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Transaktionalistische Lebenslage

Titel: Transaktionalistische Lebenslage

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Yvonne Köpcke (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Armut und Reichtum sind relative Begriffe. Sie nehmen unterschiedliche Bedeutungen an, je nachdem ob sie im alltäglichen oder wissenschaftlichen Sprachgebrauch, in Entwicklungsländern oder Industrienationen, in geschäftlichen Meetings oder beim Kaffeekränzchen, heute oder morgen verwendet werden.
Die Zielsetzung der wissenschaftlichen Forschung Armut und Reichtum oder allgemeiner die Sozialstruktur einer Gesellschaft möglichst objektiv und realitätsnah abzubilden ist somit problematisch. Um diesem Ziel dennoch so nah wie möglich zu kommen, wurden in der Historie der Gesellschaftsforschung einige sich teils ergänzende, teils widersprechende theoretisch-konzeptuelle Ansätze entwickelt, welche versuchen Armut und Reichtum zu erfassen, darzustellen und zu erklären.
Ein für Deutschland möglichst umfassendes und aussagekräftiges Konzept ist das der Lebenslagen. Dieses soll im Folgenden zum einen entstehungsgeschichtlich betrachtet und von anderen Ansätzen abgegrenzt werden und zum anderen sollen seine methodische Konzeption vorgestellt sowie seine tatsächliche Anwendung und Relevanz für die Sozialpolitik erläutert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. HISTORIE DES LEBENSLAGENANSATZES

2.1. FRÜHE SOZIALSTRUKTURMODELLE: KLASSEN- UND SCHICHTMODELLE

2.2. ENTWICKLUNGSSTRÄNGE DES LEBENSLAGENANSATZES

2.3. VERWANDTE ANSÄTZE

3. KONZEPTIONELLE MERKMALE DES TRANSAKTIONALISTISCHEN LEBENSLAGENANSATZES

3.1. TRANSAKTIONALISTISCHES VERSTÄNDNIS

3.2. MEHREBENENMODELLIERUNG

3.3. MULTIDIMENSIONALITÄT

3.4. LEBENSLAGEN ALS EXPLANANDUM UND EXPLANANS

4. OPERATIONALISIERUNG DES LEBENSLAGENANSATZES

4.1. THEORIE UND EMPIRIE

4.2. LEBENSLAGEN-DIMENSIONEN UND RESSOURCEN

4.3. LEBENSLAGEN-INDEX

4.4. ANWENDUNG IN DER ARMUTS- UND REICHTUMSMESSUNG

5. LEBENSLAGENANSATZ UND SOZIALPOLITIK

5.1. WISSENSCHAFTLICHE UND PRAKTISCHE SOZIALPOLITIK

5.2. INDIVIDUELLE PERSPEKTIVE

5.3. GESELLSCHAFTLICHE PERSPEKTIVE

5.4. GEGENWARTSPROBLEME UND INTERVENTIONSMEDIEN

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den transaktionalistischen Lebenslagenansatz als wissenschaftliches Instrument zur Analyse von Armut, Reichtum und sozialen Strukturen in Deutschland, wobei die Entwicklung, methodische Konzeption sowie die sozialpolitische Relevanz im Fokus stehen.

  • Historische Entwicklung von Sozialstrukturmodellen
  • Konzeptionelle Grundlagen des transaktionalistischen Lebenslagenansatzes
  • Operationalisierung mittels Dimensionen und Indikatoren
  • Anwendung in der deutschen Armuts- und Reichtumsberichterstattung
  • Sozialpolitische Implikationen und Interventionsebenen

Auszug aus dem Buch

3.1. TRANSAKTIONALISTISCHES VERSTÄNDNIS

Der Begriff des Transaktionalismus, wie er für das Verständnis von Lebenslagenanalysen relevant ist, kann bis auf Jakob von Uexküll zurückgeführt werden. Uexküll betrachtete die Beziehungen von Tieren zu ihrer Umwelt, wobei er das Tier als Einheit mit seiner Welt und zugleich als ihren Mittelpunkt verstand. Jedes Tier hat seiner Auffassung nach seine spezielle Umwelt, in der er es Inhalte gibt, die nur für das bestimmte Tier wahrnehmbar sind bzw. von ihm einzigartig interpretiert werden. Diese so genannten Umweltdinge senden zum einen gewisse Reize zu den Sinneszellen des Tieres, einen Prozess, den Uexküll als Merkwelt bezeichnet, und zum anderen empfangen sie wiederum Reize von dem Tier, einen Vorgang, den er als Wirkungswelt umschreibt.

Transaktionalismus in der Lebenslagenforschung kann als Kreislauf von Merkwelt, also der Einwirkungen der Welt auf die Person, und Wirkwelt, also die Einwirkungen der Person auf die Welt, verstanden werden. Sind nun sozialpolitisch interessante Fragestellungen aus dieser Wechselwirkung heraus zu verstehen, so ist festzuhalten, dass eine Lebenslage nicht als passives Produkt der Umwelt einer Person entsteht, sondern aus einer dynamischen Wechselwirkung zwischen diesen beiden Polen.

