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Weibliche Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Titel: Weibliche Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Examensarbeit , 2010 , 59 Seiten , Note: 2

Autor:in: Nele Bischoff (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Ein Märchen hat seine Wahrheit und muss sie haben, sonst wäre es kein Märchen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Durch dieses Zitat wird deutlich, dass Märchen möglicherweise mehr sind als bloße „Lügenmäre“. Goethe geht hier sogar so weit zu behaupten, dass ein Märchen ohne Wahrheitsgehalt nicht als solches zu bezeichnen wäre.
Liebe, Brautwerbung, Ehe und Partnerschaft, Selbstfindung und Moral sind ein Hauptbestandteil unseres realen Lebens sowie des der Märchenfiguren. Auch Themen wie geschlechterspezifische Rollenverteilung, Adoleszenz und Sexualität spielen in beiden Welten eine wichtige Rolle.

Diese Arbeit wird sich insbesondere den weiblichen Rollenträgern im Märchen zuwenden. Es soll nach Motiven gesucht werden, die zu der Entstehung und Darstellungsweise der einzelnen Figuren geführt haben könnten. Dazu werden einzelne Märchen in Hinblick auf ihre weiblichen Protagonisten und deren soziohistorischen Hintergrund untersucht.

Die Figur der Hexe, Königin, Prinzessin, Bauerstochter, Spinnerin oder Stiefmutter ist keine Erfindung des Märchens, aber lässt sich hier eine Verbindung der Frauenfiguren in den Volksmärchen zu der Situation der Frau im 19. Jahrhunderts entdecken? Und finden sich realistische Elemente, die über das soziale Leben der Märchenträger Aufschluss geben können?

Der Anfang dieser Arbeit soll ein theoretisches Hintergrundwissen und einen inhaltlichen Rahmen bieten und befasst sich daher näher mit der Gattung des „Volksmärchens“ allgemein. Eine Abgrenzung zum Kunstmärchen wird erfolgen, sowie zu anderen, dem Märchen verwandte Gattungen, insbesondere der Sage und der Legende. Merkmale und Symbole, die besonders für das Thema dieser Arbeit relevant sind, sollen ebenfalls näher erläutert werden.

Die Entstehungsgeschichte und die Quellen der KHM werden dargestellt und auch ein kurzer Überblick über das Leben der beiden Brüder wird erfolgen. Zwischen den Urfassungen und aktuellen Ausgaben lassen sich Veränderungen nachweisen. Warum und wozu diese Veränderungen vorgenommen wurden, soll näher untersucht werden.

Psychologische, germanistische, soziologische und historische Faktoren werden in dieser Arbeit eine Rolle spielen.

In der Schlussbetrachtung sollte ein Resümee gezogen werden können, an dessen Ergebnissen auch aufgezeigt werden kann, in wieweit Goethes Aussage, dass „Märchen“ und „Wahrheit“ Parallelen aufweisen, für das Thema dieser Arbeit zutreffend ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Volksmärchen

2.1 Merkmale des Volksmärchen

2.2 Symbole

2.3 Abgrenzung zu verwandten Gattungen

3. Die Entstehungsgeschichte und die Quellen der KHM

4. Weibliche Figuren in den KHM als Spiegel gesellschaftlicher Ordnungen und sozialer Bedingungen des 19. Jahrhunderts

4.1 Die Hexe als historische Figur

4.2 Die Hexe als fiktive Figur in den Kinder und Hausmärchen

4.3 Die Mutter/ Stiefmutter als historische Figur

4.4 Die Mutter/ Stiefmutter als fiktive Figur in den Kinder- und Hausmärchen

5. Der passive und der aktive Typ in den Kinder- und Hausmärchen

5.1 Der „passive Typ“ Dornröschen

Interpretation des KHM 50 und Analyse der weiblichen Figuren

5.2 Gretel als „aktive Märchenheldin“

Interpretation des KHM 15 und Analyse der weiblichen Figuren

6. Die Ehe und Familie im Märchen

7. Geschwisterbeziehungen im Märchen

8. Der Alltag im Märchen

9. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung weiblicher Rollen in den Kinder- und Hausmärchen (KHM) der Brüder Grimm vor dem Hintergrund soziohistorischer Bedingungen des 19. Jahrhunderts. Ziel ist es, Motive für die spezifische Ausgestaltung von Frauenfiguren zu identifizieren und dabei zu analysieren, inwiefern Märchen gesellschaftliche Normen und patriarchale Strukturen widerspiegeln oder durchbrechen.

  • Analyse weiblicher Figurentypen (Hexe, Stiefmutter, Prinzessin) in den KHM.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und der Quellen der Grimms'schen Märchensammlung.
  • Kontrastierung von „passivem“ (Dornröschen) und „aktivem“ (Gretel) Frauenbild.
  • Bedeutung von Symbolen und Motiven als Spiegel gesellschaftlicher Ordnungen.
  • Sozialhistorische Einordnung der Märchenthemen wie Ehe, Familie und Geschwisterbeziehungen.

