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Weiblichkeit als eine eigene Kulturform

Title: Weiblichkeit als eine eigene Kulturform

Term Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sarah Gulich (Author)

Sociology - Relationships and Family

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Summary Excerpt Details

Dieser Arbeit liegt zum einen der Text „Weiblichkeit als Kulturform“ - Zur Codierung der Geschlechter in der Moderne“ (1989) von Claudia Honegger zu Grunde, sowie eine Darstellung von Dorothy Ross (1998) über Jane Addams Auseinandersetzung mit dem „häuslichen Feminismus“ um 1900. Dieser beschäftigt sich mit soziologischen Fragen um weibliche und männliche Kultur, welche durch eine historische Perspektive in den Zeiträumen um 1800 und 1900 präzisiert werden. Dieser Zeitraum zählt zu der proto-professionellen Phase, in welcher die soziologischen Problemstellungen grade erst entwickelt wurden und sich eine Gestalt einer neuen Disziplin herauszubilden begann. Auch Claudia Honegger untersucht diese Fragen ebenso aus soziologischer und historischer Sicht und konstruiert eine symbolisch-diskursiver Ordnungen von Geschlecht in den gleichen Zeiträumen. Durch eine Analyse des Entstehungskontextes versucht sie eine Definition der Kultur und eine Dechiffrierung von „Geschlecht und Kultur als kulturelle Selbstverständlichkeit aufzuzeigen . Die Frage nach Geschlecht als strukturierendem Moment der sozialen Ungleichheit und das Problem, wie es sich zu anderen Dimensionen sozialer Differenzierung verhält, nehmen in ihrer Argumentation eine gesellschaftstheoretische Position ein und identifizieren Geschlechterhierarchie als Herrschaftsstruktur. Das Geschlechterverhältnis wird also zu einem sozialen Strukturzusammenhang für welchen Honegger in ihrem Text die unterschiedlichen Positionen der Gesellschaft zur Geschlechterrolle heraus arbeitet und nach Indikatoren bzw. Erklärungen für diese Standpunkte sucht. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird auf den Begriff "Kultur" eingegangen, gefolgt von der Zusammenfassung Honeggers Kernthesen im Punkt „Weiblichkeit als Kulturform“ und „Die Entdeckung der Frau in den Wissenschaften“. Zum Schluss leitet der Punkt „Umwertung der Werte - der "häusliche Feminismus".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Kultur" im Kontext des ausgehenden 18. Jahrhunderts bis in die Moderne?

2.1 Weiblichkeit als Kulturform

2.2. Die Entdeckung der Frau in den Wissenschaften

3. Umwertung der Werte - der "häusliche Feminismus"

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Konstruktion von Geschlechterverhältnissen und deren Einbettung in soziologische Kulturbegriffe zwischen 1800 und 1900, wobei insbesondere die Rolle der Frau als kulturelles Subjekt und deren Position in der Wissenschaftsgeschichte analysiert wird.

  • Historische Perspektiven auf den Kulturbegriff und die Geschlechtercodierung
  • Weiblichkeit als kulturell konstruierte Form und deren gesellschaftliche Bewertung
  • Die marginalisierte Rolle der Frau in den Humanwissenschaften des 19. Jahrhunderts
  • Jane Addams und der "häusliche Feminismus" als soziologisches Reformprojekt
  • Kritische Reflexion über Geschlechterhierarchien als soziale Herrschaftsstrukturen

Auszug aus dem Buch

2.1 Weiblichkeit als Kulturform

Die Autorin beginnt ihre Analyse mit der These, dass Kultur und Geschlecht in modernem Sinn gleich ursprünglich sind. Den Frauen wird der Untergang der höfischen Zivilisation durch zu große Macht zu Lasten gelegt; die Konsequenz ist die Schaffung einer Männerkultur. Es dominierte der Eindruck, dass Einbeziehen der Frauen in die Gesellschaft habe den allgemeinen Sittenverfall herbeigeführt, sie von ihrer wahren Aufgabe abgebracht und zu einem Verstoß gegen die Naturgesetze geführt, welche ihnen eine untertänige Rolle zugeteilt hatten. Die Kultur einer Ethnie war quasi dann gut, wenn nach den Gesetzen der Natur gemäß gehandelt wurde und eine offizielle Trennung der Geschlechter vollzogen wurde. Daraus ergibt sich, dass die Thematisierung der Kultur von Anfang an zweideutig behandelt wurde, da das Niveau einer Kultur an der Stellung der Frau bemessen wurde.