Wichtig für die empirische Analyse von Lebenslagen unter Berücksichtigung des Transaktionalismus ist, dass keine lineare Beziehung zwischen der Person, ihrer Wahrnehmung und der Umwelt angenommen werden darf, sondern die von spezifischen Persönlichkeiten erfassten Umweltreize in jeder Person eine einmalige subjektive Verbindung eingehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung thematisiert die Schwierigkeit, Armut und Reichtum objektiv zu erfassen, und stellt den Lebenslagenansatz als zentrales Konzept für die deutsche Sozialforschung vor.

2. HISTORIE DES LEBENSLAGENANSATZES: Das Kapitel zeichnet die Entwicklung von klassischen Klassen- und Schichtmodellen hin zum modernen Lebenslagenansatz unter Berücksichtigung der Ansätze von Neurath, Weisser und Nahnsen nach.

3. KONZEPTIONELLE MERKMALE DES TRANSAKTIONALISTISCHEN LEBENSLAGENANSATZES: Hier werden die Kernpunkte des Ansatzes erläutert, insbesondere das Transaktionalitätsprinzip, die Mehrebenenbetrachtung und die Notwendigkeit, Lebenslagen multidimensional zu erfassen.

4. OPERATIONALISIERUNG DES LEBENSLAGENANSATZES: Das Kapitel beleuchtet die methodische Umsetzung des Konzepts durch Dimensionen, Ressourcen und die Bildung von Indizes sowie deren praktische Anwendung in der Armuts- und Reichtumsberichterstattung.

5. LEBENSLAGENANSATZ UND SOZIALPOLITIK: Der Text diskutiert die Relevanz des Ansatzes für die praktische und wissenschaftliche Sozialpolitik, differenziert zwischen individueller und gesellschaftlicher Perspektive und adressiert aktuelle Herausforderungen wie Globalisierung.

6. FAZIT: Zusammenfassend wird die anhaltende Bedeutung des transaktionalistischen Lebenslagenansatzes hervorgehoben, während gleichzeitig auf die Notwendigkeit hingewiesen wird, das Konzept durch alternative Ansätze wie das der Verwirklichungschancen zu ergänzen.

Schlüsselwörter

Lebenslagenansatz, Sozialpolitik, Armut, Reichtum, Transaktionalismus, Mehrebenenmodell, Soziale Ungleichheit, Sozialstrukturanalyse, Verwirklichungschancen, Indikatoren, Ressourcen, Lebensqualität, Sozialberichterstattung, Armuts- und Reichtumsbericht, Handlungsspielraum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und praktischen Anwendbarkeit des transaktionalistischen Lebenslagenansatzes zur Untersuchung sozialer Ungleichheit in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Lebenslagenansatzes, die konzeptionellen Merkmale (wie Transaktionalismus und Multidimensionalität), die methodische Operationalisierung sowie die Relevanz für die Sozialpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Lebenslagenansatz systematisch darzustellen, ihn von anderen Ansätzen abzugrenzen und aufzuzeigen, wie er zur Analyse sozialer Lagen und zur Ableitung sozialpolitischer Maßnahmen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-konzeptionelle Analyse, bei der existierende Modelle und wissenschaftliche Literatur zur Sozialstrukturanalyse und Armutsforschung ausgewertet und kritisch reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Historie des Ansatzes, seine konzeptionellen Merkmale, die Herausforderungen der Operationalisierung sowie die spezifische Anwendung des Konzepts in der Sozialpolitik und der staatlichen Berichterstattung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Lebenslagenansatz, Transaktionalismus, Sozialpolitik, Armut, Reichtum und Verwirklichungschancen definieren.

Was unterscheidet das Zufriedenheitsparadoxon vom Unzufriedenheitsdilemma?

Das Zufriedenheitsparadoxon beschreibt eine subjektiv positive Einschätzung trotz objektiv schlechter Lebenslage, während das Unzufriedenheitsdilemma eine Dissonanz zwischen einer objektiv guten Lebenslage und einer negativen subjektiven Beurteilung bezeichnet.

Warum wird im dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Ansatz der Verwirklichungschancen bevorzugt?

Der Ansatz nach Amartya Sen ermöglicht eine umfassendere Analyse von ungleichen Teilhabeergebnissen und berücksichtigt besser, wie unterschiedliche Faktoren die Wahrnehmung von Handlungsmöglichkeiten beeinflussen.

Was ist unter dem "Transaktionalismus" in diesem Kontext zu verstehen?

Er beschreibt das dynamische Wechselspiel zwischen einer Person und ihrer Umwelt, bei dem die Lebenslage weder als rein passives Produkt der Umstände noch als rein individuelle Schöpfung, sondern als Resultat einer ständigen Interaktion entsteht.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Transaktionalistische Lebenslage
Hochschule
Universität zu Köln  (Seminar für Sozialpolitik)
Veranstaltung
Hauptseminar Sozialpolitik
Note
1,7
Autor
Yvonne Köpcke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V162180
ISBN (eBook)
9783640758104
ISBN (Buch)
9783640758227
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transaktionalistische Lebenslage Schulz-Nieswandt Sen Sozialpolitik capabilities
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yvonne Köpcke (Autor:in), 2009, Transaktionalistische Lebenslage, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162180
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Leseprobe aus  25  Seiten
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