Um den heutigen Anforderungen von komplexen Lernaufgaben gerecht zu werden und lerntheoretische sowie praktische Anwendungen in authentische Lernumgebungen widerzuspiegeln, soll in der vorliegenden Arbeit das Four Component Instructional Design Model (4-CID-Modell) von Van Merriënboer vorgestellt werden. Es vereint diese Vorzüge in einem Modell. Ein wesentliches Hauptziel ist es, das 4-CID-Modell sowohl anhand einer Fertigkeitenhierarchie als auch in der praktischen Anwendung für den Bereich der Bildungswissenschaftler, hier vorrangig für die Institutionalisierte Beratung, zu beschreiben. Daran schließt sich eine theoretische und mediendidaktische Diskussion. Die vorliegende Arbeit wird durch die Zusammenfassung abgeschlossen, die zugleich Fazit und Ausblick bieten möchte. Ein formaler Aspekt muss schließlich in diesem Zusammenhang noch erwähnt werden: Um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen, wird durchgehend die männliche Form verwendet, gemeint sind freilich beide Geschlechter.
Inhaltsverzeichnis
1. Das 4-CID-Modell in der praktischen Anwendung
1.1 Fertigkeitenhierarchie und die Analyse der Kompetenz
1.2 Vereinfachende Annahmen zur Erstellung der Aufgaben-klassen
1.3 Unterschiede zwischen Aufgabenklassen und Lern-aufgaben
1.4 Unterstützende Informationen und Just-in-Time Informationen
2. Das 4-CID-Modell in der Theorie
2.1 Lerntheoretische Überlegungen zum 4-CID-Modell
2.2 Didaktische Szenarien
2.3 Medien die sich als Unterstützung für den Blueprint eignen
3. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit hat zum Ziel, das Four Component Instructional Design Model (4-CID-Modell) von Van Merriënboer detailliert vorzustellen und dessen Anwendung auf den Bereich der institutionalisierten Beratung für Bildungswissenschaftler zu veranschaulichen. Dabei wird untersucht, wie durch eine systematische Aufspaltung in Lernaufgaben, unterstützende Informationen, Just-in-Time-Informationen und Part-task-Practice komplexe Kompetenzen effizient erworben werden können.
- Grundlagen und Struktur des 4-CID-Modells
- Entwicklung einer Fertigkeitenhierarchie für Beratungssituationen
- Kategorisierung von Aufgabenklassen basierend auf Komplexität
- Lerntheoretische Einordnung (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus)
- Mediendidaktische Unterstützung durch primäre und sekundäre Medien
Auszug aus dem Buch
2. Das 4-CID-Modell in der praktischen Anwendung
Ausgehend von lerntheoretischen Annahmen von Instructiondesign und dem komplexen Lernen wird das Four Component Instructional Design Model (4-CID-Modell) von Van Merriënboer systematisch in Einzelelemente aufgespaltet und in den Unterteilungen: 1. Lernaufgaben (Learning tasks: konkrete, authentische und bedeutungsvolle, ganzheitliche Aufgaben), 2. Unterstützende Informationen (Supportive information, dass sind Informationen die benötigt werden, um erfolgreich nicht-wiederkehrende Aufgaben zu leisten), 3. Just-in-time-Informationen (kurze Informationen in kleine Einheiten um wiederkehrende Aspekte der Lernaufgaben zu meistern und 4. Part-task Practice (repetierende Übungen von wiederkehrende Aufgaben, um so schnell wie möglich Arbeitsabläufe zu automatisieren) unterteilt (Bastiaens, Deimann, Schrader et al., 2006, S.92).
Zur detaillierten Informationsgewinnung hat Van Merriënboer zehn Schritte (ten steps) definiert, auf die in dieser Arbeit näher eingegangen wird. Anhand des 4-CID-Modells wird das Handlungswissen vermittelt mit lerndidaktischen Überlegungen, gezielten Übungen und Wiederholungen, solange, bis der Lernende das Ausbildungsziel erreicht hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das 4-CID-Modell in der praktischen Anwendung: Dieses Kapitel erläutert die vier Grundkomponenten des Modells und beschreibt deren systematische Umsetzung anhand einer Fertigkeitenhierarchie und spezifischer Aufgabenklassen für die Beratungspraxis.
2. Das 4-CID-Modell in der Theorie: Hier werden die lerntheoretischen Grundlagen (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus) des Modells sowie didaktische Szenarien und unterstützende Medieneinsätze reflektiert.
3. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die Eignung des Modells für Bildungswissenschaftler und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Motivationsfaktoren im Lernprozess.
Schlüsselwörter
4-CID-Modell, Instructional Design, Bildungswissenschaft, Institutionalisierte Beratung, Lernaufgaben, Fertigkeitenhierarchie, Aufgabenklassen, Unterstützende Informationen, Just-in-Time-Informationen, Part-task-Practice, Scaffolding, Didaktische Szenarien, Medienunterstützung, Kompetenzaufbau, Kognitive Schemata.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Vorstellung und praktische Anwendung des Four Component Instructional Design Models (4-CID-Modell) von Van Merriënboer im Kontext der institutionalisierten Beratung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Strukturierung von Lernprozessen durch Aufgabenklassen, der gezielte Einsatz von Informationstypen und die mediendidaktische Gestaltung von Lernumgebungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Beschreibung des 4-CID-Modells anhand einer Fertigkeitenhierarchie, um Bildungswissenschaftlern ein Modell zur strukturierten Vermittlung von Beratungskompetenzen an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische und mediendidaktische Analyse sowie die Übertragung wissenschaftlicher Instruction-Design-Modelle auf das konkrete Praxisfeld der institutionalisierten Beratung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Anwendung der vier Modellkomponenten sowie in die theoretische Fundierung durch lerntheoretische Ansätze und die Definition didaktischer Szenarien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie 4-CID-Modell, Lernaufgaben, Scaffolding, Kompetenzaufbau und mediengestütztes Lernen charakterisiert.
Wie werden Lernaufgaben im 4-CID-Modell organisiert?
Lernaufgaben werden in einer nach Komplexität ansteigenden Serie von Aufgabenklassen organisiert, um den Lernenden Schritt für Schritt an das Zielniveau heranzuführen.
Welche Rolle spielt die EDV-Dokumentation für das Modell?
Die EDV-Dokumentation dient als Beispiel für eine wiederkehrende Aufgabe, die durch Part-task-Practice automatisiert werden kann, um Arbeitsabläufe in der Beratung zu effizientieren.
Was unterscheidet unterstützende Informationen von Just-in-Time-Informationen?
Unterstützende Informationen fördern nicht-wiederkehrende Aspekte und bieten ein mentales Modell, während Just-in-Time-Informationen punktgenau bei wiederkehrenden Tätigkeiten zur unmittelbaren Bewältigung bereitgestellt werden.
- Quote paper
- Sabine Felfer-Sitzenfrey (Author), 2009, Das 4-CID-Modell am Beispiel "Bildungswissenschaftler im Bereich der Institutionalisierten Beratung", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162100