Medienpädagogik, als Forschungsdisziplin der Erziehungswissenschaft, stellt sich die Frage nach dem Beitrag der Medien zur Erziehung, Bildung sowie Sozialisation - in diesem Falle speziell – Jugendlicher und Kinder und welchen Beitrag die Pädagogik zu leisten im Stande ist.
Zunächst lässt sich feststellen, dass Medien in der Öffentlichkeit einem Generalverdacht ausgesetzt sind, das Aggressionsverhalten negativ zu beeinflussen, wobei zu konstatieren ist, dass Medien negative Auswirkungen auf Menschen haben können, jedoch nicht von einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang ausgegangen werden kann ...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Bildung, Erziehung und Sozialisation
3. Medienpädagogik im Kontext der Erziehungswissenschaft
3.1 Medien als Gegenstand der Pädagogik
3.2 Medienkompetenz und aktive Medienarbeit
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag die Medienpädagogik leisten kann, um Kinder und Jugendliche in einer zunehmend medial geprägten Alltags- und Schulwelt zu unterstützen und ihnen die notwendige mediale Mündigkeit zu vermitteln.
- Theoretische Fundierung von Erziehung, Bildung und Sozialisation
- Kritische Auseinandersetzung mit der "Bewahrpädagogik"
- Bedeutung von Medienkompetenz im Web 2.0
- Förderung aktiver Medienarbeit vs. restriktive Verbotskultur
- Rolle der Eltern und pädagogischer Institutionen
Auszug aus dem Buch
Medienpädagogik im Kontext der Erziehungswissenschaft
Der Medienpädagogik, als Forschungsdisziplin der Erziehungswissenschaft, und auf die Fragestellung bezogen, stellt sich die Frage nach dem Beitrag der Medien zur Erziehung, Bildung sowie Sozialisation - in diesem Falle speziell – Jugendlicher und Kinder und welchen Beitrag die Pädagogik zu leisten im Stande ist. Zunächst lässt sich feststellen, dass Medien in der Öffentlichkeit einem Generalverdacht ausgesetzt sind, das Aggressionsverhalten negativ zu beeinflussen, wobei zu konstatieren ist, dass Medien negative Auswirkungen auf Menschen haben können, jedoch nicht von einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang ausgegangen werden kann [Zip02] . Allein die Tatsache, dass Medien einer solchen populärwissenschaftlichen Behauptung ausgesetzt sind, erklärt dass sich die Medienpädagogik lange Zeit als eine Bewahrpädagogik verstand [Pas] . Im Rahmen dieser Arbeit wird jedoch der gegenläufige Standpunkt, der Entwicklung einer Medienkompetenz durch funktionale und aktiv partizipatorische Erziehung, vertreten, u.a. aus dem Grund, dass dieser Kompetenzerwerb auf informellem Wege stattfindet und wesentlich zur Bildung eines Individuums beitragen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, inwieweit Medienpädagogik Jugendliche auf die mediale Beanspruchung vorbereiten kann.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen erziehungswissenschaftlichen Termini Bildung, Erziehung und Sozialisation im Kontext der Medienpädagogik.
3. Medienpädagogik im Kontext der Erziehungswissenschaft: Dieser Abschnitt analysiert das Spannungsfeld zwischen der traditionellen Bewahrpädagogik und dem modernen Ansatz aktiver Medienkompetenzförderung.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, warum ein dialogischer Ansatz und die Sensibilisierung aller Beteiligten zentral für die Medienpädagogik der Zukunft sind.
Schlüsselwörter
Medienpädagogik, Medienkompetenz, Erziehung, Bildung, Sozialisation, Bewahrpädagogik, aktive Medienarbeit, Partizipation, Web 2.0, mediale Mündigkeit, Wissensgesellschaft, Medienerziehung, Jugendmedienstudie, KIM, JIM.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Rolle der Medienpädagogik bei der Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf die zunehmende Präsenz von Medien in ihrem Alltag und im schulischen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit thematisiert die Begriffe Bildung und Erziehung, kritisiert eine rein restriktive "Bewahrpädagogik" und plädiert für die Förderung von Medienkompetenz durch aktive Teilhabe.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die Medienpädagogik Jugendliche dabei unterstützen kann, mediale Mündigkeit in einer digital geprägten Welt zu erlangen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse erziehungswissenschaftlicher Konzepte sowie der Auswertung aktueller empirischer Studien (KIM/JIM) zur Mediennutzung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einbettung der Medienpädagogik sowie der Abgrenzung von Ansätzen, die rein auf Verbote setzen, hin zu Konzepten der aktiven Medienarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medienkompetenz, Bewahrpädagogik, Partizipation, mediale Mündigkeit und Erziehungswissenschaft.
Wie unterscheidet sich die "Bewahrpädagogik" von modernen Ansätzen?
Die Bewahrpädagogik betrachtet Medien primär als Gefahr und setzt auf Restriktionen, während moderne Ansätze auf die Entwicklung von Medienkompetenz und reflexive Teilhabe setzen.
Welche Rolle spielen Eltern laut dem Autor?
Eltern tragen die primäre Verantwortung für die Persönlichkeitsentwicklung und sollten eine offene Gesprächskultur fördern, anstatt den Medienkonsum lediglich durch Verbote zu reglementieren.
- Arbeit zitieren
- David Wolf (Autor:in), 2009, Medienerziehung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162252