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Ironie in literarischen Texten von Vladimir Kaminer

Titel: Ironie in literarischen Texten von Vladimir Kaminer

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 20 Seiten , Note: 1, 3

Autor:in: Ekaterina Avalon (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Einführung zur Arbeit werde ich den Begriff der Ironie sowie eine kurze theoretische Entwicklung der Ironieuntersuchung in der Linguistik erläutern. Im Folgenden werden die Anwendungstheorien der Ironie vorgestellt, worauf die anschließende linguistische Untersuchung einzelner Ironiebeispiele aus den Kaminer-Texten basieren wird. Zum Schluss werde ich die Ergebnisse meiner Arbeit zusammenfassend darstellen. Insbesondere wird in der Arbeit auf den theoretischen Ansatz der Ironieuntersuchung von Hannele Kohvakka näher eingegangen, der sich mit der Ergründung der Ironie auf der textuellen Ebene befasst. Allerdings geht Kohvakka in ihrer Dissertation „Ironie und Text“ viel tiefer in die Textstruktur hinein und ermittelt somit, wie sich die Ironie textuell konstituiert. In der vorliegenden Arbeit sollen lediglich die sprachlichen Erscheinungsformen der Ironie festgestellt und beschrieben werden. Der theoretische Ansatz von Kohvakka liefert jedoch die wesentlichen Anhaltspunkte für die Ergründung von Ironie in den Texten von Vladimir Kaminer. Im Weiteren soll ein Überblick über den bisherigen Forschungsstand der Ironieuntersuchung in der Linguistik gegeben werden. Aus diesen Untersuchungen werden die grundlegenden Merkmale der Ironie hervorgehoben, welche als Ausgangspunkt für den Ansatz meiner Untersuchung dienen sollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen und Definitionen

2.1 Zum Begriff der Ironie

2.2 Theorien der Ironie

3 Die linguistische Analyse

3.1 Das Materialkorpus

3.2 Analyse einzelner Beispiele

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachlichen Erscheinungsformen der Ironie anhand des Werkes „Ich bin kein Berliner“ von Vladimir Kaminer. Ziel ist es, die spezifischen Techniken und linguistischen Mittel zu identifizieren, durch die Kaminer in seinen Texten humoristische und ironische Distanz erzeugt.

  • Analyse ironischer Markierungstechniken in literarischen Texten
  • Bedeutung von lexematischen Erwartungswidrigkeiten für die Ironiebildung
  • Untersuchung der argumentativen Struktur und scheinargumentativer Formen
  • Einfluss des russischsprachigen Hintergrunds des Autors auf den Ironiestil
  • Theoretische Einordnung der Ironie als rhetorisches und kommunikatives Phänomen

Auszug aus dem Buch

3.2 Analyse einzelner Beispiele

Als erstes Beispiel möchte ich eine der beliebten Ironie-Techniken Kaminers anführen, nämlich den Einsatz der zum Teil vom Autor erfundenen langen Komposita:

(1) Nebenbei bemerkt sahen diese kaukasischen Felle gar nicht so toll aus. Als Beweis meiner Lammfellkenntnis roch ich an einem Fell und schnitt eine besorgte Fratze. (Kaminer 2007, S. 101f., Hervorhebung E.A.)

Das Wort „Lammfellkenntnis“ existiert im Deutschen nicht. Kaminer benutzt jedoch das Potential der deutschen Sprache, in der lange Komposita durchaus verbreitet sind, und setzt ein solches Wort zusammen. Aus der Konstellation der Gesamtaussage wird die Ironie dadurch zum Ausdruck gebracht, dass der Autor eigentlich kein Kenner kaukasische Lammfelle ist und sich für den Leser auch nicht als solcher präsentiert. Mit der „besorgten Fratze“ möchte Kaminer mit der Verkäuferin feilschen und sie um eine Preisermäßigung bitten. Das Wort „Lammfellkenntnis“ signalisiert uns hier dessen ironischen Gebrauch im Text.

Das nächste Beispiel mit den langen Komposita findet sich im folgenden Satz:

(2) Mit einer Zweimonatsduldung verließen wir, die frisch gebackenen Deutschkultur-Bewunderer, damals das Polizeipräsidium am Alex. (Ebd., S. 11, Hervorhebung E. A.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Ironie in der geschriebenen Sprache ein und stellt die Forschungsfragen sowie die These auf, dass Kaminers Texte durch eine Vielzahl ironischer Äußerungen humoristisch geprägt sind.

