In der Arbeit werden die rechtliche Verankerung, die Aufgaben sowie die innere Ordnung politischer Parteien in der Bundesrepublik dargestellt. Abschließend wird auf die Kritik an politischen Parteien eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Politische Parteien in der Bundesrepublik Deutschland
2.1 Rechtliche Verankerung der Parteien
2.1.1 Das Grundgesetz
2.1.2 Das Parteiengesetz
2.2 Aufgaben der Parteien im politischen System
2.2.1 Mitwirkung bei der politischen Willensbildung
2.2.2 Beitrag zur Stabilisierung und Legitimierung des politischen Systems
2.3 Innere Ordnung der Parteien
2.3.1 Rechtsbegriff der politischen Partei
2.3.2 Grundzüge der Organisationsstrukturen der Parteien
2.3.3 Innerparteiliche Demokratie
2.3.4 Parteienfinanzierung
2.4 Parteien in der Kritik
3. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Stellung politischer Parteien im demokratischen System der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird analysiert, wie Parteien durch ihre rechtliche Verankerung, ihre organisatorische Struktur und ihre vielfältigen Aufgaben als Brücke zwischen Gesellschaft und Staat fungieren und welche Herausforderungen sowie Kritikpunkte sich daraus ergeben.
- Rechtliche Grundlagen und verfassungsrechtlicher Status von Parteien
- Die Rolle der Parteien bei der politischen Willensbildung
- Struktur der Parteien und innerparteiliche Demokratie
- Regelungen und Prinzipien der Parteienfinanzierung
- Kritik an Parteien und die Problematik der Parteienverdrossenheit
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Mitwirkung bei der politischen Willensbildung
Die wohl wichtigste Funktion der Parteien in der Bundesrepublik Deutschland liegt in der Mitwirkung an der politischen Willensbildung des Volkes, wie es bereits im Grundgesetz festgehalten wird.
Konkreter ausgedrückt ist darunter zu verstehen, dass die Parteien zum einen von sich aus auf die öffentliche Meinung Einfluss nehmen und diese formen, aber auch bereits gebildete Interessen und Forderungen der Bürger aufnehmen, zusammenführen und in staatliche Entscheidungen umwandeln. Die Parteien können dabei selbst die Initiatve ergreifen und bestimmte politische Themen auf die Tagesordnung setzen, die bis dahin nur am Rande in der Öffentlichkeit, d. h. vor allem in der Berichterstattung der Medien, diskutiert wurden. In der Regel reagieren jedoch die Parteien auf die im Staat, der Wirtschaft oder in der Gesellschaft vorliegenden Probleme oder Missstände, indem sie jeweils eigene Lösungen und Strategien entwerfen und der Öffentlichkeit verkünden. Anregungen und Forderungen anderer Gruppen oder einzelner Bürger außerhalb der Parteien finden so oft nur schwer Eingang in den politischen Willensbildungsprozess. Für die Bürger besteht daher vor allem in den Wahlen eine Möglichkeit, über die verschiedenen alternativen Lösungsangebote der unterschiedlichen Parteien zu entscheiden. Die mit einer Mehrheit versehene Partei bzw. Parteienkoalition kann über die Besetzung von Mandaten und Ämtern in der Legislative und Exekutive anschließend ihre Konzepte in staatliche Entscheidungen, insbesondere in Gesetze, die für alle bindend sind, umwandeln. Diese „Transmission“ von gesellschaftlichen Interessen in politisches Handeln des Staates durch die Parteien (vgl. von Alemann, 2000: 209) wird
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die unverzichtbare Brückenfunktion, die politische Parteien als Vermittler zwischen gesellschaftlichen Interessen und staatlichem Handeln in einer Demokratie einnehmen.
2. Politische Parteien in der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die rechtliche Grundlage durch Grundgesetz und Parteiengesetz, die spezifischen Aufgaben der Parteien, ihre interne Organisationsstruktur, die innerparteiliche Demokratie sowie die Regeln der Finanzierung und die aktuelle Kritik.
3. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung zieht ein historisches Fazit und betont, dass die Parteien trotz gelegentlicher Kritik aufgrund ihrer Rolle bei der Stabilisierung der Demokratie seit 1949 positiv zu bewerten sind.
Schlüsselwörter
Politische Parteien, Grundgesetz, Parteiengesetz, politische Willensbildung, Bundesrepublik Deutschland, innerparteiliche Demokratie, Parteienfinanzierung, Parteienverdrossenheit, politische Beamte, Volkspartei, Chancengleichheit, Integrationsfunktion, politische Partizipation, Repräsentative Demokratie, Parteienkritik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle, den Funktionen und der Bedeutung politischer Parteien innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Verankerung, den Aufgaben bei der Willensbildung, der inneren Organisation, der Finanzierung sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Parteien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Parteien als notwendiges Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft fungieren und wie sich ihr Status im historischen Vergleich gewandelt hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Literaturarbeit, die auf Basis von Verfassungstexten, Gesetzen und politikwissenschaftlicher Fachliteratur die Stellung der Parteien herleitet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die rechtlichen Grundlagen (GG/Parteiengesetz), die Funktionen (Willensbildung, Stabilität), die innere Ordnung (Struktur, Demokratie, Finanzen) und eine Diskussion aktueller Kritikpunkte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind politische Willensbildung, Grundgesetz, Parteienfinanzierung, innerparteiliche Demokratie, Parteienverdrossenheit und gesellschaftliche Integration.
Warum ist die Parteienfinanzierung ein so kontroverses Thema?
Das Thema ist sensibel, da es einerseits die Funktionsfähigkeit der Parteien sichern soll, andererseits aber Transparenz erfordert, um staatliche Abhängigkeiten und Korruption zu vermeiden.
Was versteht man in der Arbeit unter dem Begriff der "Transmission"?
Damit ist der Prozess gemeint, bei dem Parteien gesellschaftliche Interessen und Forderungen aufnehmen, bündeln und durch die Besetzung staatlicher Ämter in verbindliche staatliche Entscheidungen umwandeln.
Wie begründet die Arbeit die steigende Parteienverdrossenheit?
Die Arbeit führt diese unter anderem auf mangelnde Entscheidungsmöglichkeiten der Basis, den Eindruck von machtorientiertem Verhalten der Politiker und offensichtliche Rechtsverstöße zurück.
- Arbeit zitieren
- Markus Heindl (Autor:in), 2000, Politische Parteien in der Bundesrepublik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162045