Auszug aus dem Buch

4. 1 Die Hexe als historische Figur

„Die Hexe blickt uns aus tiefroten Augen an. Auf ihrer Schulter hockt ein Rabe oder eine schwarze Katze. Sie ist bucklig, lange Zähne stehen aus ihrem Mund hervor. Ungekämmt, mit krächzender Stimme, die Nase so krumm wie ihre Krücke, schlurft sie den Kindern oder Königssöhnen entgegen.“64

In so grell überzeichneten Bildern wird die Hexe in den KHM geschildert. Oft wird sie, wie auch die Stiefmutter, sogar als Kannibalin beschrieben, die es besonders auf kleine Kinder abgesehen hat. Am Ende wird sie für ihre bösen Absichten bestraft. Die Hexe, die ihr Ende mit dem Kopf voran, in einem Backofen findet, erinnert an die zum Tode verurteilten, welche ihren Kopf auf den Richtblock legten, oder eben auch an den Tod durch Feuer, den sogenannte „Hexen“ in der realen Welt noch bis in die Frühe Neuzeit häufig fanden.

„Eine Bestrafung der H. ist stets ein Todesurteil. Die Hinrichtungsformen erscheinen grausam (…), entsprechen jedoch z. T. hist. Strafen wie Ertränken (KHM 9, AaTh 451: Mädchen sucht seine Brüder; KHM 13, cf. AaTh 403: die schwarze und die weiße Braut; cf. auch Nagelfaß), Zerreißen durch wilde Tiere (KHM 11) und vor allem Verbrennen (KHM 9, 15). Bes. der Feuertod verweist auf die hist. Hexenprozesse.“65

Da die Hexe des Märchens zahlreiche Parallelen zu jenen Frauen aufzuweisen scheint, welche im Mittelalter und auch noch zu Beginn der frühen Neuzeit als Hexen verfolgt wurden, soll zunächst ein Blick auf den historischen Hintergrund geworfen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Märchen, deren Wahrheitsgehalt und die Relevanz der Untersuchung von Frauenfiguren in den KHM.

2. Das Volksmärchen: Definition und Abgrenzung des Volksmärchens, sowie Erläuterung von Merkmalen, Symbolen und verwandten Gattungen.

3. Die Entstehungsgeschichte und die Quellen der KHM: Darstellung der Entstehungsprozesse und Quellen der Grimmschen Märchensammlung und deren Bearbeitung durch die Brüder.

4. Weibliche Figuren in den KHM als Spiegel gesellschaftlicher Ordnungen und sozialer Bedingungen des 19. Jahrhunderts: Untersuchung der Rollenbilder von Hexe, Mutter und Stiefmutter in Bezug auf historische Realitäten.

5. Der passive und der aktive Typ in den Kinder- und Hausmärchen: Kontrastive Analyse der weiblichen Rollen anhand der Fallbeispiele Dornröschen und Gretel.

6. Die Ehe und Familie im Märchen: Diskussion der Darstellung von Eheverhältnissen, Geschlechterkonflikten und familiären Strukturen im Märchen.

7. Geschwisterbeziehungen im Märchen: Analyse von Geschwisterkonflikten und Solidarität als zentrale Gemeinschaftsmotive.

8. Der Alltag im Märchen: Betrachtung des Realitätsbezugs im Märchen durch die Darstellung von Alltagssituationen und sozialer Not.

9. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse bezüglich des Frauenbildes und des Realitätsgehalts im Märchen.

Schlüsselwörter

Märchen, Brüder Grimm, KHM, weibliche Rollenbilder, Hexe, Stiefmutter, Dornröschen, Gretel, Volksmärchen, soziohistorischer Hintergrund, Geschlechterrollen, Symbolik, Adoleszenz, Familienstrukturen, Sozialkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung und soziohistorische Einbettung von weiblichen Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen Frauenrollen (Hexe, Stiefmutter, Heldin), das Zusammenspiel von Märchen und gesellschaftlicher Wirklichkeit im 19. Jahrhundert sowie die Symbolik der Märchen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, wie sich reale gesellschaftliche Bedingungen und Rollenerwartungen der Entstehungszeit in der Darstellung von Frauenfiguren in den KHM widerspiegeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung psychologischer Deutungsansätze, soziohistorischer Kontexte und des Vergleichs verschiedener Märchenfassungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Gattungsbestimmung des Volksmärchens und eine detaillierte Analyse spezifischer weiblicher Figurentypen sowie exemplarische Interpretationen von Dornröschen und Gretel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie KHM, Geschlechterrollen, Hexe, Stiefmutter, Sozialkritik, Symbolik und das Spannungsfeld zwischen Passivität und Aktivität definiert.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Gretel von der des Dornröschens?

Dornröschen wird als passiver Typus analysiert, der auf äußere Erlösung wartet, während Gretel durch ihr aktives Handeln bei der Überwältigung der Hexe als aktive Märchenheldin hervortritt.

Welche Rolle spielt das Stiefmuttermotiv in den Märchen der Brüder Grimm?

Das Stiefmuttermotiv wird als Spiegel historischer Familienkonflikte und als psychologische Externalisierung böser Anteile der Mutterfigur gedeutet, um die „gute Mutter“ in der Vorstellung des Kindes zu bewahren.

Warum haben die Brüder Grimm die Märchen stilistisch bearbeitet?

Die Bearbeitungen dienten primär der pädagogischen Anpassung an ein bürgerliches Lesepublikum, wobei anstößige oder als nicht passend empfundene Inhalte entfernt wurden.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Weibliche Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
Hochschule
Universität Paderborn
Note
2
Autor
Nele Bischoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
59
Katalognummer
V162094
ISBN (eBook)
9783640766000
ISBN (Buch)
9783640766376
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weibliche Figuren Kinder- Hausmärchen Brüder Grimm
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nele Bischoff (Autor:in), 2010, Weibliche Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162094
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Leseprobe aus  59  Seiten
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