2 Theoretische Grundlagen und Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe der Ironieforschung erläutert und die theoretischen Ansätze von Autoren wie Japp, Clyne, Engeler und Kohvakka vorgestellt, die als Basis für die Analyse dienen.

2.1 Zum Begriff der Ironie: Dieser Abschnitt definiert Ironie als mehrschichtige Erscheinung, bei der das wörtlich Gesagte eine nicht-wörtliche, meist kritische Bedeutung verbirgt.

2.2 Theorien der Ironie: Es wird der Forschungsstand beleuchtet, wobei besonders die Funktion der Ironie als „offene Simulation der Unaufrichtigkeit“ und die Rolle der Ironie-Marker hervorgehoben werden.

3 Die linguistische Analyse: Dieser Teil widmet sich der praktischen Untersuchung, indem die theoretischen Ansätze auf die Textbeispiele Kaminers angewandt werden.

3.1 Das Materialkorpus: Der Autor Vladimir Kaminer und sein Werk „Ich bin kein Berliner“ werden vorgestellt, wobei die Bedeutung seiner Herkunft für den spezifischen Schreibstil thematisiert wird.

3.2 Analyse einzelner Beispiele: Anhand konkreter Textpassagen werden Techniken wie erfundene Komposita, Übertreibungen und scheinargumentative Strukturen detailliert linguistisch analysiert.

4 Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden resümiert, wobei bestätigt wird, dass Kaminer ein spezifisches Instrumentarium an ironischen Mitteln nutzt, deren Verständnis durch kulturelle Kontexte beeinflusst wird.

Schlüsselwörter

Ironie, Vladimir Kaminer, Sprachanalyse, Ironie-Marker, Komposita, Scheinargumentation, Literaturwissenschaft, Humor, Linguistik, Textanalyse, rhetorische Figuren, Inkongruenz, Kulturvergleich, Stilistik, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die linguistischen Mittel und Techniken der Ironie in den Kurzgeschichten von Vladimir Kaminer, speziell im Werk „Ich bin kein Berliner“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernbereichen gehören die Identifikation von Ironie-Markern, der Einsatz sprachlicher Inkongruenzen und die Untersuchung der argumentativen Struktur in Kaminers Texten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kaminer durch spezifische sprachliche Gestaltung, wie etwa erfundene Wortzusammensetzungen, ironische Distanz schafft und humoristische Effekte erzielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit folgt einem linguistischen Ansatz, der auf der theoretischen Grundlage von Hannele Kohvakka basiert und die textuelle Ebene der Ironie mittels argumentations- und stiltheoretischer Analysen untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Autors und Materials sowie die detaillierte linguistische Analyse zahlreicher Textbeispiele, gruppiert nach verschiedenen ironischen Techniken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ironie-Signal, lexematische Erwartungswidrigkeit, Scheinargument und ironischer Sprachgebrauch charakterisiert.

Warum spielt die Herkunft des Autors eine Rolle für die Ironieanalyse?

Die Arbeit postuliert, dass Kaminers russischsprachiger Hintergrund und seine kulturelle Prägung eine spezifische Perspektive auf die deutsche Gesellschaft ermöglichen, die sich in seinem einzigartigen, teils schwer nachvollziehbaren Ironiestil niederschlägt.

Wie definiert die Arbeit den „scheinargumentativen Satz“ als ironisches Mittel?

Ein scheinargumentativer Satz wird als ein Mittel identifiziert, bei dem der Autor eine logisch mangelhafte oder unsinnige Begründung wählt, um den Leser zur Reflexion anzuregen und die ironische Absicht zu markieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ironie in literarischen Texten von Vladimir Kaminer
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Hauptseminar: Sprache und Humor
Note
1, 3
Autor
Ekaterina Avalon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
20
Katalognummer
V161928
ISBN (eBook)
9783640754793
ISBN (Buch)
9783640754977
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprache und Humor Ironie in geschriebenen Texten linguistische Ironieuntersuchung Ironie auf der Textebene Theorien der Ironie Ironischer Stil
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ekaterina Avalon (Autor:in), 2010, Ironie in literarischen Texten von Vladimir Kaminer, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161928
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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