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Frames in der Umweltberichterstattung

Titel: Frames in der Umweltberichterstattung

Seminararbeit , 2010 , 18 Seiten

Autor:in: M.A. Veronika Streuer (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Kalten Krieg wurde Framing gezielt eingesetzt, um die Geschehnisse auf der jeweils anderen Seite für die eigene Bevölkerung gemäß den vorherrschenden Ideologien aufzubereiten. Karl-Eduard von Schnitzler beispielsweise setzte Aussagen von westdeutschen Politikern ganz bewusst in andere Zusammenhänge. So kommentierte er 1961 die Aussage des damals regierenden Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt, zum Mauerbau: „Was sich am Sonntag ereignet hat, ist keine unmittelbare Bedrohung Westberlins“ (Haus der Geschichte 1998: 50) mit den Worten: „Na bitte. Welche fundamentale Einsicht!“ (Haus der Geschichte 1998: 50). Dabei lässt Schnitzler die Aussage Brandts, dass es sich dabei um einen „Anschlag auf die Moral des deutschen Volkes gehandelt habe“ (Deutsches Rundfunkarchiv 2010, vergleiche Abbildung 1) und weitere äußerst konträre Statements außen vor.

Nicht immer ist Framing derart offensichtlich. Vielmehr bemerkt man Framing zumeist gar nicht oder kann es nur erahnen. Dennoch ist es gerade im Journalismus ein wichtiges Thema, da es leicht den Vorsatz der objektiven Berichterstattung zunichte machen kann.
Die Hauptfragen dieser Arbeit sind deshalb:
Was ist Framing, warum gibt es Framing und welche Folgen bringt es mit sich, vor allem auf den Journalismus bezogen? Welche Studien gibt es im Bereich Framing und Umweltberichterstattung und welche Basisframes werden hauptsächlich verwandt?

Um diese Fragen zu beantworten, wird Framing zunächst definiert und Gründe, sowie mögliche Folgen von Framing werden aufgezeigt. Anschließend werden Basisframes vorgestellt, um eine Grundlage für den zweiten Teil der Arbeit zu schaffen. Hier werden dann drei Studien vorgestellt, die sich mit dem Thema Framing im Bereich der Umweltberichterstattung beschäftigt haben. Abschließend folgt ein Fazit der Arbeit, in dem die Fragestellungen der Arbeit aufgegriffen wird.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Was ist Framing?

2.1 Definition

2.2 Gründe für Framing

2.3 Folgen von Framing

2.4 Basisframes

3. Frames im Bereich der Umweltberichterstattung

3.1 Atomenergie

3.2 Gentechnik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "Framing" im journalistischen Kontext, insbesondere mit Fokus auf die Umweltberichterstattung. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Framing zu erläutern, die Motivationen und Wirkungsweisen zu analysieren und zu prüfen, welche Basisframes in der Berichterstattung über Themen wie Atomenergie und Gentechnik dominieren.

  • Definition und theoretische Einordnung des Framing-Ansatzes
  • Analyse der Gründe und Folgen von Framing im Journalismus
  • Vorstellung und Erläuterung der fünf Basisframes nach Urs Dahinden
  • Untersuchung von Medienframes in der Atomenergie-Debatte
  • Analyse der Berichterstattung zum Thema Gentechnik

Auszug aus dem Buch

2.4 Basisframes

Bevor im folgenden Abschnitt Studien vorgestellt werden, die sich mit Framing im Bereich der Umweltberichterstattung befasst haben, erscheint es sinnvoll, sich mit den häufigsten allgemeinen Frames auseinander zu setzen. Urs Dahinden beschreibt in seinem Buch „Framing – Eine integrative Theorie der Massenkommunikation“ (2006) fünf Basisframes, die in Untersuchungen von Medieninhalten immer wieder auftauchten: 1) Konflikt, 2) Wirtschaftlichkeit, 3) Fortschritt, 4) Moral, Ethik, Recht und 5) Personalisierung (Dahinden 2006: 106-109, vgl Tabelle 1). Diese Basisframes können als Oberrahmen gesehen werden, so dass andere, genauer ausdifferenzierte Frames in diese Grundframes einsortiert werden können.

Der Konfliktframe ist folglich ein Oberrahmen für alle Frames, die sich um Interessenskonflikte und um Machtfragen bilden lassen (Dahinden 2006: 107-108). In Bezug auf Umweltframes kann man beispielsweise – übertragen auf die Berichterstattung über genveränderte Lebensmittel – Frames identifizieren, die sich mit dem Konflikt zwischen Befürwortern und Gegnern dieser Lebensmittel beschäftigen. Auch der Bereich der Atomenergie beinhaltet solche Konfliktframes, da die Atomenergie äußerst kontrovers diskutiert wird. Aktuell kann man dazu die Debatte auf Ebene der Bundesregierung verfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Relevanz von Framing im Journalismus ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Natur von Framing und dessen Anwendung in der Umweltberichterstattung.

2. Was ist Framing?: Dieses Kapitel definiert den Framing-Begriff, beleuchtet theoretische Ebenen, diskutiert Gründe sowie Folgen von Framing und führt die fünf Basisframes nach Dahinden ein.

3. Frames im Bereich der Umweltberichterstattung: Hier werden konkrete Studien zur Atomenergie- und Gentechnik-Berichterstattung analysiert, um die Anwendung der Basisframes in der Praxis zu verdeutlichen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass in den betrachteten Studien der Konfliktframe dominiert, während der Personalisierungsframe kaum eine Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Framing, Umweltberichterstattung, Journalismus, Basisframes, Medienwirkung, Atomenergie, Gentechnik, Konfliktframe, Diskurs, Erwartungsrahmen, Medienanalyse, Massenkommunikation, Nachrichtenfaktoren, Sozialisation, Berichterstattung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der journalistischen Praxis des "Framing", also dem gezielten Setzen von Deutungsrahmen, durch die Sachverhalte in Medienberichten unterschiedlich dargestellt und bewertet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder sind die theoretische Fundierung des Framing-Konzepts sowie dessen empirische Anwendung in der Umweltberichterstattung mit Fokus auf die Energiegewinnung und Gentechnologie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfragen zielen darauf ab, zu klären, was Framing ist, warum es angewendet wird, welche Folgen es hat und welche spezifischen Basisframes in den untersuchten Umwelt-Studien eine dominierende Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und vergleicht existierende qualitative und quantitative Framing-Studien, um Tendenzen in der journalistischen Berichterstattung abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Framing-Ansatz und eine anschließende detaillierte Analyse spezifischer Medienstudien zur Atomenergie und Gentechnik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Framing, Umweltberichterstattung, Basisframes, Medienwirkung, Atomenergie und Gentechnik charakterisiert.

Welche fünf Basisframes werden in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Basierend auf Urs Dahinden werden die fünf Kategorien Konflikt, Wirtschaftlichkeit, Fortschritt, Moral/Ethik/Recht sowie Personalisierung unterschieden, um komplexe Medieninhalte zu strukturieren.

Welches zentrale Ergebnis ergibt sich aus dem Vergleich der analysierten Studien?

Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass in der Umweltberichterstattung der Konfliktframe am häufigsten genutzt wird, während die Personalisierung in den untersuchten Beispielen keine Rolle spielt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frames in der Umweltberichterstattung
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Autor
M.A. Veronika Streuer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V161951
ISBN (eBook)
9783640760268
ISBN (Buch)
9783640760442
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Framing Umweltberichterstattung gefärbte Berichterstattung Berichterstattung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Veronika Streuer (Autor:in), 2010, Frames in der Umweltberichterstattung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161951
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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