreiche Unternehmen verpflichtend geworden (International Group of Controlling, 2020).

 

Die Herausforderung liegt darin, eine ausgewogene Balance zwischen Übersichtlichkeit und Detailtiefe zu finden. Während das Management häufig auf aggregierte Kennzahlen angewiesen ist, benötigen Fachbereiche oft detaillierte Analysen auf Produkt-, Prozess- oder Standortebene (Weber & Linder, 2003). Zu viele Details können jedoch die Übersichtlichkeit beeinträchtigen und die Entscheidungsfindung erschweren (Küpper, 2013).

 

Ein nachhaltigkeitsorientiertes Reporting verlangt zudem eine hohe Datenqualität und eine konsistente Verknüpfung von finanziellen und nicht-finanziellen Steuerungsgrößen. Nur so lassen sich Zielkonflikte, Synergien und Auswirkungen nachhaltiger Maßnahmen auf die Unternehmensperformance transparent machen (Horváth, 2012). Die Integration von Nachhaltigkeitskennzahlen in das bestehende Berichtswesen erfordert daher nicht nur neue Erfassungs- und Auswertungsprozesse, sondern auch eine Anpassung der IT-Systeme und eine enge Zusammenarbeit zwischen Controlling, Nachhaltigkeitsmanagement und weiteren Unternehmensbereichen.

Excerpt out of 34 pages  - scroll top

Details

Title
Integriertes Kennzahlensystem für nachhaltige Unternehmenssteuerung in einem Medizintechnikunternehmen
College
SRH - Mobile University  (Hochschule)
Course
keine
Grade
1,3
Author
Lynn Matthay (Author)
Publication Year
2025
Pages
34
Catalog Number
V1622668
ISBN (eBook)
9783389158470
ISBN (Book)
9783389158487
Language
German
Tags
Controlling Controlling-Systeme Kennzahlen Kennzahlensystem Berichtswesen Reporting
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lynn Matthay (Author), 2025, Integriertes Kennzahlensystem für nachhaltige Unternehmenssteuerung in einem Medizintechnikunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1622668
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  34  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint