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Freerunning - Eine jugendkulturelle Bewegungsform

Title: Freerunning - Eine jugendkulturelle Bewegungsform

Diploma Thesis , 2010 , 81 Pages , Grade: 1

Autor:in: Bachelor Alexandra Auer (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory

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Summary Excerpt Details

Freerunning ist eine immer mehr bekannt werdende Bewegungsform, die sich augenblicklich erscheinend in subkulturellen urbanen Lebenssituationen entwickelt hat und hier auch seinen Lauf findet.
Freerunning ist eine völlig neu entstandene urbane Freestyle-Sportart, ohne „Mutterdisziplin“, welche andere Sportarten wie New School (Ski Alpin), Dirt/Slopestyle (Mountainbiken) oder auch Freestyle Fußball (Fußball) jedoch sehr wohl haben (vgl. Botros 2007). Für mich ist es interessant herauszufinden, wo diese reine Freestyle Sportart ihre Wurzeln hat und in welchen sozialen Schichten diese urbane Freestyle-Sportart entstanden ist. Hier gilt es erstmals zu thematisieren, was Freerunning ist. Aber ist es überhaupt sinnvoll, Definitionen zu erstellen? Oder stehen Definitionen doch eher im Widerspruch zum „Freestyle-Gedanken“ bzw. zur Einstellung jugendkultureller Szenen? Kann man Freerunning als Trendsport sehen und wie weit grenzt sich Freerunning vom Wettkampfsport ab? Steht Individualität und Kreativität vor Normierungen und Reglementierungen, welche von jugendkulturellen Szenen oftmals verachtet werden oder weshalb sich neue jugendkulturelle Szenen überhaupt entwickeln?
Da Freerunning eine sehr junge Bewegungsform jugendkultureller Szenen ist und noch wenig wissenschaftliche Untersuchungen vorliegen, möchte ich meine Arbeit der Thematisierung dieser Bewegungsform widmen. Es sollen nicht Hypothesen erstellt und hinterfragt bzw. belegt oder widerlegt werden, sondern, in Hinblick auf die jugendliche Suche nach personaler und sozialer Identität, die gegenwärtig zu einer verstärkten Thematisierung von Körper und Bewegung führt, ein neuer Forschungshorizont eröffnet werden, der neue Forschungsfragen und Hypothesen zulässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Wissenschaftliche Fragestellungen

1.2 Zum forschungsmethodischen Vorgehen

1.3 Gliederung der Arbeit

2 Zum Stand der Forschung

2.1 Einleitung

2.1.1 Die Entwicklung der Sportart Freerunning (historischer Abriss)

2.1.2 Philosophie und Sport – Philosophie und Freerunning

2.2 Jugendkulturen und jugendkulturelle Bewegungsformen

2.2.1 Jugendkultur und jugendkulturelle Szenen

2.2.2 Jugendszenen, Stile und Codes

2.2.4 Jugendkulturen und Geschlecht

2.2.5 Jugendszenen und soziale Herkunft

2.2.6 Merkmale, Strukturen und Symbole bewegungsorientierter Jugendszenen

2.3 Freerunning – eine jugendkulturelle Bewegungsform

2.3.1 Freerunning als neue Trendsportart?

2.3.2 Bewegung und Kunst = Freerunning

Kunst als Selbstausdruck des Inszenierers

2.3.3 Bewegung in einer urbanen Umgebung

2.3.4 Präsentation von Freerunning

3 Empirischer Teil

3.1 Das Setting

3.1.1 Die Sportler

3.1.2 Die Interviews

3.1.3 Der Interviewleitfaden

3.2 Die Analyse

3.3 Vertikale Analyse

3.3.1 Erstes Interview

Freerunning Biographie

3.3.2 Zweites Interview

3.3.3 Drittes Interview

3.3.4 Viertes Interview

3.3.5 Fünftes Interview

3.4 Horizontale Analyse

3.4.1 Soziodemographische Herkunft

3.4.2 Sportbiographien

3.4.3 Freerunning Biographien

3.4.4 Freerunning Alltag

3.4.5 Freerunning als Lifestyle

4 Zusammenfassung

4.1 Beantwortung der wissenschaftlichen Fragestellungen

4.1.1 Freerunning als jugendkulturelle Bewegungsform

4.1.2 Ähnlichkeiten in den (sport-)biographischen Verläufen, die zur Ausübung von Freerunning führen

4.1.3 Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten in der alltäglichen Ausübung von Freerunning

4.1.4 Beweggründe für etwaige Wettkampfteilnahme, Präsentation von Freerunning in der Öffentlichkeit

4.2 Schluss

5 Anhang

5.1 Beispiel Interview

Interview

Wie bist du aufgewachsen?

Wie war dein Verhältnis zu deinen Eltern?

Welche Schule hast du besucht? Wie war deine schulische Laufbahn?

Wann hast du die Schule abgeschlossen?

Welche berufliche Ausbildung haben deine Eltern?

Wo und wie lebst du jetzt? Hast du eine eigene Wohnung?

Erzähle mir etwas über deinen sportlichen Werdegang!

Welchen Sport übst du jetzt aktiv immer noch aus?

Haben dich deine Eltern damals schon im Sport unterstützt?

Wie kamst du zu Freerunning?

Was verbindet dich mit Freerunning?

Welche Parallelen gibt es zu deinen früheren Sportarten?

Wie grenzt du Freerunning mit deinem bisherigen Sportverständnis ab?

Wie sieht ein typischer Tag für dich aus?

Wie synchronisierst du dein Freerunning mit deinem Alltag?

Wie trainierst du? Bzw. kann man „Training“ überhaupt sagen?

Wie lernst du neue Tricks? Gibt es da auch Workshops?

Wie kann man von Youtube-Videos lernen?

Wie kann deine Wettkampfteilnahme deine Philosophie von Freerunning widerspiegeln?

Kommt es durch Wettkämpfe oder große Events zur Kommerzialisierung von Freerunning?

Was waren deine bisher größten Erfolge im Freerunning?

Kannst du vom Freerunning Sport leben?

Weshalb gibt es immer mehr Freerunner in neuen Filmen?

Kennst du Filme in denen Freerunning als Stuntszenen eingesetzt werden?

Denkst du das die Einbindung von Freerunning in den neuen Filmen immer mehr wird und weshalb?

Wie sieht der Freerunning Lifestyle aus?

Gibt es bestimmte Musikstile im Freerunning?

Training zur Musik? Und wieso?

Gibt es einen Kleidungsstil? Marken? Schuhe?

Wieso gerade die grauen Jogginghosen?

Gibt es bestimmte Schuhe für Freerunning?

Wie sieht so der typische Freerunner aus?

Also gibt es den Freerunner was das Aussehen betrifft? (Haarschnitt, freier Oberkörper, tätowiert)

Wie präsentiert sich die Freerunningszene?

Wie sieht die Freerunning Szene übers Internet aus? Bzw. ist das Internet das alternative Medium für Freerunner?

Wie sieht die Abgrenzung zur herkömmlichen Medienkultur aus (Fernsehen, Presse, Rundfunk)?

Wer macht die Videos auf Youtube und wieso? Also wozu?

Wie bezeichnen Freerunner Freerunning? Kann man das als Sport sehen?

Was hältst du von dem Ausdruck „Bewegungskunst“?

Wie grenzt sich Freerunning von Parkour ab?

Denkst du dass Freerunning eine Muttersportart hat?

Wieso denkst du, gibt es hauptsächlich Burschen, die Freerunning ausüben?

Könnte es sein, dass Freerunning eher praktiziert wird von Leuten, die in einer Großstadt leben?

Woher kommen die Leute in England, die Freerunning machen (Sozialisation)?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Freerunning als jugendkulturelle Bewegungsform durch eine empirisch-qualitative Analyse. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Motive, die Sozialisation und das Lebensumfeld von Freerunnern in Österreich zu gewinnen und die Einordnung dieses Phänomens in den Kontext urbaner Jugendkulturen und Trendsportarten wissenschaftlich zu beleuchten.

  • Phänomenologie und Entstehung des Freerunning
  • Sozialisationsprozesse und biographische Hintergründe der Sportler
  • Alltagspraktiken, Trainingsformen und "Jam-Sessions"
  • Die Rolle des Internets und medialer Selbstdarstellung
  • Wettkampfteilnahme, Kommerzialisierung und Vereinstätigkeit

Auszug aus dem Buch

2.3.4 Präsentation von Freerunning

Spätestens nach dem James Bond Film „Casino Royale“, der 2006 in unsere Kinos kam, ist vielen Leuten der Begriff Freerunning bekannt. In einer Szene zu Beginn des Filmes findet eine äußerst spektakuläre Verfolgungsjagd zwischen Bond und einem mutmaßlichen Terroristen statt, der von niemand geringeren als Sébastien Foucan gespielt wurde.

Freerunner werden immer mehr in Filmen als Stuntman eingesetzt, in denen spektakuläre Verfolgungsjagden einen realistischen Ausdruck bringen sollen. Filme wie „James Bond - Casino Royale“, mit dem Freerunner Sébastien Foucan, oder dem französischen Film „Banlieu 13 – die Hölle vor Paris“ mit den Traceuren David Belle und Cyrill Raffeli finden immer mehr Beliebtheit.

Freerunning und Parkour sind mittlerweile auch Bestandteile von diversen Musikvideos, wie Madonnas „Jump“ oder „Hung up“.

Internationales Aufsehen erregten die spektakulären Bewegungsablaufe der Freerunner in den Fernsehdokumentation „Jump London“ und „Jump Britain“. Besonders durch diese Fernsehdokumentationen wurde London zu einem zentralen Ort für Freerunner und die Entwicklung ihrer Online-Gemeinschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der urbanen Bewegungsform Freerunning und Darstellung der wissenschaftlichen Fragestellungen sowie der methodischen Herangehensweise.

2 Zum Stand der Forschung: Theoretische Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Freerunning, Jugendkulturen sowie der Definition von Trendsportarten und deren Phasen.

3 Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Interviewstudie mit fünf Experten, inklusive Setting, Interviewleitfaden sowie der vertikalen und horizontalen Analyse der Daten.

4 Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse zur Bedeutung von Freerunning als jugendkulturelle Bewegungsform und Beantwortung der Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Freerunning, Parkour, Jugendkultur, Trendsport, Qualitative Forschung, Bewegungsform, Lifestyle, Urbaner Raum, Sozialisation, Sportbiographie, Bewegungsfreiheit, Selbstinszenierung, Internet, Stuntszenen, Österreich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Freerunning als eine junge, jugendkulturelle Bewegungsform und beleuchtet deren Entstehung, Struktur sowie die Bedeutung für die ausübenden Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die soziokulturelle Verortung von Freerunning, die individuellen Biographien der Sportler, die Rolle von Medien und Internet sowie die Abgrenzung zu normierten Sportarten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Beweggründe hinter der Ausübung von Freerunning zu erlangen und aufzuzeigen, wie sich diese Sportart als Teil jugendlicher Identitätssuche etabliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein empirisch-qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf halbstrukturierten Experteninterviews mit fünf österreichischen Top-Freerunnern basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Forschungsstand) als auch die empirische Analyse der Interviews dargelegt, wobei Themen wie der Alltag der Freerunner, Wettkämpfe und Lifestyle-Aspekte analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Freerunning, Jugendkultur, Trendsport, Identität, Sozialisation und Bewegungsfreiheit.

Warum spielt das Internet eine so große Rolle im Freerunning?

Das Internet fungiert als primäres Medium für die Community-Bildung, den Austausch von Techniken und die Selbstdarstellung ("Wenn man nicht auf Youtube ist, existiert man nicht").

Inwiefern unterscheidet sich Freerunning von klassischen Vereinen?

Die Freerunning-Kultur definiert sich stark über die Abwendung von starren Normen und Regeln, während Vereine primär als organisatorische Hilfsmittel zur Hallenfinanzierung oder für die Jugendarbeit dienen.

Wie stehen die Freerunner zu Wettkämpfen?

Die Ansichten sind zwiegespalten: Während der Wettkampfcharakter teilweise kritisch gesehen wird, dient er als Chance zur Professionalisierung und zur Erhöhung des öffentlichen Bekanntheitsgrades.

Ist Freerunning nur für Stadtbewohner geeignet?

Die urbane Architektur bietet zwar ideale Bedingungen, aber der Grundgedanke der Freiheit in der Bewegung ist universell, auch wenn die Dichte der Aktionsräume in Großstädten höher ist.

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Details

Title
Freerunning - Eine jugendkulturelle Bewegungsform
College
University of Vienna
Grade
1
Author
Bachelor Alexandra Auer (Author)
Publication Year
2010
Pages
81
Catalog Number
V162111
ISBN (eBook)
9783640763023
ISBN (Book)
9783640763412
Language
German
Tags
Freerunning Jugendkulturen jugendkulturelle Bewegungsform Parkour Wettkampf Bewegungsformen Sportpädagogik Freestyle Freestyle moves Freiheit in der Bewegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Alexandra Auer (Author), 2010, Freerunning - Eine jugendkulturelle Bewegungsform, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162111
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