Die zwei Kulturen waren zum einen die überzivilisierte, weiblich beherrschte falsche und zum anderen, die mäßig zivilisierte, männliche, richtige Kultur. Die Bedeutung der Frauen in der Kultur wurde aufgeteilt in Kulturverwaltung, in der sie eine zentrale Vermittlungsrolle (Transmissionsfunktion) und Kulturgestaltung einnahm. Diese Auffassung leitete über zu: Frausein und hohe Kultur schließen sich aus. Um 1900 fand ein erneutes Unbehagen in der Zivilisation statt, welche der männlichen Natur zugeordnet wurde. Man sprach von einer Krise der Kultur (Gertrud Bäumer) und der Tragödie der Kultur (Georg Simmel). Dahinter verbirgt sich Kulturkritik. In dieser Zeit gab es Polaritätstheoretiker, wie Georg Simmel, der den Mann als Schöpfer der objektiven Kultur, der repräsentiert und die Frau, ein Symbol der Welttotalität darstellte. Die weibliche Kulturleistung ist nach seiner Theorie die häusliche, subjektive Kultur. Ihr Tun und Sein ist an die Geschlechtsbestimmtheit gebunden. Der Mann als der Träger der Idee und die Frau als die Trägerin des Seins. In dieser Unbestimmtheit des Weiblichen kommen nun weibliche und männliche Thematisierungen der Geschlechterdifferenz zusammen, es entsteht das Konzept der Mütterlichkeit als neuer Kulturwert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die theoretische Basis durch die Arbeiten von Claudia Honegger und Dorothy Ross, um soziologische Geschlechterfragen historisch einzuordnen.

2. Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Kultur" im Kontext des ausgehenden 18. Jahrhunderts bis in die Moderne?: Dieses Kapitel definiert den Kulturbegriff als Orientierungssystem und beleuchtet die historische Verknüpfung von Zivilisation, Natur und Geschlechterrollen.

2.1 Weiblichkeit als Kulturform: Hier wird die These diskutiert, dass Kultur und Geschlecht als ursächlich miteinander verbunden betrachtet wurden, was zur Konstruktion einer geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung und Kulturverwaltung führte.

2.2. Die Entdeckung der Frau in den Wissenschaften: Das Kapitel analysiert, wie die Frau Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem allgemeinen Wissenschaftsdiskurs verdrängt und auf biologische Forschungsfelder wie die Gynäkologie reduziert wurde.

3. Umwertung der Werte - der "häusliche Feminismus": Dieses Kapitel beschreibt Jane Addams' "Hull House" Projekt als Beispiel einer "verstehenden Soziologie", die häusliche Diskurse für soziale Reformen nutzte.

4. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass die Frauenfrage eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe bleibt, deren Ziel die echte Gleichberechtigung jenseits veralteter Geschlechterbilder ist.

Schlüsselwörter

Geschlechterforschung, Kulturform, Weiblichkeit, Zivilisation, Geschlechterhierarchie, Wissenschaftsgeschichte, Häuslicher Feminismus, Hull House, Soziale Ungleichheit, Soziologie, Geschlechterdifferenz, Emanzipation, Machtverhältnisse, Moderne, Kulturkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung von Geschlechterrollen und deren Einbettung in den Kulturbegriff des 18. und 19. Jahrhunderts unter soziologischer Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Codierung von Geschlechtern in der Moderne, die Marginalisierung der Frau in den Wissenschaften sowie die historische Praxis des "häuslichen Feminismus".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Geschlechterhierarchien als soziale Strukturzusammenhänge konstruiert wurden und welche Rolle die Frau dabei innerhalb kultureller und wissenschaftlicher Diskurse einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische und historische Analyse, insbesondere auf die Dekonstruktion geschlechtertheoretischer Diskurse anhand der Werke von Claudia Honegger und anderen Fachautoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition von Kultur, die Darstellung von Weiblichkeit als Kulturform, die historische Verdrängung der Frau aus der Wissenschaft und die praktische Umsetzung soziologischer Ideen durch Jane Addams.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschlechterforschung, Kulturform, Weiblichkeit, Soziologie, Geschlechterdifferenz und der häusliche Feminismus.

Wie definiert der Text das Konzept des "häuslichen Feminismus"?

Der häusliche Feminismus wird als eine Form der verstehenden Soziologie beschrieben, bei der Frauen ihre vermeintlich spezifischen Kompetenzen für Einfühlung und soziale Arbeit im öffentlichen Raum nutzten, um soziale Reformen voranzutreiben.

Welche Bedeutung hatte das "Hull House" in diesem Kontext?

Das Hull House diente als praktisches Modell für die Settlementbewegung und ermöglichte es Jane Addams, soziale Arbeit mit wissenschaftlicher Beobachtung zu verbinden und gesellschaftliche Reformen für benachteiligte Gruppen zu initiieren.

Warum spielt die Gynäkologie eine Rolle für die Wissenschaftsgeschichte der Frau?

Die Gynäkologie fungierte im 19. Jahrhundert als wissenschaftlicher Ort, an den die Frau verdrängt wurde, wodurch sie aus dem allgemeinen intellektuellen und gesellschaftspolitischen Wissenschaftsdiskurs weitgehend ausgeschlossen blieb.

Was fordert die Autorin im Schlusswort für die heutige Zeit?

Die Autorin betont, dass die Frauenfrage eine gesellschaftliche Aufgabe bleibt, an deren Lösung – einer Kultur der maximalen Gleichberechtigung aller Geschlechter – weiterhin gearbeitet werden muss.

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Details

Title
Weiblichkeit als eine eigene Kulturform
College
Technical University of Berlin
Grade
1,7
Author
Sarah Gulich (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V162031
ISBN (eBook)
9783640756872
ISBN (Book)
9783640757121
Language
German
Tags
Weiblichkeit Kulturform
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Gulich (Author), 2009, Weiblichkeit als eine eigene Kulturform, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162031
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